Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: Falk am 03 Aug 25, 19:17
-
Hallo, ich habe das Stück am Rosskopf bei Freiburg gefunden. Erkenne da Quarz und Feldspat und etwas Eisenoxid. Was für ein Gestein ist das denn?
Grüße
Falk
-
hallo
laut Macrostrat sollte dort Gneis/Paragneis anstehen - die Karte ist aber sehr großmaßstäblich bzw. generalisierend.
Wenns ums Gestein geht, wären grobkristalliner Quarz und Feldspat am ehesten Pegmatit (da sollte dann noch Glimmer dabeisein) - Pegmatitgänge bzw. -linsen kommen in diversen Gneisen vor.
Wenn ich mir das Foto so ansehe, erkenne ich aber +/- gut auskristallisierten Quarz (die parallele Querstreifung im gesamten oberen Teil, ein Stück einer typischen Kristallspitze links unten) mit etwas Feldspat - ich würde das Stück also fast eher als Mineralstufe ansprechen, und nicht als Gestein.
Im Lexikon haben wir zum Rosskopf ( https://www.mineralienatlas.de/?l=20382 ) noch keine Fotos - wäre fein, wennst was dazu hochladen könntest!
ga
oli
-
Danke Oliver,
Pegmatit klingt gut. Hab das Stück nicht genau auf dem Rosskopf gefunden sondern auf dem Weg dahin.
-
ok, Weg ist natürlich immer gefährlich - war eine aufgebrachte Wegschotterung vorhanden bzw. erkennbar, oder war das einfach ein Waldweg, auf dem die natürlich dort vorkommenden Gesteine zutage treten?
-
Hm, Wegschotterung war schon da. Der Stein lag aber am Rand schon in Richtung Hang. (Ungefähr hier: N48° 00.512' E7° 52.653')
-
jo, dann ist der FO leider unsicher/fraglich - die Steine der Beschüttung "wandern" ja (durch Betritt, Befahren etc.) gerne auch durchaus mal ein paar Meter über den Weg hinaus.
-
Glück Auf!
Dem Foto nach zu urteilen, ist ein Quarz-Feldspat-Gestein naheliegend. Insofern kann ich der bisherigen Einschätzung zustimmen. Bei magmatischen Gesteinen ist die Genese ein wesentlicher Bestandteil der Gesteinsdefinition. Ein grobkörniges Quarz-Feldspat-Gefüge ist jedoch nicht zwangsläufig als Pegmatit anzusprechen. Da aufgrund des Fundorts und der Fundumstände erhebliche Unsicherheiten bestehen hinsichtlich des tatsächlichen Ursprungs, des geologischen Zusammenhangs und damit der Genese, schlage ich vor, es bei der Bezeichnung „grobkörniges Quarz-Feldspat-Gestein“ zu belassen. Mangels Maßstab oder Größenangabe möchte ich auch das „grobkörnig“ nicht all zu groß schreiben. Wenn die Mehrheit des Volumens aus Mineralkörnern >5 mm besteht, kann man das Gefüge als grobkörnig bezeichnen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut