Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: TKMineral am 13 Mar 04, 19:10
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Hallo!
Habe ein kleines Problem: In meiner Sammlung befindet sich eine Ankeritstufe , auf der ca. 1 cm große Kupferkieskristalle sitzen , die aber allesamt mit einer wirklich hässlichen Pyritschicht überzogen sind. Ein Bad in Oxalsäure hat die Stufe auch schon hinter sich , da die Kupferkies/Pyrite noch zusätzlich mit Limonit überzogen waren. Nun habe ich da einen Pyrit oder gar auch Markasitbelag auf den Kristallen. Wie krieg ich das weg , oder geht das garnicht??
Gruß
TK
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Hallo TK,
also mir ist nichts bekannt was Sulfide gut lösen würde ???...und selbst wenn würde dadurch sicher auch der Chalkopyrit und vor allem der Ankerit angegriffen :-\...
Gruß, Erik
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da sieht es schlecht aus; pyrit ist relativ säure beständig, was man von carbonaten (wie ankerit) nicht sagen kann. also, wenn, dann nur auf mechanischem wege, chemisch ist da wohl nichts zu machen
mfg uwe
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Hallo TK,
also wie Erik und uwe p. schon sagen wirst Du wenig Glück haben mit einer Säurebehandlung. Wahrscheinlich ist es sogar egal welche Säure Du verwendest, der Ankerit als Carbonat wird vermutlich immer angegriffen. Letztlich ist Natur Natur und man sollte nicht immer versuchen die natürlichen Gegebenheiten zu vergewaltigen und nur in Ausnahmefällen zur chemischen Keule greifen.
Ich weis nicht wie die Ankerit/Kupferkies/Pyrit(Markasit)-Stufe im einzelnen beschaffen ist, vielleicht hast Du ja auch zwei davon und könntest an einer mal eine Thermobehandlung ausprobieren. Das würde ich natürlich nur probieren wenn die Stufe einigermaßen massiv ist und Du bei Fehlschlag ggf. auch auf die Stufe verzichten könntest.
Dazu lege man die Stufe in einen Muffelofen, bzw. Backofen bei Behandlung bis 250 °C, (am besten ist ein Trockenofen mit einstellbarer Temperaturregelung) nun erwärmt man die Stufe langsam zunächst bis 50 °C belasse die Temperatur ca. 15 min und läßt die Temperatur langsam und allmählich wieder sinken. Danach kann man das Ergebnis erst mal begutachten. Eine Wirkung wird dadurch erzielt, das verschiedene Minerale verschiedenen Spannungen bei verschiedenen Temperaturen unterliegen und sich Risse an den Kontaktflächen der verschiedenen Minerale bilden, die man nutzen kann um die einzelnen Minerale in ihren Grenzflächen mechanisch zu trennen. Sollte bei 50 °C kein Ergebnis zu sehen sein kann man die Prozedur mit in 10 °C steigenden Temperaturschritten wiederholen. Bei 105 °C sollte man aber aufhören da hier bei bestimmten Mineralen das Kristallwasser anfängt zu verdunsten (z. B. bei Gips). Bei Deiner Art Stufe ist aber zu befürchten das der Kupferkies ebenfalls mit reißt und sich auch mit löst. Eine Garantie auf den Erfolg gebe ich natürlich nicht ;D ;D. Eine Aussage über die Empfindlichkeit der einzelnen Minerale gegenüber Temperatur kann ich leider auch nicht machen, es kann auch sein das der Ankerit früher reist als der Pyrit! ???
Wenn das Stück massiv genug ist für eine solche Behandlung und Du eine oder diese Stufe entbehren kannst wäre es auf jeden Fall mal einen Versuch wert.
Gruß Jürgen
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Hallo TK
Mit HNO3 !!
Markasit und Pyrit lassen sich nur mit Natronlauge lösen.
Allerdings nach meiner Liste >schwer löslich......
Pass bloß auf. Das Zeug kannste nicht mit Wasser abwaschen >:(
Stell Dir Salzsäure daneben. Wennste was abkriegst, mit Salzsäure abwaschen und dann Wasser...das geht. BRILLE !!
der Sauerländer
P. S. ich nehme das verdünnt als Unkrautvernichter. Aber nur vor starkem Regen. Dann verbrennen sich die Katzen nicht die Pfoten :-\
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Ups
ich vergass zu sagen, dass sich Ankerit mit HNO3 besser löst als Pyrit :-[
die Brille 8) kann also im Schrank bleiben. Besser is das....
d S