Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Obelix am 09 Oct 05, 11:18
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Rezente Neubildung auf Batyt: Wasserklare langprismatische tafelige Kristalle
Paragenese: Baryt, Calcit, Dolomit, Pyrit
Na, was isses? :)
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::) Zu schwer?
Na gut, dann noch nen anderes Foto
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Ich denke an Gips.
Gruß
Uwe
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Öh öh, is nich Gips- weiter rätseln :P
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ich tippe mal auf
Anglesit?
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Hmm, in der Paragenese gibt es weit und breit kein Blei, also weiterraten ::)
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dan kann es nur aragonit sein .
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Thomas,
Ich wurde auch Aragonit sagen....
Ubrigens sehr schone Bilder!
Gruss
Harjo
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mal von einem "laien" ein versuch: eiskristalle
grüße und glück auf aus thüringen
frank
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Hallo,
Äh, Quarz?
Gruß
Christopher
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Also ich würde auch mal so spontan auf Aragonit tippen.
Carsten
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Ja bin mir jetzt ganz sicher Aragonit .
Wir haben ähnliche Aragonite auch in Hildfeld gefunden
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Hallo Thom,
ist ja ein schöner Aragonit.
Ist er HCl inert? Ansonsten Baryt. Wie schon angesprochen.
Schöne Fotos.
Ich habe meine Stufe noch nicht getetstet. Aber dort ist der Hauptprisma -Querschnitt
des dickeren Kristalls eindeutig. ;D
Bin auf die anderen Fotos gespannt...
Bis denne
Kay
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Nein, Aragonit ist es auch nicht, unlöslich in HCl 8)
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Biste sicher? ???
So sehen eigentlich nur Aragonite und Gipse aus ... :-\
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Selbstverständlich ist das Material analysiert, daher auch ein Rätsel.
Gips ist heißwasserlöslich
Aragonit löslich in HCl unter sprudeln
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Na, dan konnte es eine 2e generation Baryttafeln in interessante ausbildung sein.....
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Servus alle,
also ich hätte einen Kasten Bier auf Aragonit verwettet...
Bin ja mal gespannt, was dabei rauskommt!
Servus + Glück auf
Wolfi
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letzter tipp von mir (ehe man sich hier zum Affen macht ;D):
magnesit (zumindestens etwas Mg-haltiges), dann aber nur bei kalter säure.
wäre aber eine äußerst interessante Kristalltracht! :o
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Herzlichen Glückwunsch Harjo, das isses :-* :-* :-* :-*
Kay hätte ich ja auch gratulieren können, dem hab ich sowas aber im Steinbruch schon gesteckt.
Ich hatte auch erst Aragonit vermutet, doch kamen mir hierfür die Endprismen zu mekwürdig vor.
Nachden Tests kommt für mich nun nur noch Baryt in Frage, ist mir so auch noch nie unter gekommen.
@Kay
Das 2,5 cm-Teil, was Du da hast ist dann wohl auch Baryt. Gratuliere! :-*
Gut, daß wir dahin gefahren sind noch bevor alles weggefahren ist. :)
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Interessantes Stück, wenn es Baryt 2. Gen. sein sollte.
Zwei Fragen:
1. Welche Test hast Du durchgeführt?
2. Baryt als rezente Neubildung? Wie soll das funktionieren?
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Hallo,
Baryt als rezente Neubildung
...das glaub ich nicht. :o Entweder nicht rezent oder nicht Baryt !
Gruß
Berthold
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Ich kenne französischen Coelestin, der sehr ähnlich aussieht...
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Ich kenne französischen Coelestin, der sehr ähnlich aussieht...
Hallo Uwe,
würdest Du denn Baryt völlig ausschließen und wenn ja, warum?
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Ich heiße zwar nicht Uwe, aber wenn Du meine beiden Fragen beantwortest, dann hast Du auch fast Uwe's Antwort ...
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Ich glaube man soll "2e generation" nicht verwechseln mit Neubildung.....
Dazu, Coelestin gab es glaube ich bis jetzt nog nicht in Holzen....aber....was nicht ist kann noch kommen.
Auch soll man die Kristalform ganz genau untersuchen, ich glaube das es gut moglich sein kann das es "verzerrte" Baryt xx sind.
Und, es stimmt aber auch was Uwe sagt, ich kenne auch Coelestine aus Septarien die so ahnlich aussehen.
Also, Analyse :P (EDX ware genug....oder?) dan ist es vielleicht ein Coelestinn neufund oder interessante Baryttafeln, beides sehr schon, und es bleibt vor allem ein sehr schoner Fund mit schone XX, gratuliere, Thomas und Kay!
Gruss
Harjo
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In meinem Lexikon steht unter "rezent"= "jüngste", daß unter Geologen hier ein Prozess verstanden wird , der gut 1000 Jahre alt sein kann.
Die hier vorgestellten Kristalle sind eindeutig die jüngste Bildung auf der Stufe, daher bin ich davon ausgegangen, daß ich hier von einer rezenten Neubildung sprechen kann, habe leider weder Geologie, noch Mineralogie studiert.
Zu den Kristallen: Sie zeigen meiner Meinung nach die extrem langgestreckte Seitenfläche eines orthorhombischen Pinakoids.
Das konnte ich auf der Clara- CD Rom bei den Kristallzeichnungen von Baryt gut erkennen.
Zu Tracht und Habitus stand hier: 011(h k l ) T 262, wer damit was anfangen kann.
Außerdem habe ich Stufen von Holzen mit eben genau dieser Kristallform, allerdings unverzerrt und auch eher tafelig, sodaß ich nach wie vor von Baryt überzeugt bin.
Hier noch ein Beispiel von der Clara. Man muß sich den kristall nur gestreckt vorstellen
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Ich habe Musik und Kunst (mahlerei) studiert, also, leute, da gibts' ne menge mineralogie ;D :( ???
ne, in ernst, ich glaube die xx sehen eigentlich ganz ahnlich aus als deine Baryte von Kallenhart Thomas, nur eine etwas abweichende form, wenn die seitenflachen verlangert sind..
Gruss
Harjo
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Genau Harjo,
Aragonit und Gips kommen ja auf grund der durchgeführten Tests nicht in Frage, dann wäre also nur noch Coelestin, doch Baryt halte ich für wahrscheinlicher.
Ob nu rezent oder 2. Generation is mir eh wurscht, sollte nur ne Beschreibung sein.
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Junge, Junge, ich war früher auch mal im Sportverein, aber so ist bislang noch keiner zurückgerudert :-\. Wenn's Dir eh Wurst ist, warum legst Du dann falsche Fährten? :(
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In meinem Lexikon steht unter "rezent"= "jüngste", daß unter Geologen hier ein Prozess verstanden wird , der gut 1000 Jahre alt sein kann.
Die hier vorgestellten Kristalle sind eindeutig die jüngste Bildung auf der Stufe, daher bin ich davon ausgegangen, daß ich hier von einer rezenten Neubildung sprechen kann, habe leider weder Geologie, noch Mineralogie studiert.
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Nochmal die Gretchenfrage: mit welcher Methode genau sind die XX analysiert worden?
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Selbstverständlich ist das Material analysiert, daher auch ein Rätsel.
Gips ist heißwasserlöslich
Aragonit löslich in HCl unter sprudeln
@Uwe
Sorry, bin felsenfest davon ausgegangen dies ginge eindeutig aus dem Text hervor.
Also dann noch mal: Die Kristalle sind weder löslich in Heißwasser noch in verdünnter HCl.
Für mich ist das eine klare Sache, daß es sich um Baryt handelt. Argumente hierfür habe ich ausreichend geliefert. Geht nur wieder mal keiner drauf ein.
Du kannst auch gerne von mir eine Probe zum Analysieren bekommen und ich stehe selbstverständlich für die Kosten ein, falls es sich doch nicht um Baryt handeln sollte.
Gruß
Thomas
Kannst Du meine Frage, ob Du Baryt ausschließt und wenn ja, warum, auch beantworten?
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Keine Reaktion, na dann eben noch nen Bild von diesem Kristalltyp, unverzerrt und als Zwilling aus eben diesem Steinbruch: ???
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Hallo Obelix,
jetzt mal langsam, zwei Proben ist ja noch lange keine Analyse :P und eine rezente Bildung ist eine Bildung in der Gegenwart. War schon etwas unklar ausgedrückt.
Gruß
Berthold
PS: Ich würde das für Baryt halten.
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Für mich ist das sehr wohl eine Analyse, da ich hiermit die 2 noch in Frage kommenden Minerale Aragonit und Gips eindeutig ausgeschlossen habe.
Und ich geb doch nicht nen Haufen Geld für etwas aus, was für mich eindeutig ist. Ich habe ja immerhin den Vorteil mir die Stufe von allen Seiten eingehend unterm Bino betrachten zu können und muß mich nicht lediglich auf zwei Abbildungen stützen.
Zu rezent:
In meinem Lexikon steht hierzu: bis zu 1000 Jahre. Unter Gegenwart verstehe ich etwas anderes.
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Hallo,
??? sehr wohl eine Analyse
Analyse=Untersuchung der Zusammensetzung eines Stoffes oder Gemisches hinsichtlich der Art (qualitative Analyse = "Nachweis") oder der Menge (quantitative Analyse = "Bestimmung") seiner Bestandteile durch chemische oder physikalische Verfahren.
Ich bleib dabei, keine Analyse (wie hast Du z.B. Coelestin ausgeschlossen ?)
Zu "rezent" habe ich meinen Senf hier im Lexikon dazugegeben. Beispielsweise sind bei den Fossiliensammlern rezente Arten solche, die heute noch vorkommen, also nicht ausgestorben sind. Bei den Geologen spricht man z.B. von rezentem Vulkanismus im Gegensatz zu erloschenen Vulkanen. Und wir Mineraliensammler sprechen z.B. bei auf Grubenholz aufgewachsenen Kristallen von rezenter (Mineral-)bildung.
Nix für ungut, aber ich versteh den Frank (MM-Bär) schon.
Gruß
Berthold
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Hallo zusammen,
eine Anmerkung zum Ausdruck "rezent": der richtige Ausdruck wäre so gewesen, wie Thomas es in seiner Ergänzung geschrieben hat, nämlich die jüngste Bildung. Wenn man sich beispielweise die hydrothermale Kristallisationsreihe anschaut, wird deutlich, dass die jüngste Bildung auch vor etlichen Millionen Jahren erstarrt sein kann, daher ist der Ausdruck "rezent" fehl am Platz.
Ansonsten ist die Frage, um was es bei diesem Stück geht.
Für die eigene Sammlung kann man die Hinweise auf Baryt und Ausschlusskriterien der anderen Minerale sicher als ausreichend ansehen und sich das Geld für die Analyse sparen.
Für eine wissenschaftliche Bewertung muss eine Analyse im eigentlichen Sinne durchgeführt werden.
Also, warum nicht jeder nach seinem Gusto mit korrekter Bezeichnung?
Viele Grüße
Michael
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Alles was im Prinzipn das Präfix 'post' - also 'nach' aufweist, ist im Prinzip eine rezente Bildung (postvulkanisch, etc..).. eine nachträgliche bzw. 'Neubildung' eben und keine fossile Entstehung. Diese Vokabel wird auch oder gerade von den Paläontologen verwendet!
Gruß Peter
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Ohne Obelix zu nahe treten zu wollen und ohne seine Bestimmung als Baryt anzuzweifeln, sollte man den Begriff Analyse nur dann verwenden, wenn es eine echte Analyse gab. Das Ergebnis einer Analyse schließt auf jeden Fall das bekanntwerden der genauen Zusammensetzung des untersuchten Materials ein und das kann man nun mal mit Haus- und Hofmethoden nicht ermitteln.
Ich schreibe das, weil ich den Begriff " analysiert " gerne für wissenschaftlich untersuchte Proben reserviert sehen möchte. Ansonsten werden ernsthafte Diskussionen verwässert.
Dennoch, es ist ein sehr schöner Fund.
Gruß
Ralf
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Schließe mich Ralf ohne Einschränkung an. Bitte bei zukünftigen Rätseln oder ähnlichen Fragen "analysiert" nur verwenden, wenn die Probe eindeutig mit mineralogischen Standardmethoden bestimmt wurde (das kann z.B. in bestimmten Fällen auch einfache Polarisationsmikroskopie sein, und muß nicht die übliche Kombination aus XRD und REM-EDS sein).
Mikrochemische Tests geben meist nur Hinweise auf bestimmte Mineralarten, und sind nur sehr selten eindeutig. IR-spektroskopische Bestimmungen von (eher) seltenen Mineralien sind auch mit Vorsicht zu genießen (nicht zuletzt deshalb, weil für sehr viele Mineralarten noch nie IR-Spektren gemessen worden sind).
GA, Uwe Kolitsch
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Alles was im Prinzipn das Präfix 'post' - also 'nach' aufweist, ist im Prinzip eine rezente Bildung (postvulkanisch, etc..).. eine nachträgliche bzw. 'Neubildung' eben und keine fossile Entstehung. Diese Vokabel wird auch oder gerade von den Paläontologen verwendet!
Hallo Peter,
die Vokabel "post" steht in der Paläontologie/Geologie nicht für rezent, sondern für "nach", so wie bei der "postvariszischen Orogenese" beispielsweise. "Postvulkanisch" kann in Gegenden genutzt werden, in denen Vulkanismus bereits seit Millionen Jahren inaktiv ist. Danach ist aber nicht alles rezent.
Als Vorschlag zur Nutzung des Wortes "rezent":
In der Biologie kann vereinfacht alles, was noch nicht durch Mineralisationsprozesse verändert wurde, als rezent oder subfossil bezeichnet werden. Das heißt genauer, dass alle lebenden und kürzlich verstorbenen Tierchen als rezent angesehen werden können. Als "subfossil" können Übergangsstadien (Mammutskelette etc.) bezeichnet werden, da hier der Prozess noch nicht fortgeschritten ist, aber "rezent" auch nicht richtig ist (da die Organismen in historischer Zeit gestorben oder sogar ausgestorben sind). Die Begriffe sollen schließlich etwas aussagen und weiterhelfen.
In der Geologie wird "rezent" ansonsten für aktive Vorgänge genutzt, also rezenter Vulkanismus = aktiver Vulkanismus, rezente Tektonik = aktive Tektonik usw..
Eine genaue Altersabgrenzung ist zugegebenermaßen immer wieder schwierig.
Gruß
Michael
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Hallo @ alle
stimmt Thomas. Ich hätte Aragonit getippt. ;D
Nun jetzt habe ich vor, dem genau auf die
Spur zu gehen.
die Kristalle sehen aus wie der eine größere Kristall auf meiner Kleinstufe.
Ich denke, dass ich entweder Baryt oder Aragagonit und Baryt
auf der Stufe habe. ??? Sollte es Baryt sein, ist dies eine (für Holzen) seltene
Ausbildungsform.
Ich werde die Kristalle fotografieren und werde versuchen, diese mittels Infrarotspektroskopie
zu untersuchen. Für Aragonit und Baryt reicht diese Methode aus.
Allgemein gilt:
FT-IR-Spektroskopie ist aber manchmal
nicht eindeutig, da
- es keine ausreichende IR-Spektren-Datenbank gibt
- die Spektren sich nicht genug unterscheiden
- viele Mineralien ( Oxide, Sulfide etc.) fast IR-inaktiv sind
- die Proben zu klein sind
Bis denne
Gruß
Kay
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Hallo,
ich habe zunächst eine Detailaufnahme (Mikroskop)
des zu untersuchenden Kristalls gemacht.
Da sind zumindest schon die Unterschiede zu dem Kristall von Obelix
zu sehen.
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Aber ich wollte es genau wissen.
Die Betrachtung der dickeren Kristalle zeigte, dass diese einen sechseckigen Prisma-Querschnitt
und eine unebene Bruch besitzen. Keine glatten Spalt/ Bruchflächen wie z.B. beim Baryt
Den Carbonat-Test (Vorprobe mit HCl ) habe ich wg. der Stufe nicht gemacht.
Ich denke die ATR-FT-IR-Spektren sind eindeutig!
1. die nadeligen Kristalle und die dickeren Kristalle sind identisch
Die Referenz ( Calcit und Aragonit) zeigte eindeutig, dass es sich um Aragonit handelt. Das FTIR-Spektrum
des Aragonits hat zusätzlich Banden und eine Banden-Shift gegenüber dem vom Calcit
2. Der Vergleich mit der Referenz Baryt bestätigt, dass es sich bei meiner Stufe nicht um Baryt handelt..
3. Aragonit IR-Spektrum, Calcit IR-Spektrum
Beseres Foto von der Stufe folgt.
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Hallo Obelix
wenn du möchtest untersuche ich deine Kristalle auch .
Ein kleiner Kristall( Bruchstück) reicht aus.
Bis denne.
MfG
Kay
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Hallo Kay,
gerne gebe ich Dir mal ne Probe mit beim nächsten Treffen.
Die Kristalle sind allerdings winzig und Du müßtest unterm Bino versuchen eine Probe zu entnehmen.
Dürfte schwierig werden da was zu isolieren.
Gratuliere übrigens zum großen Aragonit :P
Gruß
Thomas
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Hallo Obelix
ich habe in einer Kiste von Holzen auch noch eine Stufe (Baryt7 Aragonit) entdeckt,
die deiner Stufe ähnelt.
Foto und Untersuchung folgen.
Bis denne.
Kay