Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: dendrocopos am 24 Jan 26, 13:33
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An alle Auskenner der Mansfelder Kupferschiefermineralien.
Ich habe neulich eine Stufe mit ged. Kupferblech, mit etwas Matrix zur Begutachtung bekommen. Die Stufe ist 12 cm lang. Erworben wurde dieses Stück etwa 1980 auf einer Tauschbörse in der damaligen DDR mit der Fundortangabe "Mansfeld". Mir sind aus dem Mansfelder Kupferschieferbergbau keine Nachweise mit ged. Kupfer bekannt. In der Literatur ist der einzige Hinweis im Vollstädt (Einheimische Minerale) aber auch ohne weitere Hinweise auf genauere Fundpunkte. (Es gibt einen Nachweis für ged. Kupfer aus Tilkenrode/Mansfeld. Dieses passt in der Ausbildung nicht und ist wohl auch nicht im Schiefer gebildet.) Sonstige Nachweise und Hinweise auf ged. Kupfer beziehen sich ausschließlich auf Hüttenproduckte/Schlacke. Die Bildersuche im Netz war auch negativ. Das anhaftende Sediment ist sehr feinkörnig und das Kupfer bildet nicht nur ein Lineal entlang der Sedimentschicht sondern füllt auch winzige Drusen in der Matrix z.T. mit kleinen Kupferkristallen. Auffallend ist der hohe Glanz ohne Oxydationsspuren auf dem Kupfer. Das kann aber u.U. auch chemisch behandelt und konserviert worden sein. (vor 1980?) Auf der Matrix befinden sich winzige (sekundäre?)grün oxydierte Kristallrasen in Tetraederform.
Wer kann hier weiterhelfen? Ich bin für jeden Hinweis dankbar.
Glück auf!
Frank
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Bilder Teil 2
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Bilder Teil 3
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Bei mindat gibt es einige Lokalitäten aus dem Mansfelder Revier, an denen ged. Kupfer vorkommt.
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Hallo Volkmar,
die Fundstellen bei Mindat hatte ich schon geprüft. Leider ist das alles nicht zielführend. 90% der angegebenen Fundstellen sind Smelter. Der Fundpunkt in Tilkenrode scheidet aus. Dort wurden Eisenerze abgebaut und ged. Kupfer trat in recht derben Massen auf und nicht als dünnes Blech. Auf der Fundstelle "Lichtloch 25 & 26 trat ged. Kupfer als Kristalle im MM-Format auf. In Rottleberode wurde Fluorit abgebaut, das pssst nicht mit der sedimentären Matrix des Kupferbleches. Den Nachweis auf dem "Thoms-Münzer-Schacht" in Sangerhausen zweifele ich an. Dazu gibt es keinen Nachweis. Ich habe von 1976 bis 1987 mit Unterbrechungen auf der Schachtanlage gearbeitet. Mineralogisch interessierten Mitarbeitern wäre eine solche Rarität wohl nicht entgangen.
In der Veröffentlichung von Siemroth & Witzke, "Die Minerale des Mansfelder Kupferschieferbergbaus" von 1999, wird gediegen Kupfer überhaupt nicht erwähnt.
Glück auf!
Frank
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wenns euch recht ist, verschiebe ich es mal zu den "allgemeinen Diskussionen" - das Thema ist ja allgemein interessant, und nicht nur bezogen auf das konkrete Stück.
lg
oli