Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Sonstige Lokationen u. Themen / Other Locations a. Themes => Thema gestartet von: Bernd G am 04 Nov 05, 06:24
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info folgt
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bärlappgewächse,dazu gehören schuppenbaum und siegelbaum bereits im oberdevon vertreten.
viele funde wurden in der steinkohle gemacht. aber nur steinkerne von den stämmen.
auch im untertrias (buntsandstein ) wurden funde von bärlappgewächsen gemacht, aber kleinere stücke als die aus dem oberdevon.
verkieselte stücke sind recht selten ,bekannt ist eine fundstelle in tschechien.
in den lausitz kiesgruben können vereinzelt auch funde von verkieselten stücken gemacht werden.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,2716.0.html
http://www.kieseltorf.de/index.htm?http://www.kieseltorf.de/tschechien/strob.htm
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Sieht interessant aus, Bernd!
Wie groß sind die Stücke?
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sehr klein im cm bereich , 1. bild 5cm 2. bild 2,5cm.
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Bei den Schuppenbäumen (Lepidodendron) und Siegelbäumen (Sigilaria) bildeten sich richtige Rindenstämme. Es wuchs weniger das Xylem, als vielmehr die Rinde in die Dicke.
Bild: Eine Rarität mit Ø 17 cm. Aus Nova Paka.
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hier mal ein stück von heute ,als Präparat.
http://www.biologie-bedarf.de/products/392601/
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Ups. Ich habe oben leider das falsche Bild eingefügt!!!!
Richtig wäre folgendes gewesen:
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Hallo Andreas und die anderen Kieselholzfreunde bzw.-Kenner,
auch wenn dieses thema schon etwas älter ist möchte ich es noch mal auffrischen. Andreas dein foto zeigt einen schuppen bzw-siegelbaumquerschnitt mit einen kleinen holzkörper der von einen mächtigen rindenmantel umgeben ist. Das foto läßt allerdings wenig auf die beschaffenheit oder aufbau des rindenmantels schließen,mir kam sofort ein ähnlich aussehendes stück in den sinn. Herkunft sicher nordböhmen und mit der senftenberger altelbe in die lausitz transportiert. Das stück befindet sich in der sammlung eines freundes und deshalb habe ich nur dieses foto. Stücke ähnlicher art finden sich hin und wieder in den lausitzkiesen. Rein optisch hat es viel ähnlichkeit mit deinen gezeigten.
Mir würden mal die meinungen der hiesigen fachleute interessieren.
Besten gruß aus Brieske
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Auch von mir ein Stück aus meiner Sammlung zum Thema. Es handelt sich um eine Sigillaria in erstklassiger Zellerhaltung aus Zelesnice bei Nova Paka. Durchmesser ist 4-5 cm.
Bernd: Das Stück auf Deinem Foto vermittelt auch erst einmal den Eindruck eines Rindenstammes. Bekommst Du eine mikroskopische Aufnahme vom zentralen Bereich?
Viele Grüße
Marian
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1520621695.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1520621695.jpg)
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Hallo Marian, interssant, dein stück und ich bin überrascht weil;Stücke solcher art sind mir schon häufig in die finger gekommen,optisch identisch mit deinem gezeigten. Nur ob es sich dabei tatsächlich um sigillarien handelt? Aus den Lausitzkiesen sind mir bisher zwei funde von sigillaria bekannt, zwei querschnitte von verschiedenen lausitzer fundpunkten die optisch völlig gleich aussehen aber nicht vom ein und den selben stück stammen.
Bei beiden ist die zellerhaltung ,und grade die vom zentrum sehr gut und die sehen ganz anders aus als bei deinen oben gezeigten. Eins der beiden fundstücke wurde durch prof.daber in berlin bestimmt.
Zu dem von mir oben gezeigten,eher etwas unklaren stück: es steht nicht in meine sammlung vieleicht kann ich etwas vergrößern. Mal sehen was rauskommt.
Gruß aus Brieske
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Hallo
Interesant. Wie gut ist der Holzkörper erhalten? Leider nicht gut zu sehen.
Es gibt ähnliche Stücke die eine andere Herkunft haben. Es können solche gebilde entstehen wenn Äste oder Wurzeln von Stromatolithen umwuchert werden.
In dem fall mal das Holz im zentrum genauer anschauen - was es von sich gibt.
Grüße
Volker
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hallo Volker,
aus gegebenem Anlass (habe gerade mit einem anderen MA-Mitglied privat diskutiert):
sind dir solche Stromatolithenkrusten auch von Perm-Hölzern (bzw. evtl. sogar von Bärlappachsen) bekannt, oder meinst du das allgemein?
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Uh der Post von mir ist ja schon ne weile her.
Nun bei einigen sind die Krusten schon manchmal recht gut ausgebildet. Das müssen aber nicht immer Stromatholithen sein.
Es sieht halt nur manchmal auch oft danach aus. Wenn Sedimente mit verkieseln.
In der Tschechei gibt es einige Achsen die manchmal gut umkrustet sind.
Und auch allgemein habe ich solches schon gesehen.
Ist in jedem Fall durchaus mal gut genauer drauf zu schauen.
Grüße
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Hallo Volker,
ja, allgemein kenn ich das auch (z.B. Blue Forest / Eozän).
Aber bezüglich der Stücke ausm Permokarbon sind wir in Diskussion.
Es ging z.B. auch um dieses Stück aus Tschechien:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1504777599.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1504777599.jpg)
Bei dem ist die Hornsteinmasse z.T. schon recht "stromatolithenähnlich" strukturiert (aber eben nicht eindeutig), sowohl außerhalb der "Rindenbegrenzung", als auch, was zur Vorsicht mahnt, innerhalb derselben im Bereich der "aufgelösten Rinde".
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zur Abwechslung mal ein schöner Bärlapp-Sporenzapfen aus dem polnischen Karbon (Sammlung Wolfgang Putz)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1542819731.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1542819731.jpg)
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und einer aus den Lausitzer Kiesen (Hornsteineinschluss 5cm hoch)
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ein Traumstück!
beinahe unglaublich, was in den Lausitzer Kiesen alles zu finden ist .....
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Zu den Bärlappgewächsen möchte ich hier mal ein Stück aus den Lausitzer Altelbeschottern zeigen. Es zeigt eine stammähnliche Form, also zylindrisch aber zu einer sog. Trommel zerbrochen. Im Zentrum ist ein Holzring erkennbar während das umliegende m.M. verkieselter Tuff ist. Warum aber hat der umgebende Tuff genau die Form des inneren versteinerten Holzes angenommen? Ist das entstehungsbedingt oder ist das ein Stamm mit einer struktuierten Außenrinde? Ich häng drei Fotos mit an.
Querschnitt, die äußere Struktur und Querschliff
Gruß Bernd J.
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oder ist das ein Stamm mit einer struktuierten Außenrinde?
wäre meine Vermutung, auch wenn sich die Rinde von der Erhaltung her oft/meist kaum von der Matrix unterscheidet (zu stark zersetzt?), scheint sie doch bei der Fossilisation "nachgezeichnet" geworden zu sein .