Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Sonstige Lokationen u. Themen / Other Locations a. Themes => Thema gestartet von: holzopal am 07 Nov 05, 16:59
-
zwei Stücke oplisiertes Holz.
Rozumberok, Hohe Tatra, CSSR
das rechte Stück ist 10 cm lang
hat von sowas eigentlich jemand schonmal nen kompletten Querschnitt gesehen? ich kenne von opalisierten Hölzern aus Ungarn, Tchechien nur Bruchstücke.
-
Holzopal
Koroit, Australien
max. Länge 11 mm
-
Hallo Burkhard,
Ich habe zwar nicht auf der Landkarte nachgesehen, wo Rozumberok liegt, vermute aber die Slowakei. Komplette Querschnitte aus der Slowakei sind leider sehr selten. In Tschechien gibt es - soweit ich weiß - keine opalisierten Hölzer (?). Ich habe lediglich ein Stück aus Tschechien, das in Richtung ansatzweise in Richtung Opal geht (es ist irgendwie eine Mischung zwischen verkieselt und opalisiert).
Hübsche Stücke.
lg
Andreas
-
Also erst mal Glückwunsch zu den tollen Stücken. Da wird die Holzsammlerszene im Forum ja richtig belebt. Klasse.
Zu den opalisierten Hölzern im allgemeinen ist es so, daß vollständig opalisierte Stücke als kompletter Stamm grundsätzlich extrem selten sind. Ich hab bisher jedenfalls noch keins zu Gesicht bekommen obwohl ich schon sehr viel Material verarbeitet habe. Fast immer handelt es sich entweder um dünne Äste ( die gibts schon vollständig ) oder bestenfalls Halbstämme. " Full rounds " sind meist nur zum Teil opalisiert.
Warum ?? Ja, warum eigentlich ??
Gruß
Ralf
-
@ Andreas
Du hast natürlich recht, ich hab in meiner Schluderigkeit und Eile (die Kinder wollten was von mir und ich wollte den post noch abschicken) CSSR einfach mit Tschechien übersetzt, was natürlich falsch war.
@ Ralf
das ist ja bei Virgin Valley dasselbe. Kleine Äste gibt es (und Zapfen etc) opalisiert, aber größere Querschnitte nicht. Da scheint ein grundsätzliches Problem zu bestehen. Vielleicht ist ja auch der Prozess der Opalisierung "komplizierter" was die Voraussetzungen angeht, sonst würde er unter den doch häufigen Holzverkieselungen öfter Vorkommen. Oder, wenn man die Theorie der SiO²-Reifung zugrundelegt (Michael Landmesser in Lapis No.7 "Versteinertes Holz"), dann sind die meisten Kieselhölzer schon zu alt, als daß noch Opal vorhanden wäre und opalisierte Hölzer gibt es nur im "passenden Alter". Was allerdings nicht erklärt warum es nur kleine komplette Querschnitte gibt.
Gruß Burkhard
-
Na dann will ich mal den Diskussionsreigen um die Opalisierung ( völlig unwissenschftlich ) eröffnen.
Möglicherweise benötigt der Prozess der Opalisierung wesentlich mehr Zeit, als die Verkieselung. Dazu könnte kommen, daß bei der Opalisierung etwas andere Bildungsbedingungen vorhanden sein müssen als bei der Verkieselung. Möglicherweise ist ein höherer Sauerstoffanteil und vielleicht auch eine Höhere Feuchtigkeit notwendig.Vielleicht spielt auch die Tiefe in der die Stämme im Boden liegen eine Rolle. Das könnte dazu führen, daß bei diesem Prozess Fäulnis bzw. Verwitterung des noch rezenten Holzes in etwa im gleichen Tempo abläuft wie die Opalisierung. Kleine Äste und Bruchstücke werden schneller von der Opalsubstanz durchdrungen als große Stämme und so vor dem Verfall gerettet.
Zumindest von einer Fundstelle in Bulgarien weiß ich, daß die opalisierten Halbstämme immer in der gleichen Lage, relativ dicht unter der Oberfläche, liegen. Der Opalisierte Teil des Stammes weist immer nach oben, während die untere Hälfte fehlt. Das deutet darauf hin, das der Prozess von oben nach unten stattfindet. Möglicherweise spielen also auch Sickerwässer eine Rolle. Ich weiß allerdings nicht, wie das bei anderen Fundstellen ist.
Eure Meinung?
Ralf
-
Hallo,
mein Wissensstand zum Thema Kieselsäure:
Die "gemeine" Kieselsäure kann durch z.B. Änderung des pH-Wertes zum Fällen gebracht werden. Meistens (? immer ?) sind dabei kolloidale Nanoteilchen beteiligt. Nur wenn die Verteilugnsbreite, also die Abweichugn vom mittleren Durchmesser gering ist, entsteht der Opal. Das Licht wird an den regelmässigen Strukturen gebeugt. Wenn die Verteilung zu breit ist, organisieren sich die Teilchen nicht. Dann ist nichts mit Opalisieren.
MfG
Frank
-
vieleicht hilft das weiter .
link gelöscht, weil gebrochen
ich kenne aber voll opalisierte stämme aus tschechien. durchmesser ca 20cm .
gruß bernd
-
opalisierte Stämme aus Tschechien??? Das wäre mir wirklich neu - lasse mich aber gern eines besseren belehren. Wo sollen die her sein? Hast du vielleicht Fotos?
-
Voll opalisiert kenn ich sie auch nicht, wohl aber teilweise verkieselt und teilweise opalisiert.
Gruß
Ralf
-
@ Ralf
in dem von mir erwähnen Artikel geht Landmesser davon aus, daß Siliziumdioxid über folgende Stufen "reift"
- frisch gefälltes, amorphes SiO²
- gereiftes amorphes SiO²
- Opal
- Chalcedon
- Quarz
soll heißen Opal ist nur eine Zwischenstufe auf dem Weg zu Quarz. Deshalb gibt es opalisierte Hölzer nur wenige, nämlich immer dann wenn sie im "richtigen Alter" vorliegen. Würden sie weiter in der Fundstelle verbleiben würden sie wohl "weiter-reifen" und als Kieselholz enden.
@ Bernd
Photos wären natürlich schon spannend. hast du sowas zuhause?
-
@Andreas-,@holzopal
leider habe ich keine bilder , ich habe das stück in chemnitz gesehen es wurde für das museum in chemnitz gekauft und stammte aus tschechien war aber kein edelopal . die farbe war fast wie bei feueropal. kompletter stammquerschnitt ca 20 cm.
herr modaleck hatte das stück wohl erworben für das chmnitzer museum.
gruß bernd
ps. kann auch slowakei gewesen sein.
-
Hmm Ralf, interessanter Ansatz zur Entstehung der opal. Hölzer. Größere opalisierte Stämme gibt es wirklich kaum.
Da auch wiederholt Tschechien genannt wurde, sollte man vielleicht genauer unterscheiden, damit auch alle das gleiche meinen:
a) Mischung zwischen opalisierten und verkieselten Hölzern: Manchmal weiß man bei Hölzern nicht so wirklich, wo man sie einordnen soll. Sind sie nun verkieselt oder opalisiert? Oft ist es eine Mischung von beiden.
ZB Hölzer aus Lesbos: Dort gibt es riesige Baumstämme, die tw verkieselt sind, aber auch einen „Opal-Einschlag“ haben. Selbes gilt für Washington. Dort gehen die Hölzer auch ins opalisierte über. usw.
b) „echte“ opalisierte Hölzer: Hölzer die sich „nur“ in Opal umgewandelt haben. zB das von Burkhard abgebildete Stück aus der Slowakei.
Hier gibt es tatsächlich kaum größere Stämme. Mein größter hat einen Durchmesser von ca. 20 cm. In einigen Museen habe ich durchaus größere gesehen, aber das ist die Ausnahme.
@ Bernd: Wenn das Stück rot-orange war und eine „glasige“ Opalisierung aufweist, ist es ganz sicher aus der Zentralslowakei, wohl aus der Gegend von Banska Bystrica. Tschechien würde ich jedenfalls ausschließen.
@ Ralf: Das mit der Fundsituation in Bulgarien hört sich wirklich interessant an. Hast du vielleicht Fotos von bulg. Stücken?
-
Ich habe gerade ein Foto von einem opal. Holz aus Bulgarien gefunden. Der genaue Fundort ist allerdings unbekannt. Das Foto stammt aus dem Naturkundemuseum Chemnitz.
-
@Andreas
Leider kann ich im Moment nicht mit Fotos dienen. Das Material ist z.Zt. noch in Bulgarien und es ist ein etwas heikles Thema wg. Besitzrechten und Ausfuhr. Muß mich also noch etwas bedeckt halten. Später dann mehr dazu.
Ich habs auch nur erwähnt, weil es so merkwürdig ist, daß die Stämme alle in der selben Lage opalisiert sind und immer fast genau als Halbstamm. Leider kenne ich die Fundumstände an anderen Fundstellen nicht. Es wäre aber sehr interessant zu erfahren, ob dort die gleichen Beobachtungen gemacht werden.
Natürlich sind mir die Erläuterungen von Herrn Landmesser bekannt und ich will und kann diese ja auch nicht wissenschaftlich untergraben.
Dennoch sei auch erlaubt einmal andere Ansätze zu verfolgen. Zumal die Reifetheorie durchaus noch viele Fragen offenlässt. Nach dieser Theorie müsste z.B. das gleichzeitige Vorkommen von Opal und Quarz ohne Chalcedon ausgeschlossen werden, kommt aber durchaus vor. Sie erklärt außerdem nicht, wieso opalisierte Stämme fast immer unvollständig sind, während verkieselte Stücke ( die ja demnach irgendwann auch einmal opalisiert gewesen sein müssen ) oft vollkommen erhalten sind und aus dem gleichen Erdzeitalter stammen. Weiter ist es etwas rätselhaft wieso bei den doch häufigeren, teilopalisierten Stücken opalisierte und verkieselte Bereiche, sowohl auf der Länge des Stammes als auch bezogen auf den Durchmesser bunt durcheinander gewürfelt sind. Nach der Landmessertheorie müsste dieser Prozess über den ganzen Stamm verlaufend, mehr oder weniger gleichmäßig von außen nach innen erfolgen.
Gruß
Ralf
-
@ Ralf,
ich wollte dir nicht zu nahe treten, im Gegenteil, die Fragen die Du aufwirfst sind interessant. So auf den Punkt gebracht habe ich die Kritikpunkte noch garnicht gesehen. Manches könnte man vielleicht mit noch mit (micro-) lokalen Bedingungsschwankungen zu erklären versuchen (weshalb z.B. unterschiedliche Zustände im selben Holz vorhanden sind). Aber der Widerspruch mit den "Halb-"stämmen und den verkieselten (ehemals opalisierten nach der Theorie) vollständig runden lässt sich so wirklich nicht erkläen.
Die Hölzer aus Bulgarien klingen jedenfalls interessant, darf ich mich auch schonmal für die Liste der Interessenten anmelden?
Grüße Burkhard
-
Hallo Burkhard,
öhh, ich hab mich in keinster Weise zu nahe getreten gefühlt :D.
Ich mag nur kontroverse Diskussionen und " stänker " auch mal gerne gegen alteingesessene Theorien. Wobei ich die Theorie der SiO²Reife keineswegs grundsätzlich in Frage stelle, sondern der Überzeugung bin, daß es nicht nur eine einzige - alles erklärende - Bildungsabfolge geben kann.
Völlig unklar ist mir z.B. auch die Bildung der Achathölzer, wie sie z.B. aus Oregon kommen.
Es sieht so aus, als wäre das Holz völlig verwittert und ein verbleibender Hohlraum im Sediment danach mit klarem rosafarbigen oder grauen Achat / Chalcedon ausgefüllt, so daß ein perfekter und detailgetreuer " Abguß " des ehemaligen Holzes entstand. Das wäre ja noch erklärbar. Dummerweise gibt es auch Stücke, bei denen noch verkieseltes Holz mit Zellerhaltung übrig geblieben ist. Dieses " schwimmt " quasi im Achat / Chalcedon. Damit ist die eigentliche Theorie des Zerfalls und späteren ausfüllens mit Kieselsäure gekenzelt. Wie geht sowas von statten ??
Beispiele:
Komplett umgewandelt
-
Von außen
-
mit wenig Holzerhaltung
-
Mehr Holz mit guter Zellerhaltung
-
Ach ja, das Opalholz aus Bulgarien. Nun vormerken kann ich Dich, Es ist nur fraglich ob und wann ich´s bekomme.
Ich werd´s hier im Forum kundtun, wenn´s soweit sein sollte.
Hier mal ein Foto ( das Stück ist leider nicht von mir )
-
Hallo Ralf,
zur Entstehung der (Opal-)Hölzer kann ich leider nicht viel sagen. Es wäre aber sicher interessant und aufschlussreich sich Fundstellen einmal in natura anzusehen.
Die Hölzer aus South Fork/Crooked River sind sehr schön. Ich glaube Stücke mit Holzerhaltung sind eher selten?!
Ja, gib bitte bescheid, wenn du Stücke aus Bulgarien erhältst. Würde mich wirklich interessieren.
lg
Andreas
-
Tolles Stück!
(http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=6689.0;attach=21744;image)
-
versteinertes Holz (achatisiertes Wurzelstück einer undefinierten Holzart)
8,5 cm lang, 3,5 x 4 cm
Rhyolite Volcanics Formation, Miozän
Texas Springs, Jackpot, Nevada / USA
-
versteinertes Holz "Yellow Cat Red Wood" (rotes versteinertes Holz als achatisierte Ausgussformen)
2,2 x 1,5 cm / 2 cm lang
Morrison Formation, Brushy Basin Member -
Jura
Yellow Cat Basin, Grand County - Utah / USA
Nördlich des Arches Nationalparks liegt die flache, graue und desolate Landschaft der Yellow Cat Flats. Hier wurden einige der schönsten achatisierten versteinerten Hölzer der Welt gefunden.
Die Farbe stammt von Spuren von Eisen u. Mangan im Achat, der die Zweigformen komplett ersetzt hat. Die Bäume selbst dürften Koniferen gewesen sein. Wie keine andere Fundstelle der Erde zeigen Querschnitte Bänder aus rot, schwarz, weiß, gelb oder violett.
-
versteinertes Holz
komplett in Achat umgewandelt
8,5 x 5,5 cm (4 cm langes Endstück)
Oregon - USA
-
versteinertes Holz mit Achat-Ummantelung
6,5 x 8 cm
Green River Formation, Eozän
Blue Forest / Wyoming - USA
-
Die Krönung der ganzen Angelegenheit ..... 8)
Opalisierter Holzausguß in Edelopal
1,5 cm kleines Ästchen
Tertiär
Virgin Valley, Nevada / USA
Hier ist nicht mehr viel Holz erkennbar. Das Farbspiel ist sehr stark und zeigt kräftige Flashes, die gleichzeitig in allen Spektralfarben über die Oberfläche wandern.
-
Hallo Gemeinde,
stimmt, Stücke mit Holzerhaltung sind recht selten. Dafür haben die Stücke aus Texas eine schönere, rosa Farbe. Bezüglich der Stücke aus Oregon hier noch ein kleiner Fundstellenhinweis.
Der FO wird meist mit South Fork / Crooked River angegeben ( so wie Andreas das auch geschrieben hat ). Damit ist keineswegs ein Ort am Crooked River gemeint, sondern es handelt sich um den Südlichen Zufluß des Crooked Rivers. Ganz korrekt wäre also South Fork of Crooked River. Es ist also ein recht ausgedehntes Gebiet gemeint. Aber das nur am Rande.
@ Wolfgang
Sehr schöne Stücke, Glückwunsch. Wie lange hast Du schon das Opalholz vom Virgin Valley ? Hab mal gelesen, daß die Stücke mit der Zeit
( vermutlich durch Wasserverlust ) ihr Farbenspiel verlieren. Das hat mich bis dato davon abgehalten so ein ( meist irrsinnig teures ) Stück anzuschaffen.
Und noch was in eigener Sache. Das schleifen und auch der Handel mit Hölzern und Achaten ist mein Lebensunterhalt. Ich möchte das aber aus diesem Forum raushalten, bzw. nur in der entsprechenden Kathegorie ( Kaufen / Verkaufen gewerblich ) vertreten. Drum wäre es mir lieb, wenn Anfragen zu irgendwelchen Stücken per PN geschrieben werden.
Gruß
Ralf
-
Da fällt mir noch was zum Thema Opal ein. Hat nicht direkt was mit Hölzern zu tun, aber mit der Opalgenese.
Ein ( recht seriöser ) Opalhändler erzählte mir folgendes.
Bei der Opalsuche in Australien hat er beim Graben hin und wieder auch uralte, wieder verfüllte Schürfe angeschnitten. Dabei stieß er u.a. auch auf die Hinterlassenschaften der damaligen Digger. Am Interessantesten waren alte Flaschen und Glasscherben, die bereits mit einer zwar hauchdünnen, aber gut erkennbaren Schicht Edelopal überzogen waren. Diese Schicht war jedoch nicht fest mit der Glasoberfläche verbunden sondern ließ sich abwischen und verblasste nach kurzer Zeit an der Luft. Andere Gegenstände wie Holz oder Metall zeigten keine Opalsubstanz.
Interessant dabei ist die Zeitspanne, in der sich dieser Opal abgesetzt hat. Mit > 150 Jahren muß dieser Prozess also recht schnell erfolgen. Eigentlich zu schnell für geologische Prozesse. Nun kann es ja sein, das das Glas ( Sillizium ) sozusagen ein idealer " Katalysator " für die Ausfällung des Opals ist. Das wiederum wirft die Frage auf, ob der Prozess der Opalisierung nicht auch umgekehrt, also nach der Verkieselung , stattfindet. Das wäre zumindet ein Ansatz für nur äußerlich opalisierte Stücke.
Ralf
-
@ Wolfgang
Sehr schöne Stücke, Glückwunsch. Wie lange hast Du schon das Opalholz vom Virgin Valley ? Hab mal gelesen, daß die Stücke mit der Zeit
( vermutlich durch Wasserverlust ) ihr Farbenspiel verlieren. Das hat mich bis dato davon abgehalten so ein ( meist irrsinnig teures ) Stück anzuschaffen.
Ralf,
dazu kann ich leider nichts sagen, weil ich das kleine Ästchen erst vor einigen Monaten (sehr günstig! :D) bei eBay ersteigerte. - Die kräftigen Flashes sind aber noch immer sehr schön zu sehen.
Laut dem Verkäufer ist es komplett trocken und muss nicht in einer Flüssigkeit aufbewahrt werden. - Hoffentlich stimmt das auch ..... :-\
-
hier mal ein stück opalholz 14cmx10cm
-
Hallo Bernd, sieht sehr interessant aus. Aus welchem Land stammt es?
-
Hallo Wolfgang,
@ Wolfgang ich hab vor nicht allzulanger Zeit mit einem Händler genau darüber geredet und der meinte wenn die Opale aus Virgin Valley die ersten paar Monate (oder 1-2 Jahre) trocken überstanden haben, dann würde ihnen auch nichts mehr passieren. Direkt in die Knallsonne oder auf ne bollernde Heizung würde ich sie dann trotzdem nicht legen, aber das macht man mit "normalen" Opalen ja auch nicht.
der hatte ein schönes Ästchen was er mir auch (relativ) günstig verkaufen wollte, aber ich hatte an dem WE mein Budget schon überzogen und habs gelassen, heute wurmt es mich ein wenig.
dein yellow cat stück ist schön. ich habs mir bisher immer verkniffen weil die für ihre Größe doch auch erheblich teuer sind. bei ebay gabs mal nen östereicher Händler der immer wieder schöne Hölzer verkauft hat, aber doch leider auch nicht wirklich preiswert. U.a. auch yellow cat.
@ Ralf zu deinem Holz mit guter Zellerhaltung: ist das aus einem Lahar ? ich hab da so eine private Theorie dazu. Nach Einbettung in einem pyroklastischen Strom, der einerseits die äußere Form erhalten hat, aber gleichzeitig dazu führte, daß das Holz durch Überhitzung zu einem nicht unerhelblichen Teil verkolhlte (wobei wie gesagt die Form erhalten blieb), sind das nur die Reste die nicht verkohlt waren. Das verkohlte Holz wurde durch irgendeinen Prozess ausgespült (abgebaut) und bei der späteren Verkieselung füllte sich der Hohlraum mit Achat, bzw. die Holzreste verkieselten. Bitte, das ist nur eine Gedankenspielerei, keine wissenschaftliche Theorie, aber durch irgendeinen Prozess müssen ja Holzreste entstehen, die dann verkieseln. Denn daß bereits verkieseltes Holz wieder abgebaut und durch Achat ersetzt wird - und dann auch nur teilweise - scheint mir doch irgendwie unwahrscheinlich. (Ohne daß ich das nun chemisch- physikalisch begründen könnte)
Davon mal abgesehen gefällt es mir hier in diesem "familiären" Unterforum ausgesprochen gut! ;)
Grüße Burkhard
-
@holzopal @ alle
man könnte das auch noch weiter führen, z.b. kilianstädten.verkohlte hölzer ,in den ausgebrannten teilen haben sich achte gebildet das erhaltene holz wurde verkieselt. es gibt auch hölzer die teilweise schon verrottet waren , fehlen des kerns usw. auch da hat sich meist achat gebildet und nur die ausenschicht wurde verkieselt. im gegenzug gibt es auch hölzer die hohl sind oder löcher aufweisen wo nichts drin ist.
könnte es bei den opalholz ,so sein wie bei den bekannten doppel verkieselungen ?das der opal durch quarz usw. oder das der quarz durch opal ersetzt wurde ? bei dem vorgang wird auch die zellstruktur des holzes mit übernommen,die schon im opal bzw. im quarz vorhanden war.
wie ist es bei den opalhölzern,ist die zellerhaltung in den hölzern im opal genau so gut wie im quarz (sio2 substanz )?
wie ist die zellerhaltung bei den ästen die komplett in opal übergegengen sind ?
gruß bernd
-
Burkhard,
mein Yellow Cat Holz freut mich auch sehr, noch dazu weil ich es vor etwa einem Jahr bei eBay für 21 US Dollar (damal war der €-US$-Kurs noch besser...) ersteigern konnte. ;D 8)
-
Hallo Burkhard,
Leider kann ich zu den genauen Fundumständen nichts sagen. Ich hab die Stücke in den USA gekauft und leider nciht mehr als den Fundort erfahren können. Deine Theorie mit der Verkohlung hat was (wie Bernd ja auch schon ganz richtig bemerkte ), passt aber leider nicht so recht auf diese Stücke.
Angenommen es wäre wie Du vermutest, müsste das erhaltene Holz auf den Boden des Holraumes sinken. Bei einer späteren Ausfüllung dieses Hohlraumes wäre das Holz randlich gelagert. Bei den Stücken aus Oregon " schwimmt " das Holz aber im Achat. Ergo müsste es von außen nach innen umgewandelt sein. Es sei denn, das Holz blieb sehr lange rezent und wurde von dem eindringenden Kieselgel aufgeschwemmt bis es an die obere Schicht stieß und erst dann setzte der Prozess der Verkeiselung ein. Ich weiß aber nicht, ob das so möglich ist.
Gruß
Ralf
-
hallo, habe mich gestern mit einem sammler und chemiker unterhalten.
es gibt in den tongruben im westerwald auch versteinerte hölzer (aus dem tertiär ) es sind sumpf zypressen . bei einigen dieser stücke ist eine schwarze masse aus verkieselten torf (holzhexel ) im inneren ,die rinde und ca 3cm mit jahresringen ist erhalten. in diesem holzhexel sind auch holzzellen erkennbar , hier soll die huminseure eine wesentliche rolle sielen .sie trägt dazu bei das das holz vor der verkieselung nicht ganz verrottet.
es gibt aber auch konplette stämme die im inneren auch gut erhalten sind . meist ist das holz auch in opal übergegangen.
da ich den betreiber der tongrube gut kenne ,könnte man sich das ja mal vor ort ansehen.
gruß bernd
-
Hallo Bernd,
Westerwald hört sich gut an, wenn Du ne Visite planst bin ich dabei. Sofern ich Zeit habe.
Gruß
Ralf
-
hi me too! ich auch bitte!
gruß burkhard
-
@ Ralf nochmal zu #36.
Im Prinzip hast Du recht, aber denkbar ist auch: wenn man sich die Stücke über die gesamte Länge ansieht, könnten sich etwas längere Reste durchaus gegenseitig verklemmen und so stabilisieren ohne "zu Boden" zu sinken. Wenn man nur einzelne Scheiben vor sich sieht gibt das nicht das Gesamtbild wieder. Es bliebe an kürzeren Stücken zu überprüfen ob diese Idee so stimmen kann, oder ob auch bei kurzen Stücken kleine Holzreste im Achat "schweben" obwohl sie sich gegenseitig nicht "halten".
B.
-
Hallo Burkhard,
hab ich vergessen zu schreiben. Ich hab auch größere Stücke gehabt und in Scheiben geschnitten. Es ist meist so, das das Holz nicht vom Anfang bis zum Ende reicht. Es schwimmt also dreidimensional im Achat.
Gruß
Ralf
-
hallo
es hat jetzt zwar nichts mit Opalisierung zu tun, aber schaut Euch mal dieses Stück an bei ebay
Versteinertes Stück Holz verm. Pfahlbautenrest Artikelnummer: 6225418623
Man müßte es in der Hand halten um zu sehen "wie sehr" es versteinert ist, aber wenn es das sein sollte, dann ginge der Prozess doch recht schnell.
Dies nur als Nebenbemerkung, da es lose doch irgendwie zum Thema gehört.
Gruß Burkhard
-
hier mal ein ähnliches bild von dem opalholz ,farbe ist gleich nur das was ich beschrieben hatte war komplett.