Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Deutschland / Germany / Alemania => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Sachsen => Thema gestartet von: Bernd G am 23 Nov 05, 16:26
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kann da jeman näheres dazu sagen ? passt ja wohl nicht in den perm ?
gruß bernd
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Der Stamm war 1,5m lang und misst max. 10cm Durchmesser.
Warum nicht aus dem Perm, wie alle anderen Chemnitzer Funde?
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na dann überleg mal. gruß bernd
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1238 Jahre älter als Perm...? ;)
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Sigillaria gab´s vielleicht auch in anderen Zeitaltern ......, oder doch im Perm? (> umfasst immerhin ein paar Millionen Jahre...) Es ist ja neben der Art Tubicaulis solenites, von welcher nur ein 10cm langes u. 3cm im Durchmesser kleines Stämmchen gefunden wurde (1815), die seltenste Art von Chemnitz.
Klär uns bitte auf, Bernd. Wir sind ja alle Nichtswissende ..... ::)
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na dann schaun wir mal, zuordnung in der gesamtem literatur sigillaria karbon. hat sich auch bis heute nichts geändert .
kann sich aber durch den fund ändern wenn es eine sigillaria ist, wurde aber noch nicht 100 % bestätigt.
wenn ja müßte man da einiges in der literatur ändern . ;) könnte ja auch eine übergansform sein ? karbon wird ja vom perm abgelöst. karbon 360 mio. jahre und perm 290 mio. jahre sind ja nicht so große zeitunterschiede bei der erdgeschichte.
hoffe dir geholfen zu haben ;D
gruß bernd
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Genau DAS hab ich auch vermutet, Bernd ......, aber die "Jungs" aus Chemnitz sind ja dran. ;)
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gut dann werden wir mal sehen was da raus kommt. ;)
http://www.uni-muenster.de/GeoPalaeontologie/Palaeo/Palbot/wald1.htm
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Hallo,
soweit ich weiss wurde Subsigillaria brardii für so ziemlich alle bekannten Rotliegendbecken
nachgewiesen, Autun, Pfalz, Thüringen, Döhlenbecken um ein paar zu nennen. Leider ist vom
Artenreichtum im Oberkarbon dort nichts mehr zu spüren, es gibt anscheinend nur noch die eine
Art. Diese war aber vielleicht zahlenmässig stark verbreitet, so dass diese möglicherweise ganze
Sümpfe bevölkerte. Im Museumsmagazin habe ich einen Syringodendron-Beleg aus dem
Grüna-Tuff Rabensteins gesehen und die Kiesgrube Nobitz strotzt vor Bärlappresten in den
fossilführenden Hornsteinen. Subsigillaria brardii ist eigentlich die Bezeichnung für die äussere
Rinde in Abdruckerhaltung soweit ich weiss. Als Syringodendron wird die Abdruckerhaltung
innerer Rindenschichten bezeichnet, Stigmaria cf. ficoides sind deren Rhizome als Abdruck.
Der Chemnitzer Bärlappstamm ist der erste sichere Nachweis aus dem Zeisigwaldtuff und ein
wichtiger Beleg, der lange auf sich hat warten lassen. Die Stücke zeigen, dass die Rindenstämme
anscheinend unter "normalen" Bedingungen schlecht erhaltungsfähig waren (kleiner Holzkern
und nur dünne parenchymatische Rindenschichten darum). Daher sollten wir wohl eher in
fossilführenden Hornsteinen (KIeseltorf) danach suchen. Der Stamm ist im Chemnitzer Naturkunde-
museum seit kurzem zu bewundern. (sehenswert!)
Bärlappgewächse sind im Unterperm also nicht so ungewöhnlich wie man oft in der Literatur liest,.
Weitere Informationen finden sich auch unter www.kieseltorf.de/sigilla.htm
Gruss Ralph
8)>
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Hallo, ich bin noch neu in diesen forum. gab es denn mal bilder von besagten Siegelbaum? Bei uns in der Lausitz gab es 1990 einen Fund eines versteinertenSigillaria brardii-holzkörpers durch einen Sammler.(Bestimmung erfolgte Profess.Dr.Daber) und 2000 fand ich selbst auch einen Querschnitt(bild)Ein Vergleich wär an dieser Stelle ganz gut deshalb meine Frage nach einem Bild.
Bernd Janot , Brieske
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hallo bernd ,
müsste bei www. kieseltorf mit bild eigentlich drinn sein.
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Hier mal ein negativabdruck des besagten Chemnitzer Fundes.
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Hallo Bernd J.,
sieh mal bei Wolfgang nach:
http://home.eduhi.at/user/bonsai/Pu_VerstHolz324.html
Andreas
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Danke für den Tip.
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Hallo,
auch von mir noch 2 Bilder dieses Fundes aus Chemnitz.
1. Stammquerschnitt, 15 cm lang
2. Rindenstück (kein Negativ), rund 10 cm lang
gnoisi
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und das Rindenstück.
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Gestern besuchte ich das Chemnitzer Naturkundemuseum und bestaunte diese tollen Stücke.
Scheint doch ein einzigartiger Fund von Sigillaria aus dem Perm zu sein ........
Auch meine Sammlung wird nun durch Stücke dieser hochinteressanten Sigillaria ergänzt. :D
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Jetzt gibt´s auch die Bilder zu den Sigillaria-Stücken:
Sigillaria brardii - kleines Stück (http://www.yamadori-bonsai.info/Pu_VerstHolz864.html)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1534598288.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1534598288.jpg)
Sigillaria brardii - größeres Stück (http://www.yamadori-bonsai.info/Pu_VerstHolz863.html)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1534598185.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1534598185.jpg)
> Fund vom Herbst 2005 von einer Baustelle in Chemnitz
> vorläufig als Sigillaria brardii bestimmter Stammrest
> Stammoberfläche mit den für Sigillarien typischen Blattnarben als Abdruck im Tuff
> vom Naturkundemuseum Chemnitz wird es dazu 2008 eine Veröffentlichung geben .....
edit Mod.:
Rößler, R. (2007): Der erste Siegelbaum (Sigillaria cf. brardii Brongniart) aus dem Versteinerten Wald von Chemnitz. – Veröffentlichungen des Museums für Naturkunde Chemnitz, 30: 153 – 156, Chemnitz.
https://www.researchgate.net/publication/275020312_Fundmitteilung_Der_erste_Siegelbaum_Sigillaria_cf_brardii_BRONGNIART_aus_dem_Versteinerten_Wald_von_Chemnitz
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Querschnitt vom Sigillaria-Fund (http://www.yamadori-bonsai.info/Pu_VerstHolz324.html)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1534598040.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1534598040.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1534598053.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1534598053.jpg)
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eine Frage dazu - ist Sigillaria brardii ein Synonym zu Subsigillaria brardii, oder sind das wirklich 2 getrennte (Form-) Gattungen ?
Rößler 2007 schreibt Sigillaria brardii, Barthel 2016 Subsigillaria brardii und führt dazu Sigillaria (Subsigillaria) brardii als Synonym an - wie ist da der aktuelle Stand ?
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soweit ich weiss wurde Subsigillaria brardii für so ziemlich alle bekannten Rotliegendbecken
nachgewiesen, Autun, Pfalz, Thüringen, Döhlenbecken um ein paar zu nennen.
Siehe dazu auch:
Manfred Barthel, Die Rotliegendflora der Döhlen-Formation. Geologica Saxonica 61 (2): 105 – 238, 22.3.2016.
http://www.senckenberg.de/files/content/forschung/publikationen/geologicasaxonica/61_2/geologica_saxonica_61_2_2015.pdf