Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Vulkane, Erdbeben, Tektonik / Volcanos, Earthquakes, Tectonics => Thema gestartet von: Krizu am 30 Nov 05, 08:51
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Hallo,
ein Kollege kam gerade mit einer Probe an, die mich an einen Bimsauswürfling erinnert.
Da kam bei mir die Frage auf:
Warum sind die Bomben eigentlich innen grobporig und aussen feinporig?
MfG
Frank
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Hallo Frank,
ich kann mir nur den Porenzustand so erklären,das diese auf die meschaninsche Beanspruchung
durch die Eruption entstanden sind.
Auf der Außenseite und im noch heißem Zustand wirken Kräfte die die Porenstruktur verändern.
Gasdefusionen dürften keine Rolle spielen.
Gruß Klaus
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Sowas in der Art habe ich auch gedacht.
Im Innern sind größere Temperaturen, die große Gasblasen entstehen lassen,
bei der langsam Aushärtung der Kruste an der kühleren Luft, haben die Gase
weniger Möglichkeit sich größer auszudehnen, weil eben das Gestein sich
verfestigt.
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Hallo,
ich hatte jetzt eher an den Gasaustausch gedacht. Aussen können die Blasen aufplatzen und sind somit weg. Im Inneren können die nicht raus, das MAterial kollabiert nicht. Meines Erachtens entstehen die Gasblasen im Bims nicht erst bei der Eruption durch Temperatur, sondern sind - wie im Sprudel - gelöst im Magma.
MfG
Frank
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Frank , davon bin ich ausgegangen , das die Gasblasen nicht bei der Eruption
entstanden sind,Sprudelentstehung ist guter Vergleich.
Dazu der Druck von Außen der die Poren verkleinert,abschmirgelt wäre eine
Erklärung für den Unterschied Außen/Innen.
Hinkender Vergleich: Die Trommelsteine oder Produktion von Perlen aus Mineralien
bzw. Kugeln,wie ich es schon bei Jade gesehen habe.
Gruß Klaus
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Hallo,
mit dem Druck habe ich eher ein Problem. Das Zeug kommt weich aus dem Schlot und kann exandieren. Die Blasen bilden sich und drücken das ganze auseinander. Der Druck im Schlot ist höher als in der Luft beim Flug.
MfG
Frank
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Stimmt Frank,nur wie sieht es mit der Expansions- und AbkühlZeit aus?
Reicht die aus bei höherem Innendruck beim "Flug" den Außenmantel
zu strecken/dehnen um größere Poren zu schaffen.
Oder nach der Ablagerung und Abrollen die Poren zu erhalten,schleifen
die sich nicht ab.
Der Sprudelvergleich,schau mal in Mineralwasser,aus einer großen Blase
entstehen viele kleine,könnte auch bein difundieren aus der Blase an der
Oberfläche der "Bombe"sich manifestieren.Da spiel wohl auch die Oberflächen-
spannung eine Rolle.
Gruß Klaus
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Stimmt Frank,nur wie sieht es mit der Expansions- und AbkühlZeit aus?
Reicht die aus bei höherem Innendruck beim "Flug" den Außenmantel
zu strecken/dehnen um größere Poren zu schaffen.
Da die Teile bis zu 2km hoch geschleudert werden: Ja
s=1/2g*t2
t=wurzel(2*s/g)
Das sind ruhig 20s bis oben und dann wieder 20s bis unten. Solche Expansionen gehen eigentlich im 0,x s Bereich
Oder nach der Ablagerung und Abrollen die Poren zu erhalten,schleifen
die sich nicht ab.
Auch ein interessanter Aspekt!
Der Sprudelvergleich,schau mal in Mineralwasser,aus einer großen Blase
entstehen viele kleine,könnte auch bein difundieren aus der Blase an der
Oberfläche der "Bombe"sich manifestieren.Da spiel wohl auch die Oberflächen-
spannung eine Rolle.
gerade die Blasenbildung im Wasser ist nciht verstanden (Solitonen usw. :o). Da muss die Physik nachlegen ;D
MfG
Frank
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Hallo ..
Meines Erachtens entstehen die Gasblasen im Bims nicht erst bei der Eruption durch Temperatur, sondern sind - wie im Sprudel - gelöst im Magma.
Genau das trifft meines Erachtens auch zu! ABER: Für mich entweicht das Gas explosionsartig und dadurch enstehen überhaupt die Poren. Widerspruch also zu Steinbeißers Theorie.
So habe ich das jedenfalls irgendwann und irgendwo mal gelesen.
Wieviel bar oder kbar (Druck) oder welche Grad Fahrenheit oder Celsius die Temperatur dabei ausmacht, habe ich vergessen.
Fest steht: Sehr schnelle Abkühlung bzw. Erkaltung!
Gruß Peter
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Die Entstehung von Bims geht in Deutschland auf einen gewaltigen Vulkanausbruch zurück, der sich vor ca. 12500 Jahren ereignet hat.
Das Zentrum lag im heutigen Laacher-See-Becken. Die aus dem Erdinneren kommende, unter hohem Druck stehende Gesteinsschmelze entspannte sich beim Anstieg zur Erdoberfläche durch schnelles Ausdehnen der eingeschlossenen Gase. Bei gleichzeitiger Verfestigung kühlte die ca. 1200 Grad heiße Magma porenbildend ab.
Gerade nochmal nachgeschaut..also wurde das gerade bestätigt, was ich geschrieben habe. ;)
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Hallo ..
Meines Erachtens entstehen die Gasblasen im Bims nicht erst bei der Eruption durch Temperatur, sondern sind - wie im Sprudel - gelöst im Magma.
Genau das trifft meines Erachtens auch zu! ABER: Für mich entweicht das Gas explosionsartig und dadurch enstehen überhaupt die Poren. Widerspruch also zu Steinbeißers Theorie.
So habe ich das jedenfalls irgendwann und irgendwo mal gelesen.
Wieviel bar oder kbar (Druck) oder welche Grad Fahrenheit oder Celsius die Temperatur dabei ausmacht, habe ich vergessen.
Fest steht: Sehr schnelle Abkühlung bzw. Erkaltung!
Ok, klingt logisch. Du must schnell aus dem Bereich raus, in dem das Material plastisch ist und die Blasen raus können. Aber warum sind im Inneren grosse Blasen udn aussen kleine Blasen bis fast keine Blasen? Auch braucht das MAterial vermutlic hdoch eine glasartige / zähflüssige Konsistenz, oder?
MfG
Frank
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Hallo Frank,
die Viskosität (Zähigkeit) des Magmas spielt meines Erachtens auch eine nicht ganz unbedeutende Rolle bei der Entstehung des Bimsgesteins..könnte darin evtl. die Antwort zur Ausgangsfrage enhalten sein?
Ich werde das gerne nochmal näher beleuchten. ;)
Gruß Peter
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Habe ja nie bezweifelt das die Blasen im Magma entstehen Peter,
es ging doch darum warum die Porenbildung innen Groß und außen
klein bis glatt ist.
Da Bims ja durch die außtretenden Gase ansich schon lockeren Zusammenhalt
hat und porös ist,könnte beim explosionsartigen Auswurf die Geschwindigkeit
eine Rolle spielen.Von 1200 Grad bei Luftwiederstand könnte der Efekt wie
bei einem Hitzeschild auftreten und die Oberfläsche glätten.
Das nachträgliche Abrollen tut dann sein übriges.
Gruß Klaus
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Hallo Klaus,
stimmt, hast recht.. Da habe ich wohl etwas zu schnell gelesen.. ;D
Gruß Peter
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Wenn man bedenkt das phyroplastische Lawinen locker,schnell fließend und heiss sind,aber durch ihre grobe Struktur sich bei Stillstand verzahnen,hart wie Stein werden,so kann das gleiche im Flug
bei Luftwiederstand geschehen und zu einer" glatten" Oberfläche führen.
Gruß Klaus
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Zusatz: Die Entgasung spielt dabei eine wichtige Rolle!
Gruß Klaus