Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Erik am 17 Jan 06, 22:55
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Möchte euch mal diesen (unter anderem) sehr süffisant geschriebenen Artikel der Bamberger Skeptiker empfehlen..
http://www.gwup.org/mitglieder/regionalgruppen/bamberg/projekte/geokomiker/index.html
Gruß, Erik
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*prust*
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Also wir hatten in unserer Bergbaugruppe einen Wünschelrutengänger. Und ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass das funktioniert !
Gruß loparit
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Ja, ja ein heikles Thema,
nur sollte man beachten, dass Jahrtausende Bergbau mit Hilfe von Wünschelruten betrieben, bzw. die Vorkommen
gefunden wurden. Es gibt genügend historische Bilder die das belegen.
Auch WIRD seit Jahrtausenden unterirdisches Wasser mit Wünschelruten erschlossen.
Da ist die exakte Wissenschaft mal gerade 100 Jahre alt und schon macht sie erfolgreiche Methoden lächerlich, nur
weil sie mit ihrem einmaleins nicht in Einklang zu bringen sind.
Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich erträumen lässt. ;)
Gruß Eddi
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Naja so ganz abwegig ist das nicht. Ich weiß, dass zum Beispiel auch bei einem großen deutschen Telefonkonzern zur Ortung von Telefonkabeln, wenn die modernen Kabelortungsgeräte mal nicht den gewünschten Erfolg bringen mit "Wünschelruten" gearbeitet wird (auf Eigeninitiative der Mitarbeiter vor Ort, nicht als offizielle Methode). Und es funktioniert! Und wer Erfolg hat, hat Recht. :D
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Hallo,
dem entgegen stehen folgende Punkte:
Den Preis in Australien bzgl. Wunschelruten-Auffinden von stehendem und/oder fliessendem Wasser hat noch keiner!
Unter dem Google-Punkt Bodenradar ist ein Beispiel aufgeführt, bei dem der Wunschelrutengänger total daneben lag. Ok, ein Einzelbeispiel. Aber nennt mir mal eine Stelle im flachen Norddeutschland, wo man nicht 3m tief bohren muss um Wasser zu finden.
MfG
Frank
(Laut Aussagen der Gänger auch begabt!)
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Hallo,
eine Wünschelrute oder der Benutzer findet kein Wasser. Er findet Hohlräume Störungen etc. Die meisten Hohlräume sind allerdings mit Wasser gefüllt.
Das dies funktioniert, da könnte ich viele Beispiele nennen. Eines hier mal zur Verdeutlichung:
Wir waren im Siegerland, den Namen der Grube möchte ich hier nicht nennen. Nur als Hinweis, viel Erythrin findet man dort. Also es war so, dass ich den Hinweis hatte, dass der Stolleneingang oberhalb der Sieg liegt und etwa 4 m Höher parallel zur Sieg eine Straße (damals auf Betriebsgelände) verläuft. Nun sollten wir am schrägen Hang zwischen Straße und Sieg nach dem Stolleneingang suchen. Da der Stollen natürlich unter der Straße auf der wir uns befanden durchgehen mußte, ist unser Wünschelrutengänger mit der Wünschelrute die Straße entlangegangen. Und als die Wünschelrute anzeigte gingen wir den Hang hinunter und dort war der gesuchte Stollen.
Und nun das was die meisten nicht glauben, alle Teilnehmer der Exkursion waren zum ersten mal dort und keiner, auch ich nicht, kannten das Bergwerk, geschweige den den Stolleneingang.
Leider ist der besagte Kollege (Wünschelrutengänger) vor einigen Jahren verstorben. :'( :'(
Und seitdem ist es, zumindest in unserer Gruppe viel umständlicher geworden, nach bestimmenten Plänen alte Stollen ausfindig zu machen.
Gruß loparit
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Tja, in der Tat ein heikles Thema : Auch wir werden hier wohl keinen Konsens zum Thema Wünschelrutengeherei finden.
Als Geologe stehe ich solchem Tun natürlich besonders skeptisch gegenüber. Trotzdem muß ich mittlerweile sagen, das mich die praktischen Ergebnisse bei vielen Gegebenheiten - und verschiedenen Personen - mittlerweile überzeugt haben, das am Rutengehen was dran ist und das man damit elektrische Leitungen, Wasser und wohl auch Hohlräume orten kann. Mache Menschen leben sogar davon, mitunter gar nicht schlecht. Mir ist da ein Bohrunternehmen aus dem Siegerland bekannt, das eine > 95 % Erfolgsquote hat. Auch die GTZ - immerhin ein Bundesunternehmen - hat viele Jahre lang einen Rutengeher mit sehr viel Erfolg bei der Wasersuche in Drittweltländern eingesetzt. Usw. und so fort...
Das heißt aber nicht, das es nicht auch viele Scharlatane auf diesem Gebiet gibt, wie fast überall :-[
Und das heißt auch nicht, das es Wasseradern gibt. Die gehören nun wirklich ins Reich der Geophantasie !!
Glück Auf
Thomas
P.S. Der selbsternannten Gilde der Skeptiker stehe ich übrigens gerade als kritisch veranlagter Mensch eher skeptisch gegenüber, da vieles von deren Projekten nach dem Motto abläuft "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf..."
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Hallo,
Der selbsternannten Gilde der Skeptiker stehe ich übrigens gerade als kritisch veranlagter Mensch eher skeptisch gegenüber.
Jeder wie er möchte. Nur seriösen Wissenschaftlern und überprüfbaren Experimenten kann man eher trauen als den Dummschwätzern der Esoterik-Szene.
Das Seltsame bei den Rutengängern ist nur dass im Doppel-Blindversuch es bislang keiner geschafft hat, mehr als Zufall zu erwünscheln.
http://www.gwup.org/themen/texte/erdstrahlen/ (http://www.gwup.org/themen/texte/erdstrahlen/)
http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/wasserad.htm (http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/wasserad.htm)
Und die eine Million Dollar (von James Randi, seit 20 Jahren ausgelobt) könnte ich ein Rutengänger doch leicht abholen, aber:
http://www.daserste.de/wwiewissen/thema_dyn~id,6wptj3id0enyicmu~cm.asp (http://www.daserste.de/wwiewissen/thema_dyn~id,6wptj3id0enyicmu~cm.asp)
außer dem Glauben an eigene Fähigkeiten ist da nichts.
Gruß
Berthold
PS: Nichts ist nicht ganz richtig, da wird ganz schön abgezockt: Lass doch mal einen Rutengänger kommen und die Erdstrahlen in Deinem Schlafzimmer ausmessen. ;)
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nur zur Abrundung, ohne Kommentar
siehe im Lexikon "Bergbau-Bilder ( Bild 3 ): Schon im frühen 16. Jdt. scheint die Wünschelrute zur Standardausrüstung des "Explorators " gehört zu haben.
Auch in Sri Lanka, wo die Edelsteine so gut wie immer in unterirdischen Fluß-/Geröll-/Schlammbetten (Illam) vorkommen ) zwischen 1 bis 10 m Tiefe), werden diese traditionell von Wünschelrutengängern gesucht und aufgefunden.
Scheint doch schon eine recht alte Methode zu sein. ::)
collector
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Hallo Berthold,
unser leider verstorbene Rutengänger, hat an der Universität in Saarbrücken versuche gemacht.
Ein Beispiel von zehn versteckten Dingen hat er 8 gefunden und richtig zugeordnet.
In Wallerfangen im Saarland (alter römischer Bergbau) wurde unter Mitwirkung (Bochum) Stollen freigegraben, den freigelegten Streckenverlauf hat unser damalige Wünschelrutengänger unter Mitwirkung von (Bochum und Saarberg/Saarbrücken) übertage abgesteckt und aufgezeichnet.
Das mit diesen Dingen auch Leute abgezockt werden ist natürlich auch richtig, aber deshalb etwas in Frage zu stellen na ja ?
Es werden auch Leute mit teuren Mineralien und Fossilien abgezockt und trotzdem sind die Mineralien und Fossilien "meistens" echt.
Ich für meinen Fall habe auf diesem Gebiet so viel positive Erfahrung gesammelt, dass es für mich keinen Zweifel gibt.
Gruß loparit
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(http://www.cosgan.de/images/midi/verschiedene/n030.gif)
Hilfe! meine Wünschelrute ist ins Wasser gefallen ... :o
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Hallo Erik,
vielleicht hast du dieses Thema ja deshalb gestartet, weil du weißt, das du damit polarisieren wirst. Ist dir ja auch prima gelungen. Wie auch immer, ich auf jeden Fall weiß, das das funktioniert. Oder möchte hier jemand behaupten, es gäbe keinen Wind, nur weil er ihn noch nie gesehen hat. ::)
Gruß
Mike
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Zuerst eine Anmerkung zu dem Link: Es geht dort bei weitem nicht nur um Wünschelruten, sondern auch um viel absurdere Dinge...
Loparit schrieb: Das mit diesen Dingen auch Leute abgezockt werden ist natürlich auch richtig, aber deshalb etwas in Frage zu stellen na ja ?
Nein, allein deswegen etwas in Frage zu stellen ist natürlich absurd; meines Erachtens ist es aber ebenso absurd etwas ohne Einschränkungen für richtig zu halten wenn es nur auf einigen "positiven" Erfahrungen beruht, während die weitaus größte Mehrzahl von Versuchen und Studien nicht über die statistisch wahrscheinliche Trefferquote hinauskommt.
Es ist doch so: Führt ein solcher Versuch (nicht nur auf Wünschelruten bezogen - es ging mir ja gar nicht nur um diesen einen Aspekt) zu einem den Erwartungen entsprechenden Ergebnis, prägt sich das sofort ein, während man die unzähligen ergebnislosen Versuche vergißt. Das ist wie mit der schwarzen Katze die über den Weg läuft: Einmal hatte ich danach wirklich Pech und wurde vom Auto angefahren - klar, das weiß ich noch. Aber wie oft läuft mir eine schwarze Katze über den Weg und es passiert absolut nichts - und vergesse es?
@Hybodus: Nein, ich wollte nicht polarisieren. Es ist mir zwar gelungen, aber es hat mich überrascht. Eigentlich eröffnete ich das Thema weil ich nicht dachte hier auf (so viele) "Wünschelrutengläubige" zu treffen - hätte ich es geahnt hätte ich es gelassen.. Naja, jeder soll daran glauben woran er will solange er damit zurechtkommt.
Oder möchte hier jemand behaupten, es gäbe keinen Wind, nur weil er ihn noch nie gesehen hat
Wind kann man aber fühlen und hören, er bewegt Dinge, er ist wissenschaftlich erklär- und messbar.
Noch 'ne Frage: Woher weiß denn die Wünschelrute wonach genau sie zu suchen hat und was sie anzeigen soll wenn man mit ihr durch die Gegend läuft? Reagiert sie auf Wasser? Erze? Vermißte Personen? Vergrabene Schätze? Oder existieren unterschiedliche Ausführungen für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten?
Vielleicht sollte ich mir für meine nächste Kartierung mal so ein Teil zulegen, sollte es funktionieren würde das die ganze Sache erheblich vereinfachen :P
Es mag sein daß ich sehr stur naturwissenschaftlich denke; das heißt aber nicht, daß ich die Möglichkeit der Existenz von Dingen die bisher nicht naturwissenschaftlich erklärt werden konnten generell ablehne (nein, nicht nach nach dem Motto "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf...") - ich glaube nur nicht daran.
Sollte es irgendwann einen wie auch immer gearteten, naturwissenschaftlich nachvollziehbaren Beweis für die Funktionsfähigkeit von Wünschelruten, Erdstrahlenblockern oder was auch immer geben, bin ich gerne dazu bereit meine Meinung zu revidieren.
Gruß, Erik
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Hallo Erik,
ich dachte dass Du Dich durchaus mit dem Wünschelrutengehen mehr auseinandergesetzt hast. Ich für meinen Teil habe viele positive Erfahrungen und eigentlich nur eine negative, die mir noch genauso in Erinnerung ist wie die Postiven.
Was man mit der Wünschelrute und wie erkennen kann (mit Sicherheit keine vermisste Personen). Es gibt hervorragende, wenn auch zum Teil mehr als 100 Jahre alte Bücher die dazu sehr detailliert schreiben. Die Wünschelrute reagiert unterschiedlich und ein erfahrener Wünschelrutengänger erkennt am ausschlag der Wünschelrute entsprechend was zu erwarten ist.
Ich hatte es bereits geschrieben, bei einem Versuch, 10 verschiedene Teile Gold, Silber, Kupfer, Kohle, etc. zu erkennen hat der mir bekannte, allerdings bereits verstorbene Kollege 8 Treffer. Und dieser Versuch ist an der Uni in Saarbrücken durchgeführt worden.
Nur weil die Wissenschaft nicht im Stande ist zu erklären was da geschieht, wo es bereits seit 100ten von Jahren praktiziert wird, -glaubt man nicht daran-
So einfach machen es sich sehr oft viele Wissenschaftler. Natürlich auch nicht alle !
Gruß loparit
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Habe mir gerade einmal die Mühe gemacht, die Skeptiker - Seite einmal näher zu betrachten. Nun ja, wie gesagt, ich sthe ihr skeptisch entgegen. Und auch hier wird versucht, aus wenig viel zu machen.
Siehe zum Beispiel das Bamberg-Ufo :
http://www.gwup.org/mitglieder/regionalgruppen/bamberg/projekte/bambergufo/index.html
Gääähhhnnn :P
Naja, die Leute brauchen eben auch ihre Existenzberechtigung
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
1.) Wenn jemand glaubt, er habe gewisse Fähigkeiten - z.B. mit der Wünschelrute - diese Fähigkeiten aber in keinem Experiment beweisen kann dann ist das wenigstens eine eigene Fehleinschätzung bzw. Selbstüberschätzung.
2.) Wenn dazu pseudowissenschaftliche Erklärungen - bar jeder Vernunft - abgegeben werden dann ist das Dummheit oder der Versuch andere Leute für dumm zu verkaufen.
3.) Die Wissenschaft hat erklärt warum die Wünschelrute und das Pendel ausschlägt. Diese Fakten werden bestritten und durch aberwitzige Theorien ersetzt - warum ?
4.) Es wird gerne gesagt, es gäbe auch unter den Wünschelrutengängern "Schwarze Schafe". Nach welchen Kriterien kann man die denn erkennen?
5.) Es wird (auch in der eigenen Einschätzung von Fähigkeiten) Glauben mit Wissen verwechselt.
6.) Dass in vergangenen Jahrhunderten schon gewünschelt wurde ist doch kein Beweis, dass da etwas dran ist. So argumentiert könnte man doch jeden Hexenkult auf wissenschaftliche Beine stellen.
So wie ich das sehe hat die Wünschelrute früher - und zum Teil heute noch - eine wichtige Bedeutung zur Entscheidungsfindung - aber ohne jeden physikalischen Hintergrund. Also ich möchte einen Brunnen graben. Aber wo? Hmm, hier oder doch 20 Meter weiter? Schwierige Entscheidung. Macht ja jede Menge Arbeit, wenn da kein Wasser kommt. Jetzt muss ich aber eine Entscheidung fällen - und diese mir gegenüber und nach außen vertreten. Ja - und jetzt schlägt ja so eine Wünschelrute (egal ob gewollt oder nicht) irgendwann und irgendwo mal aus. Und damit ist meine Entscheidung gefallen. Und sollte ich Erfolg haben (was bei Wassersuche wahrscheinlich ist) bestärkt mich das im Glauben an meine Fähigkeiten. Ich erzähle natürlich von meinem Erfolg (mach ich das auch bei einem Reinfall ?) und schon glauben Dritte (zu wissen) dass ich diese Fähigkeiten habe.
Wohlgemerkt ich habe nichts gegen Glauben (jeder Art). Wenn einer seine Mineralien mit der Wünschelrute sucht und findet - o.k. ist in Ordnung (habe ich aber noch nicht gesehen). Wenn einer seinen Glauben mir aber gegen mein sauer verdientes Geld mit pseudowissenschaftlichen Phrasen andrehen möchte - nein danke. Das sind bestenfalls Geokomiker oder einfach nur Geldgeier.
Gruß
Berthold
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Nunja, um nochmal das Beispiel der Kabelortung mittels "Wünschelrute" aufzugreifen, wenn die Kabelortungsgeräte mal nicht funktionieren. Das funktoniert, bewährt sich in der Praxis und kostet keinen Cent. Warum nicht? Weil es einer der Mitarbeiter selbst macht, mit gebogenen Schweißdrähten. Der hat nichts davon, irgendeinen Hokuspokus draus zu machen, sondern er will lediglich effektiv seine Arbeit machen. Und wenn es so geht, warum nicht? Ich bin auch sehr skeptisch, was solche Dinge anbelangt, aber wenn es eben in diesem speziellen Fall funktioniert, dann funktioniert es eben. Andere Beispiele kenne ich nicht.
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Hallo,
Und wenn es so geht, warum nicht?
tja, wenn es denn so gehen würde - warum holt sich der Kabelsucher dann nicht die 1.000.000$ ab?
Das ist doch genau so ein Beispiel, das man nicht als Beweis werten darf, es treten die geschilderten Effekte (Glauben wird zu Wissen) auf, kein Doppel-Blindversuch, positive Voraussetzungen (man sucht ja nicht irgendwo nach Kabel, sondern da, wo ungefähr eines sein müsste, weil z.B. die Pläne nicht so genau sind). Und dann haben wir wieder die Rückkopplung Kabelfinder findet was, das bestärkt ihn in seinem Glauben an seine Fähigkeiten...
Es ist ja nicht so, dass die Wissenschaft diese Phänomen "Wünschelrute" nicht untersucht hätte, ganz im Gegenteil. Durch Positiv-Berichte die zugegebener Weise auch Wissenschaftler auf den ersten Blick verblüfft oder wenigstens beeindruckt haben wurden bis in jüngste Vergangenheit immer wieder und in allen nur erdenklichen Versuchsanordnungen Experimente gemacht. In über tausend Versuchen konnte in keinem einzigen Fall eine über dem statistischen Zufall liegende Trefferquote erzielt werden. Nur in Experimenten und Versuchen, die nicht Doppelblind (manchmal nicht mal blind) durchgeführt wurden konnte die Wünschelrute etwas zeigen.
Wie Berichte über Erfolge von Wünschelrutengängern im Bergbau entstehen - und sich verändern - habe ich für das Wölsendorfer Flußspatrevier verfolgt. Sowohl die Gänge der Grube Helene, wie auch die Grube Max sollen von Rutengängern gefunden worden sein. Im Fall der Grube Helene soll es Paul Freitag gewesen sein, der sicher erstens mit der Wünschelrute gearbeitet hat und zweitens die Grube Helene angelegt hat. Nur kann ich aber mit einer alten Karte beweisen, dass an gleicher Stelle viele Jahre vorher sogar schon abgebaut wurde. Für die Grube Max wird erzählt, dass ein Wünschelrutengänger für das Auffinden 10.000 DM bekommen haben soll. Tatsächlich wurde die Gänge aber im Rahmen großflächiger Prospektionen (mit erheblichem Aufwand) gefunden. Das 10.000 DM Gerücht entstand nachträglich, als der Obersteiger der (längst in Betrieb gegangenen Grube) Max öfters mit der Wünschelrute unterwegs war..
@Loparit
unser leider verstorbene Rutengänger, hat an der Universität in Saarbrücken versuche gemacht.
Ein Beispiel von zehn versteckten Dingen hat er 8 gefunden und richtig zugeordnet.
Im Doppel-Blind-Versuch? Versuchsprotokolle, Dokumentation ?
@gigantcrystal
Und auch hier wird versucht, aus wenig viel zu machen.
Da seht man vor einem Problem: Wiederspricht man nicht oder mit einer kleinen Rand-Notiz dann geistert eine weitere Ufo-Sichtung durch die Presse. Und irgendwann haben wir dann diese Ufo-Sichtung als Beweis für die Existenz von Ufos auf dem Tisch. Klar ist eine aktribisch ausgearbeitete Ermittlung nicht so spannend wie die Ufo-Meldung selbst. Wo ist da bitte ein Grund dieser Klarstellung gegenüber skeptisch zu sein?
Gruß
Berthold
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1.) Wenn jemand glaubt, er habe gewisse Fähigkeiten - z.B. mit der Wünschelrute - diese Fähigkeiten aber in keinem Experiment beweisen kann dann ist das wenigstens eine eigene Fehleinschätzung bzw. Selbstüberschätzung.
Da gebe ich Dir Recht, wenn mir jemand erzählt, dass er es versteht mit der Wünschelrute umzugehen, aber dann nichts funktioniert ist das mit Sicherheit Fehleinschätzung bzw. Selbstüberschätzung.
6.) Dass in vergangenen Jahrhunderten schon gewünschelt wurde ist doch kein Beweis, dass da etwas dran ist. So argumentiert könnte man doch jeden Hexenkult auf wissenschaftliche Beine stellen.
Dieser Vergleich hingt ganz gewaltig. Denn Hexen hat man verbrannt, meistens weil sie einem im Weg waren, aus welchen Gründen auch immer oder weil bestimmte Personenkreise auf diese Weise Ihre Macht verdeutlichen konnten indem Sie einfach eine Person der Hexerei beschuldigt haben.
Aber zur gleichen Zeit haben sich diese Personen Wünschelrutengängern bedient um eventuelle Vorteile zu erhaschen. Und dies obwohl auch das Wünschelrutengehen mitunter genauso unerklärlich war wie vieles anderes wofür dann Hexen verantwortlich gemacht wurden.
Wenn einer seinen Glauben mir aber gegen mein sauer verdientes Geld mit pseudowissenschaftlichen Phrasen andrehen möchte - nein danke. Das sind bestenfalls Geokomiker oder einfach nur Geldgeier.
In diesem Punkt stimme ich auf alle Fälle mit Dir überein, wenn jemand versucht über diese Schiene und der Gutgläubigkeit der Leute Geld zu verdienen ist das nicht in Ordnung.
Der Wünschelrutengänger von dem ich gesprochen habe, hat nie auch nur eine einzige müde Mark verlangt obwohl er das durchaus sehr oft angeboten bekommen hat. Nein für ihn war es selbstverständlich dieses Wissen und diese Fähigkeit für andere zu Verfügung zu stellen.
... positive Voraussetzungen (man sucht ja nicht irgendwo nach Kabel, sondern da, wo ungefähr eines sein müsste, weil z.B. die Pläne nicht so genau sind). ....
In dem von mir genannten Beispiel im Siegerland handelte es sich um ein Wegstrecke von bestimmt 1,5 km und niemand wußte wo der Stolleneingang ist, nach Auschlag der Rute war der Eingang genau entsprechend dem Ausschlag, wir gingen lediglich den Hang hinunter und dort war der Eingang. Der Wünschelrutengänger war zum ersten mal überhaupt dort.
unser leider verstorbene Rutengänger, hat an der Universität in Saarbrücken versuche gemacht.
Ein Beispiel von zehn versteckten Dingen hat er 8 gefunden und richtig zugeordnet.
Im Doppel-Blind-Versuch? Versuchsprotokolle, Dokumentation ?
[/quote]
Da gibt es Versuchsprotokolle und auch eine Dokumentation, müßte zu bekommen sein. Mich haben diese Ergebnisse damals eher wenig interessiert, da ich den Wünschelrutengänger sehr gut kannte und meine Erfahrungen mit ihm gesammelt hatte.
Gruß loparit
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Hallo,
Dieser Vergleich hingt ganz gewaltig. Denn Hexen hat man verbrannt,
da reden wir aneinander vorbei. Ich meine den Unfug, der heute tonnenweise im Internet verkauft wird. Schau mal so Seiten wie http://www.verhexen.de an. Bevor ich mich in einen Hexenkreis stelle und mit "Kerzen erde" lange ich mir ans Hirn und frage was der Unfug soll. Und ja, im Mittelalter, ja sogar im Altertum hat man auch schon gewünschelt. Allerdings hat man da der Rute Zauberkräfte zugesprochen und nicht dem Rutengänger. Damit dieser Rutenzauber nicht als Hexenkult und Aberglauben galt hat man sich auf die Bibel berufen (Zweites Buch Mose: Und der HERR antwortete Mose: Geh dem Volk voran und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir. Auch deinen Stab, mit dem du [auf] den Nil geschlagen hast, nimm in deine Hand und geh hin! 17,7 Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten. Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus ihm hervorströmen, so daß das Volk [zu] trinken [hat].) Damit waren die Rutengänger aus dem Schneider.
Der Wünschelrutengänger von dem ich gesprochen habe, hat nie auch nur eine einzige müde Mark verlangt obwohl er das durchaus sehr oft angeboten bekommen hat. Nein für ihn war es selbstverständlich dieses Wissen und diese Fähigkeit für andere zu Verfügung zu stellen.
Schön, ist aber nicht die Regel. Aber natürlich auch kein Argument für die Existenz von "Fähigkeiten". Es ist und bleibt nur Glauben.
Stolleneingang ist, nach Auschlag der Rute war der Eingang genau entsprechend dem Ausschlag, wir gingen lediglich den Hang hinunter und dort war der Eingang. Der Wünschelrutengänger war zum ersten mal überhaupt dort.
Hmm, was soll ich dazu sagen. Natürlich wird ein Stolleneingang nicht oben am Berg sein, das weiß ich auch wenn ich noch nie dort war. Der gute Mann sicher auch. In welchem Umfang reale äußere Einflüsse (Bewuchs, Geländeform, Bodenbeschaffenheit usw) bewusst oder unbewusst den Rutengänger hier geleitet haben kommt mit so einem Versuch nicht ans Tageslicht. Das ist kein Blindversuch und hat deswegen keinerlei Aussagekraft. Es sind genau diese Episoden, die die Wünschelrutengänger selbst in ihrem Glauben bestärken und in der Gesellschaft -so nach dem Motto "da könnte schon was dran sein" diesen Aberglauben stützen.
Gruß
Berthold