Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: der Sauerländer am 18 Jan 06, 17:45
-
Hi
Habe ein eindeutiges Stück, in Valentinit umgewandelten Antimon, von der Caspari-Zeche.
Aber jetzt, wo ich mal n winzigen Ausschnitt geknipst habe, hege ich doch leichte Zweifel ???
Oder sieht das Zeug so aus?
-
oder so?
Die Umkrustung des Antimon-Kernes sieht wieder ander aus.
Kann denn da noch ein anderes, ähnliches, Mineral bei sein?
-
Hallo Wilhelm,
ich werde die Tage mal meine Zinckenit-Bindheimit-Stibiconit-Stufen von der Caspari-Zeche 'neu' betrachten ... ;) und mit Deinen vermuteten Valentinit-xx vergleichen.
Pseudomorphosen 'im Bereich Antimon' bzw. Stibiconit nach Antimonit sind übrigens auch häufiger im Mineralreich vertreten als man denkt.. ;)
Tendenz bei mir z.Zt. aber auch eher in Richtung Valentinit, was Deine gezeigten Bilder anbelangt. ;)
Gruß Peter
-
Danke Peter
Wenn ich dagegen das Foto von Valentinit im Lex vom "geni" betrachte, dann ist das ja nem Laien wie mir kaum verständlich zu erklären.
Verständlich wird dann höchstens, warum manche Leute nur und ausschließlich Quarz sammeln ;) ::) :-X
Gruß
Wilhelm
-
Ich kenne zwar die Mineralisation der Caspari Zeche nciht, aber ich halte die Kristalle für Stibiconit als Umwandlungsprodukt eines Antimonminerales. So kommt der Stibiconit in Bräunsdorf "Neue Hoffnung Gottes" vor.
Valentinit kenne ich nur weiß.
Glück Auf
Uwe
-
Na...dann mal ein anderes
-
und wenn wir schon mal dabei sind....
Kermesit von da oben
-
oder so....
-
Hallo,
bei diesem Ratespiel habe ich auch noch etwas beizusteuern: nach meiner Vermutung könnte das erste Bild auch Valentinit sein, das Stück stammt aus der Halde der Antimon-Grube Goesdorf in Luxemburg. Das Material sitzt in einem kleinen Hohlraum in derbem Antimonerz.
Das zweite Bild zeigt (leider nicht besonders deutlich) gelbliche Krusten, die fast überall das Antimonerz überziehen und die ich als Stibiconit einschätze.
Andere Meinungen?
Günter
-
Hallo Günter!
Also ich hab auch etwas Material aus Goesdorf , also Nr. 1 sollte Valentinit sein und das zweite auf alle Fälle Stibiconit
Gruß
TK
-
Hallo Sauerländer,
also ich zweifle sehr stark an, daß auf dem einen Bild Kermesit abgebildet ist. Ich habe jetzt nicht mein Mineralienverzeichnis zur Hand, ich glaube aber die orangeroten Krusten sind Metastibnit.
Glück Auf
Uwe
-
Hi Uwe
Ich habe damals die "Bestimmungen" der anderen sauerländischen Sammler einfach übernommen. Zumal mich bis vor einigen Jahren kleine Sachen überhaupt nicht interessiert haben. Die fristeten bei mir ein unbeachtetes Dasein bis zur Anschaffung eines Binos.
Ich hatte Antimonit von der Caspari mit irgendwelchen bunten Mineralen drauf. Basta.
Heute denke ich anders und fange jetzt erst langsam an, unter Anleitung, auch Minis zu bestimmen. Zumal mir die Fotografie der kleinen Sachen Spass macht.
In diesem Fall ist Kermesit von der Caspari eindeutig nachgewiesen (s. Liste bei minmax). Metastibnit gibt/gab es ebenso.
Der Strich ist rot! Werd mich noch mal schlau machen und wenn deine Vermutung stimmt, ändere ich das natürlich!!
Danke und Gruß
Wilhelm
-
Hallo,
Bezüglich des Valentinites von Arnsberg: Ich glaube auch eher, dass es sich um Pseudomorphosen irgendwelcher Antimonocker (Stibiconit/Cervantit) nach Antimonit handelt. Valentinit ist meis weiß oder bräunlichweiß mit blättriger Spaltbarkeit und starkem Perlmuttglanz auf den Prismen-/Tafelflächen. Wenn ich meine Eigenfunde sekundärer Antimonminerale aus dem Schwarzwald heranziehe, so zeigt sich eine Übereinstimmung der abgebildeten Stufe mit dem Stibiconit.
Bezüglich des Kermesites: Auch aus dem Schwarzwald (u.a. Sulzburg) wurde Kermesit als rote Krusten beschrieben. Laut WALENTA stellten sich allerdings alle untersuchten Belege als Metastibnit heraus. Man sollte eine Röntgenuntersuchung machen, ob das Mineral überhaupt kristallin ist, denn Metastibnit ist amorph.
smoeller
-
Hallo Wilhelm,
also ich habe mir, wie versprochen, noch mal meine Zinckenit-Stufe (Zinckenit bildet reichlich bunt-metallische Nadeln!) von der Caspari-Zeche unter dem Mikroskop betrachtet.
Weiße bis beige Nadeln sind eindeutig Pseudomorphosen von Stibiconit nach Zinckenit und sicher nicht nach Antimonit!
Das könnte doch Gegenstand Deiner Abbildung sein.
Wie der Valentinit-xx von Arnsberg ausschaut, kann ich leider nicht beurteilen, da ich dieses Mineral nicht auf meiner Stufe vorfinde.
Gruß Peter
-
Hallo Wilhelm,
schöne Mineralstufen von der Caspari-Zeche. Ich vermute bei der ersten Abbildung, dass es
sich eher um ein Gemisch von Antimonsekundärmineralien("Antimonocker") handelt.
Da ich bisher zwar Antimonerz von dort habe, aber noch nicht mikroskopiert, muß
ich dies demnächst mal nach holen.
Ich denke auch, dass notfalls eine Analyse zur eindeutigen Identifizierung notwendig sein kann.
Stammen die Stufen aus der Halde oder sind es alte Stücke aus dem (damals aktiven) Abbau?
Ich melde mich, sobald ich mal Fotos habe.
Bis denne
Kay
-
Hallo Kay
Zu deiner Frage: Beides!
Zu den Vermutungen denke ich, dass sich auf den Stücken sowohl Valentinit als auch Stibiconit befindet. Das Foto zeigt ja nur einen kleinen Ausschnitt. Der Rest ist richtig weiß.
Zu dem Metastibnit/Kermesit kann ich anmerken, dass mein Metastibnit, aus Balikesir in der Türkei, mehr braun-rot aussieht.
Heute habe ich mal n bißken unter dem Bino nachgeschaut und finde neue Minerale, die mir noch garnicht aufgefallen waren. Darunter schöner Zinckenit. Ein Rätsel sind für mich kleine Anhäufungen von pechschwarzen "Pusteln", die auf dem Ganggestein sitzen. Werde mal versuchen, die zu knipsen. Mein erster Gedanke war Zinkblende. Passt aber irgendwie nicht.
Mann oh Mann, was habe ich mir nur angetan mit der Anschaffung eines Binos. Ich möchte garnicht wissen, was ich in all den Jahren weggeworfen habe :'(
-
??? ???
Was ist denn nun richtig? Zinckenit mit"c" oder ohne...Zinkenit?
Der Peter McS schreibt das immer mit c. Und dem glaube ich fast(!) alles.
-
Hallo,
Zinckenit mit ck ist die korrekte schreibweise. Das Mineral wurde von Wolfsberg im Harz beschrieben und zu Ehren des Bergrates Zincken benannt.
smoeller
-
Beides ist korrekt! Zinkenit oder Zinckenit! Obwohl Zinckenit ist korrekter..wie schon von smoeller mitgeteilt..nach Herrn Zincken..aber den Zinckenit hatte ich ja auch schon anfangs erwähnt.
... und ich sag's gerne auch nochmal: Der Rest ist Pseudomorphose von Stibiconit nach Zinckenit... ::).. ;)
Gruß Peter
-
Danke Peter
Wenn sich dieser Hr. Zincken mit ck schreibt, bin ich der Meinung, man sollte das auch hier im Lex ändern.
Zinkenit hört sich irgendwie an wie Zinkit, hat aber mit Zink überhaupt nix zu tun :-X
Bei Zinkit habe ich vorhin die Formel geändert. Von Zn auf ZnO ;) Und dabei entdeckt, dass man Zinkit auch "Rotzinkerz" nennt. Hatte ich nicht gewusst. Habs im Lex vermerkt.
So.....bei meinen Untersuchungen meiner Caspari- Stücke habe ich Plagionit entdeckt und was unbekanntes.
Vieleicht kennt das ja Jemand hier.
Und ne weiße Nadel. Jetzt Valentinit?
-
das unbekannte....
sorry wegen der quality. die großen körner sind ca 0,8 mm :-\
-
HI Uwe
und nu? Schneeweiß.
-
Hallo,
Die weiße Nadel ist mit Sicherheit wieder ´ne Pseudomorphose. Von Stibiconit/Cervantit nach Antimonit oder möglicherweise bei Zinckenit auch Bindheimit. So was gibt´s an den mir bekannteren Schwarzwald-Antimonerzen zuhauf. Das unbekannnte könnte möglicherweise Semseyit/Plagionit sein. Man bräuchte da aber ein besseres Foto. Überhaupt lässt sich der Plagionit kaum vom Semseyit trennen, es sei denn durch eine Röntgen-Pulverdiffraktometrie.
smoeller
-
Hallo,
ich bin mir 75% sicher,
dass es sich um Valentinit handelt.
Gruß,
titan
----
Editiert von Admin Farbe geändert
-
Und weshalb nicht zu 76%? ;D
-
Hi
Habe vorhin die LAPIS bekommen.
Die schreiben Zinkenit auch ohne "c"!
Scheint ja wohl wirklich egal zu sein......wo man sich doch sonst über die 36te Stelle hinterm Komma an die Köppe kriegt.
Lassen aber ansonsten jeden klitze-kleinsten grünlichen Anflug aufwändig analysieren.
Wahrscheinlich habe ich schon jede Menge Redgillit weggeworfen ;D 8)
Und bevor ich das nächste Stück in die Tonne haue, sagt mir doch bitte, was das ist.
Kommt aus dem Bastenberg. Besteht zu 90% aus Calcit, auf dem die gezeigten grünen xx sind.
-
bzw. amorphe Pusteln.....
-
Hi Robin
Dann schau mal hier :-\
-
sieht aus als amorphes Zeug.. oder etwas mit Ni (Annabergit, Nickelhexahydrit, o.ä).
Gibt es außer Calcit keine weitere Mineralien auf das Stück?
Gruß Robin
-
Hi Robin
Also...bei mir lag das Stück bisher als Annabergit in der Sammlung, da es aus dem Bereich der Nickelkluft kommt.
Allerdings habe ich Annabergit in dieser Ausbildung sonst nie gesehen.
Außer Calcit und dem grünen Unbekannten sitzen in einem Zwickel kleine, tafelige XX.
Sehen aus wie Hämatit-Blättchen bzw. Semseyit. Grau-schwarz. Halte ich aber für unwahrscheinlich.
Ist es möglich, dass Gersdorffit blätterige XX bildet?
Ich habe keine Ahnung 8)
-
Hi Wilhelm,
OK dann ist es wohl eindeutig irgendein Ni-Sekundärmineral. Weiter bestimmen ist allerdings schwierig, außer du last es analysieren :P
Wegen die Ausbildung: in der Nähe von Ni-Erzadern erscheint Annabergit meist krümmelig/krustig oder in kleine Pusteln; gute xx, wie die von Lavrion, sind eigentlich sehr selten. Die Farbe kann von apfelgrün (viel Ni) bist fast weiß (wenig Ni) reichen - ist alles eine Sache der Zusammensetzung (Annabergit bildet eine Mischreihe mit Erythrin, Hörnesit, Parasymplesit und noch einige).
Kannste ein Bild von die Blättchen machen? Habe so spontan auch keine Ahnung. Tafelige Gersdorffit-xx denke ich aber eher nicht.
ps. du hast aber nicht das einfachste Stück zum bestimmen rausgezogen ;)
Gruß Robin
-
Hi Robin
hier die Blättchen....
-
noch eins....
-
noch was...
auch was grünes, aber mit einem perlmuttartigen, glänzenden, weißen Überzug.
-
Hi Edgar
Hast Du eine Idee zu den Blättchen?
Gruß
-
Hallo Wilhelm,
Es sieht tatsächlich Hämatit sehr ähnlich, mir fällt dazu eigentlich nichts anderes ein.
Das grüne könnte fast alles mögliche sein, Paragenese und weitere Eigenschaften (Bruch, Glanz, etc.) wären hilfreich.
Gruß Robin