Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Pattes am 22 Jan 06, 17:18

Titel: Mineralienbestimmung
Beitrag von: Pattes am 22 Jan 06, 17:18
Hallo Leute,

habe da mal eine Frage:  ???
Was ist eine EDS-Analyse, eine EDX-Analyse, ein XRD und was gibt es da noch für Analysen?
Kann mir jemand die Analysen erklären, was da gemacht wird und was man mindestens an Probenmaterial benötigt?
Mit welcher Analyse lassen sich Mineralien am sichersten bestimmen?
Wer macht solche Analysen und was kostet das.


Glück auf
Patrick
Titel: Re: Mineralienbestimmung
Beitrag von: Hg am 22 Jan 06, 17:32
Hallo Pattes,
ich gebe Dir mal ein paar links zum Lesen  ;)
http://www.uni-kl.de/IFOS/verfahren/XRD.htm
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/energiedispersive%20R%F6ntgenspektroskopie?redirectfrom=EDX
Für die Analysen benötigt man meistens nur ein paar Krümel oder Kristalle.
Ich denke mal, dass die Kombination aud EDX (für Nachweis der Elemente und deren Stöchiometrie) und Röntgen (für die Anordnung der Atome im Kristallgitter) eine gesunde Kombination ist  ;D
Wer macht solche Analysen ? Eigentlich jede Uni (Chemie, Mineralogie oder vielleicht auch Geologie) und einige größere Unternehmen, die sich solche Gerätschaften leisten können
Gruß
Hg
Titel: Re: Mineralienbestimmung
Beitrag von: McSchuerf am 22 Jan 06, 18:29
....und Uwe Kolitsch z.B. oder Günter Blass aus Eschweiler z.B., ..letzterer ist aber weder telefonisch noch per e-mail erreichbar....jedenfalls war das noch den ganzen Dezember 2005 so gewesen..meldet sich einfach nicht mehr :-\ ::)..früher gab's da nie Kontaktprobleme. ???
Ich bekomme einfach meine unidentifizierten 'Eifelmineral-Probleme' nicht gelöst!

Gruß Peter
Titel: Re: Mineralienbestimmung
Beitrag von: Pattes am 22 Jan 06, 19:24
Hallo Leute,

danke für eure schnellen Antworten.
Mit Herrn Uwe Kolitsch habe ich schon Bekantschaft gemacht, Herrn Blass werde ich mal eine Mail schicken. Vielleicht meldet er sich ja mal.
Und mit den Links bin ich schon mal ein bischen schlauer geworden.



Glück auf
Patrick
Titel: Re: Mineralienbestimmung
Beitrag von: Harjo am 22 Jan 06, 22:33
Also, sehr gut das Du Uwe schon kennst, er ist ja ein sehr guter Wissenschaftle!
Ich habe gesehen das du viel Schwarzwald/Clara sammelst, na, uwe ist ein renomierter clara kenner.

Gruss

Harjo

p.s. Auf www.Strahlen.org (klicken auf "analysing") ist eine sehr gute auseinandersetzung der verschiedene bestimmungsmethoden, mit adressen und die gerate die verwendet werden :)!
Titel: Re: Mineralienbestimmung
Beitrag von: Kay am 25 Jan 06, 11:20
Hallo,

klar, dass die die REM-EDX und die Röntgendiffraktometrie die Methoden der Wahl sind.
Ich denke aber auch, dass die Spektroskopischen Methoden erwähnt werden sollten:
Infrarot-Spektroskopie und -Raman-Spektroskopie. Zu Raman: es gibt eine kurze Dikussion darüber im Mineralienatlas....
Die Rötgenfluorezen-Analyse ist auch bedeutend. Aber ich weiß nicht, ob diese heute oft für die Identifizierung
von unbekannten Substanzen eingesetzt  und welche Mengen benötigt werden.


Bis denne.

Kay
Titel: Re: Mineralienbestimmung
Beitrag von: Krizu am 25 Jan 06, 11:38
Hallo,

gerade bei der RFA als "Element nach Element"-Verfahren ist die Zeit eher ein Problem.
Auch sind Matrixeffekte (Eigenabsorption usw) schwieriger zu beherrschen. Menge eher im 10g Bereich  :(

Dann bleibt noch EBSD, eine Beugungstechnik im REM. Das mit der EDX ist dann für Nanogramm die Methode der Wahl.

Mfg

Frank
Titel: Re: Mineralienbestimmung
Beitrag von: Moni am 25 Jan 06, 19:27
Hallo Pattes,

Na da will ich mal die Infrotspectroskopie, kurz IR, beleuchten ...

Meine Mineralienbestimmung der Wahl, setzt jedoch penible Probenpräparation voraus und ohne Erfahrungen in der Spectrenauswertung sowie dicker Vergleichsbibliothek geht nichts.
Untersucht werden ca. 1-2mg Probematerial, d.h. einige Kristalle von der Stufe müssen entfernt werden und gehen für die Analyse drauf.

Einschränkend muß man wissen, daß nicht alle Mineralien im IR-Licht absorbieren. Schwermetalle, Sulfide und z.B. Fluorid erbringen kein vernünftiges IR-Spectrum.

Einen kurzen analytischen Ablauf mit Bildern habe ich hier irgendwo in einem Beitrag schon mal verfasst.
Wo? Aha, unter:     http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,907.30.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,907.30.html)
ab Seite 3 da gehts los.


Herzliche Grüße Moni