Mineralienatlas - Fossilienatlas

Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: berthold am 30 Jan 06, 16:24

Titel: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: berthold am 30 Jan 06, 16:24
Hallo,

was darf eine Fluorit-Handstufe kosten - maximal ?

http://www.topmin.de/images/best/681.php (http://www.topmin.de/images/best/681.php)

 :o  :o  :o

Gruß

Berthold
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: giantcrystal am 30 Jan 06, 16:36
Weder sehe ich da gut ausgebildete Fluoritoktaeder noch sind Fluoritoktaeder als Kristallform sonderlich selten. Wir wissen das, aber weiß es auch der Käufer `?

Leider mal wieder ein Fall von Volksverdummung... ???

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: Philip Blümner am 30 Jan 06, 16:40
Du meinst wohl Skalenoeder? Die sind selten! Aber soviel Geld....hat doch nen Knall!
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: Schluchti am 30 Jan 06, 16:41
Oh la la, das ist ja heftig. Naja, wenn es aber einem Käufer soviel wert ist, warum nicht. Ansonsten wird die Nachfrage den Preis schon regeln.
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: berthold am 30 Jan 06, 16:43
Hallo Thomas,

nee, ganz so schlimm ist es nicht. Es sollen ja keine Oktaeder sondern Skalenoeder sein. Also Fluoritkrisalle mit der Formt {731} - und ja, die sind schon selten gewesen. Allerdings ist dieses Stück nach meinem Empfinden nicht sonderlich gut ausgebildet, ich bezweifel nicht, dass da einzelne {731}-Flächen drauf sind. Allerdings ist der Kristall-Habitus nicht skalenoedrisch.

Ich würde für so ein Stück ca. 100 Euro für angemessen halten.

Gruß

Berthold
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: giantcrystal am 30 Jan 06, 17:20
Oh pardon...ja natürlich : Skalenoeder

Bin wohl nicht gerade der Fluorit - Spezi  ;D

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: loparit am 30 Jan 06, 17:38
Ja wie das so ist mit den Preisen, wenn er das Teil so verkaufen kann na ja !
Ich für meinen Teil würde noch nicht einmal die genannten 100 Euro zahlen.
Aber vielleicht hat er auch nur das Komma falsch gesetzt  ;D ;D

Gruß loparit
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: TKMineral am 30 Jan 06, 18:18
Hallo!

 :P uff..........der Preis gilt wohl pro Tonne Fluoritskalenoeder  ;D.............oder die ganze Fluoritmine???

Wirklich heftig für son häßliches Stück (also im Preisvergleich). Fl-Skalenoeder sind selten ja , aber ich würd für das Ding vl. nur 50 € ausgeben

Gruß

TK
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: der Sauerländer am 30 Jan 06, 20:45
Hi

Die Seite ist schon seit etlichen Jahren in der Top50-Site von "The Mineral Gallery". Und wird von den Amis regelmässig hoch gevotet.

Die "Metz-Collection" verkauft er schon so lange, wie ich die Seite kenne.
Zum Teil normale Preise, hin und wieder Ami-Preise. Die spinnen eh, die Amis. Aber alles kaufen se doch nicht. 
Bei diesem Preis wird er wohl in die Röhre gucken (oder auch nicht).
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: Schluchti am 30 Jan 06, 22:52
Wenn ich mir die erzgebirgischen Fluorite da anschaue, dann muß das wirklich auf den amerikanischen Markt ausgelegt sein. Die Stufen kriegt man in besserer Qualität und dann trotzdem noch deutlich günstiger.   
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: Chris18 am 31 Jan 06, 06:33
Hallo

Beobachte die seite schon länger (2jahre) und man kann nicht sagen das vielel Flumis weggegangen sind .......
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: Bernd G am 31 Jan 06, 07:03
was darf eine stufe kosten ? so kann man aber nicht an die frage gehen.
wem will man bei mineralien schon sagen was etwas zu kosten hat. wenn der anbieter meint das er es zu dem preis verkaufen kann, dann soll er es probieren.
würde eher fragen wieviel man ausgeben will oder kann. aber das liegt auch im auge des betrachters. ;)

gruß bernd



Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: Schluchti am 31 Jan 06, 08:25
Die Flurite als Honigspäte vom Marienschacht sehen ja ganz okay aus. Wie sind da so die "üblichen" Preise? An so einer Stufe hätte ich grundsätzlich mal Interesse. Was muß man da so rechnen für ne HS von etwa 10 x 8 cm?
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: berthold am 31 Jan 06, 09:00
Hallo,

die bei top-min angebotenen Honigspäte sind preislich nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber o.k. es sind definitiv gute Stufen aus alten Sammlungen.  Man muss auch hinzufügen, dass die Seite wohl in erster Linie nicht für den deutschen Markt gemacht ist (sonst wäre sie wohl kaum in englisch) und das internationale Preisgefüge - nun, das kennt man ja z.B. von den Münchner Mineralientagen. Der Preis gerade beim Honigspat ist so eine Sache. Es gab da nämlich (zu Betriebszeiten vor 35 Jahren) zeitweise sehr reichlich und auch große Kristalle. Allerdings waren die Stufen mit Kristallen ab 3-4 cm Kantenlänge fast immer beschädigt. "Verunstaltungen" durch Kaolin (eingewachsen) und rote Oberfläche (durch Hämatit in der letzten Wachstumsphase) waren viel, viel häufiger als durchscheinende honigbraune Kristalle. Wer sich also ein nicht ganz so billiges Honigspat-Stück zulegen möchte ist gut beraten das Stück nicht nur auf (sicher guten) Fotos zu beurteilen sondern es selbst in die Hand und in Augenschein zu nehmen.

Eine gute Honigspat-Handstufe mit Hexaeder-Kantenlänge so ab 2-3 cm dürfte kaum unter 100 Euro zu bekommen sein.

Bei ebay ist es mir mit einem Wölsendorfer Fluorit schon so ergangen, dass ein erworbene Stück dick lackiert war  :'( obendrein war die Farbe viel blasser als auf dem Foto). Auf einer Börse hätte ich über so ein Angebot gelacht (so hat wahrscheinlich der Verkäufer über mich gelacht).

Gruß

Berthold
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: woelsendorfer am 20 Mar 15, 09:56
Nachtrag zu diesem Thread:

Mittels Suchfunktion im Mineralienatlas gefunden … und mal wieder geschockt über die Art und Weise wie Sammler, ohne Hintergrundwissen, durch den Schlamm gezogen werden.

Da diese Aussage auch in Google zu finden ist von mir nun einen Kommentar dazu:

Die besagte Stufe von Grube Cäcilia ist eine Stufe aus Stefans privater Sammlung gewesen, die aufgrund der sehr seltenen Ausbildungsform unverkäuflich war und im freien Handel kaum zu finden waren und sind. Derartige Stufen wurden von Dr. Ziehr in der Literatur beschrieben, aber zu bekommen war genau diese Art der Stufen so gut wie gar nicht. Es sind absolute Top-Raritäten aus dem Wölsendorfer Revier, wie diese aussehen ist hier zweitrangig, aber die Stufe ist in ihrer Zusammenstellung aus der Kluft von Grube Cäcilia Top.

Eine Stufe die im Grunde genommen unverkäuflich ist, wird dann mit einem entsprechend hohen Preis angesetzt, falls ein Interessent doch mal danach fragt. Stefan ist und war nicht der einzige Sammler der so Gedacht und gehandelt hat, denn ab einem bestimmten Preis sind viele Sammler bereit ihre Stufen zu veräußern.

Netten Gruß
Micha
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: raritätenjäger am 20 Mar 15, 11:10
Hallo,

bei ebay gab´s neulich auch so ein Stück. Optisch war´s käse. Aber 120 Euro oder sowas in dem Dreh Sofotkaufpreis. Also man sieht schon hin und wieder mal solche Stücke.

Der Preis zu obiger Stufe, naja, Micha hat ja alles dazu geschrieben.

Gruß
Andreas
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: smoeller am 20 Mar 15, 11:31
Hallo,

Hab letztens ein Stück mit leider leicht beschädigten Skalenoedern für 5 Euro bekommen. Gekauft auf der Börse in Windischeschenbach. Muss mal schauen, ob oich die Stufe iergendwie gereinigt bekomme, evtl. doch den Limonit mit Oxalsäure runterätzen.

Glück Auf!
Sebastian
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: Sebastian am 20 Mar 15, 12:27
Man muss aber auch beachten, nur weil etwas selten ist, ist es nicht gleich teuer.
Top Stücke müssen mehr als nur selten sein. Und das gezeigte Stück sieht auch nicht so schlecht aus für seine Ausbildung, ist sehr selten und kommt aus einer begehrten Fundstelle. Das sind alles Faktoren die den Preis in die Höhe treiben. Aber nur ein hässlicher kleiner seltener Fleck bringt auch nicht viel Geld.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: woelsendorfer am 21 Mar 15, 01:24
Hallo,

noch einen Hinweis dazu um es besser zu verstehen, da habe ich mich vielleicht ein wenig ungeschickt ausgedrückt.

Skalenoeder Fluorit:

Gut ausgebildete und unbeschädigte Skalenoeder Fluorite von Grube Cäcilia, die nach meinem Kenntnisstand immer weingelb sind (als Hinweis), sind absolute Raritäten, die von Stefan Plüth im Foto zu sehende Skalenoeder Stufe "ist auf ihrer Oberseite, also den zur Gangfirste zugekehrten Kristallflächen, stellenweise von einem gelblichweißen Baryt-Anflug oder von einem feinen Mineralgereibsel überzogen. Die Unterseite der Kristalle ist dagegen meist frei. Pyrit und Markasit sind in Form dünner Kristallrasen auf Baryt und Fluorit aufgewachsen." (Text laut Dr. Ziehr) … und zu diesem Hinweis gehört meine Aussage "… aber zu bekommen war genau diese Art der Stufen so gut wie gar nicht. Es sind absolute Top-Raritäten aus dem Wölsendorfer Revier, wie diese aussehen ist hier zweitrangig, aber die Stufe ist in ihrer Zusammenstellung aus der Kluft von Grube Cäcilia Top."
 
Weingelbe Skalenoeder Fluorite ist richtig, die werden hin und wieder mal angeboten, aber fast nur in minderwertiger Qualität oder wie sich Andreas ausgedrückt hat "Optisch war´s käse".

Hier noch mal einen Hinweis den ich unter Grube Cäcilia geschrieben habe:

"Hinweis: Skalenoederstufen sind sehr selten im Angebot, gut ausgebildete Stufen zählen zu den Raritäten da sie einer besonderen Personengruppe vorbehalten waren. Bei den meisten Stufen die aus dieser Kluft angeboten werden handelt es sich NICHT um Skalenoederkristalle, sondern lediglich um angeätzte Fluorite." Als weiterer Hinweis dazu: Die angeätzten oder angelösten Fluorite sind nicht nur weingelb, sondern weisen auch andere Farbvarianten auf.

Zur Preisgestaltung wäre folgendes zu erwähnen. Eine Stufe die zu meinem eigentlichen Sammlungsbestand gehört und die ich nicht veräußern möchte setze ich mit einem Fantasiepreis an oder anders ausgedrückt, ich möchte die Stufe nicht verkaufen, aber wenn einer bereit ist dafür wie in diesem Fall 4.350 Euro auszugeben, dann gebe ich sie zu diesem Kurs ab, auch wenn dieser Preis zu hoch ist … und genau dieser Gedanke steckt von Stefan dahinter.

Diese Art der Veräußerung einer Stufe kenne ich schon seit gut 30 Jahre und länger und es gibt Sammler die bereit sind für bestimmte Stufen, Briefmarken, Autos etc. derartig hohe, oder meinetwegen überzogene, Preise zu zahlen.

Im alten Thread werden hier, aber auch im Allgemeinen, amerikanische Käufer genannt, die bereit sind derart hohe Preise zu zahlen. Dazu kann ich aus Erfahrung berichten, dass es diese Käufer weltweit gibt, auch in Deutschland. Ein Grund dafür ist, dass es Sammler gibt die wollen haben und zwar sofort und ohne lange zu suchen.

Im allgemeinen,  Sebastian hat es schon erwähnt, spielen viele Faktoren eine Rolle um einen Preis bei Mineralien zu bestimmen und die Preisgestaltung wird von viele Sammler nicht verstanden, genauso wie wir die Auktionsergebnisse z. B. bei Gemälde für utopisch halten. Derartige Preise sollten meines Erachtens aber nicht dazu verleiten Personen, Anbieter in einem schlechten Bild zu rücken.

Netten Gruß
Micha
Titel: Re: Fluorit-Preisfrage
Beitrag von: uwe am 21 Mar 15, 08:15
Ich muß noch mal meinen Senf dazugeben:

Leute, in einer freien Wirtschaft gibt es keine Preisbindung. Wenn jemand etwas für einen hohen Preis verkaufen kann, wäre er blöd, es billiger zu veräußern. Anders herum, wenn jemand etwas los werden will oder muß, ist ein niedrigerer Preis anzubieten. Allein der Markt bestimmt den Preis - sollte er zumindest. Bei Mineralen klappt das auch.

Gruß
Uwe