Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: eser am 03 Mar 06, 17:05
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Hallo alle,
Ich habe eine schöne Stufe Chabasit aus Allendorf geschenkt bekommen. Sie hat schöne farblose würfelige Kristalle und mir sehr gut gefallen. Allerdings hatte ich irgendwo einmal gelesen dass Chabasit radioaktiv sein kann. :-\ Stimmt es und wenn ja, wie soll ich diese schöne Stufe aufbewahren?
Danke voraus für die Antworte und Grüsse.
eser
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Hallo eser,
Schau mal hier:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Chabasit-Ca
Es könnten höchstens minimale Spuren von Uran o.ä. eingelagert sein, aber nicht so viel, dass man etwas befürchten müsste.
Im Vergleich zu den richtig radioaktiven Mineralien (Torbernit, Autinit, Uranophan) ist da keine besondere Vorsicht geboten
Gruß
Hg
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Hi Eser!
Wäre mir auch absolut neu, daß der strahlt. Man soll ja nie "grundsätzlich" sagen, aber ich würde das ausschließen.
Möglicherweise kann man beim Chabasit-Sr einige strahlende Isotope messen, wobei ich nicht weiß, ob Sr überhaupt natürliche, strahlende Isotope aufweist...
Viele Grüße
Torben
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Meiner Meinung nach ist Chabasit nicht radioaktiv.
Gruß
Brian
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Meiner Meinung nach ist Chabasit wirklich nicht radioaktiv. Aber mir ist bekannt, dass gewisse Zeolithe erfolgreich gegen Radioaktivität eingesetzt wurden (zum Beispiel um verstrahltes Weideland zu säubern). Demnach könnten gewisse Zeolithe eine beachtliche Menge an radioaktive Isotope adsorbieren. Fragt mich jetzt bitte nicht, welche Zeolithe angewendet wurden, und welche radioaktiven Isotope der Umgebung entzogen werden konnten.
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Hallo,
die Zeolithe können vielleicht ionen in ihr Gitter einlagern. Die Zeolithe dann aber aktiv. Also was soll das auf einer Wiese bringen?
MfG
Frank
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Also wenn Zeolithe zur Entstrahlung eingesetzt werden, dann aber vermutlich doch keine natürlichen, sondern eher synthetische, die maßgeschneidert sind!? ???
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Ich sehe schon, die Diskussion führt wieder einmal von der eigentlichen Frage ab ;D
@Torben
Entstrahlung
aua aua; da geht jedem Kernphysiker oder -chemiker der Hut hoch :-X. Soetwas bezeichnet man als Dekontamination.
noch eine kleine Bemerkung zu den radioaktiven Sr-Isotopen:
Zitat aus dem Römpp:
Natürliche Isotope Sr (in Klammern Angabe der Häufigkeit): 84 (0,56%), 86 (9,86%), 87 (7,00%), 88 (82,58%).
die sind allesamt stabil. Radioaktive Isotope werden künstlich erzeugt und finden sich nicht in der Natur (außer man wohnt in der Nähe von Tschernobyl; hier wurden größere Mengen 90Sr freigesetzt, als der Reaktor hochging).
Von daher könnte so eine Anwendung einiger maßgeschneideter Zeolithe, die osito erwähnt hat, durchaus denkbar sein.
Aber nochmal zurück zum Chabasit. Wenn der radioaktiv ist, dann eigentlich nur durch minimalen Einbau von Uran, oder Isotope aus der Zerfallsreihe, ins Kristallgitter.
Gruß
Hg
P.S. @Torben: das mit dem Hut nicht so ernst nehmen ;)
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Ok,
Sehen wir mal von den industriellen Ionentauschern ab und wässerigen Medien ab;-)
Ich habe eine Wiese in der Nähe von Tschernobyl billig erworben und möchte da Schafe weiden lassen. Leider ist die Wiese voll mit - glücklicherweise nur ein Isotop - Sr90. Ich fahre also zu dem Zeolith-Produzenten meiner Wahl und kippe das Zeug auf meine Wiese. Dann habe ich eine Wiese mit Schafen, ohne Sr90 im Wassser/Ton (da auch raus?) aber voll mit hochaktivem Zeolith, das als weissen Puder auf meiner Wiese liegt ??? :'( Was nun ? Die Schafe fressen schon das Gras mit dem weissen Pulver!!!
;D
Ratloser Grossgrundbesitzer
Frank
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@ Hg:
Der Kampf um die Fachbegriffe ;D
Dekontamination, Entstrahlung...passt schon ;) War doch klar, was gemeint war oder?
@ Krizu: Ich kann mir das mit dem Enstrontiumisieren ( ;) ) nur so vorstellen, daß man den Boden abfährt und dann sauer auswäscht. Das Filterwasser zieht man dann über ein Zeolithbett, wo dann Sr in die Kristallkäfige des Zeoliths eingelagert wird. Das Ablaufwasser ist dann gereinigt und der Boden kann wieder zurückgefahren werden...
*schon mal Angebote von Fuhrunternehmen einhol*
Torben
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Hallo,
ok, Mobilisieren und dann aus der wässerigen Phase taudchen i.O. Aber dann ein Zeolith oder gleich ein vernünftiger Ionentauscher (Lewatit oder andere).
gut, ich mache Antuf bei Igor von die Kolletiv "her mit Zaster". Die haben schnelle Laster! ;D
MfG
Frank
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Hallo ,
ich hab mal in einem Report von M.T.A. (bei www.mta.gov.tr sind auch einige Reporte in englisch oder deutsch zu finden) über Zeolithe gelesen, dass bestimmte Zeolithe mit bestimmten Mineralien zusammen bei Klaeranlagen benutzt werden für den Faellungsprozess oder Absorbtion von bestimmten Mineralien, darunter auch Schwermetallionen bzw. Verbindungen oder radioaktive Isotope wie Sr90, Cs137, Co60. Das würde dann bedeuten, dass Zeolithe in Ihre Gitter allerlei Ionen und Isotope aufnehmen können und somit auch bei Zeolith Analysen über Radioativitaet bestimmte Bequerel Grenzwerte überschritten werden können.
Gruss
Mete