Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Deutschland / Germany / Alemania => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Bayern => Thema gestartet von: woody Lou am 05 Mar 06, 00:12
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???
Könnt ihr Euch mal dazu äußern, was ich da so gefunden habe. An einem versteinerten Holz (habe noch nicht nachgeschaut ob Lh oder Nh) befinden sich unter einer dünnen Schicht des Holzes runde Wuzelchen, die in sich noch einmal runde Wuzelchen haben.
Es ist (zumindest für mich) sicher, dass es sich dabei um ein Gelege von in Holz lebenden Insekten wie z. B. Ameisen, Schaben, Termiten oder Holzparasiten handelt. Die Frage ist, handelt es sich hierbei um Polyembryonie oder um Gelegeparasiten?
Oder, kennt von Euch jemanden, der sich mit Holz-Barasiten beschäftigt oder beschäftigt hat?
Der ratlose Ludwig ??? ??? ??? ??? ??? ??? ???
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noch eins, hier sieht man ein dodal vereinsamtes Ei.
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das letzte bild davon, hier sieht man
a) die dinger sind polygon
b) in der Bildmidde ist ein aufgebrochenes Ei mit kleinen runden Strukturen drin.
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Hallo ratloser Ludwig,
ich kenne diese Dinge aus den Aachener Hölzern, es ist immer die Rede davon es sind Insekteneier oder es ist Insektenkot, auch in wissenschaftl. Veröffentlichungen wird darüber geschrieben. Aber 100 % genau weiß ich es auch nicht. Wenn ich Zeit kriege mach ich mal Fotos. :) ;)
Gruß Helmut
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Hallo Ludwig,
da ich mich mit Insekten ein wenig auskenne, meld ich mich mal zu Wort. Auf dem ersten Bild sieht man im Hintergrund eine wabenförmige Struktur. Die offenen Waben habe in etwa die Größe der " Eier ".
Was an sich ja schon ganz gut zu passen scheint, ist in Wirklichkeit allerdings ein Indiz, das es sich nicht um ein Gelege handeln kann, denn:
Wären es echte Waben oder Wabenartige Gebilde, hätten diese die Aufgabe die Insektenlarve nach dem Schlupf zu beherbergen. Da diese Larve aber enorm wächst, müssten die Eier wesentlich kleiner sein als die Wabe. Sonst hätte das Tierchen ja gar keinen Platz mehr. Gelege kann also nicht sein.
Ich kenne aber aus der Natur( und ich meine jetzt rezente Bildungen ) , vor allem von Käferlarvenfraßgängen, diese an Eier erinnernden Kügelchen. Die kommen zwar auch " hinten raus " , aber da schlüpft nix mehr draus. :P Charakteristischerweise findet man diese Kügelchen fast immer dicht unter der Rinde.
Ohne Deinen Fund genau bestimmen zu können würde ich also eher auf Kot tippen.
Gruß
Ralf
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Hallo Ralph,
grundsätzlich ist nix dagegen zu sagen, dass es sich um Kotpillen handelt. Habe schon viele schöne Sch.... pillen gesehen, möglicherweise habe ich die größte Sammlung (nicht nur an unserem Ort ;D ;D) von fossilen Bollelen, manche Leute sammeln eben jeden Scheiß.
Zu Deiner Theorie passt aber nicht, dass die ovalen Dinger in sich gegliedert sind. Für KK (in Zukunft: Käferkacke) spricht m. E. aber wiederum der leicht eckige Querschnitt der Dinger, oder was meinst Du?
Die kleine Vertiefungen sind offene Eier/Koprolithen, soweit ich mich noch ::) ::) erinnere, schaue aber noch mal nach.
Gruß
Ludwig
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Hallo Ludwig,
hier die versprochenen Bilder :D :) ;)
Gruß Helmut
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Und noch ein Foto ;) ;) :D
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Hallo Ludwig,
also KK findet man in allen möglichen Formen. Aber es gibt auch Insekteneier, die leicht eckig sind. Von der reinen Form her ist da wohl keine Zuordnung möglich. Die Gliederung muß auch nicht unbedingt den Originalzustand wiedergeben, sondern kann sich durch die Verkieselung ergeben haben.
Ist halt schwer zu sagen und wissen tu ich´s auch nicht.
Mein Beitrag sollte nur dazu dienen evtl. voreilige Schlußfolgerungen aus der wabenartigen Struktur zu ziehen, was ja bei einem Nicht-Entomologen absolut verständlich wäre.
Ich weiß ja nicht, wie groß das gesamte Stück ist. Interessant wäre aber, ob sich in der Nähe der KK/Eier Fraßspuren erkennen lassen. Die können auch parallel zur Oberfläche sein. Das wäre dann ein ziemlich sicherer Hinweis auf KK.
Gruß
Ralf
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Hallo Ralph,
es mach mir wirklich Freude mit Dir das Thema ;Ddurchzukauen ;). habe mir das Stück noch 'mal g ;)ritisch angeguckt. bin mehr denn je von Gelege-->Xylobiom überzeugt. Grund:
Die Bobbelsche (in Zukunft B) sind alle schön im rechten Winkel zur Holzfaser orientiert, gleichmäßig groß (bei anderen Fraßgängen sind und ;)erschiedliche Durchmesser der B feststellbar, der Entwicklung der Larve angeb ;)asst), und wie schon erwähnt, es gibt eine Innenstruktur mit kleinen Kügelchen in den B, bei zweifelsfreien Koprolithen ist in diesem Vergrößerungsbereich keine Innenstruktur zu unterscheiden. Soll ich dir mal die orischinalen Pfotos zuschicken? Da kannst Du etwas mehr erkennen, auch wenn das kein Ersatz für die direkte Beobachtung unter dem Binokular ist.
Gruß
Ludwig
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Hallo Ludwig,
wie gesagt, ich schließe nix aus. Es ist eh fraglich, ob man da mit letzter Sicherheit eine Bestimmung vornehmen kann. Auch ein Vergleich mit heute lebenden Tierchen kann hinken. Wer weiß schon, wie sich die Viecher zur damaligen Zeit entwickelt haben. Aus welchem Zeitalter stammt das Holz ??
Wo wohnst Du eigentlich ? Wenn´s nicht zu weit weg von Köln ist, kann man sich ja vielleicht mal zusammensetzen.
Fotos kannst Du mir gerne schicken an
Ralfdahlheuser@aol.com
Gruß
Ralf