Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: uwe am 02 Apr 06, 17:17
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Aus Gerüchten, die auf der Auer Börse kursierten sowie aus einem Artikel in dem Anzeiger des MEK (Mittlerer Erzgebirgeskreis) geht hervor, das nun auch in Sachsen der Bergbau wieder los gehen soll. Es soll u.a. Wolfram abgebaut werden. Leider wird im modernen Bergbau der Abraum gleich wieder als Versatz verwendet. Aber irgend was wird schon für die Sammler abfallen. Zumindest bei der Auffahrung der alten Baue.
Glück Auf
Uwe
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Hallo alle,
ja es stimmt was uwe schreibt. Es geht um schon zu DDR-Zeiten erkundete C1 und C2-Vorräte einer Wolframvererzung in Form feindispers verteiltem Scheelit in Skarngestein. Bei den Vorräten soll es sich um ca. 40 - 50 Tt handeln. Die Lagerstätte liegt im Raum Tellerhäuser. Der Weltmarktpreis ist momentan so hoch das sich ein Abbau wohl rentieren könnte. Um die Abbaurechte bemüht sich eine Firma bzw. Konsortium aus Österreich. So weit ich weis läuft zur Zeit die Einspruchsfrist in den betroffenen Kommunen.
Weiter wird erzählt, das demnächst eine Großprobe von ein paar hundert Tonnen genommen werden soll und eine Aufbereitung des Erzes zu testen.
Gruß Jürgen
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Hallo aus Mittelfranken
Die Aussage "der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los" ist so natürlich nicht ganz richtig. Erstens ist er nie erloschen, schließlich gibt es noch mehrere Kalkbergwerke... Zweitens handelt es sich um die Exploration eines Wolframvorkommens...nicht mehr, nicht weniger. Ob sich bei dieser Exploration = Aufsuchung eines Rohstoffes herausstellt, das es sich um eine tatsächlich abbauwürdige Lagerstätte handelt ist eine Sache. Die Erlangung einer Erlaubnis zum Abbau der Lagerstätte, die heutzutage mit vielen Auflagen verbunden ist, eine weitere. Und ob eine, bzw. die österreichische Firma dann auch bereit ist, die nicht unerheblichen Investitionen zum Aufschluss der Lagerstätte tatsächlich aufzubringen, ist eine dritte Sache.
Das alles kostet seine Zeit und ob bis dahin der Wolframpreis nicht wieder gesunken ist und die ganze Sache damit hinfällig, ist schließlich eine vierte Sache...
Von einem "Losgehen des Bergbaus" sind wir daher noch weit entfernt. Aber immerhin, der erste Schritt in die richtige Richtung ist gemacht...
Glück Auf
Thomas
P.S. Übrigens erscheint mir die von geomüller genannte Tonnage sehr gering zu sein. Tatsächlich nur 40.000 - 50.000 Tonnen Scheelit ? Oder handelt es sich bei der Zahl um den reinen Wolfram - Metallgehalt ?
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P.S. Übrigens erscheint mir die von geomüller genannte Tonnage sehr gering zu sein. Tatsächlich nur 40.000 - 50.000 Tonnen Scheelit ? Oder handelt es sich bei der Zahl um den reinen Wolfram - Metallgehalt ?
Hallo,
mit einem Gehalt von 64% elementarem Wolfram im Scheelit macht das doch keinen wirklichen Unterschied, oder?
Mfg
Frank
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Hallo Thomas, hallo alle,
Bei den Vorräten soll es sich um ca. 40 - 50 Tt Wolfram handeln, also Metall nach der Aufbereitung.
Gruß Jürgen
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Äh... Tellerhäuser... wo liegt'n das? ???
hightower1109 8)
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Die Frage verwundert mich etwas von einem Sachsen ;D
Tellerhäuser ist ein Ort zwischen Rittersgrün und Oberwiesenthal im Erzgebirge, die Lagerstätte gehört zum Lagerstättenkomplex Pöhla-Tellerhäuser der auch durch die Wismut bis 1990 abgebaut wurde.
Gruß Jürgen
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So nun stands auch in der Freien Presse.
"In der Lagerstätte Pöhla-Globenstein werden bis zu 50 000 Tonnen reines Wolfram vermutet."
Freie Presse - Regionales - Freitag 21. Aprill 2006
Dabei wurde auch genannt das der Weltjahresverbrauch 60 000 Tonnen beträgt.
Und wenn man nun noch bedenkt das China erst gröster Exporteur für Wolfram war und nun eher selber Importiert.
gruß wolfilain
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Hallo,
wie steht es denn zur Zeit um das begehrte Wolfram bzw. dessen Abbau, recht ruhig geworden. ???
Glück Auf
Uwe
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grins!
Ich kenne da ein paar Leutz, die noch jetzt gerne ihre wohlgehüteten Superstufen veräußern wollen! U d das mit zittrigen Fingern, den wer weiß was jetzt noch so alles kommt ...
rofl!
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grins!
Ich kenne da ein paar Leutz, die noch jetzt gerne ihre wohlgehüteten Superstufen veräußern wollen! U d das mit zittrigen Fingern, den wer weiß was jetzt noch so alles kommt ...
rofl!
Wirklich? Ist doch fein, wenn Bewegung in den Markt kommt. Falls Superstufen an Fluoriten aus Pöhla dabei sind, ich habe Interesse.
Ob die "Befürchtung" neuer Superfunde allerdings wirklich berechtigt ist, wage ich fast ein wenig zu bezweifeln.
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Hallo,
im "Sachsenspiegel" Regionalfernsehen im MDR, kam heute eine kurze Mitteilung das einer deutsche Firma (habe leider nicht verstanden welche) vom sächsischen Oberbergamt Freiberg die Genehmigung zur Erkundung von Zinnerzlagerstätten in Tannenbergthal, Rautenkranz und Auerbach (alles im Vogtland) erteilt wurde.
Es kommt langsam Bewegung in die geplaten neuen Bergbauaktivitäten in Deutschland, speziell in Sachsen.
Gruß Jürgen
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Hallo Jürgen,
echt Auerbach im Vogtland, wo soll da Zinn zu finden sein?
Glück Auf
Ralf
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Als das Pumpspeicherwerk Markersbach gebaut wurde, sprach man damals von der Entdeckung sehr reicher Zinnvorkommen, mehr weiß ich darüber leider nicht. Hat dazu jemand Infos?
Glück Auf
Uwe
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Hallo Jürgen,
echt Auerbach im Vogtland, wo soll da Zinn zu finden sein?
Glück Auf
Ralf
Hier die offizielle Pressemitteilung:
http://www.smwa.sachsen.de/set/431/2007%2009%2025%20PM_ZinnGottesberg_oV.doc (http://www.smwa.sachsen.de/set/431/2007%2009%2025%20PM_ZinnGottesberg_oV.doc)
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Alles klar,
Freie Presse hat heute auch berichtet, http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/VOGTLAND/OBERES_VOGTLAND/1047904.html (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/VOGTLAND/OBERES_VOGTLAND/1047904.html)
Glück Auf
Ralf
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Es geht um ... Scheelit in Skarngestein
Glück auf!
Ich bin am Skarn (metasomatisch überprägter Kalk) dieser Lagerstätte interessiert.
Gibt es jemanden, der das Gelände dort kennt und einen Hinweis geben kann, wo man eine oder zwei Proben des Skarns für eine Gesteinssammlung "abmontieren" kann?
Saxifragus
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Hallo,
Früher konnte man unten direkt am Fusse der Halde kurz hinter der Schranke rechts und am rechten Haldenhang im Straßengraben fündig werden sowie oben auf dem Plateau. Dürfte aber inzwischen alles abgedeckt sein. Habe meine Scheelitprobe seinerzeit (1999 ?) im Imbiss am Bergwerksgebäude erworben. Ob der noch besteht, wo das Schaubergwerk weg ist?
Auch am Mundloch des Morgenstern-Erbstollens waren derartige Stücke zu finden.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Sebastian,
das Schaubergwerk ist wieder auf, und der Imbiss auch ;). Die Halden in Pöhla sind allerdings alle abgedeckt :'(
Gruß Jürgen
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In der "Freien Presse Stollberg" vom 4. Dezember 2007 gibt es einen Artikel namens "Berggeschrey erfüllt wieder das Erzgebirge".
Einen Link habe ich bis jetzt noch nicht gefunden aber wer Freie Presse - Abonent ist, kann sich glaube ich auf der Homepage anmelden und online die Ausgabe lesen.
Kurz gesagt geht es in dem Artikel darum, dass eine oder mehrere Firmen bereits 8 Erkundungsgenehmigungen erteilt bekommen haben :
- Feld Pöhla-Globenstein -> Wolfram
- Feld Spremberg-Schleifer -> Kupfer
- Feld Weißwasser -> Kupfer
- Feld Gottesberg (Vogtland) -> Zinn
- Feld Delitzsch -> Wolfram
- Feld Ehrenfriedersdorf -> Zinn
- Feld Antonsthal -> Zinn
- Feld Altenberg -> Zinn (damit ist u. a. die alte Pinge in Altenberg gemeint)
außerdem stehen weitere Anträge aus :
- Feld Niederschlag -> Fluss -und Schwerspat
- Feld Tellerhäuser-Hämmerlein -> Zinn
- Feld Pöhla
- Feld Breitenbrunn
- Feld Antonsthal
Tom Gräfe, Stollberg
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Hallo,
erfreulich wäre die Wiederaufnahme des Bergbaus auf jeden Fall.
Wenn bei anderen Rohstoffen/ Erzen eine ähnliche Preisentwicklung stattfindet, könnten
in Zukunft auch andere Bergwerke in anderen Bergbaugebieten in Deutschland wieder in Betrieb
genommen werden. Lagerstätten sind ja nicht alle abgebaut....
Ist wohl auch eher eine Frage der Zeit, bis andere heute günstigere Lagerstätten abgebaut sind.
Wie auch immer, reicht der geschätzte Wolframvorrat vielleicht nur für einen Weltjahresbedarf.
Dabei sind 50000T Wolfram nicht gerade wenig.
Mf Glück Auf
Kay
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Ja, es gibt wieder zahlreiche Erkundungsvorhaben. Ich las auch von geplanten Erkundundungen auf Indium in der Gegend von Antonthal durch die Deutsche Rohstoff AG. Der Weltmarktpreis pro Tonne liegt da aktuell bei USD 500.000,00. Daneben waren noch bei Einstellung des Bergbaus durch die Wismut 28.000 Tonnen Zinn, 23.000 Tonnen Wolfram und 95.000 Tonnen Zink für die Lagerstätte prognostiziert. Die Preise für Zinn liegen heute bei 16.000,00 und für Wolfram bei 70.000,00 USD je Tonne.
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Hallo Tom und andere,
ja, ist interessant, die Entwicklung. Interessant ist auch, dass man nicht von Revieren, sondern von "Feld" spricht. Ich deute dies so, dass man die Vorkommen völlig neu beleuchtet, vorhandene Erkenntnisse zwar berücksichtigt, aber auch mit Überraschungen rechnet..
Der ganzen Sache steht übergeordnet leider die Energiesituation hinsichtlich Kosten entgegen. Wenn man irgendwann Quellen wie die Kernfusion nutzbar gemacht hat, wird auch der Bergbau überall eine neue Blüte erleben. Dann wird es möglich sein, Schächte auf 3000 Meter und tiefer abzuteufen und zu kühlen. Es werden sich sicherlich nicht alle Werkstoffe der Zukunft landwirtschaftlich herstellen lassen. So können noch vorhandene Vorkommen in Verbindung mit einem sparsameren Umgang mit Werkstoffen (Reduzierung des Konsum, Recycling) und völlig neuen Werkstoffkombinationen vielleicht Notsituationen in dieser Hinsicht vermeiden.
Aber was bringt dem Mineraliensammler der moderne Bergbau? Es werden keine Halden mehr in den Wald gekippt, aber vielleicht erkennt man die "unbrauchbaren" Minerale als Einnahmeqelle und baut nebenbei Sammlerstücke ab?
Glück Auf
Uwe
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Hallo,
heute steht in der OTZ auch ein größerer Artikel über die vermutliche Wiederaufnahme des Bergbaues im Erzgebirge.
Scanne ihn demnächst einmal ein.
Gruß Conny
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Auf der Seite des Landesamtes fuer Umwelt und Geologie Sachsen findet Ihr weitere, z.T. detaillierte und vor allem fundierte Informationen ueber das Thema:
http://www.umwelt.sachsen.de/de/wu/umwelt/lfug/lfug-internet/a-geologie_478.html
http://www.umwelt.sachsen.de/de/wu/umwelt/lfug/lfug-internet/documents/Erze_Spate_Sachsens.jpg
Meiner Meinung nach duerfte es sich bei den beantragten und erteilten Genehmigungen z.T. auch um die "strategische" Sicherung von "Claims" handeln.
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Hallo,
hier der Artikel. Es wird allerdings gleich gesagt das kaum Halden entstehen werden.
Gruß
Der Conny
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Hallo Conny,
sorry, das kann kein Mensch lesen. :'( Bitte in vernünftiger Auflösung sannen.
Gruß
Berthold
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Hallo Berthold,
bin gerade dabei das zu ändern.
Gruß Conny
(Ich hoffe so geht es einigermaasen)
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Hallo,
ich hab den Artikel heute auch gelesen, der abgebildete Matthias Kreibich war übrigens der Führer der geologischen Sonderführung am 19.01.08 in E-Dorf an der ich teilgenommen habe ;)
Bei den ganzen derzeit laufenden Erkundungen und Neubewertungen der Lagerstätten (die ja alle schon bekannt waren) geht es doch nur darum das sich die entsprechenden Firmen die Rechte für einen möglichen späteren Abbau sichern. Ob es jemals wieder Bergbau in Sachsen gibt steht nach wie vor in den Sternen und ist aus meiner Sicht, bis auf kleine Ausnahmen, sehr fraglich.
Gruß Jürgen
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Das neue "Berggeschrey" darf beginnen
Oberbergamt erteilt Rechte zur Errichtung eines Bergwerks
Niederschlag. In der Nähe von Bärenstein soll voraussichtlich schon in zwei Jahren wieder ein Bergwerk seinen Betrieb aufnehmen. Das Sächsische Oberbergamt in Freiberg hat einem Unternehmen aus Halsbrücke die "Bewilligung zur Gewinnung von Fluss- und Schwerspat im ,Feld Niederschlag'" erteilt. Es ist die erste Erlaubnis dieser Art seit der Wende. Sie gilt für 30 Jahre und erteilt der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatcompagnie Geos GmbH das Recht, die genannten Bodenschätze aufzusuchen, zu gewinnen sowie das Eigentum daran zu erwerben.
Laut André Baumann, Geschäftsführer des Bergbauunternehmens, sollen in Niederschlag perspektivisch 40 bis 50 Bergleute, Grubenhandwerker und Geophysiker beschäftigt werden. Die meisten von ihnen unter Tage, einige wenige aber auch in einer der Grube angeschlossenen Aufbereitungsanlage. "Wir wollen nicht den Rohstoff an sich, sondern veredelte Produkte auf den Markt bringen", erläutert er. Als wichtigste Abnehmer kämen die metallurgische und chemische Industrie in Betracht.
Baumann geht davon aus, dass die Vorräte für einen 25Jahre währenden Abbau ausreichen. Rund 3,3 Millionen Tonnen Rohspat sollen bei Niederschlag unter der Erde schlummern; etwa 2,5 Millionen Tonnen sind nachgewiesen. "Das Areal hat eine Größe von 6,8Quadratkilometern", erläutert Peter Horler vom Oberbergamt. Dabei handele es sich im Wesentlichen um ein historisches Bergbaugebiet, in dem seit etwa 1550 unter anderem Zinn-, Eisen-, Kupfer- und Silbererze gewonnen wurden. Später kamen Kobalterze hinzu.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1954 förderte die Wismut in dem Gebiet etwa 135 Tonnen Uran. Die Erkundung von Roh-, Fluss- und Schwerspaten erfolgte von 1954 bis 1988. Die meisten dieser Rohstoffe liegen 200 bis 300 Meter tief, kommen aber auch 900 Meter unter der Erdoberfläche vor. Zu DDR-Zeiten galten die Vorkommen als "unberührte Staatsreserve". Heute zählen sie zu den sechs Lagerstätten in Sachsen, die das Wirtschaftsministerium als interessant einstuft.
Von Lothar Müller
Quelle: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/ERZGEBIRGE/ANNABERG/1262885.html
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Hallo alle,
Die Deutsche Rohstoff AG hat ihre Seiten aktualisiert. Stehen ganz interessante aktuelle Sachen drin zu Details der Lagerstätten für die sie die Rechte weiterer Erkundungen erhalten hat.
http://www.rohstoff.de/public/projekte.shtml
Gruß Jürgen
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Aus dieser Website:
"Storkwitz
Größtes europäisches Seltenerdenvorkommen?
Der DRAG wurde ein großes Aufsuchungsfeld im Nordwestzipfel Sachsens verliehen, in dem gleich mehrere Lagerstätten und Vorkommen liegen. Das Feld liegt um die Kreisstadt Delitzsch und hat einen Umfang von ca. 100 km².
Im Zuge von Explorationstätigkeiten auf Uran wurde Mitte der 1970er Jahre ein Niob-Seltenerden Vorkommen im Bereich Storkwitz entdeckt. Die Untersuchungsergebnisse wiesen auf interessante Konzentrationen an Seltenerdenelemente (SEE) hin, insbesondere Lanthan, Cer, Praeodymium und Neodym (die sogenannten Leichten SEE).
(...)"
Weiß jemand, um was für eine Art von Vorkommen es sich handelt?
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Hallo,
bei dieser größe der lagerstätte, vermute ich, das es sich um sdimentäre ablagerungen ( Sande, Kiese oder Tone ) handeln könnte.
gruß
bodo
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Nachgewiesen sind Carbonatite und ähnliche Gesteine.
In dem Material gibt es Selten-Erd-Carbonate, Pyrochlor, Allanit-(Ce) u.a.
Ein Foto vom Pyrochlor :
http://tw.strahlen.org/fotoatlas1/pyrochlore_foto.html (http://tw.strahlen.org/fotoatlas1/pyrochlore_foto.html)
Glück Auf
Thomas
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Hi Leute!
In der Chronik der SDAG Wismut gibts dazu einen Bericht. Da steht alles über die Mineralisation und Nebengesteine drin. Bei Delitzsch hat die Wismut noch eine zweite Lagerstätte erkundet. Die ist glaube Wolfram führend.
Ich lese heute Nachmittag mal nach.
Glück auf!
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Hallo!
Wie versprochen hab ich nochmal nachgelesen. Die REE- Lagerstätte Storkwitz ist an Karbonatite, Lamprohyre usw. aus der Oberkreide gebunden. Die Wolfram- Molybdän- Lagerstätte Delitzsch an das kambrische Basement (hydrothermale Gänge?). Desweiteren wurde die U- Lagerstätte Kyhna- Schenkenberg erkundet. Diese steckt gangförmig in kambrischen Sedimenten.
1980 hatte man überlegt, die Lagerstätten Storkwitz und Kyhna- Schenkenberg gemeinsam zu erkunden bzw. später abzubauen. Dazu wäre ein 520m tiefer Schacht und 20km Streckenauffahrungen nötig gewesen.
Weitere nachgewiesene Minerale, waren Sulfide, Magnetit und Fluorit. Diese wurden damals als nicht abbauwürdig eingeschätzt.
Ich hab keine Ahnung, woran der Magnetit gebunden sein sollte. Vielleicht an Skarne? Wäre möglich, Marmore wurden erbohrt und ein Intrusion ist auch da.
Spekulieren will ich da aber nicht. Schließlich hab ich die Bohrkerne von damals nicht gesehen.
Hat die WISMUT überhaupt noch ein Bohrkernlager bzw. -archiv? Das könnte vielleicht geomüller wisssen.
Im Kernlager Rothenfurth bei Freiberg ist nix, noch nicht mal Kerne von der Kupfererkundung Spremberg.
Ist in der Wendezeit auch viel weggeschmissen worden.
Mein Fazit zu dem ganzen "Gemache" über neue Bergwerke in Sachsen. Ich seh da schwarz!! Einige Unternehmen sichern erstmal ab, und machen nichts bzw. wenig. Später kann man die Erkundungsrechte doch gut weiterverkaufen!
Guckt euch mal die Fluorit- Lagerstätte Gehren/ Thüringen an. Damit sollte doch der Bergbau im Osten, im großen Stil, wieder losgehen. Auffahrung einer Rampe usw. Übrigens die Rampe ist seit 2Jahren gestundet. Von Abbau keine Rede! Dazu fehlt die Aufbereitung (ging in den Schrott).
Die haben 12Mann Belegschaft davon 2 Hauer, aber 3Sekretärinnen. Die Ausrüstung könnte man ins Museum stellen.
Da kann man nur drüber lachen! Wenn ein Investor loslegen will, macht er keinen "Rucksackbergbau".
Glück auf!
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Weitere nachgewiesene Minerale, waren Sulfide, Magnetit und Fluorit. Diese wurden damals als nicht abbauwürdig eingeschätzt.
Ich hab keine Ahnung, woran der Magnetit gebunden sein sollte. Vielleicht an Skarne? Wäre möglich, Marmore wurden erbohrt und ein Intrusion ist auch da.
Hallo,
ja genau die Sulfide, Magnetit und Fluorit sind an Skarn gebunden. Ich persönlich kenne die Lagerstätte auch nur vom Hörensagen und von der Wismut-CD. Ich habe aber einen Kollegen der intensiv mit der Erkundung in den 80er Jahren dort beschäftigt war. Das Problem an dieser Lagerstätte war/ist das alle diese Lagerstättenteile also Skarn/Uran/SEE unter einem ca. 150 m mächtigen quartären-tertiären Deckgebirge liegen welches mehrere starkgrundwasserführende Wasserleiter beinhaltet. Die Teufe und die Erhaltung des Schachtes bzw. der Schächte hätte nur im Gefrierverfahren erfolgen können, und das war für die DDR bzw. Wismut für solch eine "kleine" Lagerstätte einfach zu teuer. Ob sich das heute lohnen würde weis ich nicht.
Mich wunder immer das noch niemand von den noch reichlich vorhandenen Skarnlagern um Schwarzenberg gesprochen hat, die galten zu DDR-Zeiten als nicht aufbereitbar, scheint sich wahrscheinlich nichts drann geändert haben.
Gruß Jürgen
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Hallo,
Bei den Skarnen denke ich zuallererst an die Umweltprobleme: Viel Arsenopyrit. Wohin mit dem Arsen? Dann noch Pyrit, dann bleibt da nicht mehr viel, was noch gewinnbar wäre. Das einzige, was derzeit lohnt, ist darin Scheelit.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
du weisst das der Schwefelsäurepreis dieses Jahr explodiert ist?
MfG
Frank
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Hallo Leute!
Das mit dem "Verunreinigungen" im Skarn ist eben das Problem! Die "Alten" haben sich das einfach gemacht, abrösten! Da war man wenigstens die Sulfide los.
Die Aufbereitung der Pöhlaer Probe wird noch manchen Leuten Kopfzerbrechen bereiten.
Der Skarn macht seiner schwedischen Übersetzungng alle Ehre.
Habt ihr übrigens gewusst, daß das gesamte Erzgebirge z.Z. neu bewertet wird bzw. wurde? Ich hatte die "Ehre" solche "Lagerstättengiganten" wie Bräunsdorf, Oederan, den Treppenhauer bei Sachsenburg und das Revier "Edle Krone" bei Tharandt einzuschätzen.
Natürlich ging das nur vom Schreibtisch aus (Zeitmangel).
Zum Glück hatte ich einige der Gruben schon mal beehrt und wusste wie es aussieht. Ansonsten hätte ich auch in eine Kristallkugel schauen, oder im Kaffeesatz lesen können. (Das sächs. Bergarchiv war damals nicht nutzbar.)
Hey Krizu!
Wenn du ins Schwefelsäuregeschäft einsteigen willst, mach doch einfach die Grube Einheit wieder auf. Prima Pyrit- Lagerstätte und nebenbei kannst du noch Calzitstufen abbauen und "Harzer Blutstein" fördern. Vom Schaubergwerk und Stufenabbau könntest du leben, falls es mal mit der Säure nicht läuft.
;) War sarkastisch gemeint!
Glück auf!
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Hallo alle zusammen,
zur Info ein Artikel aus der Leipziger Volkszeitung von heute.
Viele Grüße
Sebastian
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Ähnliche Artikel stehen in regelmäßigen Anständen in den Regionalzeitungen von Sachsen. Vermutlich immer dann, wenn mal wieder nichts spektakuläres zu berichten ist. Ich bin da sehr skeptisch, zumal der moderne Bergbau für uns Sammler absolut nichts bringt.
Gruß
Uwe
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Quelle: http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/el-dorado-in-der-lausitz/
Kupfergräberstimmung in Ostdeutschland
El Dorado in der Lausitz
Explodierende Weltmarktpreise lassen einheimische Bodenschätze wieder interessant werden - vor allem auch im wirtschaftlich schwachen Osten. Wer wird hier zum Zug kommen?
VON MICHAEL BARTSCH
DRESDEN taz Der Abbau eines großen Kupfererzvorkommens in der Lausitz ist keine Fiktion mehr. Anfang Juni erlaubte des Sächsische Oberbergamt einem polnischen Konsortium, die Lagerstätte zu untersuchen. Diese sogenannte Aufsuchungsgenehmigung betrifft den sächsischen Teil östlich von Weißwasser bis zur polnischen Grenze. Die Lizenz für den brandenburgischen Teil hält eine Firma aus Panama.
Die DDR hatte in den Jahren 1954 bis 1980 das in 800 bis 1.500 Metern Tiefe liegende Vorkommen erkundet und auf eine Kupfermenge von 1,5 Millionen Tonnen geschätzt. Das ist etwas mehr als der deutsche Jahresbedarf. Hinzu kommen Begleitmetalle wie Silber, Blei und Zink. Die Lagerstätte gehört zu einem von Hessen bis nach Polen reichenden Kupferschiefergürtel, der neben denen in den Anden und Afrika zu den drei größten bekannten der Welt zählt. Was seinerzeit den Abbau nicht lohnte, erweist sich durch die Weltmarkt-Nachfrage inzwischen als attraktiv. Der Preis für eine Tonne Kupfer ist mit etwa 8.800 Dollar innerhalb von fünf Jahren auf das Sechsfache geklettert.
Nun hat das sächsische Wirtschaftsministerium ein Projekt gestartet, mit dem alle Lagerstätten erfasst und bewertet werden sollen. Ziel sei es, so Ministeriumssprecherin Lea Mock, "mit den Ergebnissen Unternehmen für die Investition in neue sächsische Bergwerke zu gewinnen". Auch Thüringen rechnet damit, dass seine Lagerstätten wieder interessant werden.
Aufsuchungsgenehmigungen wie beim Lausitzer Kupfer sind der erste praktische Schritt, Lagerstätten durch Privatunternehmen auf ihre Abbauwürdigkeit prüfen zu lassen. Das geschieht mit elektronischer Hilfe oder durch Probebohrungen, erläutert ein Sprecher des Sächsischen Oberbergamtes.
20 Jahre nach der Wende darf 2010 in Sachsen erstmals wieder ein Bergwerk eröffnet werden. Vom Unternehmen Wismut offiziell bestritten werden Überlegungen, angesichts des verzehnfachten Weltmarktpreises auch die Uranförderung wieder aufzunehmen. Immerhin sollen im Raum Ronneburg noch etwa 100.000 Tonnen lagern. Laut Satzung dürfte das in Bundeshand befindliche Sanierungsunternehmen einen solchen Abbau auch nicht selbst vornehmen.
Hobbygeologen wird ihre Suchleidenschaft oft zum Verhängnis. Erst im November wurden in Thüringen zwei Mineralienjäger in einer Höhle verschüttet, einer überlebte nicht. Beim Lausitzer Kupfer allerdings wird für drei Jahre nun professionell erkundet. Schließlich geht es um mögliche Investitionen von etwa einer halben Milliarde Euro für den komplizierten Abbau. Der könnte, so schätzen die Bergämter von Sachsen und Brandenburg übereinstimmend, frühestens in zehn Jahren beginnen.
Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe ist allerdings skeptisch, ob die Umweltauflagen eingehalten werden. Das gelte beispielsweise für die unvermeidlichen Halden. Kupfer ist ein Pestizid. Generell zeige sich eine Erosion staatlicher Kontrolle in Deutschland. "Wir fühlen uns mit diesen Behörden nicht mehr sicher", so Resch.
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Guckt euch mal die Fluorit- Lagerstätte Gehren/ Thüringen an. Damit sollte doch der Bergbau im Osten, im großen Stil, wieder losgehen. Auffahrung einer Rampe usw. Übrigens die Rampe ist seit 2Jahren gestundet. Von Abbau keine Rede! Dazu fehlt die Aufbereitung (ging in den Schrott).
Die haben 12Mann Belegschaft davon 2 Hauer, aber 3Sekretärinnen. Die Ausrüstung könnte man ins Museum stellen.
Da kann man nur drüber lachen! Wenn ein Investor loslegen will, macht er keinen "Rucksackbergbau".
Also zu Gehren kann ich was sagen, hab vor zwei Wochen den mittlerweile 3ten Hauer beim Sprengkurs in Dresden getroffen. Bis Mitte nächsten Jahres soll die Auffahrung der Lagerstätte im Nebengestein abgeschlossen sein und wird sie auch nach seiner Meinung. Was das Gerät betrifft arbeiten die wirklich mit Uralttechnik.......aber scheint ja zu funktionieren. Lohnenswert ist es jedenfalls, wenn man sich den Preis pro Tonne Fluorit ansieht, der im Moment bei 390$/t liegt.
Quelle: http://www.bgr.bund.de/cln_011/EN/Themen/Min__rohstoffe/Produkte/Preisliste/cpl__08__05,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/cpl_08_05.pdf (http://www.bgr.bund.de/cln_011/EN/Themen/Min__rohstoffe/Produkte/Preisliste/cpl__08__05,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/cpl_08_05.pdf)
Ist seit dem letzten Jahr um über 100$ gestiegen.
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Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe ist allerdings skeptisch, ob die Umweltauflagen eingehalten werden. Das gelte beispielsweise für die unvermeidlichen Halden. Kupfer ist ein Pestizid. Generell zeige sich eine Erosion staatlicher Kontrolle in Deutschland. "Wir fühlen uns mit diesen Behörden nicht mehr sicher", so Resch.
Typisches Grünengequatsche, alles nieder machen bevor etwas begonnen hat. In diesem Land ist mittlerweile der Frosch mehr Wert als der Mensch
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Typisches Grünengequatsche, alles nieder machen bevor etwas begonnen hat. In diesem Land ist mittlerweile der Frosch mehr Wert als der Mensch
Bravo!
Endlich einer der ausspricht, was viele denken!
Hab letztens im Fernsehen auch nen coolen Spruch gehört:
"Lieber gutbezahlter Ölarbeiter, als arbeitsloser Klimaschützer!"
@geomüller
Jetzt werden wir bestimmt gleich, von den "Grünen" im Forum, niedergemacht! ;D
Glück auf!
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Das ist ja das Problem, daß die Grünen keine blasse Ahnung von der Natur haben. Halden, alte Steinbrüche und aufgelassene Tagebaue zeigen nach kurzer Zeit eine wesentlich höhere Biodiversität als land- oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Ich habe mal auf einer kleinen Halde eine seltene Orchideenart entdeckt. Im nächsten Jahr war diese Halde schöne eingeebnet und mit Erde bedeckt. Jetzt wächst dort Einheitsgras a la Brüssel.
Aber man muß ja die Grünen nicht unbedingt wählen.
Gruß
Uwe
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"Jetzt wächst dort Einheitsgras a la Brüssel" - das aber wenigstens vorschriftsmäßig und genormt...
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Hallo,
schaut mal hier:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,567189,00.html
obs was wird, werden wir sehen.
Gruß
Wilhelm
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wenn ich mich recht erinnere sollte mal im Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar ein Endlager für Schwermetallhaltigen Sondermüll eingerichtet werden. Die Grünen waren aber dagegen. Deswegen hat mans gelassen. Naja, das Zeug kann man ja auch irgendwo billig ins Nordmeer kippen, hauptsache weg. Seit dieser Geschichte halte ich NICHTS mehr von den Ökos! Mein Gott, was haben die denn 1000 Jahre aus der Grube geholt? Ökokarrotten? Und nun soll das gleiche Zeug da wieder rein , und die Ökos sind dagegen! Sehr witzig.
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bitte beim Thema bleiben.
Diese Diskussion gehört hier nicht hin!
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Sächsisches Berggeschrey verstummt langsam wieder ;)
Die Firma WISUTEC (Tochter der Wismut GmbH) hat vorige Woche die ihr erteilte Genehmigung zur weiteren Erkundung der Wolframlagerstätte Tellerhäuser zurückgegeben und die Erkundungsarbeiten eingestellt. Grund: Auf grund fallender Rohstoffpreise ist die weitere Erkundung nicht mehr sinnvoll und ein wirtschaftlicher Abbau nicht durchführbar. Soweit eine Information im "Sachsenspiegel" MDR vorige Woche.
Darüber kann sich nun jeder selbst seine Gedanken machen ;)
Gruß Jürgen
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Hallo,
weitere Erkundung nicht mehr sinnvoll und ein wirtschaftlicher Abbau nicht durchführbar
mag im Moment so sein, aber das Konsum- Raubtier hat einen unstillbaren Hunger und die Preise werden wieder steigen. Solche Entscheidungen treffen heute zumeist Manager, keine Familienunternehmer. Diese Manager verdienen umso mehr, je schneller der Rubel rollt, langfristiges Denken ist nicht gefragt und wird von Banken kaum noch finanziert.
Ich meine: so lange noch was zu holen ist, kann man sich sicher sein, das irgendwann (mittelfristig) das Zeug gefördert wird.
Das Problem der Kosten sehe ich eher nur in der Energiefrage. Energie wird im Trend immer teurer, auch wenn wir mal kurz an der Tankstelle was anderes sehen. Wenn also einmal energiesparende Techniken und hohe Rohstofferlöse zusammentreffen, gehts auch in Sachsen wieder los. dann bekommen die Manager wieder eine Prämie für die gegenteilige Einschätzung ;)
Typisches Grünengequatsche, alles nieder machen bevor etwas begonnen hat. In diesem Land ist mittlerweile der Frosch mehr Wert als der Mensch
Da müsste man den Grünen Recht geben, so sie es geäußert haben sollten, manche Menschen sind tatsächlich weniger Wert als Frösche :-X weil die im Gegensatz zu Fröschen eine Unmenge Schaden anrichten.
Gruß
Uwe
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Hallo alle,
gerade im Fernsehen gesehen (MDR, Sachsenspiegel 30.04.2009)
"Heute erfolgte der erste Spatenstich zur weiteren Erkundung der Kupferschieferlagerstätte Brandenburg/Sachsen bei Spremberg/Weißwasser"
Gruß Jürgen
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Und heute war --- Spatenstich--- in Graustein bei Spremberg -- für den Bergbau auf Kupfer
Nach etwa 40 Jahren Vorerkundung Probebohrungen und Anfänge für die Schachtbohrung ist es soweit.
Ich selber habe mich damals in Spremberg beworben ,da der Kupferschieferbergbau um Eisleben,wo ich
--Otto Brosowski- Schacht gearbeitet habe erschöpft war.
Ich sage nur
Glück Auf
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Hallo,
hallo wieder mal was neues vom neuen sächsischen "Berggeschrey". Zwei kurze Bemerkungen im MDR bzw. aus der "Freien Presse":
1. Der Beginn der weiteren Erkundungsarbeiten an der Kupferschieferlagerstätte bei Spremberg verzögern sich.
2. 2010 soll der alte "Wismutstollen" der Flussspatlagerstätte Niederschlag bei Hammerunterwiesenthal, für die es bereits eine Abbaugenehmigung von Oberbergamt Freiberg gibt, wieder geöffnet und rekonstruiert werden um eine (oder mehrere) Großproben der Lagerstätte zu Testaufbereitungszwecken zu gewinnen.
Gruß Jürgen
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2010 soll der alte "Wismutstollen" der Flussspatlagerstätte Niederschlag bei Hammerunterwiesenthal, für die es bereits eine Abbaugenehmigung von Oberbergamt Freiberg gibt, wieder geöffnet und rekonstruiert werden
Hallo,
die sind da schon weiter, geöffnet worden ist er in den letzten Wochen, d. h. die Verfüllmasse ist aus dem Zugangsbereich rausgeräumt. Mit der Rekonstruktion, besonders Kalibrierung des Stollens wurde begonnen.
Gruß
Uwe
Nachtrag: Wenn sich mal jemand das Material der Auffahrung anschaut kann ja mal posten, ob es interessant ist.
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Hallo Uwe,
ist es nicht. Es handelt sich um Material aus dem Auffahrbereich incl. Grubenholz. Sehr matschig.
Gruß
Doc Diether
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Hallo,
am Wochenende war in der Zeitung zu lesen:
Spremberg
Spurensuche nach Kupfer erfolgreich
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/1636241.php (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/1636241.php)
BG
Fritzi
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Hallo,
zu diesem Thema gibt es auch mal wieder etwas neues zu lesen:
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/1681754.php (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/1681754.php)
BG
Fritzi
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Hallo,
Flussspatbergbau Aue, hört sich vielversprechend an, hat jemand genauere/weitere Infos?
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/ERZGEBIRGE/AUE/1694727.php
Gruß
Berthold
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Hallo Berthold,
Geplant ist das schon eine ganze Weile aber "Dank" fallender Rohstoffpreise wurde das Projekt langsamer angegangen.Die Lagerstätte Niederschlag hat einen sehr großen Baryt-Flusspatkörper (Baryt im oberen Berreich, Flusspat im tieferen Berreich)der kommend von Tschechien (Gang Magistralnaja) Richtung Nord-Ost (wenn ich mich nicht irre) verläuft.Es giebt sehr gute Fluorite,Baryte und Quarze desweiteren gab es hier die Bi-Co-Ni-Ag-U Formation und eine gewisse Blei-Kupfer Paragenese,also für den Sammler eigentlich hochinteressant.
Aber nun zum "Aber" ,der Gang ist hier ziemlich mächtig und hängt vollkommen in den Letten das heisst das der Gang sehr brüchig bzw. instabil ist.Untertage befinden sich in der Zone sehr große Verbrüche die auf mehrere Meter hin verbrochen sein können(viele Tagesbrüche im Wald oberhalb von Niederschlag) .Daraus folgt ,das sobald der Flussspat herausgewonnen wurde das Gebirge komplett mit Versatz stabilisiert werden muss.Ich galube kaum das hier großartig Mineralien für den Sammler zum Vorschein kommen werden ,es wird wohl komplett ausgeräumt und anschliessend soweit wie möglich verfüllt.
Ob es eine Sammlerhalde geben wird kann ich aber nicht sagen.
(Meine Infos berufen sich auf Geländebegehungen sowie Literatur)
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Für alle die es genau wissen wollen:
Band 6: Die Uranerz-Baryt-Fluorit-Lagerstätte Niederschlag bei Bärenstein und benachbarte Erzvorkommen
Darstellung der Uran- und Spatlagerstätte Niederschlag und der kleineren Vorkommen des Reviers. Schwerpunkte bilden die Lagerstättengeologie, Lagerstättenmineralogie, Lagerstättengeochemie, die Ingenieur- und Hydrogeologie sowie Aspekte potenzieller Umweltbelastungen
Meines Wissens ist diese Berbaumonagraphie noch erhältlich.
http://portalu.smul.sachsen.de Suchbegriff Bärenstein eingeben.
Gruß Jürgen
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Hallo,
zu diesem Thema gab's am vergangenen Wochenende auch wieder etwas zu lesen.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/7375443.php (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/7375443.php)
BG
Fritzi
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Die Lagerstätte soll in Zukunft über eine Rampe von Übertage aus erschlossen werden. Der bisher rekonstruierte Stolln aus der "Wismutzeit" stellte nur eine Erkundung der Lagerstätte und der geologischen Situation dar und ist für einen florierenden Abbau wohl kaum geeignet. Auch soll sämtliches anfallendes Haldenmaterial bei der späteren Förderung im Berg als Versatz verbleiben, ob da auch eine Sammlerhalde irgendwo im Wald angelegt wird ist nach den jetzigen Gegebenheiten und Gepflogenheiten des Rechtsträgers der Unternehmung kaum vorstellbar! Weder gibt es genaue Informationen von anwesenden Mitarbeitern, noch kommt man in die Anlage auf regulärem Weg hinein.
Der Bergbau der Zukunft wird anders aussehen als das was wir bisher kannten und mit der "Wismutzeit" nicht viel zu tun haben. Auch gibt es heute eine sehr starke Lobby von so genannten "Umweltschützern" die schon bei einer neuen Umgehungsstraße Sturm laufen und dem Staat und Steuerzahler mit Gerichtsprozessen unnötig viel Geld kosten. Diesen Leuten wird man sicher nicht mit einem Bergbau wie zu Wismutzeiten die Argumente liefern für diverse Prozesse und einstweiligen Verfügungen gegen die Unternehmung. Das was in der Presse steht sind nur "offizielle Verlautbarungen" ohne wesentliche Details. Fest steht jedoch die Absicht die Lagerstätte in naher Zukunft wieder zu betreiben. Das wird sicher nicht nur wegen Fluß- und Schwerspat sein, In diesem Komplex sind auch noch wertvolle Erze enthalten die sowieso bei der Gewinnung des Spates mit anfallen und mit sehr großer Sicherheit nicht auf der Halde oder im Versatz landen!
Glück auf! Lutz Mitka
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Hallo,
es sieht so aus, als ob es in der Lausitz wirklich bald wieder Bergbau gibt.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/7380472.php (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/7380472.php)
BG
Fritzi
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Hallo,
jetzt sind Gewinnungsrechte vergeben.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7383495.php (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7383495.php)
BG
Fritzi
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Hallo,
gestern bei uns in der Lokalpresse:
Erstes Erzbergwerk seit der Wende
Firma will im erzgebirgischen Niederschlag (nahe Oberwiesenthal) Fluss-und Schwerspat abbauen. Am 28.10. soll es mit einem Erkundungsstollen losgehen. Und Mitte 2012 wäre man dann an der Lagerstätte, die für 30 Jahre Vorräte bereithalten soll. Ob für die Sammler da etwas herausspringt? In Gehren/Thür. war das Berggeschrey ja auch am Anfang groß und dann war es das wohl ?
Gruß Conny
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Hallo,
glaube nicht das da was zum Vorschein kommen wird. Wir Sammler werden da denke ich wenig davon sehen, da auf Halde ohnehin nix mehr kommen wird, weil mit dem Abraum gleich wieder verfüllt wird, wenn ich mich nicht irre.
Aber denke das andere das vielleicht besser beurteilen/wissen könn(t)en.
Grüße Ronny
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Hallo zusammen,
anbei ein Beitrag des ARD-Magazins Plusminus von Dienstag-Abend. Gibt einen Überblick zu aktuellen Bergbauprojekten in Deutschland.
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5785290
Glück auf!
Holger!
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Hier ist die Textversion des Plusminus-Beitrages (Quarzhai's post):
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,h4by8qf2jybws8um~cm.asp
Rückschau: Gold, Kupfer und Co
Wo jetzt bei uns das Graben lohnt
ARD Plusminus Fernsehbeitrag vom 09.11.2010
Plusminus auf Schatzsuche in Deutschland: Rohstoffe sind begehrt wie nie, denn in der Industrie wird es eng. Und Rohstofffantasien blühen jetzt in der ganzen Republik.
Zum Beispiel Flussspat im Erzgebirge. Prof. Wolfgang Schilka ist Geschäftsführer der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatcompagnie Geos GmbH: "Für 13 Millionen Euro im Jahr wollen wir hier Umsatz machen.“ Oder Kupfer in der Lausitz. Thomas Lautsch, Geschäftsführer der Kupferschiefer Lausitz GmbH weiß: "Unter unseren Füßen haben wir einen Wert von zehn Milliarden Euro liegen.“ Und Öl in Bayern. Thomas Gutschlag, Finanzvorstand Deutsche Rohstoff AG erzählt: "Wir rechnen damit, dass wir hier drei Millionen Barrel fördern können, das wären nach heutigem Preis etwa 200 Millionen Euro.“ Denn auch in Deutschland gibt es Bodenschätze, Rohstoffe wie Minerale, Metalle, Öl und Gas.
Unsere erste Station ist Niederschlag im Erzgebirge. Auch Professor Wolfgang Schilka Geologe und Geschäftsführer der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatcompagnie ist im Rohstoff-Fieber. Über drei Millionen Tonnen Flussspat schlummern hier. Eine 1000 Meter lange Rampe muss in den Berg, das kostet zwölf Millionen Euro. Doch es lohnt sich, meint Prof. Wolfgang Schilka: "Wir haben für die Wirtschaftlichkeitsanalyse den Durchschnittspreis der letzten zehn Jahre genommen. Wenn wir diesen Preis für die nächsten Jahre halten schreiben wir ohne Schwierigkeiten schwarze Zahlen und im Moment liegen wir weit, weit über diesem Durchschnitt.“
Deutschland im Rohstoff-Rausch
Der Preis für Flussspat ist in den letzten drei Jahren um 50 Prozent gestiegen. Kein Wunder, denn Kernindustrien wie Stahl können nicht ohne. Außerdem steckt er in Beschichtungsmaterialien wie Teflon und Gore-Tex. Das Vorkommen in Niederschlag ist schon lange bekannt. Aber aufgrund der hohen Rohstoffpreise werden jetzt einst unrentable Schächte zu Goldgruben. 135 000 Tonnen pro Jahr sollen im Erzgebirge abgebaut werden.
Deutschland im Rohstoff-Rausch die Weltmarktpreise und der weltweite Bedarf machen es möglich. Wir fahren weiter nach Spremberg in der Lausitz. Bürgermeister Klaus-Peter Schulze begutachtet seinen Schatz. In 1000 Meter Tiefe liegen hier rund 1,5 Millionen Tonnen reinen Kupfers. Hinzu kommen Gold und Silber. Zehn Milliarden Euro soll das Vorkommen unter seinen Füssen wert sein. Davon sollen zwei Drittel in der Region bleiben.
Der Bürgermeister im Kupfer-Fieber: "Einmal sind es die Arbeitsplätze, zweitens wird sich die Kaufkraft der Stadt positiv entwickeln, drittens haben wir ein demografisches Problem. Die Bevölkerungsentwicklung wird eine andere sein, vor allem werden viele junge Menschen hierher kommen um diese attraktiven Arbeitsplätze zu besetzen.“ Kupfer ist aufgrund seiner hohen Leitfähigkeit eines der Metallrohstoffe, Auto fahren und Elektrotechnik ohne Kupfer undenkbar.
In einer Halle auf einem alten Industriegelände in Spremberg lagert die Zukunft der Stadt, die Ergebnisse der Probebohrungen. Ihr Wert beträgt rund zehn Millionen Euro. Thomas Lautsch ist bei der Bestandsaufnahme. Der Preis für Kupfer aber auch die Technik macht es möglich wirtschaftlich zu arbeiten: "Der Einsatz von Computern hat die Produktivität auch im untertätigen Bergbau stark erhöht, so dass man Lagerstätten abbauen kann, die vor 30 Jahren undenkbar waren.“
Das Ausland greift zu
Deutsche Rohstoffe sind sogar im Ausland begehrt: Nicht deutsche Firmen haben sich das Kupfer in Spremberg gesichert, die Investoren kommen aus Südamerika und den USA. Das hat die deutsche Industrie jahrelang vernachlässigt. Damit Rohstoffe in deutschen Unternehmen nicht knapp werden, dafür gibt es jetzt die Rohstoffagentur der Bundesregierung. Denn Rohstoffe sind heute auf dem Weltmarkt hart umkämpft. Viele Länder wie China, die früher nur Rohstoffe lieferten, verbrauchen sie jetzt selbst, erklärt Volker Steinbach von der Deutschen Rohstoffagentur (bei der BGR): "Das spüren heute unsere rohstoffverarbeitenden Unternehmen. Die Rohstoffe werden knapp auf dem Weltmarkt. Deshalb wollen wir mit der deutschen Rohstoffagentur diese Unternehmen unterstützen, ihre Lieferketten, ihre Lieferverträge, ihre Bezugsquellen zu diversifizieren. Damit unsere Unternehmen auch in den nächsten Jahren mit Rohstoffen versorgt sind.“
In Heidelberg hat die Deutsche Rohstoff AG schon länger erkannt, dass Rohstoffe Made in Germany ein lukratives Investment sind. Thomas Gutschlag checkt die Kurse. Die heimische Schatzsuche ist ein gutes Geschäft: Hier kann jeder Anleger mitverdienen: Der Kurs der Rohstoff AG liegt seit Börsenstart 30 Prozent plus. Das Geschäftsmodell lautet alte Lagerstätten neu entdecken und Abbaulizenzen von den Ländern kaufen. Der Finanzvorstand schildert das Projekt: "Es gibt in Deutschland ganz viel und ganz interessante Vorkommen und manche Dinge die es woanders gar nicht gibt zum Beispiel Zinn. Da sehen wir sehr große Chancen und wir sind auf der anderen Seite ein rechtlich und politisch sehr stabiles Land. Das ist gerade im Rohstoffsektor sehr wichtig.“
In Bedernau im stabilen Bayern hat sich die Rohstoff AG die Rechte für die Ölförderung gesichert - Öl im Wert von 200 Millionen Euro. Schon Anfang nächsten Jahres soll es wieder sprudeln. Deutschland ein Öl-Staat? Gutschlag blickt weit voraus: "Mit neuer Technologie und mit höheren Preisen kann es eine weitere Phase des Ölbooms in Deutschland geben.“
Deutschland hat keine Rohstoffe im Überfluss, aber bei weltweiter Verknappung und damit steigender Rohstoffpreise lohnt es sich wieder die Schätze im eigenen Land zu heben. Glück auf!
Autor: Jacqueline Dreyhaupt
Manganit [Hinweis: Ich habe hier nur kopiert, was die ARD da hineingestellt hat und uebernehme keine Verabtwortung fuer den Inhalt]
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Hallo!
Was wird uns das alles als Sammler nützen?
Der Kupferbergbau wird wohl schon untertage ausgelaugt werden,Öl können wir uns nicht in die Sammlung stellen und in Niederschlag wollte mal einer ein Foto vom Stolleneingang machen und das ist Ihm verboten worden.
Schade ,daß mich damals der Zoll in Niederschlag erwischt hat als ich einen der drei Stollen öffnen wollte.Da habe ich die Sache abgeblasen.Ein Stollen war aber bereits offen und das Gebirge dort ist der Teufel!
Da fallen zimmergroße Blöcke runter.Ist viel zu sehr zerklüftet das Gestein.Die brauchen etliches an Zement um das Gebirge zu stabilisieren.Sollten die Drusen finden,werden die bestimmt verkauft.Denke mir mal,daß die nicht billig werden.Die müssen schließlich kostendeckend arbeiten.
Selber sammeln dort? Wird wohl ein Traum bleiben.
Gruß Jens
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Hallo alle,
gerade gefunden:
"Freiberg/Dresden. Der Silberbergbau in Deutschland könnte eine Renaissance erleben. Das Sächsische Oberbergamt hat jetzt einem Unternehmen drei sogenannte Bergbauberechtigungen zur Erkundung von Silbererzvorkommen erteilt, gab das Wirtschaftsministerium am Dienstag (21.12.2010) in Dresden bekannt. Sie betreffen alle Orte im Erzgebirge, wo der Silberbergbau im 12. Jahrhundert seinen Anfang nahm."
Im Sachsenspiegel (MDR Fernsehen) klang das etwa so:
"Das sächsische Oberbergamt Freiberg hat heute einem Espenhainer Unternehmen die Genehmigung zur Erkundung von Silbervorkommen in den drei Orten Aue, Wolkenstein und ? (den dritten Ort habe ich nicht richtig verstanden :-[) erteilt."
Nun kann sich jeder selbst seine Meinung darüber bilden, für mich ist eine der vielen Nachrichten über ein erhofftes neues Berggeschrey die bald wieder im Sande verlaufen wird.
Gruß Jürgen
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Von schneeberg und irgendeinen ort bei Freiberg war die Rede ;)
Naja - man kann ja schon mal Bewerbungen schreiben - falls man in 20 Jahren noch bergmann sein will
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Hallo Jürgen!
Eins ist Fakt!Die Menschheit braucht Metalle!Alles wird teurer,deshalb sehen die Firmen Profit!
Alles wird teurer-auch die Gewinnungskosten!
Wünschenswert ist es auf jeden Fall,wenn sich die Wirtschaft für vergessene Erze interessiert.Die Menschen der Bergbauregionen finden das sicherlich nicht unangenehm.Viele hoffen auf eine weitere Bergbauzukunft!
Da spielen auch die Prognosen der Wirtschaftsentwicklung eine große Rolle,aber mit den steigenden Rohstoffpreisen wird immer auch die Minusdifferenz steigen.Das wird für die betreffenden Firmen ein Grattanz!
Gruß Jens
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Hallo,
In Gehren/Thür. war das Berggeschrey ja auch am Anfang groß und dann war es das wohl ?
Das Bergwerk in Gehren ist (modern mit 1,5km 5x5 Meter Wendel) aufgefahren und steht zum Abbau bereit. Nur ist im Moment der Spat aus China samt Transport billiger als der Abbau bei uns. Wenn die Preis-Prognosen stimmen (und die Chinesen nicht einfach den Schieber aufmachen) wird um 2014 in Gehren abgebaut - so die Aussage/Planung des Betreibers.
Gruß
Berthold
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Ja - genauso ist das .
Momentan ist der Import billiger - aber was bringt die Zukunpft ?
Man sollte aber auch dran denken das die Chinesen Ihre Preise senken können....
Wer den Bericht über Niederschlag gesehen hat - der hats gehört .
Da sind schon die richtigen dran die sich Gedanken machen :D
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Hallo,
in einer Medieninformation vom 21. Dezember, herausgegeben vom Sächsischen Oberbergamt, wurden drei neue Genehmigungen für die Erkundung von Silbererzvorkommen in Sachsen erteilt.
http://www.bergbehoerde.sachsen.de/set/431/2010%2012%2021_MI_ErlaubnisseSachsenerz.doc.pdf
Grüße
Uwe
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Bei der Freiberger Lagerstätte wird es sich hauptsächlich um die Junge Hohe Birke in Lagenrinne ,und alles was südlich davon ist, handeln.
Hier ist bekannt das die Grube nie ausgeerzt wurde und wohl ab 600m noch reichlich Erze anstehen sollen.
Sehr interessant das ganze......
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Ach die Bereiche um Wolkenstein sind nicht erzfrei .
bekannter weise hat die Wismut ihre Stollen nach Uran getrieben und die Teilweise reichen Silbergänge stehenlassen.- ;)
In Zschorlau gehts bei der Erkundung hauptsächlich erst mal um den Altbergbau. so wird der Türkschacht ausgangspunkt sein .
es soll eine Probeentnahme stattfinden aber schon in größeren Umfang .
Hier gibt die Bergsicherung Schneeberg hilfestellung. ;)
Fakt ist eins - sowie bergbaumäßig irgent etwas passiert sind die Medien voll am berichten -
Die Erkundungsgenehmigungen werden als neues Berggeschrey herausposaunt.
Das geht heute schon den ganzen Tag so -( Hier in den regionalen Radiosendern )
es wurde schon von Arbeitsplätzen für 50 Bergleute berichtet 8)
also - Schauen wir mal-
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In Zschorlau gehts bei der Erkundung hauptsächlich erst mal um den Altbergbau. so wird der Türkschacht ausgangspunkt sein .
es soll eine Probeentnahme stattfinden aber schon in größeren Umfang .
Allein in diesen Standort sollen 3 - 5 Millionen Euro gepumpt werden. Bestätigen sich die Vermutungen, so wird mit dem gleichen Betrag weiter in die Tiefe gegangen, bis unter das Niveau des Markus-Semmler-Stollens.
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Erstmal abwarten und Tee trinken!
Das klingt alles ganz euphorisch, doch die Realität sieht ein wenig anders aus. Nur mal zum Beispiel das Schneeberger Revier im Bereich Zschorlau. Hier ging schon vor der "alten" Sachsenerz AG einige Jahrhunderte Bergbau um, dann kam die Wismut und holte sich den Rest. Wer schon mal in diesem Grubenfeld uT war, wird wissen das es kaum verwertbare und auch zugängliche Gangaufschlüsse gibt. Alles muss aufgewältigt werden und kostet immense Geldsummen noch ehe eine einzige Probe gewonnen werden konnte. Selbst die Hauptstrecken, wie den Fürstenstolln und MSS sind nicht ohne weiteres fahrbar und für den Transport von technischer Ausrüstung im jetzigen Zustand kaum geeignet, höchstens für Befahrer mit kleinem Handgepäck! Schon allein die Herrichtung des Türkschachtes ist ein Millionenobjekt nur um einen weiteren Zugang für Erkundungszwecke zum Revier zu haben, für den aktiven Bergbau nach heutigen Sicherheitsrichtlinien und Anforderungen ist der Schacht viel zu klein, außerdem noch tonnlägig!
Eine weitere unbekannte Größe ist der Bergbau der SAG Wismut, also in den "wilden Jahren" dieser Bergbauunternehmung. Da lauern noch viele Überraschungen im Revier in Form nicht unbedingt Grubenriss konformer Grubenfeldteile, schwerer Brüche in Abbaufeldern eventuell mit hängendem Wasser und bis auf das kleinste Erzkrümel ausgeräumte Gänge!
Wie der Bergbau der Zukunft in Sachsen aussehen wird entwickelt sich gerade in Niederschlag. Nur noch Gleislostechnik in äußerst großen Dimensionen. Keine Haldenaufschüttungen mehr an der Tagesoberfläche, das Haldenmaterial muss sogar uT versetzt werden um die Lagerstätte im Bereich des vormaligen Bergbaus standsicher zu erhalten. Man muss wirklich abwarten was alles von dieser Euphorie übrig bleibt und eventuell realisiert werden kann. Mittelständige Bergbauunternehmen können, wie in Niederschlag durchaus konkurrenzfähig werden, wenn ein richtiges finanzierbares Konzept dahinter steht und die Weltmarktpreise passen!
Bild 001: Förderstrecke der Sachsenerz AG im heutigen Zustand.
Bild 002: Füllort des Türkschachtes auf Niveau des Fürstenstolln.
Glück auf! Lutz Mitka
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Hallo liebe Sammlerkollegen,
hier mal ein Beitrag über erneuten Silberbergbau in Sachsen.
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E0E69BF40F2D843E8873FCEF724CD575D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Gruß Erik
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Im neuen LAPIS-Heft 1/2011 hat der Bergbau in Sachsen schon begonnen.
In Niederschlag soll der Fluorit und Baryt gewonnen werden der in der Nickelhütte Aue aufbereitet wird.
Der Vortrieb ist im vollem Gange und 2013/2014 soll der Abbau beginnen. Weiterhin sind in diesem Beitrag auch die Förderangaben zu entnehmen.
Beste Grüße
Roland
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Glück Auf!
Das klingt ja alles nicht schlecht. Nur was fällt für uns Mineraliensammler ab?
Verfährt man wie in der Grube Claram, für einen Obulus kann man an einer Schüttung sammeln?
Kommt irgendwie was nach oben?
Antworten die nur die Zeit bringt. Man kann nur hoffen, das man hier ein klein wenig an uns denkt!!!!!!!!!!!!!
Bergbaumaulwurf
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Hallo
Ich denke es werden Halden entstehen denn irgenwo muß ja der Aushub den man nicht verhüttet hin.
Nur was fällt für uns Mineraliensammler ab?
Was ist denn für den Sammler in der SDAG Wismut abgefallen? Viele Stufen gibt es in privaten Sammlungen
die auch während der aktiven Zeit gefunden wurden. Bergleute bringen auch noch Material mit.
Wenn es um tausende Tonnen geht werden auch einige Kilo abfallen. Ein Kuchen krümelt auch.
Beste Grüße
Roland
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So wie es bis jetzt ausschaut wird es wohl keine Halden geben.
Taubes Gestein geht wohl als Versatz komplett zurück in den ausgerzten Bereich.
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Die Wismut kann man überhaupt nicht mit den heutigen Bergbauunternehmen vergleichen. Die "Wismut" war ein Staat im Staate DDR und hatte ihre eigenen Gesetze und Reglements! Die hatten auch eine eigene Polizei und einen eigenen Geheimdienstableger des MfS. Die politischen Bedingungen waren damals für den Bergbau ideal und niemand, besonders keine Umweltschützer, hatten ein Mitspracherecht, sondern wanderten als "Staatsfeinde" in den Knast! Diese Verhältnisse möchte sicher niemand zurückhaben, denn auch die illegalen Sammler auf den Wismut - Halden wurden verfolgt!
Also der Vergleich hinkt, wie bei Äpfel und Birnen!
Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen wer heute alles ein Mitspracherecht bei solch einem Bergbauunternehmen hat. Von staatlichen Ämtern angefangen, wo es schon zu viele gibt und besonders noch mit Kompetenzstreitigkeiten, dann noch Umweltverbände, Bürgerinitiativen und verärgerte Grundbesitzer. Alles steht einem Bergbauunternehmen gegenüber und redet hinein und pocht auf die Anerkennung und Umsetzung der eigenen Interessen! Da ist wohl schon logisch, dass nichts an Bergemasse, gleich welcher Gewinnungsstufe auf eine Halde kommt, sondern alles UT versetzt und verspült wird. Schaut euch mal das Drama um den Bahnhofsbau in Stuttgart an oder das Dilemma um die Umgehungsstraße der B 173 um Freiberg. Da kann man sehr schön die Macht der Umweltlobbyisten erkennen und sehen was für Geld in Klageschriften und Gerichtsverhandlungen investiert wird und wie der Staat einknickt!
Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Bergbaufirmen, so wie schon die Jahrhunderte zuvor, Mineralstufen nebenher gewinnen und zum offiziellen Verkauf anbieten. Für manche Grube war das damals ein sehr lukratives Geschäft und spülte zusätzliche "Thaler" in die Bergkasse und steigerte den Umsatz. So wie sich der zukünftige Bergbau in seiner Technologie und Ausführung verändert, so werden sich auch die Sammelmöglichkeiten und Praktiken verändern müssen.
Glück auf! Lutz Mitka
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Hallo
Also, ich muß hier mal was richtig stellen.
Die Wismut kann man überhaupt nicht mit den heutigen Bergbauunternehmen vergleichen
Ein Vergleich von mir hat nicht stattgefunden und den hatte ich auch nicht vorgehabt. Ich hätte auch andere Bergbauunternehmungen benennen können.
Es war nur eine Fragestellung und ein Beispiel unter vielen.
Also der Vergleich hinkt, wie bei Äpfel und Birnen!
demnach war dieser Satz auch überflüssig und hätte man auch anders formulieren können.
Es war lediglich eine Bemerkung das auch bei den eigenen Gesetze und Reglements! Stufen zu den Sammlern gefunden haben.
Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen wer heute alles ein Mitspracherecht bei solch einem Bergbauunternehmen hat................
Auch das ist mir durchaus bekannt und wurde von mir nicht angezweifelt.
Den letzten Absatz stimme ich zu und dieser hätte als Beitrag auch völlig ausgereicht.
Beste Grüße
Roland
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Hallo Roland!
Dafür ist der Vergleich mit dem krümelnden Kuchen einfach super!
ABER!
Leider werden die Krümel heutzutage immer teurer!Auch dort werden sich die Monopolisten durchsetzten,sobald sie Lunte gerochen haben und die Dollarzeichen in den Augäpfeln leuchten!
Gruß Jens
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Wer den Beitrag im Tv gesehen hat über das erste Bergwerk in sachsen seit der wende - der kann sich alle Fragen selbst beantworten .-
die freude über ein stienbrocken mit etwas Malachit wurde von der antwort " Du findest hier noch viel besseres " übertroffen
den steinbrocken hatte einer der arbeiter in der Hand .-
ein anderer Sammelt selbst .-
Oder denkt hier jemand das die Arbeiter die eventuell anzutreffenden Mineralien auf Halde kippen??
Die Leute dort haben sicherlich wichtigere sachen im Kopf als eine Sammlerhalde .-
außerdem sollte man nicht vergessen das es dort sozusagen Pioniere gibt die diesen Schritt wagen .-
Und jetzt bitte nicht von steigenden Weltmarktpreisen reden - das ist sicherlich einer der Hauptgründe und sicherlich zählt auch der zu erwartenden Gewinn oder erhoffte Gewinn .-
Viel höher ist der Mut und der ehrgeiz einer solchen Unternehmung zu schätzen . ;) ;) ;)
Aus jeden Bergwerk dieser erde werden Mineralien geborgen - und auch an den Mann gebracht -
sicherlich werden hier und dort auch Gewinnbringend Geschäfte damit gemacht - und das machen eben die Leute die das Zeug quasi haben .- ;)
wenn ein Sammler eine Stufe von so einer Fundstelle haben will so wird er sie auch bekommen .
anders sieht es bei denen aus die viel haben wollen um damit Handel zu treiben - das wird sicher nur wenigen gelingen ..-
Das wichigste ist doch das es in Sachsen nun endlich wieder aktiven Bergbau gibt - das schönste was einer Traditionsgegend passieren kann ..
ob man da nun Mineralien sammeln kann oder nicht ist Völlig egal -
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Die Untertage arbeitenden, habe bereits zur Wismutzeit, trotz strenger Verbote, Minerale zu Sammlungszwecken geborgen, sei's für sich selbst oder um den Trabi zu finanzieren. Also wird so etwas auch in den neuen Bergbauen stattfinden. Erfahrungsgemäß kommt aber dieses Material erst einige Jahre nach der Bergung auf den Markt oder geht zuerst an gute Freunde.
Uwe
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Hallo Uwe
Genau so meinete ich es auch. Es kommt immer etwas zu Tage.
Ich habe mich auch zu DDR-Zeiten in die Wismut (Halden) gemogelt weil es nicht anders ging
trotz Anfragen beim damaligen Sicherheitsinspektor in Aue.
Bei meinen Besuchen in dieser Region konnte ich auch Kontakte zu Bergleuten aufbauen die selbst nicht sammelten
und dennoch gute Mineralstufen mit nach oben brachten.
Ich hatte auch erfahren das es nicht im jeden Betrieb strenge Auflagen gab.
So konnten Bergleute ohne Probleme Minerale mitnehmen solange diese nicht strahlten, dann mußten diese zurück gelassen werden.
Ich kannte diese damalige Situation sehr gut und daher war eine politische Aufklärung von Lutz nicht notwendig.
Es geht ja auch nicht um die damalige Situation in der Wismut sondern um den sächsischen Bergbau der wieder losgeht - um beim Thema zu bleiben.
Beste Grüße
Roland
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wenn ein Sammler eine Stufe von so einer Fundstelle haben will so wird er sie auch bekommen .
Der sächsische Finazminister Prof. Georg Unland (Mineraliensammler!!) war schließlich nicht zufällig beim ersten Schuß in Niederschlag dabei ;)
Gruß Jürgen
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Mein Reden -- Geomüller hat den Beitrag sicher auch gesehen . und weitergedacht ;)
In Niederschlag wird keine der eventuell aufgefunden Stufen geschreddert .........
die schönen gehen in die Sammlungen - und die MM kommen in einigen Jahren auf den Börsen unter den Hammer
@ Mineralroli : In welchen wismut Bergwerk konnten Kumpels Mineralstufen mitnehmen -wenn sie nicht strahlten???
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Zum Beispiel in der 366 Aue-Alberoda
Diese Aussage hatte ich von meinen Kontaktpersonen, es war ja nicht gleich alles verstrahlt.
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Was Roland sagt stimmt. Ich hatte mal zum Tauschtag Greiz einen Tisch neben einenm Wismutkumpel und konnt dadurch unter dem Tisch eine schöne große Stufe Siderit aus Schlema erwerben. So eine Transaktion durfte halt keiner der anwesenden Spitzel sehen.
Uwe
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Hallo Uwe
Nebenbei bemerkt, Greiz war immer einer schöner Tauschtag - ich war öfters dort.
Zur 366 bin ich immer von Schlema aus am Wasserturm vorbei dann links entlang der Zwickauer Mulde die eine natürliche Grenze darstellte
bis zur Eisenbahnbrücke die gleich nach dem Tunnel die Mulde überspannte. Diese Brücke führte direkt zur Halde.
Es war schon etwas riskant da man erst am Tunnel horchen mußte ob ein Zug kam und wenn nicht dann aber im Eiltempo hinüber
da man als Person zwischen den Brückengeländer und dem Gleis keinen Platz hatte.
Zwischen den Holzstapeln für die Stollenabstützung konnte man diese Halde ungesehen erreichen.
Dennoch war Obacht gegeben da man ständig die Schüttungen großer Gesteinsblöcke im Auge behalten mußte und das noch bei dem
Neigungswinkel der Halde.
Mal ein kleiner Auszug, denn heute kann man es ja sagen und es sind schon 25 Jahre her.
Wie es heute aussieht weiß ich nicht aber vielleicht kann der Eine oder Andere das nachvollziehen.
Beste Grüße
Roland
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Mein Reden -- Geomüller hat den Beitrag sicher auch gesehen . und weitergedacht ;)
In Niederschlag wird keine der eventuell aufgefunden Stufen geschreddert .........
die schönen gehen in die Sammlungen - und die MM kommen in einigen Jahren auf den Börsen unter den Hammer
@ Mineralroli : In welchen wismut Bergwerk konnten Kumpels Mineralstufen mitnehmen -wenn sie nicht strahlten???
Also ich kenne paar Leute die bei bzw. für GEOS arbeiten und auch mit Niederschlag zu tun haben, und kann daher sicher sagen das die Stufengewinnung dort in festen Händen liegen wird. Früher oder später werden Stufen, möglicherweise auch über einen bekannten Händler, auf den Markt kommen.
Was das Mitnehmen von strahlenden oder nichtstrahlenden Stufen aus ehemaligen Wismutbergwerken angeht, gab es natürlich immer Möglichkeiten, wir waren da sehr erfinderisch. Ab den 1980er Jahren wurde auch nicht mehr so streng kontrolliert.
Gruß Jürgen
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Hallo
Ab den 1980er Jahren wurde auch nicht mehr so streng kontrolliert.
Das würde meine Aussage bestätigen, denn ich war in der Zeit von 1986-1989 in gewissen Abständen dort.
Beste Grüße
Roland
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Hier mal ein Beitag aus der "seriösen" Presse
http://www.bild.de/BILD/news/2011/01/30/gold-fund-in-der-lausitz/bohrten-nach-kupfer-fanden-gold.html (http://www.bild.de/BILD/news/2011/01/30/gold-fund-in-der-lausitz/bohrten-nach-kupfer-fanden-gold.html)
Bei solchen Berichten weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.
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Hallo
Das ist schon seit längerem bekannt und wird auch entsprechend umgesetzt.
Ich denke es ist ein Anfang und Hoffnung zugleich.
http://www.kupferschieferlausitz.com/
Beste Grüße
Roland
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Re: Neues Berggeschrei - Oder: Die Risiken der Bergbaubetriebe
Hallo, habe den Mega-Thread gelesen und wollte Euch meine Meinung als Sammler aber auch als Investor zum neuen Berggeschrei mitteilen.
Allgemein betrachtet gibt es Projekte und Lagerstätten noch reichlich in der Welt, in Deutschland und auch im Erzgebirge, nur Bergbau auf Kosten des Staates wird es in Zukunft keinen mehr geben in Deutschland.
Es mag sein dass für die Erschließung mancher Lagerstätte Subventionen seitens der EU oder spezieller Regionalförderprogramme bewilligt werden, dies wird aber nur einen kleinen Teil zur Erschließung neuer Rohstoffvorkommen beitragen.
Das alleinige Risiko jeder bergbaulichen Unternehmung liegt somit bei den Bergbaufirmen selbst. Und wenn man diese Fakten und Risiken im Einzelnen betrachtet wird man verstehen weshalb die Unternehmen bei der Erschließung neuer Vorkommen immer noch zurückhaltend sind.
Problematisch ist schon die Bewertung eine Lagerstätte. Prinzipiell können tausende oder Millionen von Tonnen eines Rohstoffes in einer Lagerstätte liegen, wertvoll ist der Rohstoff nur wenn nach der Förderung ein Gewinn für das Bergbauunternehmen herausspringt.
Über diesen Gewinn müssen aber nicht nur die Kosten zur Unterhaltung des Bergbaubetriebes, sondern auch Kosten aus dem Vorfeld des Betriebes, namentlich die Kosten der Rohstofferkundung, Lizenzkosten und Kosten zur Umweltverträglichkeitsprüfung finanziert werden.
Kleines Beispiel, was dabei alles „schief“ gehen kann: Die Harz-Minerals GmbH:
Die Harz Minerals GmbH besitzt eine Lizenz zur Erkundung des gesamten Westharzes.
Mittels TEM Erkundung wurde hier im Mai 2008 eine neue Gosetalanomalie am Rammelsberg bei Goslar südwestlich des UNESCO Weltkulturerbes Grube Rammelsberg aufgefunden.
Mann interpretierte aus diesen Daten ein „drittes“ Lager der berühmten SEDEX-Multimetallagerstätte.
Ein Bohrprogramm im Jahre 2009 erbrachte jedoch nur Kosten in Höhe von ca. 8 Mill.Euro jedoch keine neue Lagerstätte. Jetzt braucht man frisches Geld um tiefere Bohrungen zu finanzieren. Siehe Story:
http://www.scandinavian-highlands.com/media/1809/harz_minerals_gmbh_-_matinee_january_2010_-_deutsch.pdf
http://forum.untertage.com/viewtopic.php?f=1&t=4332
Weitere Risiken sind bekanntermaßen geologischer Schwierigkeiten bei Auffahrung und/oder Betrieb/Abbau der Lagerstätte oder auch natürliche Einflüsse wie aktuell die Flut in Queensland/Australien. Diese können Unternehmungen ebenfalls an den Rand der Existenzfähigkeit bringen.
Am extremsten und kritischsten ist aber der Faktor welchen schwankende Rohstoffpreise auf den Bergbau ausüben. Große Globalplayer wie BHP Billiton, Rio Tinto, XSTRATA etc. können einzelne Minen bei fallenden Preisen stilllegen, kleinere Betriebe gehen gnadenlos in Konkurs.
Als Beispiel gilt hierfür das Leichardt Kupferprojekt in Australien. Die vorherrschende Kupfervererzung von nur 0,5 Masseprozent hielt man bei Kupferpreisen vom 8000 $/Tonne und einem Lagerstättenvolumen von 8,8 Mill.T. Kupfer als rentabel. 2007 eröffnete die Firma Matrix-Minerals einen Tagebau sowie eine Verarbeitung für 5500 Tonne Kupfer/Jahr. 2008 musste die Firma aufgrund der durch die Finanzkrise verursachten fallenden Rohstoffpreise den Betrieb wieder einstellen. Matrix Minerals ging in Konkurs, die Lagerstätte wurde von Cape Lambert aus der Konkursmasse übernommen und ist bis heute nicht wieder in Betrieb.
Als letztes Risiko ergibt sich das Problem übermotivierter Umweltaktivisten. Dieses Problem ist ja in Deutschland leider vorherrschend, auch wenn die Wetterunbilden aufholen. Eine Umweltklage und der Bergbaubetrieb steht, die Kosten der Finanzierung und die Betriebskosten laufen jedoch weiter.
Aufgrund dieses letztgenannten Risikos ist es für mich auch verständlich, wenn vor Ort neuer Bergbauunternehmen (z.B. Niederschlag) Fotoverbot herrscht und die Bereiche generell weitläufig gegen Aktivisten und andere „Eindringlinge“ - leider auch Sammler - abgesperrt werden.
Prinzipiell werden sich also die Fundmöglichkeiten im sächsischen Bergbau weiterhin verschlechtern.
Ein - vielleicht nicht ganz ernst gemeinter - Vorschlag meinerseits: Einfach diesen Negativtrend umgehen und Aktien der Bergbauunternehmen kaufen !
Wenn Rohstoffpreise an den Weltmärkten aufgrund der Nachfrage weiter steigen und die Bergbaubetriebe große Gewinne einfahren werden auch die Aktien dieser Unternehmen kräftig zulegen.
Dann ist die Zeit gekommen Mineralienstufen von den Gewinnen einfach am Mineralienmarkt zu erwerben !
Glück Auf.
Uwe.
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Hallo Uwe - Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen -
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Hallo, erst einmal recht herzlichen Dank an Uwe. Mitteilungen wie diese sind leider in der Presse nicht erwünscht. Mit solchen reißerischen , sachlich und fachlich falschen Aussagen wie in der BILD ist schon mehr Leserschaft zu begeistern. Das Erlaubnisfeld der Kupferlagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife liegt überwiegend auf brandenburgischem Gebiet und der Firmensitz der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH ist Spremberg. Die sogenannten „neuen Erkenntnisse“ sind kalter Kaffee denn diese Lagerstätte wurde schon in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgiebig erkundet. Diese Erkundungsergebnisse standen der KSL zur Verfügung. So wurden im vergangenen Jahr nochmals drei Bohrungen mit mehreren Ablenkern bis in eine Tiefe von ca.1100m niedergebracht um im wesentlichen die Ergebnisse aus DDR Zeiten zu bestätigen. Seit Januar 2011 findet auf einer Fläche von 80 km²eine 3D seismische Erkundung der Lagerstätte statt.
Momentan geht man von 1,5 Millionen Tonnen Kupfer aus, denen das Hauptaugenmerk gilt. Dieses Kupfer hat einen aktuellen Marktwert von etwa neun Milliarden Euro. Setzt man dagegen den gegenwärtigen durchschnittlichen Goldpreis bei 30.000 Euro pro Kilogramm an, dann ergibt sich für diese Lagerstätte ein Gesamtwert für Gold von 450 Millionen Euro. Die Metallverteilung im Erz besteht zu 80 Prozent aus Kupfer. Die restlichen 20 Prozent folgen in der Reihenfolge Silber, Gold, Blei und Zink. Diese Erzverteilung ist ähnlich denen bei der KGHM in Polen, welcher der größte Silberproduzent in Europa ist sowie denen des Mansfelder Reviers. Zusätzlich sind in geringen Mengen auch seltene Metalle wie Platin vorhanden. Insgesamt sollen vom Mutterkonzern, Minera S.A., Investitionen in Höhe von 750 bis 800 Millionen Euro getätigt werden. Das an die Aktivitäten der Investoren auch sehr viele Erwartungen und Hoffnungen der Region geknüpft sind, könnt ihr in nachfolgendem Link erlesen.
http://www.lr-online.de/wirtschaft/wirtschaft-lr/Spremberg-ist-in-der-Kupfer-Spur;art1067,3202283
Und immer schön geschmeidig bleiben: KEINE unerwartet aufgefundene Goldader mit Großstufen gediegenen Goldes für eure Sammlungen. Auch die Waschpfannen können im Keller verstauben. Alles nur im ppm Bereich!
Glück auf!
Frank
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Hallo alle,
soeben im MDR-Sachsenspiegel gehört:
„Die Photovoltaik-Firma Solarworld aus Freiberg hat sich heute die Abbaurechte an Zinnwaldit für die Gewinnung von Lithium sichern lassen. Als frühester Abbaubeginn für die Lagerstätte bei Zinnwald wurde 2013 angegeben.“
Ich hoffe das ich das halbwegs wörtlich so wieder gegeben habe.
Wäre ja ne schöne Sache wenn das so kommen würde. Allerdings hört man in Insiderkreisen von stark wechselnden Lithiumgehalten und komplizierten Aufbereitungsbedingungen. Na mal sehen.
Gruß Jürgen
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An alle Interessierten,
nachfolgende Pressemitteilung findet sich auf der Seite
www.kupferschieferlausitz.com
Spremberg, 15. Februar 2011 - Nach dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Brandenburg hat jetzt auch das Sächsische Oberbergamt der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH die Bergbauberechtigung (Bewilligung) zur Gewinnung von Kupfer und Begleitmineralien erteilt. Der von der KSL geplante Kupferbergbau Spremberg - Graustein - Schleife ist ein länderübergreifendes Projekt.
Die mit dem heutigen Tag wirksam werdende Genehmigung bezieht sich auf ein 22,7 km² großes Feld in den sächsischen Gemeinden Schleife, Weißwasser, Trebendorf und Groß Düben und ist gültig bis zum Jahr 2051. Derzeit erarbeitet die KSL einen länderübergreifenden Betriebsplan, worin alle Belange des geplanten Kupferbergbaus entsprechend der genehmigungsrechtlichen Vorgaben abgebildet werden. Mit dem Beginn der Vorarbeiten zur Abteufung der Schächte rechnet die KSL zum Ende 2012 / Anfang 2013. Es ist von einem Lagerstätteninhalt von 1,85 Millionen Tonnen Kupfer auszugehen.
Glückauf !
Frank
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Hallo alle,
gestern (08.03.2011) war folgender Artikel in der Freien Presse,
" Bei Sadisdorf im Osterzgebirge sollen dieses Jahr fünf Bohrungen zur Erzerkundung bis zu 400 m tief in die Erde führen. Der Betriebsplan dafür liegt derzeit im Sächsischen Oberbergamt. Die Behörde geht davon aus, dass es noch diesen Monat die Genehmigung für die Bohrungen geben wird. Sie sind Bestandteil des Erzrekundungsprojektes der kanadischen Firma Tinco Exploration. Für ein zweites Vorhaben wird ebenfalls noch im März eine Entscheidung erwartet. Eine Tochterfirma der Solarworld AG will die Lithiumvorräte im Raum Zinnwald erkunden. Dort gehen Geologen von einem bedeutendem Vorkommen aus. Lithium gewinnt an Bedeutung, weil es in Akkumulatoren beilspielsweise für Elektroautos eingesetzt wird."
Gruß Jürgen
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Das Molybdänvorkommen in Sadisdorf ist doch schon ein alter Hut - der Spiegel berichtete schon 2009 darueber: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65640699.html (darf ich hier nicht abdrucken - Ihr habt da einen an der Waffel in Deutschland mit dem Datenschutz).
Den Kanadiern Tinco Exploration hilft diesmal ein grosser deutscher Infrastrukturberater - Arcadis: http://www.arcadis.de/web/arcadis.de.nsf/0/A71C1FAF157E2A3CC12574400038CE14?OpenDocument&p_ref=110F9E88D2ACFEA9C1256B9800522EE8
Da die keine bekloppte Kopierlimitierung auf der Seite haben, drucke ich das doch mal hier ab. Natuerlich uebernehme ich keine Haftung fuer den Inhalt:
Exploration von Lagerstätten im Erzgebirge
Die Nachfrage nach Rohstoffen ist in den letzten zehn Jahren weltweit gewachsen, die Preise steigen - manche Lagerstätten, die noch vor kurzem unwirtschaftlich erschienen, sind heute für den Abbau wieder interessant. Auch in Deutschland, insbesondere im Erzgebirge, gab es seit dem 15. Jahrhundert immer wieder Phasen des aktiven Bergbaus, die mit Zeiten ohne entsprechende Aktivitäten wechselten. Aus der letzten Abbauperiode bis 1990 und den Erkundungsarbeiten der 1930er bis 1980er Jahre liegen umfangreiche Erkenntnisse vor, die unter den heutigen, geänderten Rahmenbedingungen eine wirtschaftliche Erzgewinnung im Erzgebirge erwarten lassen.
Die TINCO EXPLORATION INC. (TINCO), ein Tochterunternehmen des börsennotierten, weltweit agierenden kanadischen Rohstoffinvestmentunternehmens LONGVIEW CAPITAL PARTNERS, hat beim Sächsischen Oberbergamt eine Erlaubnis zur Exploration auf verschiedene Metallrohstoffe beantragt. Gegenstand der Exploration ist die Erkundung und Neubewertung historisch bekannter Lagerstätten innerhalb eines ca. 67 km² großen Erlaubnisfeldes im Osterzgebirge. Das Arbeitsprogramm ist für einen Zeitraum von 5 Jahren konzipiert und sieht neben der Auswertung von Daten aus früheren Erkundungsphasen eine Reihe von geologischen und bergmännischen Erkundungsarbeiten vor. Das Explorationsvorhaben wird von international anerkannten Experten der Rohstoffexploration und Lagerstättenbewertung begleitet. Maßgeblich beteiligt an Planung und Durchführung vor Ort sind zudem mit den lokalen Verhältnissen bestens vertraute Fachleute und Unternehmen, deren Erfahrungen unmittelbar in das Projekt einfließen.
ARCADIS hat im Rahmen des Projektes insbesondere folgende Leistungen übernommen:
Koordination und fachliche Projektleitung des Antragsverfahrens
Erstellung des Antrags auf Aufsuchung
nach § 7 Bundes-Berggesetz
Fachberatung des Antragstellers
Mitwirkung bei der Vorhabenspräsentation
(Anhörung, Vorrangentscheidung nach § 14 (2) Bundes-Berggesetz)
TINCO hat am 26.11.2007 die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung zu gewerblichen Zwecken nach § 7 Bundes-Berggesetz für das beantragte Erlaubnisfeld erhalten.
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der Spiegel berichtete schon 2009 darueber
Naklar ist das ein alter Hut, ich habe ja auch nur berichtet das diese neuen Bohrungen jetzt genehmigt werden und damit die Erkundung weiter geht ;)
Gruß Jürgen
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Hallo,
ich habe ja auch nur berichtet das diese neuen Bohrungen jetzt genehmigt werden und damit die Erkundung weiter geht
jaaa, aber erst wenn die Vögelchen gebrütet haben, dann darf gebohrt werden; wird aus Naturschutzgründen wieder verschoben, da kein Vogel während der Brutzeit gestört werden darf - und wer weiß, was dann ist, wenn's los gehen könnte ...
Steht bei uns heute so in der Tageszeitung.
BG
Fritzi
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Ja ja - die Naturschützer - Sind schon ne ganz komische Begleiterscheinung in heutigen Zeiten ....
Fledermäuse dürfen in Ihrer Ruhe nicht gestört werden - und zeitgleich kann man seine eigenen Kinder nicht unbedenklich aus dem Haus lassen weil die Ganze Stadt voller Stau und genervten Autofahrern ist..-
Siehe " Umgehungsstraße Freiberg "
Sogar die Krähen stehen unter Schutz- und die sitzen ja bekanntlich ganz oben - ;) ;) ;)
Eine Krähe hackt der anderen kein auge aus .!
Schöne Heimat !!
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Ja ja wir müssen ab Ende März auch wieder manche Erkundungsarbeiten unterbrechen da die Bodenbrüter schon auf gepackten Koffern sitzen und die beheizten Wiesen bevölkern ;D ;D :-X ;)
Jürgen
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"Solarworld" erhält am heute, 25. März 2011, die Genehmigungsurkunde für Lithium-Abbau im Erzgebirge.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Solarworld-erhaelt-Genehmigung-fuer-Lithium-Abbau-im-Erzgebirge-artikel7613141.php
Grüße
Uwe
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Moin!
Wieder mal ein großes blabla um fast nichts. Hab diese Woche mit jemandem gesprochen, der heute bei der Verleihung mit dabei ist. Er erzählte, dass es ein Kooperationsprojekt mit der Bergakademie ist und sich nur auf Forschungsvorhaben bezieht. Also findet kein Abbau statt, sondern nur Forschung!!
Glück auf!
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An dieser Meldung ist nun wirklich nichts neues mehr. Man hat langsam dem Eindruck diese ganzen immer wieder kehrenden Berggeschreinachrichten nur alle paar Wochen mal wiederholt werden um als Bergbehörde, LfULG, Sächs. Wirtschaftsministerium und was weis ich wer noch im Gespräch zu bleiben :-X ;)
Glück Auf, Jürgen
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Lustig ist immer wieder das man über Projekte und prospektionen die Tatsächlich stattfinden -oder voll in Planung sind nicht weiter berichtet ..-
die armen schreiberlinge der Medienagenturen müssen sich eben an den " neusten " festhalten was eigentlich schon lange kalter kaffee ist ..
würde man immer wieder von laufenden aktionen berichten würde das dem " Neuen Sächsischen Bergbau " wohl eher schaden ;) ;) ;)
-z.B. vogelbrut .etc... 8) 8)
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Hier ist mal was ganz Neues aus der Geruchtekueche - da glaube ich Kein Wort von. Die Firma "Indo Gold" druckt buntes Papier und verspricht das Blaue vom Himmel, angeblich wird in Indien, Korea und Liberia nach Gold gebohrt. In die Melange passt doch Sachsen wie das Gelbe im Ei :-)
Australier wollen im Erzgebirge nach Gold schürfen
31.08.2011 | Annaberg-Buchholz
http://www.wirtschaft-im-erzgebirge.de/de/Australier_wollen_im_Erzgebirge_nach_Gold_schuerfen_1002.html?news1031.id=731&news1031.year=2011&news1031.month=8&sid=de
Acht Probebohrungen will ein Bergbauunternehmen vom anderen Ende der Welt im Gebiet um Eibenstock in den nächsten vier Jahren starten. Es ist auch auf der Suche nach dem edelsten aller Metalle.
VON ERIK KIWITTER
EIBENSTOCK/NIEDERSCHLAG - 20 Seiten hat der blaue Aktenordner, in dem Karten, Grafiken und Tabellen abgeheftet sind. Erstellt hat ihn das Unternehmen Indo Gold Ltd. aus Milton in New South Wales, Australien. Bei den Unterlagen handelt es sich um einen, wie es im Beamtendeutsch heißt, "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis zur Aufsuchung der bergfreien Bodenschätze im Erlaubnisfeld Eibenstock", der an das Oberbergamt in Freiberg gerichtet ist. Es geht um Zink, Zinn, Kupfer. Lithium, Wolfram, Schwerspat, Blei und - Gold und Silber.
Das 124.000 Hektar große Gebiet, in dem Indo Gold Ltd. nach Bodenschätzen suchen will, betrifft Eibenstock, Johanngeorgenstadt, Zschorlau, Breitenbrunn und Bockau. Bevor das Oberbergamt der Firma die Genehmigung erteilen kann, auf dieser Fläche Voruntersuchungen und acht Probebohrungen zu unternehmen, die in diesem Falle vier Jahre dauern sollen, müssen die Kommunen ihre Erlaubnis geben. "Wir müssen abwägen, ob unsere Interessen beeinträchtigt werden", sagt der Bürgermeister von Zschorlau, Wolfgang Leonhardt. Auf seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat zugestimmt. "Der Bergbau gehört zu unserer Region, er hat uns einst stark gemacht. Deshalb stehen wir derartigen Projekten erst einmal offen gegenüber", so Leonhardt.
Eibenstock wird morgen eine Stellungnahme abgeben. Eine Tendenz zeichnet sich noch nicht ab. Bürgermeister Uwe Staab: "Wir sind zwar eine Montan-Region. Aber es gilt dabei viele Dinge zu berücksichtigen." In einem anderen Gebiet, im mittleren Erzgebirge in der Nähe von Seiffen, ist das australische Unternehmen bereits mit Voruntersuchungen aktiv. Insgesamt hat das Oberbergamt bisher in Sachsen zwölf Genehmigungen für Voruntersuchungen erteilt. In zwei Fällen gibt es bereits die Erlaubnis zum Abbau. In Niederschlag wird gegenwärtig ein Bergwerk zum Abbau von Flussspat errichtet, in Altenberg darf das Freiberger Unternehmen Solarworld Lithium fördern. Dabei haben die Unternehmen, die im Erzgebirge an die Bodenschätze wollen, ihr Auge auch auf das edelste aller Metalle geworfen: Gold. Schon vor Jahrhunderten gab es im Erzgebirge Funde, so berichten die Historiker.
Verbrieft ist, dass im 18. Jahrhundert dem Kurfürsten vom Bergamt ein sieben Gramm schweres Goldkorn überreicht worden war, das ein Goldgräber am Auersberg gefunden hatte. "Die Region um den Auersberg ist bekannt für ihre Goldvorkommen. Die Frage ist nur, in welcher Konzentration sie in den Erzen auftreten und ob sich der Abbau lohnt." Die Voruntersuchungen, wie im Fall Indo Gold, Ltd., dauern häufig Jahre.
Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 31.08.2011
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Hallo!
Na ja-von Breitenbrunn hatte ich schon mal ein Stück Skarn mit einem eingesprenkelten Korn von ged.Gold in der Hand.
Auch Stücke von Berggold-mit hohem Silberanteil-vom Türkschacht sind mir bekannt.
Gruß Jens
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Und da gehts schon weiter. Artikel Freie Presse von gestern:
Australier wollen Vogtlandschätze suchen
Firma Indo Gold erkundet Kottenheide
Kottenheide. Eine Firma vom anderen Ende der Welt zieht es ins Vogtland: Das weltweit tätige Bergbau-Erkundungsunternehmen Indo Gold Ltd. aus Milton im australischen Bundesstaat New South Wales will im Gebiet um Kottenheide nach Bodenschätzen suchen. Bis Donnerstag haben betroffene Städte und Gemeinden Zeit, sich zu dem Antrag zu äußern. Danach entscheidet das Oberbergamt Freiberg, ob die Firma ihre Pläne umsetzen darf.
Das Erlaubnisfeld Kottenheide, in dem Indo Gold suchen will, ist 129 Quadratkilometer groß und betrifft die Gemeinden Auerbach, Erlbach, Falkenstein, Grünbach, Klingenthal, Markneukirchen, Muldenhammer, Schöneck und Zwota. Bei den Bodenschätzen geht es in erster Linie um Zinn, Wolfram sowie Molybdän, erklärt Martin Herrmann, Abteilungsleiter im Oberbergamt. Ebenfalls im Auge haben die Australier Tantal, Lithium, Kupfer, Blei, Beryllium, Fluss- und Schwerspat sowie Silber und Gold. Im Amtsdeutsch hat Indo Gold einen "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis zur Aufsuchung der bergfreien Bodenschätze" für das Revier gestellt.
Die Australier haben neben dem Vogtland auch das Westerzgebirge im Visier, das Gebiet um Eibenstock. Dort werden die gleichen Metalle vermutet. Ein Nein einer Kommune zu den Plänen bedeutet aber nicht das Aus für das Vorhaben, betont Martin Herrmann. Am vergangenen Donnerstag hatte der Eibenstocker Stadtrat nach heftiger Diskussion die Pläne von Indo Gold mehrheitlich abgelehnt, während drei andere Gemeinden dafür waren. Das Oberbergamt entscheidet über den Konzessionsantrag unabhängig davon, was die Städte und Gemeinden dazu sagen.
Die Freiberger Behörde hat in Sachsen bisher zwölf Mal Voruntersuchungen nach Bodenschätzen genehmigt. Eine davon erhielt auch Indo Gold für Erkundungen in der Nähe von Seiffen. Ihr Interesse am Kottenheider Feld haben die Australier Mitte Mai bekundet, der aktuelle Antrag dazu datiert von Ende Juni. Eine Abbau-Erlaubnis für Bodenschätze gibt es im Freistaat in zwei Fällen: Für die Lithium-Förderung der Freiberger Solarworld AG im osterzgebirgischen Altenberg und die Gewinnung von Flussspat durch die Nickelhütte Aue, für die ein Bergwerk in Niederschlag südlich von Annaberg-Buchholz entsteht.
Soweit sind die Bergbau-Pläne im Vogtland noch bei weitem nicht. Untersuchungen, wie sie Indo Gold plant, können Jahre dauern. Erkundungsrechte besitzt in der Region bisher die Deutsche Rohstoff AG aus Heidelberg, die sich diese 2007 für die Lagerstätte Gottesberg, den größten zusammenhängenden Zinnerzkörper Europas, sicherte. Experten gehen davon aus, dass in dem Feld 121.000 Tonnen Zinn und 63.600 Tonen Kupfer lagern. Durch die Achterbahnfahrt des Zinnpreises auf dem Weltmarkt waren ursprüngliche Prognosen für einen Abbau bereits ab 2011 über den Haufen geworfen worden. Nun ist die Firma wieder optimistischer und arbeitet nach den Worten von Thomas Gutschlag, Vorstand und Finanzchef der Deutschen Rohstoff AG, an einem Konzept für das Gottesberger Revier.
erschienen am 05.09.2011 ( Von Ronny Hager )
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Zudem hab ich gerade beim Oberbergamt erfahren, dass es einen weiteren Erlaubnisantrag im Vogtland gibt. Der ist aber meiner Meinung nach mehr oder weniger "wahnsinn". Mehr kann ich nicht verraten. : )
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Der "Wahnsinn" hat die "Indo Gold Ltd." aus dem Namensgebenden Land (Indien) vertrieben. Wer die letzte Praesentation liest, dem stehen die Haare zu Berge: http://www.indogold.com.au/investors/presentations/. Aber in Punkto Korruption ist Sachsen ja ein Musterlaendle.
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Hallo Allerseits,
jetzt kommt vermutlich doch noch der Oberhammer: Zinnabbau in Gottesberg und Geyer !
Zum Artikel -> http://www.goldinvest.de/index.php/deutsche-rohstoff-ag-entwicklung-von-zwei-der-weltweit-groessten-zinnvorkommen-beginnt-22387
Die Firma "Tin International Limited" wurde zu diesem Zwecke bereits gegründet.
Börsengang ist voraussichtlich 2012 an der australischen Börse ASX unter dem Ticker Symbol TIN.
Also: Kohle bereithalten für die Aktien und Glück Auf.
Uwe alias Garfield.
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http://www.onvista.de/rohstoffe/zinn-indikation-preis/kurs
Hallo!
Da der Zinnpreis in einem halben Jahr stark gefallen ist sind dadurch eventuell die Erkundungspreise auch gefallen.In Betrieb gehen werden die aber wohl eher nicht.Momentan sieht das alles danach aus,erstmal alles zusammenraffen was es gibt,Aktien verkaufen,Geld einsammeln.....Geld versickern lassen....?
Gruß Jens
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Hallo,
ich lese in dem neuen Artikel über die beiden Zinnlagerstätten Geyer und Gottesberg nur das übliche Blabla und absolut nichts fassbares. Einige der deutschen (sächsischen) Lagerstätten die die Rohstoff AG mit ähnlich großem Getöse angekündigt und beworben hat um Geldgeber zu finden hat sie inzwischen schon wieder fallen lassen wie z. B. die Nickellagerstätte Kiefernberg-Callenberg.
Also ich gebe auf die großen Ankündigungen eines neuen sächsischen Berggeschrei's gar nichts mehr, Ausnahme Kupferschiefer Lausitz (!), was aus Niederschlag wird, wird man sehen ;)
Glück Auf und Gruß Jürgen
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Hallo!
Hier noch ein Brüller zum Jahresende!
http://www.bild.de/regional/leipzig/seltene-erden/rohstoff-vorkommen-bei-leipzig-21818122.bild.html (http://www.bild.de/regional/leipzig/seltene-erden/rohstoff-vorkommen-bei-leipzig-21818122.bild.html)
Von wem auch sonst!
Zum Glück haben sie nichts von der angrenzenden Uranlagerstätte geschrieben, sonst wären viele Wohnungen in Delitzsch und Umgebung frei geworden. ;D ;D
Wo ich so richtig lachen musste, dass die Lagerstätte in alten Akten "entdeckt" worden wäre. Selbst in der WISMUT-Chronik(viele von euch werden sie haben) ist sie gut beschrieben! Wir haben hier schon vor Jahren über die Lagerstätte gesprochen. 8)
Übrigens, in Sachsen, Thüringen und Franken gibt es Gold!!! Zum Glück, hat das "BILD" noch nicht mitbekommen. ;)
Guten Rutsch ins, hoffentlich, fundreiche 2012!
Glück auf!
Raik
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Ach ja, auch diesen Bergbau wird es nie geben, darauf könnt ihr heute Nacht einen Sekt drinken.
Guten Rutsch und Glück Auf, Jürgen
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Na da mach ich mir doch glei mal eine Flasche auf :D :D
Irgentwas müssen die Presse Leute doch schreiben . Ist doch auch schön wenn bekannte Lagerstätten wieder mal Neu entdeckt werden ;D ;D 8) 8)
Eh dort jemand nach Irgentetwas gräbt -kommen erst mal die Grünen und die Naturschützer 8)
In dieser Zeit haben die Chinesen bereits einen 300 meter tiefen Tagebau aufgefahren ;D ;D ;D ;D
Gesundes Neues !
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tja was auf dem haufen liegt muss man nicht abbauen ,,sondern verkaufen,, 8)
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http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sachsen-riesiges-zinnvorkommen-begeistert-geologen-a-852784.html
Hallo!
Ernüchterung ist angesagt.
Gruss Jens
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Hallo,
der Bericht kam auch eben in den mdr Nachrichten: Geyer und Gottesberg wurden genannt. Beginn des Abbaus frühestens in 5 Jahren!
Gruß Conny
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Hallo Miteinander,
ein Beitrag zum selben Thema kam vorgestern in den ZDF-Hauptnachrichten.
Sachlich und ohne irgendwelches Bergeschrei-Gefasel.
Erschreckend auch wie sich der Zinn-Weltmarktpreis in den letzten Jahren entwickelt hat.
Hoffentlich passiert das Selbe nicht mit den Rohoelpreis.
So ich gehe jetzt Sammeln zu meinen Hausberg, dem Henneberg.
Den habe ich gottseidank vor der Haustür!
Quarzhai Holger!
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Eine interessante Vorstellung der Aufbereitung in der Lagerstaette Niederschlag gab es auf der Jahrestagung "Aufbereitung und Recycling" am 9. und 10. November 2011 in Freiberg:
Bergevorabscheidung mittels automatischer Klaubung
Morgenroth, Henning*; Ebert, Wolfgang**
*UVR-FIA GmbH Freiberg, ** Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatwerke Oberwiesenthal
Die Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatwerke GmbH erschließen gegenwärtig eine Fluss- und Schwerspat-Lagerstätte in Niederschlag in der Nähe von Bärenstein. 2012 soll die Förderung und Aufbereitung von ca. 150.000 t/a Rohspat beginnen. Die Aufbereitung des Rohspates wird an 2 Standorten erfolgen:
· Untertageanlage Niederschlag (Vorzerkleinerung und Bergevorabscheidung)
· Aufbereitungsanlage Aue (Mahlung, Flotation und Entwässerung).
Der Transport von Aufbereitungsprodukten zwischen beiden Anlagen und der Abtransport der Produkte erfolgt mit LKW. Die UVR-FIA GmbH arbeitet im Auftrag der EFS GmbH an der Verfahrensentwicklung und ist Verfahrensgeber bei der Anlagenplanung. Im Anlagenteil Niederschlag ist eine Bergevorabscheidung vorgesehen, um Nebengestein, dass durch den Abbau mit in den Rohspat gelangte, auszusortieren.
Dadurch wird einerseits der Transportaufwand vermindert und andererseits können grobe Berge als Versatz in der Grube bleiben. Aufgrund der örtlichen Rahmenbedingungen kann in Niederschlag nur ein „trockenes“ Sortierverfahren eingesetzt werden. Hierfür bot sich die automatische Klaubung an, die in neuerer Zeit als „sensorgestützte Sortierung“ auch auf dem Gebiet der Mineralaufbereitung eine
merkliche Weiterentwicklung erfuhr.
Im Beitrag wird über Untersuchungen berichtet, die mit und bei namhaften Herstellern für Anlagen zur sensorgestützten Sortierung durchgeführt wurden. Es wurden zwei Technologien getestet:
· Sortierung auf Grundlage unterschiedlicher chemischer Oberflächeneigenschaften die durch NIR-Spektroskopie ermittelt werden
· Sortierung durch Messung der Dichte mittels Röntgendurchstrahlung
Die Ergebnisse zeigen, dass mit beiden Technologien erfolgreich eine Bergevorabscheidung im Korngrößenbereich >15 mm erreicht werden kann. Der Verlust an Wertmineral war gering. Eine Sortiermaschine mit einer Arbeitsbreite von 1,5 bis 2 m kann einen Massenstrom von 35 bis 40 t/h mit einem Nebengestein-Anteil von ca. 20 bis 30 % sortieren.
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Dolles Ding !
Wo bleiben für uns dann die " Vitrinenstufen " ?
Trübe Zukunft.
Gruss
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Wo bleiben für uns dann die " Vitrinenstufen " ?
Die bekommst du mit Sicherheit durch Vitamin B, oder Vitamin € und das natürlich über div. Zwischenhändler die sich selbverständlich die besten Stücke erst einmal selbst sichern.
Warum sollte es hier auch anders sein wie sonst immer :-\
Gruß Jürgen
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Aus Niederschlag http://www.mineralatlas.eu/?l=3376 (http://www.mineralatlas.eu/?l=3376) kamen noch viel mehr interessante Mineralien - seltene Kupferarsenate (LAPIS 1994), Uraninit, und besonders erwaehnenswert die Minerale der BiCoNi-Formation:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1349831842.png) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1349831842.png)
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Die Bi-Co-Ni-Ag Formation war in Niederschlag nie sonderlich stark vertreten und wenn sie es war haben die "Alten" so ziemlich alles rausgekratzt. Aber soweit wie ich gehört habe soll es, wenn es denn Erzanbrüche gibt, auch die mit abgebaut werden. Mineralogisch war Niederschlag auch nicht sonderlich bekannt für gute Silber oder Bi-Co-Ni Stufen.
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Hallo Bergbauenthusiasten !
Ich würde ja auch gerne daran glauben dass der sächsische Bergbau wieder los geht.
Bis jetzt war alles nur“Berggeschrey“..
Es ist richtig dass sich verschiedene Firmen Bergbaurechte gesichert haben. Aber nun mal zu den Tatsachen:
Was ist los in Niederschlag ? Seit Oktober 2012 hört man kein Sterbenswörtchen über das Bergwerk mehr !
Eigentlich sollte ja im ersten Quartal 2013 die Produktion schon begonnen haben.
Die Wahrheit ist eine Nachrichtensperre.
Auch auf der Internetsite der Nickelhütte Aue gibt es keine Info’s zum neuen Bergwerk !
Das kommt mir spanisch aber nicht gerade unbekannt vor !
Bereits 2004 sicherte sich die Phönix Fluß- und Schwerspat GmbH, eine Firma der Flourchemie Holding, die Abbaurechte am Floßberggangzug bei Ilmenau/Gehren.
Seit dem 7.03.2005 wurde durch den Schachtbau Nordhausen einen 1100m langen Tunnel im Querschnitt 16 bis 30 qm zur Lagerstätte vorgetrieben und die Lagerstätte erschlossen.
Seitdem laufen dort nur noch Erkundungsarbeiten bzw. man schreibt „der Abbau wird vorbereitet“.
Für mich sehen solche Projekte nach staatlich geförderten Abschreibungsobjekten aus !
Man nutzt die Lobby der einheimischen Bevölkerung welche zukünftige Arbeitsplätze sieht um die öffentliche Meinung dahin zu bringen um über etwaige Gefahren und Umweltbeeinträchtigungen des neuen Bergbaus hinwegzusehen.
Es werden dann unter Nutzung staatlicher bzw. EU-Fördermittel schnell Tatsachen bzgl. der Abbaurechte geschaffen und die Lagerstätte evtl. noch Aufgeschlossen.
Sodann aber dient das Bergwerk als Abschreibungsobjekt und Steuersparmodell.
Geschehen so in Gehren seit 2005.
Ich bitte jetzt alle „Wissenden“ um Gegenstatements.
Mit freundlichen Grüßen und Glück Auf.
Uwe Dittmann.
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Hallo,
Für mich sehen solche Projekte nach staatlich geförderten Abschreibungsobjekten aus !
für Gehren nein. Nach meinen Infos (von der Fluorchemie) soll der Abbau erst 2014 losgehen, das wurde mir schon vor drei Jahren so gesagt. Staatlich gefördert wurde da nichts, eher im Gegenteil...
Gruß
Berthold
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Ich bitte jetzt alle „Wissenden“ um Gegenstatements.
Tut mir Leid Uwe ich kann auch nicht zum Gegenstatement ausholen, deinen Ausführungen ist eigentlich nichts hinzu zu fügen, außer wie Berthold schon schrieb, waren hier keine staatlichen Förderprogramme im Spiel. Durch das heraufbeschwören eines neuen Berggeschreys bleibt nur das Oberbergamt Freiberg und die BAF im Gespräch :-X und die Medien haben was zu tun ;) Erst heute kam wieder ein Filmbericht im MDR das auf Altenberger Halden "nach neuen bisher noch nicht beleuchteten Rohstoffen" gesucht wird, mein Kommentar dazu: gut für die Bohrfirma die dadurch Arbeit hat und die BAF die sich wieder Arbeit und Aufmerksamkeit verschafft :-X
So wünschenswert ein neuer und effektiver Bergbau in Sachsen auch wäre, geben wird es ihn zu mindest mittelfristig nicht!
Gruß und Glück Auf Jürgen
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Zu Niederschlag
Man kann doch die Leute Gut verstehen , muss es denn immer Neuigkeiten sofort geben ??
Man sollte das auch von der anderen Seite sehen , von denen die da doch etwas waagen . Für die Zukunft ist der Anfang schwer.
man will die einheimischen Rohstoffe , in diesen Fall Flusspat nutzen um bei noch mehr steigenden preisen sein eigenes Standbein zu haben .
Ich würde da genauso handeln und " Mein Ding " machen , ohne gleich darüber zu berichten ;) ;)
Wenn ein Autohersteller neue Fahrzeuge mit evt noch modernen Antrieben entwickelt und testet gibts auch nichts in der Presse ;) 8)
PS : ich bin ganz sicher KEIN "Wissender " ;D
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Hallo,
Neuigkeiten zu Niederschlag,...
so wie ich gehört habe, ist der Aufbau der Aufbereitungsanlage für Fluss-u. Schwerspat auf dem Gelände der Nickelhütte in Aue voll im Gange.
Täglich werden Teile u. Anlagen aus Schweden und Holland geliefert und aufgebaut. Ob nun die Produktion im ersten Quartal 2013 wie geplant begonnen wird ist nicht bekannt. Es hat wohl auch Schwierigkeiten im Bereich des Altbergbau in Niederschlag gegeben , wo zur Zeit noch einige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Definitiv wird es aber bei Fertistellung zum Abbau von Flusspat kommen. ;)
Glück Auf
alihofi
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Hier noch mal ein Link zum Thema:
http://www.mdr.de/sachsen/probebohrung106.html
Gruss Sebastian
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Hallo,
im folgenden ein Auszug aus einem Artikel des Handelsblattes vom 01. Februar 2013 zum REE-Karbonatit Storkwitz:
"[...] Ein unabhängiger australischer Gutachter hat nun die Schätzungen der Lagerstätte in Storkwitz, Sachsen, bestätigt. Insgesamt enthält diese 4,4 Millionen Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Gehalt von 0,45 Prozent Seltener Erden. Nach Angaben der Seltenerden Storkwitz AG (SES), einer Tochter der Deutschen Rohstoff AG, ist es die einzige bekannte Lagerstätte dieser Rohstoffe in Mitteleuropa.
Nachgewiesen worden seien vor allem die Spezialmetalle Cer, Lanthan, Praseodym und Neodym, die unter anderem für Flugzeugmotoren oder Magnete benötigt werden. Das Vorkommen in Storkwitz, dass bereits zu Zeiten der DDR erkundet worden war, enthält zudem Niob - ein als "strategisch wichtig" eingestuftes Metall, das beispielsweise in der Nukleartechnik eingesetzt wird.
Die Erschließungsarbeiten in Sachsen laufen auf Hochtouren: "Eine Pilotproduktion soll in den nächsten zwei bis drei Jahren aufgenommen werden", sagt SES-Vorstand Bernhard Giessel. "Frühestens 2017 könnte dann die richtige Produktion anlaufen."[...]"
Hoppe, T. et al. [2013]: Trügerischer Preisrutsch. In: Handelsblatt Nr. 23 vom 1./2./3. Februar 2013 S. 14f.
Der Artikel gibt jedoch gleichzeitig für die nahe Zukunft einen düsteren Ausblick für den REE-Abbau. Lediglich mittelfristig klingt es etwas optimistischer, wobei ich persönlich REE-Abbau nicht mit etwas Positivem assozieren kann.
Glück Auf!
openpit
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Hallo OpenPit.
Genau das ist das Problem mit Storkwitz !
Wäre die Lagerstätte Open Pit und nicht auf 1000m Teufe wäre der Abbau höchst rentabel.
Glück Auf.
Garfield.
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Hallo Flußspatliebhaber,
ich stimme der Einschätzung von alihofi zu, dass in absehbarer Zeit der Abbau in Niederschlag beginnen wird. Ich konnte vor ein paar Tagen das Grubengebäude unter Tage besichtigen, da wird straff gearbeitet. Wie im Bergbau nicht ungewöhnlich, gibt es immer wieder Unvorhersehbares. Der Altbergbau in Vebindung mit zum Teil schwierigem Gebirge macht immer wieder Schwierigkeiten, und ob der Zeitplan so genau eingehalten werden kann, ist vielleicht nicht das Entscheidende.
Der Gesellschafter (d.h. private Geldgeber dieses Projektes) Jacob aus Ennepetal hat ja nach der Wende die desolate Nickelhütte in Aue übernonnen, an deren Überleben kaum jemand glaubte, und sie zu einem hochmodernen und profitablen Unternehmen gebracht. Deswegen bin ich zuversichtlich, das dies hier keine "Seifenblase" ist. In Vorfreude auf schöne Stüfchen mit Glückauf
rutilquarz
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Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los - hoffentlich nicht, möchte man jetzt sagen. Wir haben kürzlich unser Vereinsjubiläum in den Räumen der Grube am Schneckenstein abgehalten. Dabei erhielten wir u.a. recht interessante Hintergrundinformationen.
Der Schneckenstein ist geologisch weltweit einzigartig. Einen ähnlichen Fels gibt es in Südaustralien, aber der enthält keinen Topas. Ein Antrag zur Aufnahme dieses Felsen in das Unesco Naturerbe der Menschheit wurde seitens der Behörten abgelehnt, um den möglichen Bergbau nicht zu gefährten. Das der Bergbau dieses geologische Denkmal gefährtet scheint Nebensache, denn diese Gefährtung bringt an der Börse keinen Gewinn. Von den Amerikanern kam der Rat: "Grabt den gesamten Felsen doch aus und stellt ihn in ein Museum."
Wer die Landschaft um Schneckenstein, Gottesberg und Tannebergstal noch mal sehen will sollte sich beeilen.
Uwe
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@Uwe ...Irgendwie eine erschreckende Vorstellung,aber wie sagt man ... Geld regiert die Welt,Leider !
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Hallo,
mehrere Medien berichteten in den letzten Tagen das umfangreiche Vorbereitungsarbeiten (für 750000 Eronen) am ehemaligen Wolframitbergwerk in Zschorlau abgeschlossen sind und man nun Untertage mit Vorrichtungs- und Erkundungsarbeiten auf Silber und biconi-Erze beginnt. Bei erfolgreicher Ekundung und Bestätigung der prognostizierten Vorräte wolle man 2014/15 im Zweischichtsystem mit ca. 50 Mann mit dem Abbau beginnen und Nickel-, Kobalt-, Wismut- und Silbererze im Verbund gewinnen.
So in etwa die Aussage der Medien.
Gruß Jürgen
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Gähn!
Wer bitte glaubt denn noch dem Herrn Geiger ::)
Die Zeitung? ;D ;D ;D ;
Gruß Jens
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Ich kann mir das mit Zschorlau irgendwie gar nicht vorstellen. Die "Alten" waren eigentlich sehr gründlich gewesen mit der Auserzung der Gänge.
Wo bitte soll sich in dem relativ kleinen Revier noch ein Abbau lohnen ?
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Ich kann mir das mit Zschorlau irgendwie gar nicht vorstellen. Die "Alten" waren eigentlich sehr gründlich gewesen mit der Auserzung der Gänge.
Wo bitte soll sich in dem relativ kleinen Revier noch ein Abbau lohnen ?
Das Zielgebiet ist auch weniger der ehemalige Wolframitschacht/Stollen, sondern das Gebiet rund um den Türck-Schacht. Der ehemalige Wolframitstollen dient eher nur als Zugang, da der Türckschacht in seinem jetzigen Zustand nicht zur Förderung taugt, dieser soll erst ertüchtigt werden wenn sich das Ganze lohnt. Richtig vorstellen kann ich mir das ganze Vorhaben auch nicht so richtig, wenn man bedenkt das hier Jahrhunderte lang nach BiCoNiAg gesucht wurde und man sich ja jetzt auf den Bereich oberhalb des Marx-Semmler-Stollen beschränken muss.
Weiterhin wurde heute bei uns im Radio mehrfach berichtet, dass die weiteren geplanten Erkundungsbohrungen in Gottesberg und Geyer wegen Finanzierungsproblemen zunächst auf Eis gelegt wurden. Man gehe aber weiterhin fest davon aus, dass in ca. fünf Jahren hier der Abbau beginnt ;) schließlich habe man es hier ja mit der größten Sn/Wo-Lagerstätte in Zentraleuropa zu tun 8)
Ich lasse das mal alles so im Raum stehen und denke mir meinen Teil.
Gruß Jürgen
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Hallo!
Was soll das ganze denn noch bringen.2011 stand der Preis für die Feinunze Silber bei fast 50 US Dollar.Jetzt steht der Preis bei gerade mal 23,64 US Dollar.
Kupfer stand 2011 bei irgendwie 10000 US Dollar die Tonne und steht jetzt bei 7362 US Dollar die Tonne.
Zinn stand 2011 bei etwa 33000 US Dollar die Tonne.Ehrenfriedersdorf hat schon gejubelt und gesagt,bei 45000 Euro die Tonne geht die Förderung wieder los.Zinn ist allerdings auch wieder auf momentan 20867 US Dollar die Tonne gesunken.
Also vergeßt den ganzen Bergbau und Neuanfang und so.
Gruß Jens
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Das sehe ich genau so Jens.....ich würde sogar so weit gehen das die nächsten 20 Jahre nichts passieren wird.
Und bis dahin sind längst sämtliche Mülldeponien wirtschaftlicher als im Erzgebirge die letzten Reste aus dem Berg zu klauben.
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Hallo,
Weiterhin wurde heute bei uns im Radio mehrfach berichtet, dass die weiteren geplanten Erkundungsbohrungen in Gottesberg und Geyer wegen Finanzierungsproblemen zunächst auf Eis gelegt wurden. Man gehe aber weiterhin fest davon aus, dass in ca. fünf Jahren hier der Abbau beginnt ;) schließlich habe man es hier ja mit der größten Sn/Wo-Lagerstätte in Zentraleuropa zu tun 8)
Steht heute auch in der Freien Presse (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Suche-nach-Bodenschaetzen-in-Sachsen-geraet-ins-Stocken-artikel8385687.php).
BG
Fritzi
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Aus der Freien Presse am 9.11.2013 (© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG):
Nach 40 Jahren hat gestern erstmals wieder ein neues Bergwerk in Deutschland offiziell den Betrieb aufgenommen: in Niederschlag.
Niederschlag. Nach reichlich drei Jahren intensiver Vorbereitung hat gestern die Erzgebirgische Fluss- und Schwerspat GmbH in ihrem neuen Bergwerk in Niederschlag offiziell mit dem Gewinnungsbetrieb begonnen. Parallel dazu ist in den zurückliegenden zwölf Monaten eine Aufbereitungsanlage in Aue entstanden - auf dem Gelände der Nickelhütte. Insgesamt 25 Millionen Euro sind nach Angaben von Geschäftsführer Wolfgang Schilka in beide Standorte investiert worden. Dabei habe es für den reinen Bergbau keinerlei Förderung gegeben. Mit 1,7 Millionen Euro habe der Freistaat Sachsen ausschließlich einen Anlagenteil in Aue gefördert.
Für das Geld sind in Niederschlag unter Tage ein Sprengmittellager, zwei Trafostationen, eine Brech- und Siebanlage mit integrierter Nebengesteinssortierung auf Basis von Röntgenstrahlung, eine Lkw-Befüllunganlage für die Grubenprodukte und ein Wetterschaft entstanden. Dabei wurden laut Wolfgang Schilka unter anderem 16.000 Tonnen Spritzbeton zur Sicherung der Grubenbaue und 3700 Tonnen Fertigbeton zur Herstellung von Fahrbahnen im Berg verbaut. In Aue wurde unterdessen in das Gebäude eines stillgelegten Braunkohleheizkraftwerkes eine Flotationsanlage, die Filtration, die Chemikalienbehandlung sowie Werkstatt- und Kauenräume eingebaut. Zudem sei ein Anbau entstanden, in dem unter anderem Kugelmühle und Siebmaschine untergebracht sind.
"Bei Vollauslastung des Bergwerkes werden täglich 650 Tonnen Rohspat gefördert", erläutert Wolfgang Schilka. Ein Rohstoff, der in Deutschland momentan noch zu 85 Prozent importiert werden muss. Mit dem Material aus Niederschlag könnte der Anteil der Versorgung mit Material aus dem eigenen Land auf etwa 30 Prozent erhöht werden. Flussspatkonzentrat wird unter anderem zur Herstellung von Flusssäure benötigt, die wiederum beispielsweise in Kühlmitteln und Zahnpasta Verwendung findet. Schwerspatkonzentrat dient als ein Material für die Produktion von Füllstoffen. Zudem wird laut Wolfgang Schilka ein Sulfidkonzentrat produziert, dass zur Gewinnung von Buntmetallen genutzt wird. Die gegenwärtig bekannten Vorräte in Niederschlag reichen nach jetzigem Kenntnisstand für 25 Jahre.
Sowohl im Bergwerk in Niederschlag als auch in der Aufbereitungsanlage in Aue werde im Dreischichtsystem gearbeitet. Bisher sind in beiden Betriebsteilen 37 neue Arbeitsplätze entstanden, erläutert Peter Koch. Nach 20 Jahren als Geschäftsführer der Nickelhütte Aue hat sich der 70-Jährige vor drei Jahren der Herausforderung neues Bergwerk gestellt, ist Miteigentümer der Grube und ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter. Abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung beziffert er die Zahl der möglichen Arbeitsplätze auf 35 bis 40.
Was es auf dem Gelände des Bergwerkes nicht geben wird, sind die bergbautypischen Halden. Denn sowohl das Nebengestein aus dem Berg als auch das bei der Weiterverarbeitung in Aue anfallende Restmaterial wird in den Hohlräumen des Untertagebereiches wieder verarbeitet.
Und das Handelsblatt hat ein schönes Bild vom angefahrenen Gang: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/neues-bergwerk-eroeffnet-deutsche-kumpel-fahren-wieder-in-die-grube/9050146.html?slp=false&p=3&a=false#image (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/neues-bergwerk-eroeffnet-deutsche-kumpel-fahren-wieder-in-die-grube/9050146.html?slp=false&p=3&a=false#image)
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Und auch N24 hat einen Artikel mit zusätzlichen Informationen ( 08.11.2013 | 21:21 Uhr mli, DPA):
Neues deutsches Bergwerk nimmt Betrieb auf
Dass Bergleute in Deutschland heutzutage noch eine Perspektive haben, klingt abwegig. Doch auch in den heimischen Böden lagern ergiebige Mineralien - im Erzgebirge geht es also wieder unter Tage. Mit Lastern wird das Mineral aus dem neuen Bergwerk gefahren. In Niederschlag bei Oberwiesenthal im Erzgebirge ist am Freitag ein Bergwerk eröffnet worden, in dem unter Tage Fluss- und Schwerspat gefördert werden. Es ist laut Oberbergamt nach etwa 40 Jahren Pause das erste Bergwerk dieser Art, das in Deutschland neu eröffnet wird. Und für das Erzgebirge ist es geradezu ein Neustart. In der Region mit 800-jähriger Bergbaugeschichte waren 1991 die letzten Zinngruben in Altenberg und Ehrenfriedersdorf geschlossen worden.
"Die Vorkommen sind ergiebiger als die Prognosen erwarten ließen", sagt der Geschäftsführer der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatwerke GmbH (EFS), Wolfgang Schilka, bei einer Führung vor der offiziellen Eröffnung und deutet mit der Hand auf einen Abschnitt in dem von Scheinwerfern erhellten Gestein: Links der Schwerspat, beige mit tiefbraunen und rötlichen Flecken - rechts der dunkelblau und grünlich schimmernde Flussspat. "Der Erzgang ist hier etwa fünf Meter breit. Wir haben mit weniger gerechnet."
Schwerspat wird im Hüttenwesen gebraucht. Fluss- und Schwerspat sind Minerale, die als Grundstoff vor allem in der chemischen Industrie oder auch im Hüttenwesen begehrt sind. Aus Flussspat - Kalziumfluorid - werden unter anderem Agrochemikalien oder Kunststoffe wie Teflon hergestellt. Schwerspat - chemisch: Bariumsulfat - wird bei der Herstellung von Farben, Bremsbelägen, Bodenbelägen oder auch als Schallschutzmasse gebraucht.
"Wir wollen die Industrie auf einheimische Rohstoffe aufmerksam machen und zeigen, dass sich Bergbau in Deutschland wieder lohnt", sagt der 61-jährige Schilka. Rund 25 Millionen Euro habe die EFS bisher investiert. Rund 135.000 Tonnen sollen jährlich gefördert werden. Schilka rechnet mit einer Betriebsdauer von rund 25 Jahren. Allerdings sei die Lagerstätte noch nicht vollständig erkundet, so dass auch ein längerer Betrieb möglich sei, hieß es. Die EFS ist eine Tochter der Nickelhütte Aue. Die Erschließungsarbeiten für das neue Bergwerk haben rund drei Jahre gedauert.
An eine Renaissance des Bergbaus im Erzgebirge und in Deutschland glaubt der Lagerstättenforscher und Professor an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, Thomas Seifert. "Es gibt noch immer erhebliche Zinnerz-Vorräte, aber auch Wolfram, Molybdän, Lithium, Wismut, Indium sowie Fluss- und Schwerspat. Vor allem Indium, das in der Hochtechnologie gebraucht wird, ist weltweit selten. Da gibt es nur wenige Vorkommen. Auch Lithium - ein wichtiger Zukunftsrohstoff - wurde bisher kaum abgebaut." Und nahe der Oberfläche sei das Erzgebirge zwar gut erforscht, nicht aber in einer Tiefe ab etwa 1.000 Metern. "Davon wissen wir nur wenig." Dabei sei Bergbau in dieser Tiefe nicht mehr ungewöhnlich.
Auch andere Regionen haben wertvolle Bodenschätze. Auch für andere Regionen sieht Seifert Chancen für neuen Bergbau: Kupferschiefer bei Spremberg (Brandenburg) in der Niederlausitz, eventuell Seltene Erden im Raum Delitzsch (Nordsachsen), Massivsulfid-Mineralisationen im Harz bei Goslar. Für Seifert ist Deutschland nicht rohstoffarm. Es sei zwar kein Rohstoffland wie etwa Russland oder Kanada. Aber: "Bei einigen Rohstoffen wie Flussspat und Schwerspat, Zinn oder auch Kupfer und den Zukunftsrohstoffen Lithium und Indium könnten wir den Bedarf künftig sogar aus eigenen Lagerstätten decken."
17 Mitarbeiter sind in dem neuen Bergwerk in Niederschlag unter Tage beschäftigt. "Wir hatten Hunderte Bewerbungen", sagt Schilka. Das zeige, wie sehr der Bergbau in der Region noch zu Hause sei. Von manchem Mitarbeiter waren schon die Väter Bergleute. Schilka selbst war der letzte Bergwerksdirektor der Altenberger Zinngrube. Er musste 1991 zuschließen. Er sei auf das neue Bergwerk stolz, sagt er. "Ich wollte in meinem Leben noch einmal ein Bergwerk eröffnen."
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Freut Euch, es ist ein Perchwerk erstanden !
(Zitat aus dem Schwazer Bergbuch)
So schön das ist, so stimmt folgender Text natürlich nicht :
"Nach 40 Jahren hat gestern erstmals wieder ein neues Bergwerk in Deutschland offiziell den Betrieb aufgenommen":
Da haben die Herrschaften Journalisten mal wieder nicht sauber recherchiert. Erst unlängst ist das Graphitbergwerk Kropfmühl wiedereröffnet worden, dann war da noch vor einigen Jahren das Flußspatbergwerk Gehren, von diversen neuen Gipsbergwerken wie Krölpa und Breitenstein an der Weser in den letzten 15 Jahren gar nicht zu reden.
Auch wenn es selten geworden ist, das in Deutschland ein neues Bergwerk aufgemacht wird...so selten ist es dann doch nicht !
Mit kräftigem Glück Auf
Thomas
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Hallo alle,
so langsam tauchen die ersten Minerale aus dem neuen Bergwerk in Niederschag auf dem Makt auf. Herrliche Fluorit- und Barytstufen in teilweise beachtlicher Größe und Qualität. Zur Zeit sind die Preise noch relativ hoch, aber das wird sich mit der Zeit geben wenn erst einmal genügend Material am Markt ist. Ich werde mir wohl demnächst mal eine gönnen und dann est mal abwarten.
Z. B. bei eBay kann man schon mal welche bestaunen bzw. kaufen, zur Börse am Schneckenstein soll es zu Pfingsten auch welche geben.
Glück Auf! Jürgen
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Alle Händler schon wixen und Sammler über Tisch zieht.
vielen Spass damit.
Petr.
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Und hier
http://www.mineex.de/shop/index.php
gibt's auch Mineralien von Niederschlag.
BG
Fritzi
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Hallo Fritzi,
Die gleichen Stücke sind auch bei eBay.
Gruß Jürgen
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Hallo Jürgen,
stimmt, Du hast Recht.
BG
Fritzi
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Da werden ja stolze Preise aufgerufen, bin mal gespannt, wie das Preisniveau am Schneckenstein sein wird.
Glück Auf
Ralf
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Dobrý den, Petr.
Pokud dealer "nové minerální vzorky" ze srážek v Krušných horách
jsou chytří, budou držet nízko, a tak udržovat ceny minerálů vysokých nabídky ..
Je to jednoduché ... je to, jak vydělat peníze, shromažďovat se prodejem minerálů už tam od té doby.
Savvy prostě ne všichni .. všechny "sběrače" jsou pak böseund říct špatné.
Pozdrav ze Saska.
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Tz, tz, tz...
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Hallo alle,
vom großen Berggeschrey bleibt (erwartungsgemäß) nur ein leises wimmern, siehe PDF-Anlage.
Glück Auf! Jürgen
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700 Millionen Investition.
15 Milliarden Gewinnprognose - 40% =9 Milliarden.
Zuwenig zum Leben.
Petr.
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Hallo alle,
den momentanen Weltmarktpreis für Cu für das geplante Bergwerk in Schleife (Lausitz) heranzuziehen und daran fest zu machen ob man die Lagerstätte aufschließt oder nicht ist doch sowieso nur eine Alibiausrede. Für die Vorrichtung des Bergwerkes waren von vorn herein mehr als 8 Jahre geplant, wie in 8 bis 10 Jahren der Weltmarktpreis für Cu ist weis doch sowieso keiner. Man scheut einfach diese riesige Anfangsinvestition, die man aber immer hat, egal ob jetzt oder in x Jahren. Eine langfristige Investition in die Zukunft mit einer unsicheren Prognose auf mittelfristigen Gewinn liegt nicht im Geist der Zeit, sondern schneller Gewinn mit minimiertem Aufwand. Darum bin ich, und war es von Anfang an, skeptisch was das groß angekündigte Berggeschrey angeht.
Und wie sich der Bergbau in Niederschlag mit der nicht unkomplizierten Aufbereitung des Rohfluorits entwickelt wird man mittelfristig sehen, auch hier kann schnell wieder Schluss sein.
Glück Auf! Jürgen
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schneller Gewinn mit minimiertem Aufwand
Wenn nicht moglich,dann Geld wird gesteckt in anderes Risiko.
Versprechen hohes Rendite,dann auch Geld.
Dann Millione egal sein.
Arbeitsplatz-Infrastuktur-Mensch-alles egal.
Geld aber nicht egal!!!!-Politik nicht begreifen das Ganze.
Unterstutzt Spekulation in Hoffnung auf Zukunft -diese aber nicht vorhanden sein.
Petr.
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Ahoj Petr ..... genau so ist das !!! Das ist der Kapitalismus .... Viel für wenige Menschen und wenig für viel Menschen,Leider !!!
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Ahoi Guido
Witz ist gross in Schneeberg Silber von Bergbau.Machen Container hin und arbeit an Beton Stollen Plombe wenig Meter viel Woche.
Burgermeister haben Euphorie und ........Geld von Investor?
Das alles gewaltig betrugen Mensch von Gegend.
Petr.
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Petr... Betrug an Menschen in Deutschland völlig normal aber menschen wollen das so sonst wählen sie andere Politik... hier regiert nur Geld...ich hoffe Tschechien bekommt nie !!!!!!! den Euro sonst geht es Euch viel schlechter
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Hallo Guido.
Ich bitte doch sehr darum, politische Diskussionen hier weg zu lassen ;)
Loismin
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Auch mal etwas positives: Aus dem Fluoritabbau Niederschlag sind die ersten Sammlerstufen auf dem Markt. Material wurde zur Börse am Schneckenstein angeboten. Auch auf unserer Börse am 26./27. Juli in der Silberlandhalle Annaberg wird solches angeboten werden.
Gruß
Uwe
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Bei ebay waren mittlerweile auch mal ein paar Stufen drin....aber über Preise lässt sich ja bekannterweise streiten.
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Glück auf
Am Schneckenstein gab es Stücke für 5€ bis 1200€ zu haben.
Also auch für den kleineren Geldbeutel war etwas dabei.
Grüße
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Hallo,
Kurzinfo heute in unserer Zeitung:
Der Freistaat Sachsen möchte in der stillgelegten Flußspatgrube Schönbrunn (Vogtlandkreis) die Förderung wieder aktivieren. Grund für die Aktivierung sind die hohen Weltmarktpreise für das Mineral. Vermutet wird ein Vorrat von 1,5 Millionen Tonnen in der Lagerstätte. Angeblich haben mehrere Firmen ein Interesse und 2015 könnte dazu ein Entscheidung fallen.
BG
Fritzi
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Hallo alle,
na ja zunächst einmal denkt man nach und sucht Investoren. Man bedenke der Abbau wurde 1991 aufgegeben, die Bergbauanlagen und die Aufbereitungsanlage wurden abgerissen, das Grubengebäude hermetisiert bzw. teilweise verfüllt und ist abgesoffen. Man würde also völlig bei Null beginnen, also Wasser abpumpen, Bergwerk vorrichten, Aufbereitungsanlage neu bauen und Infrastuktur ertüchtigen bzw. neu erstellen. Der Vorteil bei der Lagerstätte Schönbrunn/Bösenbrunn ist, dass die Aufbereitungstechnologie für diesen Rohstoff bekannt ist, anders wie bei Niederschlag wo es bis heute Probleme mit der Aufbereitung gibt. Die Aufbereitujngsproblematik des Rohspates von Niederschlag war aber bekannt und auch mit ein Grund dafür das die Lagerstätte zu DDR-Zeiten nicht angefasst wurde. Dann gibt es da noch die Flussspatlagerstätte Gehren die für viele Mio. € vorgerichtet wurde, man könnte sofort mit dem Abbau beginnen tut es aber nicht weil es immer noch billiger ist Fluorit zu importieren!
Na ja, das Ganze wirft schon eine Menge Fragen auf die für mich nebulös sind. Die Frage ist auch in wie weit Sachsen hier als Bundesland mit einsteigt, es liest jedenfalls so als würde Sachsen hier mit einsteigen wollen. Die Meldung kommt ja auch vom sächsischen Finanzminister Prof. Unland (Mineraliensammler ;) und ehemaliger Rektor der Bergakademie Freiberg) und das noch eine Woche vor der Wahl ;D
Also abwarten und Bier trinken ;)
Glück Auf! Jürgen
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Hir mal noch erwas was die derzeitige Situation beschreibt und was einen baldigen Beginn in Schönbrunn/Bösenbrunn in das richtige Licht stellt.
Jürgen
http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Flussspat-Bergwerk-im-Stillstand-Warten-auf-steigende-Rohstoffpreise-151582467
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Servus,
schaut man in die Geschichte zurück, gab es schon immer Zeiten des Stillstands im Bergbau, die auch schon mal 100 oder auch mehr Jahre gedauert haben. Insofern nix Neues, auch wenn wir Sammler (die es früher ja noch gar nicht so gab) natürlich den großen Bergbau wieder herbeisehen. Ob wir das alles erleben, ist wohl fraglich - vielleicht unsere Urenkel...
Servus + Glück auf
Wolfi
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In der sächsischen Zeitung stand im April dieser Artikel über massenhaft Rohstoffe in sächsischen Bergbauhalden: http://m.sz-online.de/nachrichten/wissen/massenhaft-rohstoffe-in-saechsischen-bergbauhalden-2820427.html (http://m.sz-online.de/nachrichten/wissen/massenhaft-rohstoffe-in-saechsischen-bergbauhalden-2820427.html). Wurden nicht in den achtziger Jahre aus der Tiefenbachhalde versuchsweise 60.000 Tonnen Spülsand gewonnen?
Ein schöner blankgeputzter Lader in Niederschlag ist auch im Artikel zu sehen.
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Glück Auf!
Es gibt immer einen Fortschritt! Der sich an das alte Anschliest, wenn auch erst nach Jahren oder Jahrzenten!
Siehe das Neusilber, oder auch der Nutzung der Altbergbauhalten von der Wismut nach Pechblende.
Technologien verbessern sich und machen einen Abbau rentabel! Wir leben in einr Zeit des rasanten Fortschrittes, siehe unsere Infomatik, vom Handy zum ... . Da werden seltenerzs gebraucht!
Es heist ja nicht umsonst das Erzgebirge!
Bergbaumaulwurf
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Bergbau im Erzgebirge bleibt im Wartestand (http://http://www.sz-online.de/sachsen/bergbau-im-erzgebirge-bleibt-im-wartestand-2968155.html)
Sächsische Zeitung Online, Freitag, 07.11.2014
Freiberg. Rund ein Jahr nach der Eröffnung eines neuen Bergwerks in Niederschlag bei Oberwiesenthal im Erzgebirge stecken andere Projekte weiter in der Warteschleife. Momentan pausiere die Entwicklung etwas, sagte Sachsens Oberberghauptmann Bernhard Cramer in Freiberg. Trotz der Preisschwankungen am Rohstoffmarkt sei das Erzgebirge für Bergbauunternehmen aber weiter attraktiv. Als vor einem Jahr in Niederschlag ein neues Bergwerk in Betrieb ging, hofften die Menschen auf eine neue Bergbau-Konjunktur im Erzgebirge. Doch seither ist es recht still geworden. [Deutsche Presse-Agentur]
Für Pöhla (Wolfram, Zinn) sowie Schleife (Kupferschiefer) in der Oberlausitz gibt es laut Cramer Bewilligungen. Es müsse jetzt abgewartet werden, was die Unternehmen machen. Zudem habe das Oberbergamt im Frühjahr die insgesamt 18. Erlaubnis zur Erkundung von Lagerstätten vergeben. Diesmal gehe es um Nickel und andere Bodenschätzen im Bereich des Hohwaldes in Ostsachsen.
Vor fast genau einem Jahr war mit dem neuen Bergwerk in Niederschlag die Wiederauferstehung des Erzgebirgs-Bergbaus gefeiert worden, dessen rund 800-jährige Geschichte 1991 beendet zu sein schien. Rund drei Jahre dauerte der Aufbau der Anlagen. In dem neuen Bergwerk werden Fluss- und Schwerspat gefördert, die vor allem in der chemischen Industrie gebraucht werden.
Erwartungen waren höher
„Wir arbeiten noch immer im Probebetrieb“, sagte der Geschäftsführer der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatwerke, Martin Zimmermann. Er räumte ein, dass die Erwartungen anfangs höher waren. „Aus meiner Sicht sieht es dort ganz gut aus“, meinte Cramer. Der Übergang vom Probe- in den Regelbetrieb sei eben „viel Arbeit“. Es gehe aber gut voran.
Im nächsten Jahr soll bei Geyer die Erkundung von Lagerstätten per Hubschrauber fortgesetzt werden. Die nächsten Flüge seien im Herbst 2015 geplant, teilte das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcen-Technologie mit. Dabei messen Experten aus etwa 100 Metern Höhe mit einer Sonde elektromagnetische Signale aus dem Untergrund und schließen daraus auf dessen Leitfähigkeit und die im Gestein verborgenen Minerale. Die Wissenschaftler wollen dabei zunächst bis in etwa 150 Meter, später bis 500 Meter Tiefe vor allem nach Zinn, Wolfram, Zink und Indium suchen.
Experten der TU Bergakademie Freiberg untersuchen zudem alte Bergbauhalden in Altenberg und in Freiberg mit Bohrungen auf deren Inhaltsstoffe. Zudem soll eine kleinere Abraumhalde im Osterzgebirge auf Scandium hin erkundet werden.
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Jetzt geht´s dem Kolbeckit an den Kragen >:D
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http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/AUE/Zschorlauer-Berggeschrey-erklingt-vorerst-noch-leise-artikel9207541.php
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GEOS: "So billig wie im Erzgebirge bekommen Sie heute nirgendwo eine Lagerstätte erkundet: Sie müssen nur in die Archive gehen." http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Wismut-Archive-liefern-Hinweise-auf-Milliardenwerte-artikel9210610.php (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Wismut-Archive-liefern-Hinweise-auf-Milliardenwerte-artikel9210610.php)
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Im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de (http://)) gibt es die kostenlosen Jahresabschlüsse der Grube Niederschlag, der letzte ist vom April 2015 (für das Geschäftsjahr 2013/2014):
Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 649,000 aus. Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens aufgestellt. Im Folgejahr hat die Geschäftsführung nach Aufstellung eines Businessplans durch zusätzliche Finanzierungsbereitstellung der Gesellschafterin <Hinweis: Nickelhütte Aue> sowie durch die Vereinbarung vom April 2015 über die vollständige Tilgungsaussetzung sämtlicher Bankdarlehen bis 2019 die Sicherstellung der für eine ordnungsgemäße Fortführung des Unternehmens erforderliche Liquidität erreicht. Die Geschäftsleitung sieht somit die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft als gesichert an. Die Risiken für die Fortführung des Unternehmens bestehen nun in der erfolgreichen Umsetzung der für Folgejahre geplanten Mengen- und Umsatzziele.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 5.137.000. Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, Nickelhütte Aue GmbH. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hat die Muttergesellschaft Nickelhütte Aue GmbH eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung abgegeben.
Geschäftsführer:
Dipl.-Ing. Martin Zimmermann, Freiberg, ab Juli 2014
Prof. Dr. Wolfgang Schilka, Altenberg, bis Juli 2014
Dr. Peter Koch, Bad Schlema bis Juli 2014
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -1.244.837 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
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Hallo,
ist ja toll, dass die schon >1mill. erwirtschaftet haben!!
Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -1.244.837 = +1.244.837 Euro ???
trotzdem ein interessanter Hinweis!!
Schönen Sonntag
Günter Blaß
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in der Freien Presse am 4.7.2015:
http://www.freiepresse.de/WIRTSCHAFT/WIRTSCHAFT-REGIONAL/Interesse-an-Seltenen-Erden-in-Nordsachsen-erloschen-artikel9239399.php
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Erschließung der Lagerstätte Niederschlag und Aufbereitung von Flussspat (Prof. Schilka, TU Freiberg 2013): http://tu-freiberg.de/sites/default/files/media/freunde-und-foerderer-der-technischen-universitaet-bergakademie-freiberg-ev-6089/pdf/zsfreunde2013_seite38-39.pdf (http://tu-freiberg.de/sites/default/files/media/freunde-und-foerderer-der-technischen-universitaet-bergakademie-freiberg-ev-6089/pdf/zsfreunde2013_seite38-39.pdf)
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Noch ein Bericht von 2013, vor dem Geschäftsführerwechsel: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Der-Berg-ist-geoeffnet-artikel8511953.php (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Der-Berg-ist-geoeffnet-artikel8511953.php)
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Hallo aus Mittelfranken
Danke für die beiden links zum Thema Niederschlag
Leider funktioniert der letzte aber nicht und der erste führt zu einer unvollständigen Publikation, die mitten im Text abbricht. Kann man da noch etwas machen ?
Danke und Glück Auf
Thomas
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Thomas - Der zweite link ist repariert, aber die TU Freiberg Internet-Veröffentlichung ist leider abgekürzt. Vielleicht kann ein Absolvent mal netterweise den ganzen "ZS Freunde" Artikel einstellen?
Hallo aus Mittelfranken
Danke für die beiden links zum Thema Niederschlag
Leider funktioniert der letzte aber nicht und der erste führt zu einer unvollständigen Publikation, die mitten im Text abbricht. Kann man da noch etwas machen ?
Glück Auf
Thomas
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... man fragt sich ja schon, wie bei insgesamt fast 7 Mio. Minus die Geschäftsführer einfach so gehen können?
Oder wurden die gegangen?
Ist schon seltsam, im "Buschfunk" hört man allerdings auch positives vom laufenden Jahr. Bis natürlich die Fakten von 2015 auf den Tisch kommen, wird noch viel Zeit vergehen.
Glück auf
Heiko
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Um das Thema nochmal nach oben zu spülen - der ZEIT Artikel von 2011 (http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/02/Dossier-Rohstoffe-Erzgebirge/komplettansicht?page=2#comments (http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/02/Dossier-Rohstoffe-Erzgebirge/komplettansicht?page=2#comments)) enthaelte zwar viel Bloedsinn, aber Details von der automatischen Vorsortierung in der Grube Niederschlag, die ich noch nicht kannte. Ich hatte gedacht, die sortieren mit Roentgenstrahlen.
"(...) Der Erfolg der Mine hängt an der Aufbereitung der Flussspatkristalle aus dem Erz. Schilka will dafür unterirdisch eine Anlage aufbauen, mit der die Recyclingindustrie normalerweise Altglassplitter nach Farben sortiert. Lichtstrahlen scannen die Krümel auf einem Fließband, Druckluft schießt sie in getrennte Behälter. Wertloses Gestein könnte dann gleich wieder im Berg entsorgt werden, das spart Geld."
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Neues von der Grube Niederschlag aus dem Bundesanzeiger:
Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatwerke GmbH, Oberwiesenthal
Anhang für das Geschäftsjahr 2014/2015 (11. Dezember 2015)
Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 5.799.000 aus. Aufgrund des vorliegenden Rangrücktritts hinsichtlich der Gesellschafterdarlehen ergibt sich keine insolvenzrechtliche Überschuldung.
Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens aufgestellt. Im Jahr 2015 hat die Geschäftsführung durch zusätzliche Finanzierungsbereitstellung der Gesellschafterin sowie durch die Vereinbarung vom April 2015 über die vollständige Tilgungsaussetzung sämtlicher Bankdarlehen bis 2019 die Sicherstellung der für eine ordnungsgemäße Fortführung des Unternehmens erforderliche Liquidität erreicht und in einer aktualisierten Unternehmensplanung dokumentiert. Die Geschäftsleitung sieht somit die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft als gesichert an. Die Risiken für die Fortführung des Unternehmens bestehen nun in der erfolgreichen Umsetzung der für Folgejahre geplanten Mengen- und Umsatzziele.
Die Verbindlichkeiten von EUR 22.624.191 gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
Restlaufzeit bis 1 Jahr EUR 124.369
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre EUR 1.499.821
Restlaufzeit über 5 Jahre EUR 21.000.000
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Ausfallbürgschaften in Höhe von EUR 10,0 Mio. durch den Freistaat Sachsen sowie durch zusätzlich vorhandene Grundschulden und Sicherungsübereignungen in Höhe von EUR 18 Mio. gesichert.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 8.577.619,35. Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, Nickelhütte Aue GmbH. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hat die Muttergesellschaft Nickelhütte Aue GmbH eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung abgegeben. Die Restlaufzeiten betragen dabei länger als fünf Jahre.
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Hallo aus Mittelfranken
naja, nach großer Wirtschaftlichkeit hört sich das leider nicht an...
Glück Auf
Thomas
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Neues von der Grube Niederschlag aus dem Bundesanzeiger am 14.06.2017:
Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatwerke GmbH, Oberwiesenthal
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2015 bis zum 30.06.2016
Jahresfehlbetrag (EUR 2.510.872)
Die Einlage des stillen Gesellschafters wurde durch Verlustanteile des Gesellschafters in voller Höhe reduziert.
Das ist eine klare Verbesserung vom Vorjahr (EUR 5.799.000) - die Nickelhütte Aue macht sicher mit dem Flussspat und Schwerspat Kasse.
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Zur Lagerstätte Pöhla-Globenstein:
Klaus Grund: Bergbau zwischen Tradition und Zukunft, Vorbereitung zum Neuaufschluss einer Wolfram-Zinn-Lagerstätte im Erzgebirge
http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/22838/2_Grund_1b.pdf
Jörg N.
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Ausserdem gibt es noch die Goldsucher bei Oelsnitz (mit Präsentation): http://www.avrupaminerals.com/projects/germany/
Germany – Erzgebirge Mining District - Oelsnitz Au-Sn Project (übersetzt):
◦ Das Projekt ruhte bislang.
◦ Historische Bohrergebnisse werden wieder analysiert.
◦ Im vierten Quartal (2017) werden Au-Sb und Co geochemikalische Anomalien nachgeprüft.
◦ Drei Gebiete mit Anomalien wurden identifiziert, und die Ursprungsvorkommen sollen weiterverfolgt werden.
Paul Kuhn ist der Geschaeftsführer, und kann auch noch Einiges an Deutsch von seinem Vater (Auswanderer nach USA) sowie Norwegisch von der Arbeit dort. Wir hatten beide in der gleichen Silbermine in Idaho/USA gearbeitet, er als Geologe und ich 1999 als Sommerstudent, wie sich auf einer Bergbaumesse herausstellte. Er sagte es ist schwer verständlich, warum noch Niemand in Sachsen nach grossen orogenen >10 Millionen Unzen "reduced intrusion-related" Goldvorkommen gesucht hat, nach der Geothermen-Zonierungstheorie sind sie sehr wahrscheinlich. Sollten die erfolgreich sein, führt das bestimmt zu einem neuen Explorationsfieber. Aber es braucht immer Einen der mutig vorrangeht.
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und ich hab immer gedacht Paul Kuhn sei nur ein Klavierspieler :-))
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Mal wieder Neues von der Grube Niederschlag aus dem Bundesanzeiger am 06.07.2018:
Fazit: "Die Gesellschaft hat mit den finanzierenden Banken und der Muttergesellschaft eine Sanierungsvereinbarung zur Sicherstellung der Fortführung der Gesellschaft getroffen." Mit Kreditverzicht der Nickelhütte Aue und den Banken:
Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatwerke GmbH, Oberwiesenthal
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2016 bis zum 30.06.2017
Jahresfehlbetrag (9.268.503)
Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von Mio. EUR 17,6 aus.
Die Muttergesellschaft Nickelhütte Aue GmbH verzichtet auf einen Darlehensbetrag von Mio. EUR 10 und für den restlichen Darlehensbetrag von Mio. EUR 8,5 ist die Tilgung bis 2023 ausgesetzt. Ebenso wurde das Verrechnungskonto Mio. EUR 2,8 bis zur Rückzahlung der Bankdarlehen gestundet.
Von Seiten der finanzierenden Banken wird auf einen Betrag von Mio. EUR 6,7 verzichtet, zudem werden weitere Mio. EUR 1,3 aus der Inanspruchnahme der Bürgschaftsverbindlichkeit der Muttergesellschaft zu Gunsten der EFS getilgt.
Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Mio. EUR 6 auf die langlebigen Wirtschaftsgüter vorgenommen, da eine Erwirtschaftung der bestehenden Buchwerte gemäß Sanierungsplan bis zum Ende des Bergbaus als nicht mehr wahrscheinlich angesehen wird.
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Forschungsarbeiten zur Aufbereitung von Komplexerzen des Erzgebirges am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf:
https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=56588&pNid=3438
Jörg N.
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Hallo alle,
in einem kleinen Artikel in der Freien Presse vom 24.11.2018 wurde mitgeteilt, dass die Deutsche Lithium GmbH im Juli 2021 die Produktion von Lithiumfluorid aufnehmen will. Dazu soll ab August 2019 ein Bergwerk in Zinnwald augefahren werden. Hier soll Zinnwaldit mit einem durchschnittlichem Lithiumgehalt von ca. 1,6 % abgebaut werden. Die Vorräte werden mit 125.000 t Lithium beziffert, damit wäre ein untertägiger Abbau von ca. 30 Jahren möglich. Prof. Armin Müller ist der Geschäftsführer des in Freiberg ansässigen Unternehmens.
MfG und Glück Auf, Jürgen Müller (nicht verwand oder verschwägert mit dem Geschäftsführer ;D )
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Glück Auf Jürgen,
hallo alle,
Dank Dir für die News aus der v.g. FP, gestatte dennoch eine private Kommentierung. Sie richtet sich keineswegs gegen das hohe Engagement der Deutschen Lithium GmbH, ihren GF, ihre Mitarbeiter oder Kumpel. Vielleicht sind dennoch gewisse Bedenken berechtigt.
Zunächst, dass was das Unternehmen auf den Markt zu bringen gedenkt (beste Grüsse an den FP-Redakteur :D) ist nicht Lithiumfluorid (LiF), sondern das im Hybridverfahren aus Zinnwaldit gewonnene Lithiumkarbonat (Li2CO3)(siehe u.a. auch auf: https://www.energy-saxony.net/mitglieder/deutsche-lithium-gmbh.html). In der Regel ist LiF meist erst das Reaktionsprodukt von Li2CO3. Nun denn.
Was die Erwartungszahlen (Li-Konzentration, Mengen etc.) anbelangt, ich hoffe mal nicht, die Zinnwalder, Altenberger oder Ost-Sachsen sind so "blauäugig" und wähnen sich auf einer Insel. Auch oder gerade auch beim Lithium ist die Globalisierung bereits angekommen ! Selbst wenn die Eigenversorgung (Deutschlands) ganz nett sein mag, Chile und Argentinien (Li aus Sohlevorkommen) oder Australien, Kanada oder Simbabwe (Li aus Festgesteinen) spielen gewiss in einer ganz anderen Li-Liga (und die bestimmen den Weltmarktpreis und geben eventuelle Rentabilitäten des Abbaus vor !!!). Allein in Bolivien (Salar de Uyuni) sollen rd. 1 Mrd. US $ der Zentralbank bereit stehen, den Aufbau der Akkuproduktion aus Li2Co3 zu forcieren.
Hier ist noch nicht mal eingerechnet, dass sicherlich auch China (mal wieder) noch einen Joker in der Hinterhand haben dürfte oder die Japaner vor Jahren bereits Batterien für E-Kfz (als eine der Hauptabnahmequellen für Li) auf einer vollkommen anderen Technologiebasis (und ohne jeglichen Einsatz von Li !!) in die Produktion gebracht haben.
Sollte das noch immer nicht (zum Nachdenken) überzeugen, auch ein Blick auf die (seit einem Jahr stark sinkende) Li-Akte, mahnt bei aller Euphorie m.E. doch zu gewisser Vorsicht, was die Chancen in und für die sächsische Region und ihren Zinnwaldit betreffen.
Zudem hat das sächsische Mineral dabei noch mind. sechs weitere Li-Vertreter (Minerale) im Ranking vor sich, die weit mehr Li-Gehalt als der Zinnwaldit aufweisen.
Wie gesagt "Respekt für das neue Berggeschrey" aus der Region, ich unterstelle mal, die Aktionäre der Deutschen Lithium sind auf dem Markt bestens vernetzt, aber bitte immer schön immer "den Boden unter den Füßen nicht verlieren" und gucken was Andere machen (können). Aber sicher haben sich die Verantwortlichen bei SolarWorld mit ihren mexikanischen Partnern von Bacanora auch darüber ihre Gedanken gemacht.
Glück Auf
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Zunächst, dass was das Unternehmen auf den Markt zu bringen gedenkt (beste Grüsse an den FP-Redakteur :D) ist nicht Lithiumfluorid (LiF), sondern das im Hybridverfahren aus Zinnwaldit gewonnene Lithiumkarbonat (Li2CO3)(siehe u.a. auch auf: https://www.energy-saxony.net/mitglieder/deutsche-lithium-gmbh.html). In der Regel ist LiF meist erst das Reaktionsprodukt von Li2CO3. Nun denn.
Das, was die Freie Presse in ihrem Artikel schreibt, hat in diesem Falle schon seine Korrektheit. Es wird bei der Aufbereitung tatsächlich ohne den Umweg über das Li2CO3 direkt LiF produziert. Hat den Vorteil, dass man in der Wertschöpfungskette von Vornherein höher einsteigt.
Zudem hat das sächsische Mineral dabei noch mind. sechs weitere Li-Vertreter (Minerale) im Ranking vor sich, die weit mehr Li-Gehalt als der Zinnwaldit aufweisen.
Glück Auf
Welche Minerale wären denn dies? Mir fallen von wirtschaftlicher Relevanz nur Spodumen, Petalit und Lepidolith ein.
Glück Auf!
Thomas
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Im Kontext mit dieser Diskussion......
https://europeanlithium.com/praesentationen-und-factsheet-presentations-factsheet
Glück Auf!
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Das, was die Freie Presse in ihrem Artikel schreibt, hat in diesem Falle schon seine Korrektheit. Es wird bei der Aufbereitung tatsächlich ohne den Umweg über das Li2CO3 direkt LiF produziert. Hat den Vorteil, dass man in der Wertschöpfungskette von Vornherein höher einsteigt.
Wie passt das damit zusammen (Auszug aus dem Annual Report 2018 der Gesellschaft zum Vorhaben auf der Koralpe) ?
"Hydrometallurgical test work ... showed that the flotation concentracte can be processed to battery grad lithium carbonate (> 99,9 % Li2CO3) by the conventional acid rast process which is currently the only commercial scale proven technology."
Und dann noch ein wichtiger Satz für die Erzgebirgler:
"The principal activity of the Company during financial year was Lithium exploration and developement in Austria."
Dazu noch ein Link: https://www.trend.at/wirtschaft/zweifel-lithium-abbau-kaernten-10369947
Oder habe ich da was falsch verstanden ??
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"Hydrometallurgical test work ... showed that the flotation concentracte can be processed to battery grad lithium carbonate (> 99,9 % Li2CO3) by the conventional acid rast process which is currently the only commercial scale proven technology."
Ich würde da mal die Betonung ganz stark auf das currently legen. Meine Informationen stammen von einem Vortrag des Geschäftsführers der Deutschen Lithium GmbH (interessanterweise auch ein Herr Müller ;) ) im Rahmen des Freiberger Kolloquiums vergangene Woche. Dabei wurde allerdings auch nichts Näheres zur chemischen Aufbereitung gesagt. Nur, dass das vorher mechanisch in Altenberg aufbereitete Li-Konzentrat im Chemiepark Schwarzheide in unmittelbarer Nähe zu Bayer chemisch aufbereitet werden solle. Aber ich denke, man wird schon einen Weg gefunden haben, das Ganze in großtechnischem Maße aufzubereiten.
Und dann noch ein wichtiger Satz für die Erzgebirgler:
"The principal activity of the Company during financial year was Lithium exploration and developement in Austria."
Dazu noch ein Link: https://www.trend.at/wirtschaft/zweifel-lithium-abbau-kaernten-10369947
Oder habe ich da was falsch verstanden ??
Wenn ich dich richtig verstehe, wirfst du gerade die Deutsche Lithium GmbH in den gleichen Topf wie die European Lithium. Die beiden Unternehmen haben allerdings nichts miteinander zu tun.
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Hallo,
zur Uebersicht wer im Erzgebirge im Bereich Lithium taetig ist:
- European Metals Holding, Perth Australien (ASX:EMH) - Cinovec-jih / Cinovec, Tschechische Republik
www.europeanmet.com.au
- Lithium Australia, Perth, Australien (ASX: LIT) - Sadisdorf / Eichigt
https://lithium-au.com/
- Bacanora Lithium, GB (LSE AIM:BCN) - Zinnwald / Falkenhain (JV mit Solarworld)
http://www.bacanoralithium.com
Alle erzgebirgischen Projekte sind mehr oder weniger Li-Sn Greisen mit Zinnwaldit als das Haupterzmineral. In Australien (hauptsaechlich WA auf dem Yilgarn Kraton und der Pilbara) sind Pegmatite das Hauptziel mit Spodumen oder Lepidolith als Li-Mineralie, wobei letzterer wohl schwerer aufzubereiten ist. Der Erzgehalte der Pegmatite sind deutlich hoeher als in Sachsen, allerdings ist dies nicht unbedingt der einzige Faktor der ueber die Bauwuerdigkeit entscheidet. Von aussen ist das immer schwer zu beurteilen. Man wird warten muessen, bis die erste Machbarkeitstudie veroeffentlicht ist, da sieht man dann, was unterm Strich bleibt.
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Hallo und Glück Auf,
upps, das war ja ne Menge (Interessantes), was da zum Vorschein kam. Besten Dank an alle.
Ich denke, wie auch immer jeder Einzelne zum Thema Wirtschaftlichkeit (hier der Li-Gewinnung, aber auch allgemein) steht, letztendlich entscheiden darüber noch nicht einmal die Fachexperten oder Damen & Herren der Aufsichtsräte sondern einzig und allein: der MARKT.
Ich will hier keineswegs die Diskussion anheizen, wieviel abbaubare Vorräte wir in Deutschland noch von diesen und jenen Dingen haben (selbst der kleine Harz hat noch gewaltige Reserven), aber sogar auch die Steinkohle zeigt derzeit aktuell, dass wir nun noch die letzte Stk-Zeche in wenigen Tagen bei uns schließen, wenn es wirtschaftlicher ist, den zunächst weiterhin bestehenden Bedarf auch mit Steinkohle selbst aus dem politisch höchst fraglichen und sensiblen Kolumbien für uns zu erschließen. (Eine Ökobilanz-Studie dazu wäre sicherlich sehr interessant).
Auf die aufgeworfene Frage von Dir Mampfbacke zähle ich dazu (neben den von Dir genannten [Spodumen, Petalit und Lepidolith] noch Amblygonit (Li: 3,4-4,7%,), Eucryptit [Li: 2,1-5,5%] sowie Bikitait [Li: 3,4%]. Selbst auch Swinefordit kommt mit 1,74% Li noch gut an Zinnwaldit ran.
Freu mich auf weiteren Austausch
Glück Auf
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CEZ und EMH haben sich geeinigt. CEZ uebernimmt 51% an Geomet, der EMH Tochter welche die Erkundung in Cinovec betreibt. CEZ investiert 29.1 Mio Euro. Damit ist das Projekt bis zur Entscheidung das Bergwerk zu errichten vollstaendig finanziert. Die Transaktion soll am 27. April stattfinden. EMH beginnt dann sofort mit den Arbeiten fuer die Definitive Machbarkeitsstudie.
https://www.asx.com.au/asxpdf/20200424/pdf/44h6lhp6npb5rp.pdf
https://www.mining.com/europes-largest-lithium-project-fully-funded-to-construction/
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Der MDR hat eine Sendung zur geplanten Aufnahme der Foerderung in Zinnwald ins Netz gestellt:
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-785352.html
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Wer sich die Sendung ansieht und genau hinhört wird feststellen, dass die Aussagen zum tatsächlichen Beginn eines Bergbaues in Altenberg-Zinnwald sehr vage sind und nicht wirklich viel Hoffnung für einen baldigen Beginn besteht. Vom großen Berggeschrei wird auch hier nichts übrig bleiben.
Glück Auf Jürgen
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Der MDR hat eine Sendung zur geplanten Aufnahme der Foerderung in Zinnwald ins Netz gestellt:
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-785352.html
Die Sendung ist wenigstens schon vier (!) Jahre alt...
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Neues von der Grube Niederschlag aus dem Bundesanzeiger:
Auszug aus dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/2021 (02.08.2022)
Die Gesellschaft weist in diesem Jahresabschluss einen Jahresüberschuss von TEUR 763 und ein negatives Eigenkapital von Mio. EUR 9,7 aus. Hinsichtlich des negativen Eigenkapitals hat die CK Corporate Finance GmbH in Höhe von Mio. EUR 1,5 einen Forderungsteilverzicht zum 30.06.2021 ausgesprochen und im Übrigen für Mio. EUR 9,8 einen Rangrücktritt auf ihre Darlehen erklärt. Mit Beschluss vom 8. Dezember 2021 hat die Gesellschafterversammlung die Änderung des Wirtschaftsjahreszeitraumes auf das Kalenderjahr beschlossen. Die Umsatzerlöse sanken im Berichtszeitraum auf Mio. EUR 7,8 (Vorjahr Mio. EUR 10,0). Hauptursache waren die Corona-bedingten Nachfrageausfälle und den darauf begründeten Produktionsunterbrechungen und Kurzarbeitsmaßnahmen insbesondere im ersten Quartal 2021.
Aufgrund der technischen und technologischen Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme des Grubenbetriebes und der Aufbereitungsanlage in den Anfangsjahren, der damit verbundenen Kostenerhöhungen bei Investitionen und des höheren Betriebsmittelbedarfs sowie des zwischenzeitlichen Preisverfalls bei Flussspat-Produkten wies die EFS in den Anfangsjahren hohe Verluste aus. Im Dezember 2017 wurde mit den finanzierenden Kreditinstituten, der Sächsischen Aufbaubank als Vertreter des Bürgen Freistaat Sachsen und dem Gesellschafter Nickelhütte Aue GmbH eine Sanierungsvereinbarung geschlossen. Mit Vertrag vom 29. Juni 2021 haben die Stoykiy GmbH, Idstein, (11%) und die Thanatos Chemical Industries, Idstein (89%) sämtliche Anteile an der EFS von der NHA erworben.
Im Verlauf des letzten Quartals 2021 konnte die EFS tiefer und weiter in die Fluorchemie-Gruppe eingebunden werden. Die EFS hat nun einen verbindlichen Absatzvertrag mit der Fluorchemie Stulln GmbH (FCS) und der Fluorchemie Dohna GmbH (FCD) abgeschlossen, was, qualitäts- und marktpreisorientiert, den Absatz der EFS garantiert.Die FCD hat mit der Errichtung einer sogenannten Arsenfalle begonnen, was zur vollständigen Eigenverwertung der geförderten Rohspatmengen innerhalb der Fluorchemie - Gruppe führen wird.
Infolge der überraschend hohen Nachfrage und den stark steigenden Preisen für Säurespat gelang es der EFS mit einem Hauptkunden einen Liefervertrag über 10.000 Tonnen abzuschließen. Diese Menge umfasst ca 40 % der Gesamtproduktion des Bergwerkes. Die EFS organisiert gegenwärtig einen dualen Streckenvortrieb um eine kontinuierlichere Versorgung des Flotationsbetriebes zu sichern und parallel die Vorarbeiten zum Aufschluss der Lagerstätte 2 voranzutreiben.
Der Aufbereitungsstandort der EFS wird auf absehbare Zeit in Aue auf dem Gelände der Nickelhütte Aue bleiben. Mit der Nickelhütte wurden entsprechend langfristige Miet-, Energieversorgungs- und Dienstleistungsverträge geschlossen. Die die Abbaukapazitäten übersteigenden Verarbeitungsmöglichkeiten der Flotationsanlagen werden entsprechend den Geschäftsplanungen durch Verarbeitung von Fremdspat in den nächsten Jahren genutzt. Seit 2019 betreibt die EFS in unmittelbarer Nähe des Standortes Niederschlag eine Abfallentsorgungseinrichtung zur Endlagerung ihrer Flotationsberge. Damit wurde eine hohe Entsorgungssicherheit erreicht, sodass auch die noch in Aue lagernden Bergemassen innerhalb weniger Jahre abgeführt werden können.
Um den Ausstoß an Säurespat über die Kapazitäten des Bergwerkes hinaus zu erhöhen, ist der Einsatz von Fremdspat weiter vorangetrieben worden. Zunächst soll im Q1/22 in Gehren bei der Grube Phönix lagernde Rohspat der Verarbeitung in Aue zugeführt werden. Ab Q2/22 ist der Einsatz von Rohspat aus der ehemals von Solvay betriebenen Flussspatmine in Okorusu/ Namibia geplant. Die EFS wird zunehmend in den Aufschluss des Bergwerkes in Gehren und dem Bau der dortigen Flotationsanlage eingebunden.
Die derzeit unter Verhieb befindlichen Vorratslager/ Flussspatvorräte reichen nach jetziger Einschätzung für eine Roherzgewinnung/Säurespat-Produktion bis mindestens Ende des GJ 2026/27. Anschließend wird die Gewinnung eines weiteren im Grubenfeld befindlichen Vorratsblockes (sogenanntes Vorratslager II) für die Zeit bis 2035 vorbereitet und ist integrierter Bestandteil der Geschäftsplanungen der Fluorchemie-Gruppe.
Die neuen Gesellschafter der EFS sehen ein großes Wachstumspotential für den Fluorprodukte-Markt, unter anderem aufgrund der steigenden Nachfrage durch die Elektromobilität. Daher sind hohe Beträge in die Festigung und Erweiterung der Fluorchemie-Gruppe geplant. Für das laufende Rumpfgeschäftsjahr zum 31.12.2021 geht die Geschäftsführung von einem Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 10,5 aus. Wesentliche Ursache sind hierfür sonstige betriebliche Erträge aus der vorgenommenen Wertaufholung auf vormals außerplanmäßig abgeschriebene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.
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Hallo alle,
was sich schon lange angedeutet hat ist nun Gewissheit, die Flussspat/Schwerspat-Grube Niederschlag wird in Kürze geschlossen und geflutet. Der Insolvenzantrag wurde ja schon 2023 gestellt, die Rücklagen sind durch den Notbetrieb aufgebraucht und ein geeigneter Investor bzw. zukünftiger Betreiben wurde nicht gefunden.
Besonders tragisch ist, dass sich jetzt kurz vor Schließung des Bergwerkes untertage noch ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet hat.
So findet diese mit viel Hoffnung gestartete Unternehmung im Erzgebirge ein neues Bergwerk zu etablieren ein trauriges Ende.
Gruß und Glück Auf, Jürgen