Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Österreich / Austria => Fundstellen / Locations => Kärnten => Thema gestartet von: michaelh am 04 May 06, 14:00
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Hallo Freunde,
in Hüttenberg/Kärnten soll es tolle Fundmöglichkeiten für Chalcedone geben. Angeblich sollen in Hüttenberg noch weitere ca.200 Mineralienarten auf engstem Raum vorkommen.
Kennt jemand von euch die Gegend und kann mir Tipps geben?
Vielen Dank im voraus
Michael
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Hallo Michael,
Ich kenn die Gegend leider auch nicht, aber es gibt ein Buch mit dem Titel "Hüttenberg Kärnten" darüber. Gesehen in www.mineralienwelt.de
94547 - Hüttenberg, Kärnten Format 15x21 cm, 72 Seiten,
über 30 brillante Farbfotos, rund 35 SW-Abbildungen.
Bestell-Nr. 94547
8,90 Euro
F.H. Ucik, G. Niedermayr
Hüttenberg, Kärnten
Bergbaugeschichte · Geologie · Mineralien
Wer kennt sie nicht, die schönen blaugebänderten Chalcedon-Stufen vom Fundort Hüttenberg in Kärnten? Oder die himmelblauen Coelestinkristalle? All diese und noch über 160 weitere Mineralien werden in dieser reich bebilderten Broschüre beschrieben. Die ausführliche, mit vielen historischen Grubenaufnahmen versehene Bergbaugeschichte fehlt ebensowenig wie eine geologische Einführung in das Gebiet rund um Hüttenberg und Knappenberg.
Gruß Franz
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Ich war schon viele Male da in der letzte Jahren und hatte die moeglichkeit schoene Calcedone und Coelstin, Pyrit, Pyrolusit, Siderit, mit darauf wasserklaren Calcite und Bergkristallen zu finden.
Jedes Jahr wird die Albert Halde (in der naehe dez Geozentrums) zweck Ekskursionen fuer Sammler angefahren von Bagger, vor zwei Jahren war ich da wenn dass passierte, Glueksfogel!!
Einige Photoos stehen auf
http://www.strahlen.org/vp/au/huttenberg/index.htm
Lass mir wissen wenn du weiter Infoos brauchst,
Gruesse
aus der Niederlande
Jos
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Hallo,
nicht vergessen in Hüttenberg das Museum (in der Ortsmitte, in der Nähe der Kirche) und das Besucherbergwerk zu besuchen. Weitere montanhistorische Stätten sind in Heft, Mosinz usw.
Anfrage beim Gemeindeamt Hüttenberg bingen sicher weitere Hinweise.
Glückauf !
Schlacke
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Hi,
hoch über Hüttenberg liegt die Wallfahrtskirche Maria Waitschach. Dort gibt es im Wald mehrere hochinteressante Schlackenfundstellen. Von dort habe ich ein paar hervorragende Nitrobarite!!
Glückauf
anatasi
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Hi Anastasi,
der erwähnte Nirtrobarit wurde von mir beschrieben und in Mitteilungen des Kärntner Naturkundemuseums veröffentlicht. Es gibt von dort noch weitere Schlackenmineralien, die aber noch nicht alle bestimmt und zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden (z. Baryt, Jarosit, Beudantit, Malachit, Cuprit usw.)
Glückauf!
Schlacke
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Hi Schlacke, ich habe von österreichischen Freunden auch ein neues Bleichlorid (gelblich, durchsichtig) von Maria Waitschach bekommen. Wirst du das auch beschreiben??
Gruss
anatasi
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Hallo Anatasi,
Betr. Maria Waitschach ist zerst die genaue Fundstelle zu lokalisieren. Nirtobarit wurde von mir ausschließlich von der Funstelle Nr. 8 gefunden und mit einem Co-Autor beschrieben. Die Nr. 8 bezieht sich auf die Beschreibung von Pichler, A.: Bergbau in Ostkärnten, Veröffentlichung des naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten, Sonderheft 60, Klagenfurt: 2003, S. 106 f.
Meine Aufsammlungen und Beobachtungen stammen von diesem Fundort und einem weiteren Vorkommen, das bei Pichler nicht erwähnt wird. Heute steht im Umfeld der Nr. 8 Jungwald, was eine Orientierung fast nicht menr möglich macht.
Die Blei-Chlor-Verbimfungen die auf einer CD in der Sammlerschaft bekannt sind wären : Fiedlerit, Laurionit, Paralaurionit, Georgiadesit, Heliophyllit, Nadorit und Penfieldit. Das unbenannte Mineral mit den
chem. Bestandteilen: 30% Pb, 48 % Cl, 12% S, 7% Fe, und 7% Si in Form von gelblichen xx wird in nächster Zeit keinen Namen erhalten. Die IMA lehnt derzeit sekundäre Bildungen in Schlacken ehemaliger Erzverhüttung als Mineral per Definition ab.
Weitere Bildungen der Nr. 9 sind teilweise miteinander so identisch, daß die Analyse einer jeden Probe erforderlich wäre, um eine sichere Bestimmung vorliegen zu haben.
Vergleiche mit anderen Mineralvorkommen sind fast unmöglich, das die verhütteten Erze oxidischer Natur sind, geringe Anteile von Ba, Cu, Zn, usw. verkomplizieren die Angelegenheit, da man bisher nicht weiß, wieviel der Ausgangststoffe sich anschließend noch in der Schlacke befinden und welche Bedingungen zur Bildung sek. Mineralien erforderlich sind.
Beispiel Nitrobarit: Ba stammt aus den Erzen, No3 duch Nitrierung organischer Komponenten oder durch Oxidation von Luftstickstoff ? stammt N aus der Holzkohle ?
Alles Fragen die bisher noch nicht diskutiert worden sind. Daß die Bildungsbedingungen sich innerhalb eines Schlackenstückes ändern können ist zwar bekannt, aber was ist die Ursache?
Fazit: Fragezeichen an Fragezeichen, das macht die Beschäftigung mit sekundäre Mineralbildungen so interessant. Auch die geplante Analyse eines Schlackenstückes Waitschacher Herkunft wird das Rätsel nicht lösen!!!
Glückauf!
Schlacke
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Hallo Schlacke,
bei deinen Erläuterungen wird mir eigentlich immer unverständlicher, warum die IMA sich bei den Schlackenmineralien so quer stellt. So interessant erscheint mir die Diskussion alleine schon durch deine wenigen Hinweise. Irgendwie scheint mir die IMA bei manchen Dingen einen falschen Weg zu gehen. Aber das ist nur die Meinung eines Sammlers, und damit eines Laien.
Übrigens habe ich meine Nitrobarite selber gefunden (sie sind auch analysiert!!), und diese Stelle finde ich auch im Schlaf wieder!!
Glück auf :D :D
anatasi
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Die EDS-Analyse der Pb-Cl-Verbindung wurde von Günter Blaß durchgeführt.
Ich habe ein vorläufiges Modell der Kristallstruktur (monoklin), basierend auf den Ergebnissen einer Einkristallstrukturanalyse. Publizieren will ich die Struktur auf jeden Fall, auch wenn kein Mineralname für die Verbindung möglich ist - vielleicht wird sie aber eines Tages auf einer normalen Halde gefunden...