Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: michaelh am 11 May 06, 19:49
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Hallo Freunde,
das Fundstück stammt aus einem Gneissteinbruch mit Pegmatitbändern aus Unterkienstock/Österreich (Nähe Krems/Donau)
Es geht mir um die grüne quarzartige Spitze. Laut Fundstellenbeschreibung kommt dort sehr selten auch Chrysoberyll vor. Meiner Meinung nach ist es das auch.
Was meint ihr?
Grüße
Michaelh
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Hallo,
auf dem Foto ist die Kristallform zwar nicht allzu deutlich erkennbar, aber es könnte sich schon um Chrysoberyll handeln. Meiner aus dem Bergeller Granitpegmatit sieht ähnlich aus. Da ich die Fundregion aber nicht näher kenne, ist meine Aussage auch nur eine grobe Schätzung...
Stimmt denn die Härte?
Günter
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Bezüglich der Härte kann ich noch nichts sagen.
Bin leider noch nicht so gut ausgerüstet um Tests zu machen
Gruß
Michaelh
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Hallo Michael,
die Ausrüstung zur Härtebestimmung findest Du garantiert in deiner Wohnung. Du brauchst lediglich ein Stück Kupferblech, einen Eisennagel, etwas Glas, einen Stahlnagel oder ein Taschenmesser und eine Quarzspitze.
Härte 3 ist weicher las Kupfer. Härte 4 weicher als Eisen aber härter als Kupfer, Härte 5 ist weicher als Glas, Härte 6 härter als Glas aber weicher als Stahl bzw. Quarz. Das was Quarz ritzt ist härter als 7.
Das klappt ganz gut um die Härte grob zu klassifizieren.
Glück Auf
Uwe
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Wenn du also an dem Kristall mit den genannten Mitteln keinen Schaden anrichten kannst, ist die Wahrscheinlichkeit für Chrysoberyll recht hoch (Härte 8,5).
Günter
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Hallo Freunde,
bin nun etwas besser ausgerüstet (Fototechnisch).
Ich hoffe dieses Bild hilft zumindest für die opitsche Bestimmung weiter
Gruß
Michael
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Hallo,
Von der Farbe her könnte es sehr gut Chrysoberyll sein. Aber ohne Härtetest ist da wohl nichts zu machen. Könnte durchaus auch Apatit sein (Härte =5).
Würde z.B. Stahlnadel oder Feile an einer kleinen Stelle benutzen. Wenns geritzt wird, ist das Mineral weicher, also Apatit, wenns härter ist, würde ich zum Chrysoberyll tendieren.
Glück Auf!
Smoeller
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unter "Unterkienstock" finde ich im Lexikon nichts - könnte das vielleicht jemand, der die Fundstelle kennt, anlegen ?
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http://www.mindat.org/loc-171286.html (Beschreibung laut Infos von Erwin Löffler).
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Ich halte das eher für Apatit. Der Chrysoberyll-Nachweis stammt von Kappelmüller und dessen Angaben sind immer mit etwas Vorsicht zu geniessen.
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(Fluor-)Apatit ist ja auch auf Mindat gelistet, Chrysoberyll hingegen nicht ....