Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Waidler am 17 May 06, 15:39
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Was haltet Ihr von Rutengehern? Oder besser gesagt, dürfte es möglich sein, mittels einer Wünschelrute Mineralgänge aufzuspüren? Mit Wasserandern - Störungen klapps ja bestens!
Bitte alles schreiben, was Euch dazu einfällt!!!!!!!!!! Danke!
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Hallo Waidler,
ist kein Thema, was nicht schon diskutiert worden wäre:
Hier gab es schon mal einen Thread zu dem Thema:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,7376.0.html
und in einem anderen Forum ebenfalls:
http://www.untertage.com/forum/viewtopic.php?t=2400&highlight=w%FCnschelrute
http://www.untertage.com/forum/viewtopic.php?t=196&highlight=w%FCnschelrute
Gruß
as
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Mit Wasserandern - Störungen klapps ja bestens!
Wirklich? 8)
Moin,
guckst Du Dir die alten Stiche von Agricola et al. aus der frühen Renaissance an, dann
war das wohl mal eine ernstgenommene Möglichkeit, Erzlager aufzuspüren.
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Klar, wenn die Wünschelrute an an Magnetometer oder an ein Bodenradar gekoppelt ist...
Wasseradern: was zu beweisen ist...
MfG
Frank
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hallo,
das ist für mich genau so "hoch wissenschaftlich" wie der folgende thread:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?SCPHPSESSID=9f028e86ca9bba069287dbe32bcd88bd&topic=8729.0
aus dem mittelalter sind wir schon raus ;-)
den erwähnten spiegelartikel im ersten link von as find ich relevant.
gruß
hatiras
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hallo, sagen wir mal so ,es gibt mehr dinge zwischen himmel und erde als sich der mensch je träumen lässt.
das heisst aber nicht das ich darn glaube, aber man kann sich ja überzeugen lassen.
muß ja nich alles unfung sein.
gruß bernd
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Heikles Thema ... ich hoffe Ihr wißt noch mehr aus EIGENER Erfahrung darüber!
Ich kann nur für mich selbst sprechen: Wasser und Störungen schon irgendwie möglich, aber Erzgänge/Quarzgänge??? Scheint aber alles auf dem selben "Mechanismus" zu beruhen (drücken wirs mal laienhaft aus!). Anders gefragt: Wer von Euch hat auch Erfahrung?
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Ich !
Gruß loparit
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Moin!
Also ich habe selber keine Erfahrung mit Wünschelruten (außer mit meiner leibeigenen ;D)
Spaß beiseite: Ich will das Thema nicht generell als Schwachsinn abstempeln, aber ich bin da doch eher skeptisch. Es mag generell schon etwas dran sein, aber genauso denke ich da an viele gescheiterte Blindversuche und als Scharlatane entlarvte Möchtegern-Wassersucher. Mit Sicherheit ist das Wünschelruten-Gehen keine Methode, die man auf wissenschaftlicher Basis als generell funktionierend erklärend kann. Es bleiben immer ein paar Fragezeichen. Aber generell abstreiten sollte man auch nicht, dass so etwas funktionieren kann... :-\ Jedenfalls wäre ich eher bereit an diese Sache zu glauben als an zahlreichen Schwachsinn aus der Esoterik-Ecke, Heilsteine und all diesen Nonsens!
Gruß
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Hallo aus Mittelfranken
zunächst einmal sind Diskussionen über Wünschelruten eigentlich immer sehr polarisierend und führen zu wenig. Entweder glaubt man daran oder eben nicht. Einen Mittelweg gibt es da selten. Insofern beteilige ich mich eigentlich ungern an solchen Diskussionen,
Ansonsten : Ich bin Geologe und während des Studiums wurden wir natürlich nachdrücklich darüber belehrt, das Wünschelrutengeherei Unsinn und Volksverdummung ist und das es keine Wasseradern gibt etc. Wasseradern gibt es auch tatsächlich nicht. Und es gibt auch jede Menge Scharlatane, die auf diesem Gebiet tätig sind. Und den Leuten einzureden versuchen, ihr Bett bei Schlafstörungen von irgendwelchen ominösen Störstrahlen, die von Wasseradern herrühren sollen, zu verrücken,. Und dafür auch noch recht viel Geld verlangen. Und ihnen ominöse Apparate als Entstörer verkaufen. Und...und...und. ..
So etwas macht mich wütend, weil es schlichtweg Volksverdummung ist !
ABER : ich habe mich in den letzten Jahren - als Geologe - durchaus in vielen Fällen davon überzeugen können, das es Menschen gibt, die in der Lage sind, mittels Rute oder Kupferdrähten etc. Stromleitungen und auch günstige Ansatzpunkte für Brunnenbohrungen zu lokalisieren. Manche dieser Menschen tuen dies mit großem Erfolg auch hauptberuflich. Da gibt es zum Beispiel einen Wassersucher bei der GTZ (immerhin DIE Bundesbehörde für Entwicklungshilfe !), der seit Jahren sehr erfolgreich in ariden Gebieten seine Rute einsetzt. Oder da gibt es ein Brunnenbohrunternehmen in Burbach, dessen Besitzer sogar eine Wassermengengarantie für die von ihm mittels Rute gefundenen Bohransatzpunkte gibt. Und damit wirtschaftlich sehr erfolgreich ist. Oder...oder...oder...
Fazit 1 : Wünschelruten funktionieren ! Wie, ist bisher unbekannt. Neurologische Versuche, durchgeführt von besagtem Brunnenbohrunternehnmer, den das selbst interessiert hat, zeigen, das das Signal "Hier Wasser" zunächst im Gehirn entsteht, dann im Muskel des Armes / der Hand zu beobachten ist und erst zuletzt (!) die Rute / Kupferdraht / Pendel ausschlägt. Die Rute dient somit eigentlich nur als Anzeiger für das Signal, was sowieso im Gehirrn entsteht, wenn der Rutengänger sich über einen bestimmnten Ort bewegt. Aber sicherlich bedarf es hier noch erheblich mehr Forschungen !
Fazit 2 : Es gibt auf diesem Gebiet leider sehr viel Scharlatane, die das Volk verblöden... >:( und ein eigentlich sehr interessantes, erforschungswürdiges Phänomen in Mißkredit bringen.
Fazit 3 : Es möge jeder glauben, was er gerne möchte !
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
es gibt kaum ein Thema über das so viel Unfug verbreitet wird und mit dem so viel Geld abgezockt wird wie mit "Wünschelruten". Fakt ist, es ist nichts dran, es geht nicht. Wer anderer Meinung ist möge den Beweis erbirngen. Trotz ausgelobten 1.000.000 US$ hat das bisher keiner gemacht. Oder genauer gesagt, es geschafft seine angeblichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen (z.B. http://www.gwup.org/ueberuns/konferenzen/2004/wuenschelrute.html (http://www.gwup.org/ueberuns/konferenzen/2004/wuenschelrute.html)) . Warum? Ganz einfach - weil es eben nicht geht.
Die Wünschelrute scheitert - um es ganz klar zu sagen - in Theorie und Praxis. Keine bislang von Wünschelrutengängern gegebene Erklärung warum die Rute überhaupt funktionieren könne hat bisher einer wissenschaftlichen Überprüfung stand gehalten. Da werden Erdstahlen, Tachyonen, Schwingungen, Äther, Teslawellen und ähnliche Dinge erfunden, die bestenfalls in den Köpfen ihrer Erfinder existieren.
Nun wird gerne angeführt, dass es ja Leute gibt, die das tatsächlich können. Als Beweis für diese Fähigkeit werden gerne erwünschelte Brunnen genannt. Verschiegen werden aber gerne misslungene Versuche (wir gibt schon gerne zu, einen Fehler gemacht zu haben). Einige Beispiele finden sich z.B. hier: http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/wasserad.htm (http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/wasserad.htm)
Nun lese ich immer wieder "es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde ..." oder "es könnte schon was dran sein" ... Genau so fängt die Volksverdummung an. Es gibt kein "könnte gehen" sondern entweder es geht oder es geht eben nicht. Und im Fall der Wünschelrute geht es eben nicht. Und zwar mangels Theorie und Praxis. Genausogut könne ich Euch eine rosaroten Seidenstreifen mit Teslawellen behandelt verkaufen, der -um die Benzinleitung im Auto gewickelt- Sprit einspart.
Gruß
Berthold
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@berthold
Es gibt Leute die haben ihren Standpunkt. Das heißt aber noch lange nicht dass er richtig ist.
Das Wünschelrutengehen funktioniert und das habe ich selbst erfahren. Es ist schade dass unser Wünschelrutengänger schon vor einigen Jahren verstorben ist, sonst hätte ich mal ein Treffen organisiert. So hätte der eine oder andere selbst die Erfahrung machen können.
Natürlich gibt es viele, die auf diese Weise ihr Geld verdienen und auch die Leute verdummen. Aber verdummen kann man nur die die es mit sich machen lassen. Das ist nichts anderes als wenn ich jemandem eine Silberstufe für 10000 Euro verkaufte, die er sonstwo für 2000 bekäme. Es gibt halt eben Leute die etwas haben oder etwas glauben wollen und mit denen macht man die besten Geschäfte. So ist das und das funktioniert in allen Sparten.
Mit unserem verstorbenen Wünschelrutengänger haben wir im Siegerland, in der Pfalz, dem Emser Gebiet und im Hunsrück sehr erfolgreich gearbeitet und er hat nie etwas bekommen.
Auch habe ich es nicht nötig einen Beweis zu erbringen, dass es funktioniert. Denn mir reicht das erlebte als Beweis.
Gruß loparit
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Dieses Thema polarisiert, das haben wir ja auch schon in dem anderen Thread gesehen.
Viele haben unmittelbar oder mittelbar eigene Erfahrungen, in welcher Richtung auch immer, mit dem Thema gemacht. Fakt ist auch, daß diese Methode, ob und wie auch immer sie funktioniert, praktisch angewandt wird und eben nicht nur im Bereich der Geschäftemacherei, wo ein Anreiz also nur besteht, wenn es, platt formuliert "irgendwas bringt". Das beweist natürlich für sich genommen noch nichts.
Der Schluß, daß etwas nicht und niemals funktionieren kann, weil es noch nicht bewiesen ist, ist natürlich ebenfalls ein unzulässiger. Einzig zulässige Konklusion aus dem Befund, daß noch kein empirischer Beweis über die Funktion oder Funktionsweise vorliegt ist, daß ein solcher Beweis eben bisher noch nicht vorliegt.
Eine These, wonach etwas nicht und niemals funktionieren kann, erfordert zu ihrem Beweis die Widerlegung aller denkbaren (und auch solcher, derzeit möglicherweise aus dem bisherigen Erkenntnisstand noch nicht einmal denkbaren) Erklärungsansätze. Ein solcher Beweis ist nicht zu liefern. Wer sich wie die "Skeptiker" strikter Rationalität und analytisch-wisenschaftlicher Denkweise verpflichtet sieht, muß auch die Regeln des Syllogismus anwenden. Und seit der Antike gilt ein Schluss a nescire ad non esse zu recht als Fehlschluß. Oder anders formuliert: Die Abwesenheit von Evidenz, ist nicht die Evidenz von Abwesenheit.
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Hallo Schluchti
hervorragend geschrieben. Bin direkt neidisch dass es nicht von mir ist ::)
Also ich hätte es nicht besser schreiben können!
Gruß Loparit
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;) gutes
vorab, ich glaube das thema ist ausgiebig erörtert worden,
und zudem habe ich auch nichts produktives beizusteuern.
was mich interessiert ist, folgendes:
Aussage von GiantCrystal;
Ansonsten : Ich bin Geologe und während des Studiums wurden wir natürlich nachdrücklich darüber belehrt, das Wünschelrutengeherei Unsinn und Volksverdummung ist und das es keine Wasseradern gibt etc. Wasseradern gibt es auch tatsächlich nicht.
Wie nennt man Wasseransammlungen in der Erde? Sozuschreiben unterhalb der Erdoberfläche.
Also ich habe da keine Vorstellung, nicht mehr.
Bislang dachte ich das Wasser sich schon in der Erde bewegt, und sich auch in "Hohlräumen" sammelt.
würd mich über Aufklärung freuen, danke.
Gruß
Steinfinder
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Wasser tritt in verschiedenen Formen im Untergrund auf :
- 1. mengenmässig weitaus am häufigsten als Poren- und Zwickelfüllung in sogenannten Aquiferen = gut wasserleitenden, wenig verfestigten Lockersedimenten = Sande und Kiese
- 2. ebenfalls häufig in ähnlich gut leitenden, aber stärker verfestigten Sedimenten wie Sandsteinen, Konglomeraten etc. mit mehr oder minder großen Porenanteil. Das können aber auch Basalte und auch vergruste Granite etc, sein.
-3. in Form von kluftgebundenden Wässern = mehr oder minder zweidimensionale, also hohe und weite, aber nur sehr dünne "Wasserflächen" entlang von Klüften oder auch Kluftscharen in ansonsten relativ wenig wasserleitenden Gesteinen
-4. in verkarsteten Gesteinen (Kalkstein und Dolomit, seltener Gips, Magnesit u.a.) in sehr unregelmässigen Hohlräumen oder Höhlensystemen, hier auch oft in Form unterirdischer Bäche oder Flüsse, die oft nur einen Teil des Höhlenraumes ausfüllen.
Das war es so in etwa. Allen diesen Erscheinungsformen ist eigen, das sie nicht "aderförmig" sind, also sich nicht wie Schläuche durch den Bauch von Mutter Erde ziehen...
Merke : Wer eine Wasserader sucht, sollte einmal in einen Steinbruch gehen und dort eine suchen. Viel Spaß beim Finden... ;D
Glück Auf
Thomas
P.S.
Eine einzige Ausnahme gibt es : In Karstsystemen kann es allseitig versinterte Karstgerinne geben, die - sofern wassergefüllt - tatsächlich eine Art "Ader" im Gestein darstellen können. Aber das sind SEHR spezielle und seltene Bildungen, von denen kaum ein Wünschelrutengänger je gehört haben wird...
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:) Gutes, danke GiantCrystal.....
hat einiges erklärt, und die Vorstellung wieder geklärt, wie das mit dem Wasser unterhalb der Edoberfläche
funktionieren kann,
also wenn ich das richtig verstanden habe, dann müßte man in einem Steinbruch schon so einen Hohlraum
mit Wasser finden um überhaupt Wasser zu registrieren, die Art/Möglichkeit des "suchens/findens" mal außen vor gelassen.
Oder ist es nun so das so viel feinstverteiltes Wasser vorhanden ist das man es gar nicht konkret orten kann.
Gruß
Steinfinder ;)
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@ Berthold (Weiden): Ich würd nicht so hoch wetten, daß es nicht klappt ... . Wie schon gesagt, Wasseradern sind leicht lokalisierbar aber: Vergrabene Münzen und eben die "piep" Mineralgänge, da hab ich so ein Problem. Du kennst doch auch diese eine Hummel, die nicht weiß, daß ihre Flügel viel zu klein sind um überhaupt fliegen zu können ... aber sie fliegt ja trotzdem. ;)
@ALL: Wer hat praktische Erfahrung? Wie war Euer "erstes Mal"? :D
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Du kennst doch auch diese eine Hummel, die nicht weiß, daß ihre Flügel viel zu klein sind um überhaupt fliegen zu können ... aber sie fliegt ja trotzdem. ;)
Gutes Beispiel. Oder auch bezogen auf Medizin die Homöopathie. Keiner weiß wie's funktioniert, eigentlich dürfte es auch gar nicht funktionieren. Die Schulmedizin hält das Ganze eh für Humbug, aber trotzdem hilft es bei zahlreichen Leiden. Und das ist kein Placebo-Effekt, denn homöopathische Mittel kommen auch bei Tieren erfolgreich zum Einsatz.
Und daher denke ich, dass an den Wünschelruten ja trotzdem irgendwas dran sein kann, auch wenn es die Wissenschaft nicht beweisen kann... Aber auch bin eher Skeptiker was sowas angeht, daher sage ich "sein kann", nicht "sein muss"...
Fest steht natürlich, dass es Scharlatane gibt, die das Ganze zur Geldmacherei nutzen und die Leute verarschen.
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Ich halte mich bei dem Thema ganz offen. Ich würd mich mal freuen, sowas zu erleben.
Gehört habe ich sowohl von positiven wie negativen Resultaten. Deshalb zweifle ich weder an, noch bejahe es.
Allerdings: Die erste Regel gerade in den Naturwissenschaften ist:
Das Experiment hat das letzte Wort!
Wenn die Theorie nicht passt: Neues Modell entwickeln und ganz von vorn Prüfen!
Dazu muß man aber auch sagen: Experimente müssen immer noch reproduzierbar sein. Sind sie sas nicht, kann man auch keine verlässliche Theorie drauf aufbauen...
Und was das ganze Thema Wasser, bzw Wasser"adern" angeht: Ich würde da ganz auf Rutengänge verzichten. Ein Lösungsansatz mit Leitfähigkeitsmessungen ist präparativ wenig aufwendig und müßte prinzipiell klappen. In der Archäometrie spürt man alte Mauerreste im Boden mit sowas auf.
Daher bleibt für mich: Neugier ohne Vorurteil.
Gruß
Torben
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Jungejunge Berthold
Da kann ja selbst ich dich blamieren.
Mit nem gebogenen Schweißdraht finde ich locker ein Stromkabel.. Bevor ich gebaut habe, hat mir ein Bekannter die Wasserführenden Schieferlagen vorher gezeigt. Mit der nächstbesten Astgabel. 100% Trefferquote!
Der lacht über Leute wie dich. Er ist Physiker und verdient Geld mit geophysikalischen Bodenuntersuchungen. High Tech. Aber Rutengehen ist für ihn was normales.
Kannst ja mal ins Sauerland kommen. Der zeigts Dir.
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Hallo,
ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass wir einen Wünschelrutengänger hatten, der hat von zehn verstecken Metallen, bei einem Versuch durchgeführt an der Uni in Saarbrücken 8 Metalle gefunden und richtig zugeordnet.
Ich hatte ein Buch über das Wünschelrutengehen, dort ist beschrieben wie die Rute bei welchem Metall ausschlägt. Dieses habe ich nur noch als Kopie, da ich das Original unserem zwischenzeitlich verstorbenen Wünschelrutengänger geschenkt hatte. Nachdem er dieses Buch hatte war er Imstande durch den Ausschlag der Rute die Metalle zu unterscheiden. Das Buch beschreibt diese Dinge recht gut.
In Wallerfangen hat er Übertage mit der Wünschelrute den Stollenverlauf eines nicht zugänglichen Mittelalterlichen Stollens bestimmt. Der Stollen wurde unter Mitwirkung des Bergamtes Saarbrücken, der Uni Saarbrücken´und Bergbaumuseum Bochum freigelegt und stimmt genau mit den Angaben des Wünschelrutengängers überein.
Also ich habe meine Erfahrungen mit dem Wünschelrutengehen gesammelt und bin mir sicher dass es funktioniert. Leider besitze ich selbst die Fähigkeit des Wünschelrutengehens nicht.
Doch auch da habe ich etwas zu erzählen. Wir waren unterwegs zu einem Bergwerk im Hunsrück und dort hatten wir das Wünschelrutengehen ausprobiert. Der Wünschelrutengänger ging als erster eine Strecke ab. Als bei ihm die Rute anschlug, haben wir anderen es auch ausprobiert. Bei einigen hat es funktioniert, wie gesagt bei mir nicht. Daraufhin sind der verstorbene Wünschelrutengänger und ich zusammen mit der Wünschelrute gegangen. Er hielt die Wünschelrute (eine zuvor geschnittene Astgabel) in seiner linken Hand, mit der rechten Hand hat er meine Linke Hand genommen und ich habe das andere Ende der Wünschelrute in meine Rechte Hand genommen. Als wir zu der besagten Stelle kamen hat die Rute ausgeschlagen und ich war nicht Imstande das zu verhindern. Ich habe mit aller Kraft versucht die Rute festzuhalten, damit diese nicht nach unten ausschlägt, was war das Resultat, die Kraft war so stark, dass meine ganze Hand nach unten gedreht wurde.
Also jeder soll glauben was er will, ich habe meine Erfahrungen gesammelt und mich kann keiner so schnell umstimmen.
Gruß loparit
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Das Thema Wünschelrute gilt zwar als Unwissenschaftlich doch diese Bezeichnung stammt halt von Wissenschaftlern selbst. ;D Ich für meinen Teil muss 2 Dinge berücksichtigen: 1. auch unser ortsansässiger "Wünschelrutengänger" hat bei seinen Suchen nach dem geeignetsten Brunnenstandort eine 100prozentige Trefferquote aufzuweisen :o und 2. zu Agricola´s Zeiten war die Suche nach Erzadern mittels Wünschelrute gängige Praxis. In mancher Beziehung war das Wissen der Alten unserem heutigen Hightech-Zeitalter um Zehnerpotenzen voraus - soviel ist erstmal Fakt und davon kann mich auch kein Wissenschaftler abbringen. :P Die Wünschelrute als völligen Blödsinn abzutun halte ich für ziemlich Anmaßend.
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Hallo Sauerländer,
Jungejunge Berthold
Da kann ja selbst ich dich blamieren.
Mit nem gebogenen Schweißdraht finde ich locker ein Stromkabel.. Bevor ich gebaut habe, hat mir ein Bekannter die Wasserführenden Schieferlagen vorher gezeigt. Mit der nächstbesten Astgabel. 100% Trefferquote!
Toll, :D dann teilen wir uns die 1.000.000 Dollar ? Ich melde Dich gerne zum Test an, die Versuchsanordnung kannst Du selbst bestimmen, nur Doppeltblind muss der Test sein.
Bisher haben nur die sich blamiert, die behauptet hatten, sie hätten solche Fähigkeiten.
Gruß
Berthold
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Hallo Berthold
Nun mach doch mal langsam.
Ich behaupte ja nicht, dass das Rutengehen bei mir funktioniert. Und ob man ein Starkstromkabel mit ner Wasserader vergleichen kann, weiß ich auch nicht. Jedenfalls hat der Draht gemacht, was er wollte, als ich drübermarschiert bin. Bei anderen hats auch funktioniert.
Erinnerst Du dich an die alten Röhrenradios? Wenn man da vor stand oder sich davor hin und herbewegte, reagierte der Empfänger auch.
Also beinflusst unser Körper die Magnetwellen. Nichts anderes wird das bei dem Draht und dem Stromkabel sein. Störung eines Magnetfeldes.
Ne andere Erklärung habe ich nicht. Ich werde aber weiterhin behaupten, das es Leute gibt, bei denen das Rutengehen funktioniert.
Natürlich nicht bei Quarzadern, wie oben gefragt.
Und bei Erzadern und auf Halden nehme ich mein GARRETT- Skorpion. Funktioniert tadellos. Auf den Halden in Hartenstein hatte jeder 5. Sammler so ein Ding und großen Erfolg.
Die Wünschelrute des 20. Jahrhunderts.
Gruß
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Hallo,
nach der Diskussion über Wünschelrutengänger, ob erfogreich oder nicht , etwas zum Nachlesen, daß das Thema auch noch nach Agricola im Bergbau zur Lagerstättensuche aktuell war:
Griepp, Hans:
Geschichte der Rutengänger im 17. Jh. Ein erfahrener Wünschelrutengänger aus dem Harz wird für sächsische Bergwerke gesucht. in: Der Anschnitt, Jg. 21, Heft 4, S. 16-17, Bochum: 1969.
Interessenten erhalten gerne eine Literaturzusammenstellung zum Thema Wünschelrute in der Montangeschichte.
Glückauf!
Schlacke
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@Berthold
hat "er" vielleicht ein Problem, das es bei ihm nicht funktioniert ::)
Irgendwann habe ich auch mal studiert und weiss daher was "Wissenschaft" heißt.
Aber: früher war die Erde auch eine Scheibe, weil niemand die "Kugel" beweisen konnte.
Ich habs probiert und festgestellt, daß diverse Ausschläge erfolgen. Im Nachhinein hat mir
dann derjenige erklärt, das dort an den Stellen verschiedene Versorgungsleitungen liegen.
Woher hätte ich das also wissen sollen.
Und dann noch eins: Wenn ich es herausbekommen würde, was Wissenschaftler bis jetzt noch nicht geschafft haben
dann würde ich (1.) die Million nicht mit "Ignoranten" als Belohnung auch noch teilen.
Dann würde ich (2.) meinen Nutzen aus dieser Erfindung ziehen.
Vor allem aber würde ich niemandem aus den USA oder gar Deutschland mitteilen wie's funktioniert.
Wenn das jemals jemand wissenschaftlich erklären kann,
dann kann er sich das bissel Deutschland aus der Portokasse kaufen ;D
----- Und es funktioniert doch - auch wenn Wissenschaftler noch nicht mal das Gegenteil (doppeltblind) beweisen konnten
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Das tolle an der Sache ist, dass man nicht studiert haben muß um festzustellen dass es funktioniert.
Das kann durchaus auch der "Dummkopf von Nebenan".
Aber vielleicht ist das eben das große Problem, warum es manche nicht war haben wollen !
Gruß loparit
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Moin zusammen,
ich hab das Thema mit Interesse verfolgt und muss jetzt doch auch mal was dazu sagen: 1. Ich war immer superskeptisch bis total ablehnend .. bin ja geimpfter Geowissenschaftler. 2. ich habe den von loparit erwähnten Rutengänger noch gekannt. 3. ich hab ihm zuerst keinen Millimeter über den weg getraut diesbezüglich. 4. ich war dann ein paar mal mit ihm unterwegs. 5. er hat einen nun bei der BGR sitzenden Kollegen, harter bis ultrharter geowissenschaftler, der dabei war, zum Staunen gebracht. 6. ich hab auch gestaunt. 7. ich weiß nicht wie er es gemacht hat. 8. es war mir egal, er hatte erfolg (und hat damit nie ein geschäft gemacht .. das einzige was er wollte war, gefahren zu werden weil er nach den touren total erschöpft war). 9. nein ich weiß immer noch nicht ob es funktioniert oder ob es detailkennis eines Gebietes ist, die er unbewusst eingesetzt hat. 10. das glaube ich aber nicht, denn er war mit uns in für ihn neuem Terrain unterwegs. 11. ich maße mir nicht an, auszuschließen, dass es leute gibt mit null widerstand (elektrisch) ;-) .. denn es kann nur mit Induktion gehen. 12. nachdem mir mal eine frau eines eisenhüttenkundeprofs der rwth aachen gezeigt hat, wie sie mit zwei schweißdrähten anomalien lokalisiert, hab ichs ausprobiert. 13. in meinem garten hab ich was gefunden. 14. hab meine frau danach drüber gejagt .. gleiche stelle ausschlag. 15. meine mutter kam vorbei, konnte es nicht mitbekommen habe .. hab sie auch drauf angesetzt .. gleiche stelle.
Fazit: um zu sagen: das gibt es nicht, fehlen mir die argumente .. um zu sagen gibt es .. ich weiß nicht wie wenn .. aber ich muss halt sagen, dass es erfolg gehabt hat .. und nur das zählt letztendlich.
.. und ich bin glaube ich unverdächtig irgendwelchen esoterischen ecken entsprungen zu sein ;D
Grüße
Roger
@berthold .. kannst du mir mal deine postadresse mailen .. hab was für dich
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Hallo Montanpark,
genau so ist es :o
Man kanns nicht erklären, aber funktonieren tut es :D
Gruß Edgar Müller -loparit-
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Hallo zusammen,
o.k., bevor ich mir die Finger wund schreibe: http://www.ta7.de/txt/mystik/myst0037.htm (http://www.ta7.de/txt/mystik/myst0037.htm)
Die Effekte i.d.R. der Carpenter-Effekt die zum Rutenausschlag führen sind gut erforscht. Das Problem ist, dass sich der Wünschelrutengänger von diesem Effekt teuschen lässt und als Ursache für den Rutenausschalg an andere Dinge glaubt (die er sich wünscht: "Wünschelrute"). Ähnlich "funktioniert" das Pendel. Die eigenen Erfahrungen in allen Ehren, aber warum bitteschön halten solche Versuche einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand? Da kann mir einer noch so viele Episoden erzählen -wo die Rute seiner Meinung nach funktioniert hätte- Beweise sind das nicht (richtig, auch keine Gegenbeweise).
Und weil wir gerade bei Beweisen/Gegenbeweisen sind: Im wissenschaftlichen Sinne gilt ein Phänomen als gesichert wenn man einen Beweis für seine Existenz führen kann. Keinesfalls kann ein Phänomen als existent angesehen werden, wenn nur der Gegenbeweis nicht erbracht werden kann.
Nun ist aber der Carpenter-Effekt als Ursache für den Rutenausschalg wissenschaftlich beweisbar. Die von Rutengängern vermuteten Wasseradern (nicht beweisbar), davon ausgehende Erdstrahlen (nicht beweisbar) sollen (nicht beweisbar) den Rutenausschlag bewirken? Ganz schön lange Kette nicht beweisbarer Zusammenhänge.
@Falkone: "Aber: früher war die Erde auch eine Scheibe, weil niemand die "Kugel" beweisen konnte." Nein, der Beweis war nicht das Problem (schon die alten Griechen berechneten den Erddurchmesser auf etwa 12.750 km), hier stand Wissen(schaft) im Gegensatz zu Glauben (Kirche) und der Glauben war in den Köpfen stärker (genau wie bei der Wünschelrute, gutes Beispiel übrigens).
@der Sauerländer "Und bei Erzadern und auf Halden nehme ich mein GARRETT- Skorpion. Funktioniert tadellos. " Das hat mit der Wünschelrute nichts zu tun. Dass Metallsuchgeräte funktionieren hat wissenschaftlich gesicherte Hintergründe, die ich mir hier erspare.
@Montanpark+Loparit
schon mal darüber nachgedacht, ob die Versuchsanordnung nicht explizit schon eine Erwartungshaltung / Wunsch auslöst? Wenn ich zu jemanden sage, nehme die Wünschelrute hier und gehe in die Richtung - sage ich damit nicht schon hier an dieser Stelle ist noch nichts, auf der Strecke wird was sein, am Ende der Strecke wieder nicht ? Würde mich eher wundern, wenn er/sie nichts findet.
Gruß
Berthold
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Hallo Berthold
Jetzt weiß ich nicht, warum Du so verbohrt reagierst.
Natürlich ist mein GARRETT keine Wünschelrute! Fast alle Ampeln funktionieren nach dem Prinzip der Metallsuchgeräte und mein Auto ist ja auch keine Wünschelrute in Verbindung mit der Induktionsschleife (obwohl....ich wünsche mir häufiger ne grüne Ampel).
Die von Wünschelrutengängern gefundenen Wasseradern sind nicht beweisbar? Da staune ich doch sehr. Genau an den bezeichneten Stellen wurden/werden Brunnen gebaut. In meiner Baugrube trat genau an der bezeichneten Stelle Wasser aus dem Hang.
Warum immer nur schwarz oder weiß? Es gibt auch graustufen. Und alles lässt sich nun mal nicht mit Realismus erklären.
Gruß
Wilhelm
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Moin Berthold,
nenene .. so war die Anordnung nicht. Er hatte ein großes Gebiet, in dem wir was vermutet haben und ist das abgelaufen ... also die von Dir angesprochene "Strecke, auf der irgendwo was ist" gab es nicht. Ich tue mich als Geowissenschaftler auch schwer, das nachzuvollziehen, aber Induktionsphänomene sind nicht auszuschließen. Ich bin ja nun sicher kein Rutengänger, aber die Schweißdrahtgeschichte tut es irgendwie .. der Effekt war reproduzierbar und da es keinerlei Abstimmung der Versuchspersonen gab (bei mir im Garten) ist nix mit Erwartungshaltung. Frag einfach mal den Kollegen Dr. Kaufhold bei der BGR .. er war damals dabei und hat vorher getönt: SO EIN QUATSCH ... Willi hat ihn dann aber ziemlich überrascht.
Vielleicht sollten wir einfach aufhören, alles streng wissenschaftlich beweisen zu wollen auf dem Gebiet ... Tatsache war dass die Methode Erfolg brachte .. und wenn es mir nutzt und mich nix kostet und alle anderen Möglichkeiten (Bodenradar etc., wir haben es auch geoelektrisch und -magnetisch versucht) nix bringen, dann gebe ich allen eine Chance.
just my 5 cent ;)
Grüße
Roger
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Hallo,
nun ja, möglicherweise bin ich ja verbohrt, vieleicht hat "er" ja auch das Problem, dass es bei ihm nicht funktioniert, vieleicht blamiere ich mich mit meiner Ansicht. :P Aber warum bitteschön hält das Phänomen Wünschelrute keiner wissenschaftlichen Untersuchung stand?
@Roger: "Vielleicht sollten wir einfach aufhören, alles streng wissenschaftlich beweisen zu wollen" Da nimmst Du der Forschung und Wissenschaft die Triebfeder.
@ Sauerländer: "Warum immer nur schwarz oder weiß? Es gibt auch graustufen." ??? Entweder das Phänomen ist da - oder es ist nicht da. Graustufen kann ich mir da nicht vorstellen.
Wohlgemerkt, ich will keinem seinen Glauben nehmen, nur wenn jemand das als Wissen verkauft (im wahrsten Sinne des Wortes) dann geht mir die Hutschnur hoch.
Man kann alles glauben: "Hartmann-Netz", "Curry-Netz" und "Benker-Netz" lassen die Rute ausschlagen, dazu "Wasseradern", "Erz", "Störungen" und weiß der Geier was sonst noch. Ich habe auf den MM beobachtet wie einer seine Heilsteine vor dem Kauf mit der Rute ausgemessen hat, ein ortsansässiger Heilpraktiker verwendet die Rute zur Diagnose, optimale Schlafplätze und Pflanzstellen kann man mit der Rute finden... Wie gesagt, man kann alles glauben. Nur ich glaub das eben nicht.
Gruß
Berthold
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Hallo,
dazu kommt die Konstanz:
Eine "Naturgesetz" für Wünschelruten muss immer gelten!
Stell Dir mal vor, die Schwerkraft wird mal eben kurz aufgehoben.
(wie war das mit dem rotierenden Kreisel)
Ein Phänomen (wünschelrute) muss überprüfbar sein
(Fuion im Wasserglas)
Ein Modell muss "notwendig" sein.
(Raumäther und Michelson)
Es muss eine statistisch gesicherte Datenanalyse gemacht werden.
(In einer Straße in Hochneukirch wurden nur Mädchen geboren, imho >10, kein Junge - EIN WUNDER!)
Jeder weiss, auf den Packungen der Zigaretten steht:
"Rauchen tötet" usw. Jeder kennt einen Raucher der alt geworden ist.
Wünschelrute und mein erstes Mal:
Samstags auf der Baustelle, Schweissdraht und einer zeigte, dass er alles findet.
Ich hab die Drähte genommen, auch alles gefunden "ein Medium" halt. Es sollten Leitungen sein, in denen Strom floss, Rohrleitungen (Raffinerie ;D) . Klar, in der Halle lagen locker 500m Schweisskabel, wenige waren unter Strom. Problem: Ich fand die mit Strom und ohne Strom. Jetzt sag nicht es war das Metall. ;D Da wo es ohne Kabel ausschlug, sollten Rohre liegen. 8)
Auch wurde in der Gegend immer fleissig gewünschelt für Brunnen. Problem war aber eher: In dem Flusstal/Sanderfläche hatten wird teilweise in der Sandkiste im Frühjahr Wasser. sonst in 1m Tiefe. Sand halt... ::)
Also bis zum exakten Beweis des Gegenteils nicht notwendig für mein Weltbild.
MfG
Frank
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Leutz,
ich habe nicht von Wasseradern, Erzgängen und Leitungen gesprochen, sondern von Anomalien .. welche das auch waren. Und die hat er gefunden .. wie auch immer. Das Auspendeln von Heilsteinen, Ausrichten der Bettstätte etc, halte ich genauso für Humbug. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich es für mein Weltbild brauche (@frank) sondern dass ich den Nutzen daraus gezogen habe, dass da jemand in der lage war, ohne geophysikalische Gerätschaften meine Stollen zu finden (und nu sag keiner, die kann man eh im Gelände sehen etc. .... ich hab da nun wirklich schon lange Erfahrung und da war NIX zu sehen .. komplett verrutscht).
Ich habe auch nicht gesagt dass ich an Rutengänger GLAUBE .. ich habe nur beobachtet dass jemand das erfolgreich eingesetzt hat...
Vor zig Jahren hat man auch einige Dinge noch nicht gewusst bzw. wissenschaftlich nachweisen können .. vielleicht kommt das ja noch. Aber bis dahin verhalte ich mich bei dem Thema streng phänomenologisch ;) ... und ich behaupte immer noch nicht dass da wissenschaftlich was dran ist.
euch nen schönen Nachmittag
Roger
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Hallo Berthold
Ich denke, dass Wissenschaftler ein riesiges Problem mit solchen "Methoden" haben. Die wollen das garnicht bewiesen wissen.
Ähnlich wie in der Medizin, wo sich die Schulmedizin hartnäckig dagegen sträubt, dass es andere bzw. neue Erkenntnísse gibt. Von Schamanen fange ich jetzt erst garnicht an.
Klar...man kann mit Realismus sehr gut leben. Is aber stinklangweilig, oder?
Jetzt werd ich mir n Pülleken Blanco aufziehen, über Gott und die Welt diskutieren und den Göttern unter der Erde den letzten Schluck gönnen. Auf dass sie uns Allen wohl gesonnen sind.
Glück Auf
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einfach "Inherit the wind" lesen .... dann seh' ich schon das genau gleiche problem .... ::)
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Für den "Erfolg" von Wünschelrutengängern spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Ein Faktor ist sicher die Diskrepanz zwischen dem von giantcrystal beschriebenen tatsächlichen Vorkommen von Wasser, aber dem hartnäckigen Glauben von bestimmt 99 % der Bevölkerung an die Existenz von "Wasseradern".
Schlägt nun bei einem Wünschelrutengänger die Rute aus und dort wird ein Brunnen angelegt, der dann auch noch tatsächlich Wasser führt, sagen alle: "super, es hat funktioniert, er genau die Wasserader gefunden, das ist der Beweis, dass es geht". Wenn man aber vielleich 10 oder 20 oder sonstwieviel Meter daneben gegraben hätte, wo die Rute nicht ausgeschlagen hat, dann wäre man dort wohl auch auf Wasser gestoßen, zumindest in den meisten Fällen (sicher wird man auch mal geologische Situationen haben, wo das nicht so der Fall ist).
Ein zweiter Punkt ist natürlich die Erfahrung. Geländemorphologie, Geologie, Pflanzenbewuchs (Arten und Größe) sind natürlich Anzeiger. Verschiedene Details werden unbewusst (oder auch mal bewusst) verarbeitet und man wird dann so ein "Gefühl" dafür bekommen, und die Rute schlägt aus.
Laborexperimente liefern, wenn die Versuchsanordnung wirklich belastbar ist, Ergebnisse um die statistische Wahrscheinlichkeit.
Feldexperimente haben meist eine von vorneherein höhere Wahscheinlichkeit beim Erfolg. Das ist auch zu erwarten, wenn nach "Wasseradern" in einem Gebiet mit einem flächenhaften Vorkommen von Wasser gesucht wird.
Und noch ein eigenes Erlebnis, etwa 25 Jahre her: in der Nähe von Glauchau in Sachsen gab es eine Fundstelle für roten Turmalin. Beim Bau einer Eisenbahnlinie ist ein Felsen mit pegmatitischen Partien gesprengt worden, und in dem feinen Sprengschutt konnte man roten Turmalin (seltener auch grünen oder farblosen) finden. Man konnte entweder in dem Material herumscharren oder es auswaschen. Ich habe damals gescharrt und die Turmaline herausgesammelt. Da die Turmaline dort wahllos verstreut im Schutt vorkamen, konnte man immer etwas finden. Neben mir hat jemand mit der Wünschelrute gesucht. Da ich den Schutt durchwühlt habe, habe ich recht gut gefunden, der Wünschelrutengänger war die ganze Zeit mit wünscheln beschäftigt und hatte noch fast nichts. Nachdem ich in einem kleinen Loch zwei recht hübsche Kriställchen gefunden hatte, wünschelte er auch mal über diesem Loch, die Rute schlug stark aus, und er meinte, das sei eine sehr gute Stelle (natürlich, ich hatte ja schon gut gefunden). Nach weiteren drei Zentimeter buddeln (bei denen ich nichts mehr gefunden habe), war ich durch den Spengschutt durch und auf dem ursprünglichen Boden, wo natürlich kein Turmalin mehr zu finden war.
Glück Auf
der Stollentroll
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Genau diese Erfolge beim Auffinden von Wasser/"Wasseradern" - was ja in den meisten Fällen als "Beweis" herangezogen wird - sind für mich kein Beweis daß das Rutengehen funtioniert.
Niemand käme doch auf die Idee an Stellen wo es geologisch oder geländemorphologisch unsinnig wäre nach Wasser zu suchen - sei es nun mit Wünschelruten oder auf konventionelle Art. Trifft man aber irgendwo auf Wasser ist die Wahrscheinlichkeit daß man in der näheren Umgebung auch auf Wasser trifft hoch. Wir hatten mal solche sehr öko-mäßig veranlagten Nachbarn die steif und fest behaupteten nachts nicht schlafen zu können da ihr Bett über einer "Wasserader" stände (der Hinweis daß es keine Wasseradern gibt zog nicht...aber das ist ne andere Sache.. ;D). Auf jeden Fall ließen sie ihr Grundstück darauf von einem Wünschelrutengänger (der von sich behauptete seriös zu sein) absuchen - das Resultat war eine (glaube) 50cm starke "Wasserader" die sich durch ihr ganzes Grundstück zog... ::)
Jetzt ist es aber grad egal wo man hier - sei es dort oder bei uns im Garten oder in 'nem Umkreis von einigen hundert Metern - gräbt, spätestens ab 1m Tiefe kann man Wasser abschöpfen (unser Gartenteich wurde eine Zeitlang auf diese Weise befüllt bis die Pumpe ihren Geist aufgab..)
Und solche Beispiele gibt es hier viele - und niemand will einsehen daß es meist völlig egal ist wo man nach Wasser gräbt wenn die Geologie (Lehme/Tone des Bröckelschiefers in diesem Fall) die selbe ist. Und genau deswegen kann man mich mit diesen "Erfolgserlebnissen" überhaupt nicht überzeugen.
Gruß, Erik
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.. wer redet denn hier die ganze Zeit von Wasser???
ich hab da zum Bleistift mit keinem Wort von geredet...
Grüße
Roger
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sag ich ja auch nicht - aber es wird oft genug als Beweis für die Funktionsfähigkeit herangezogen. Und das ist für mich nicht glaubwürdig, mehr wollte ich nicht sagen..
Gruß, Erik
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Wünschelrute und Wasser ... das alte Streithema (na, da hab ich wieder was losgetreten ... aber vielleicht beruhts auch auf dem Phänomen, daß diverse Mitmenschen "Ihre Meinung" als alleinig richtig ansehen ... auch ich gehöre manchmal hierzu *schäm*)
Aber zurück zum Thema: Wer hat die Wünschelrute schon mal praktisch im Einsatz auf Mineralgänge gesehen? Oder vielleicht schon mal selbst probiert? Ich für meinen Teil kann keinen blanken Draht - hier ist egal ob Kupfer oder Stahl - in die Hand nehmen ... da sieht man in der Dämmerung regelrecht die Funken sprühen ... .
Bitte alles erzählen ... Ihr wißt ja BRAINSTORMING! Ich bin für alles DANKBAR!! :D
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Hallo,
zum Verständnis der Funktionsweise der Wünschelrute und des Pendels, sei auf den sogenannten "Carpenter-Effekt" (William Benjamin Carpenter, 1813-1885) oder auch "ideomotorischen Effekt" verwiesen (Nähers findet sich bei Wikipedia).
Was das Thema "Wünschelrute" bei Georgius AGRICOLA angeht, so empfehle ich, sich nicht nur die schönen Darstellungen in "Das ander Buch" vom Bergkwerck anzusehen, sondern auch den Text zu lesen.
Georgius AGRICOLA war bereits 1557 der Ansicht, dass ein frommer Bergmann keine Zauberrute zum Auffinden von Erzgängen braucht, weil er aus Erfahrung die natürlichen Anzeichen für Erzgänge kennt und beobachtet.
In diesem Sinne
GLÜCK AUF