Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Galen am 02 Jun 06, 14:23

Titel: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Galen am 02 Jun 06, 14:23
Hallo,
ich bin neu hier und ich hoffe dass ihr mir bei der Identifizierung einiger Mineralien meiner Sammlung behilflich sein könnt.
Bei dem angehängten Bild handelt es sich um einen Bergkristall(spitze) (ca. 16cm hoch) mit einem bräunlich schimmernden Überzug.
Leider war weder der Fundort, noch die genaue Mineralbezeichnung des Überzugs angegeben. Auf dem Preisschild (ca. 1980) stand ein Preis von 380.- DM.

Vielen Dank im voraus.

Galen
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Tobi am 02 Jun 06, 14:27
Hallo und willkommen im Forum!

Kannst du vielleicht ein schärferes Foto von der Stufe reinstellen, damit man vielleicht die Form der kleinen Kristalle ein bißchen erkennen kann? Weil sonst ist das ohne Fundort ja fast ein Ding der Unmöglichkeit :-\ Wie gut kennst du dich mit Mineralien aus, könntest du von dem unbekannten Überzug viellecht Härte und Strichfarbe bestimmen? Aber bitte ohne an dem teuren Stück was kaputt zu machen...?

Gruß
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Galen am 02 Jun 06, 14:53
Hallo Tobi,
ich hab noch mal 2 Bilder gemacht, leider komme ich mit meiner Kamera nicht näher ran (vielleicht kann ich am Wochende ne andere mal kur besorgen).
Die Kristalle sind so dünn, dass ich mich ehrlich gesagt nicht traue drauf rumzukratzen zwecks Mohshärtebestimmung.
Irgendwie erinnern mich die Nadeln an Rutil, aber ein Profi bin ich nicht...

Gruß
Galen
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Erik am 02 Jun 06, 15:33
Man kann zwar immer noch nicht wirklich viel erkennen, aber wie Rutil schaut es für mich trotzdem nicht aus. Würde eher Richtung Klinozoisit/Epidot tendieren..

Sind die Kristalle transparent?

Gruß, Erik
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: KOstMineral am 02 Jun 06, 15:36
Hallo

Schliesse mich Erik am. War auch mein erster Gedanke.

Gruss
Klaus
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Tobi am 02 Jun 06, 15:57
Also die sehen schon transparent aus, Epidot sprich Klinozoisit ist durchaus möglich, sogar sehr wahrscheinlich, was anderes fällt mir da auch nicht ein. Ich hatte auch theoretisch an Zinkblende gedacht, aber da passt die Kristallform nicht so recht :-\ Die Kristalle sind doch länglich, wenn ich das recht erkenne, oder?
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 02 Jun 06, 16:06
Könnte auch ein Phosphat sein (vgl. brasilianische Pegmatite).
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: guefz am 02 Jun 06, 20:45
Vom Dosso dei Cristalli im Val Malenco gibt es Quarz mit aufsitzenden braunen Magnesit-XX. Ich kann allerdings auf dem Foto die Kristallformen auch nicht erkennen.

Günter
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Galen am 03 Jun 06, 02:50
Hallo,
hab mir ne andere Kamera besorgt und ein paar Makroaufnahmen gemacht, ich hoffe man kann die Kristalle jetzt besser erkennen. Noch näher komm ich mit der Dimage leider nicht ran.
Welche Digitalkamera empfehlt ihr für solche Aufnahmen?

Gruß und vielen Dank

Galen
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: thannator am 03 Jun 06, 05:39
wegen deinen kristallen faellt mir nix wirklich gutes ein.

wenn du nur eine "preiswerte" kamera haben moechtest koenntest du dir eine Nikon Coolpix 4600 (oder 4500 - besser fuer Mikroskop-Aufnahmen) anschauen. Die 4600 hat 4 MP, 3x opt. zoom (also standard), einen sehr guten Makro-Modus (ich hab' den Mindestabstand bei ca. 4 bis 5 cm festgestellt ...), und viele Einstellungsmoeglichkeiten (ausloesezeit, white balance, etc.).

Nur zwei Bilder die ich mit der 4600 gemacht habe:

http://i70.photobucket.com/albums/i108/Weardale/Stanhope/Quarry%20Hill%20Vein/DSCN2648.jpg
fluorit wuerfel, ca. 0.5 cm "klein"

http://my.opera.com/Sebby/homes/albums/64297/huebnerite_peru.jpg
huebnerit kristalle, unter 1 cm

Ausserdem nimmt die Kamera billige SD-Karten (zumindest hier sind die am billigsten), und normale AA batterien/akkus ...
Mit einem Vorgaengermodell hatte ich ohne probleme ueber 3,000 fotos gemacht, und mit meiner 4600 habe ich seit november auch ca. 2,500 bilder gemacht, ohne probleme. Die nikon coolpix-serie scheint da sehr zuverlaessig zu sein.

Was anderes waere eine Canon A** ... da kenne ich mich mit den nummern und modellen aber nicht aus.

Coolpix 4600:  http://www7.guenstiger.de/gt/main.asp?produkt=356466
allerlei Canons:   http://www7.guenstiger.de/gt/main.asp?suche=&sub=0&kid=35&hid=21

Wenn du mehr Geld ausgeben moechtest vielleicht mal eine Canon Powershot S2 (oder 3 falls es die in D schon gibt) anschauen ... aber sonst kenn' ich mich in den preisregionen nimmer aus ...

Seb
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: uwe am 03 Jun 06, 17:46
Ich denke es könnte Bertrandit sein. Der kam 1992 mal auf dem Prinzlegang in Ehrenfriedersdorf auf Quarz vor, sah so ähnlich aus und wurde auch relative teuer gehandelt. Bretrandit bildet schöne Kristalle, bei der man die Kristallform gut erkennen kann. Vergleich mal die Form mit entsprechenden Kristallen auf Bildern.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 03 Jun 06, 18:05
Sieht mir nach Klinozoisit
http://www.mindat.org/picshow.php?id=3168  (isotyper Piemontit)
oder Stilbit
http://www.mindat.org/picshow.php?id=9728
aus.
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: uwe am 03 Jun 06, 19:26
Ja, Stilbit wäre auch eine Möglichkeit. Dann wären aber 380,- DM nicht gerechtfertigt. Piemontit sollte röter sein ??

Glück Auf
Uwe

Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 03 Jun 06, 19:38
Ich hab nur das Bild vom "Piemontit" (wenn's einer ist) gewählt, weil es alle möglichen Mischkristall-Übergänge zum Klinozoisit gibt.
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Torben am 03 Jun 06, 22:29
Zur Powershot-Serie von Canon kann ich was sagen, weil ich damit knipse.
Es ist eine Canon Powershot A75, neuerdings mit Nahlinse 52mm Canon 250D. Die Ausleuchtung der Stufen mache ich mit 3 Weißlicht-LEDs und eingestelltem manuellem Weiß-Abgleich. Seitdem ich so photographiere komme ich zu recht akzeptablen Bildern.
Bsp:
http://www.mineralienatlas.de/showpict.php?pict=1147992563.Adamin.jpg Stufengröße 35 x 35 x 30 mm
oder
http://www.mineralienatlas.de/showpict.php?pict=1147125953.Polylithionit.jpg Stufengröße 4 x 2 x 2 cm
Mit der Nahlinse komme ich bis 4 cm an die Stufe heran, ohne Nahlinse bestenfalls auf 10 bis 11 cm...

Probleme bei der Scharfeinstellung machen da nur Stufen, bei denen viele Kristallflächen ins Bild reflektieren.

Viele Grüße

Torben
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Galen am 28 Jun 06, 19:32
Hallo,

ich hab den Kristall einem Bekannten mitgegeben, der ihn an der Uni hat analysieren lassen.Heute hab ich ihn zurückbekommen.
Bei den xx handelt es sich um Eosphorit. Fundort ist höchstwahrscheinlich die Urucum Mine, Sapucaia, Minas Gerais, Brasilien.

Gruß

Galen
Titel: Re: Bergkristall mit unbekanntem Überzug
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 29 Jun 06, 16:12
Hatte ich also mit meiner Phosphat-Vermutung grob richtig gelegen.