Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Schatten am 09 Jun 04, 20:21
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Ich mal wieder... ;D
habe etwas Material von der Grube im Hagental (Gernrode/Harz) mit Wollastonit(?). Lt. meiner Literatur soll er da vorkommen.
Nun habe ich einige Epidotstufen, die dem 'Wollastonit' mehr als nur ähnlich sehen(grüne Kristallgarben in Matrix).
Kann jemand den Wollastonit bestätigen?
Bin für jede unterstützende Antwort dankbar.
der Schatten
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Hallo Silvio,
hier wäre ein Bild angebracht. Wollastonit kenne ich aus dem Erzgebirge bzw. von Sparnberg als grau (grüne) strahlige Aggregate.
Der Conny
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Hallo Conny,
leider ist meine neue Kamera noch nich da (evtl.erst Freitag), werde ein Bild nachreichen.
Es handelt sich jedenfalls um grüne bis grüngelbe strahlige Agregate, nur habe ich auch seit heute Epidot in dieser Form...darum meine Zweifel.
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(Phasenreiner) Wollastonit ist eigentlich immer weiß oder höchstens mit Grau(braun)stich. Was du hast, klingt nach Epidot/Klinozoisit oder evtl. strahligem Vesuvian.
GA, Uwe Kolitsch
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Morjen,
habe gestern nochmal die Eigenschaften überprüft.
Mein 'Wollastonit' hat eine farblos/weiße Strichfarbe, der Epidot aber leider auch - obwohl die bei Epidot eigendlich mehr gräulich sein sollte ???.
Bleibt mir noch der Säuretest (die is mir grad ausgegangen :-[) und der Härtetest (nach der Arbeit), werde das Ergebnis dann bekanntgeben.
Wie gesagt wird auch noch ein Foto folgen.
Aber verwirrend ist das schon...Vesuvian jetz auch noch ne Möglichkeit :o
der Schatten
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Ja, danke an Uwe Kolitsch.. ;)..das klingt natürlich einleuchtend..denke ich auch .. ;)
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Hallo Leute,
danke für Eure verwirrende Hilfe :D ;)
Der Härtetest hat ergeben:
zu weich für Epidot...Epidot hat mein gesuchtes Mineral geritzt, auch die Gegenprobe mit div. Küchenutensilien ;D (Messer etc.) hat dies bestätigt.
Auch Vesuvian wird deshalb recht unwahrscheinlich, müsste ja einem 0815 Messer trotzen-bzw vom Epidot kaum bis gar nicht geritzt werden.
Morgen zeig ich Euch ein Foto...
Nochmals Danke :)
der Schatten
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Evtl. ein blasser Amphibol?
Uwe Kolitsch
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Hallo uwe kolitsch,
Amphibol ist doch eine Gruppe von Mineralien, und auch nur ein Oberbegriff...
Wie soll man das bestimmen ???
Mit dem Foto habsch noch nich hingekriegt :(, neue Kamera...muss noch üben ;D
Danke für die Anregungen (trotz fehlendem Bild)
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... mit IR-Spectroskopie
Moni
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so ist es .. ;)
Gruß Peter
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Leute...Ihr macht mich schwach ;D...
Ich werde mich wohl morgen in Ruhe mit dem Problem beschäftigen...
is mir heut zu dunkel ;)
Ich hege den Verdacht, dass beide Mineralien, also Epidot und Wollastonit auf der Stufe vorhanden sind.
Aber da brauch ich noch ne Weile...
und erklähr Euch dann meine Vermutung.
Danke Euch nochmals...
der Schatten
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Ich hatte grad ne Stunde Sonne und somit genügend Tageslicht um die Stufe nochmals genau unter die Lupe zu nehmen.
Ich bin jetzt der Überzeugung, dass es sich um einen grünen Wollastonit handelt.
Die Farbe hat mich auch erst stutzig gemacht, aber lt. diverser Literatur (mit Unterstützung von Moni und Conny) und meiner recht laienhaften Härteprüfung kann es sich eigendlich nur noch um dieses Mineral handeln.
Es gibt keinen weiteren Hinweis für Epidot auf der Stufe.
Ich möchte noch allen danken, die sich die Mühe gemacht haben mir zu antworten und ihre Gedanken eingebracht haben.
viele Grüße
vom Schatten
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Hallo Leute,
habe meinen zweiten Fotoversuch fertig...Farbe und Schärfe passen noch nicht 100%ig...(jetzt kommt bestimmt: "doch Epidot")
[gelöscht durch Administrator]
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Hi Schatten,
ich muß Dir zustimmen :o ::) ::) ::) ::)
Gruß Moni
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Hallo Moni,
hier mal ein neues Versuch:
[gelöscht durch Administrator]
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...und die nochmal,
alles weitere geht im Moment über meine Fotokünste :-[
[gelöscht durch Administrator]
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Hallo Silvio,
das scheint mir doch eher nach einem Skarngestein mit viel Epidot (sogenannter "Erlan") auszusehen.
Conny
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Hallo Schattenmann - ah klingt geheimnisvoll,
ähnlich wie mit Deinem Mineral.
Ich würde jetzt wieder auf Epidot tippen. Zu säulenförmig das Ganze
Gruß von Moni
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Hallo Ihrs,
aha..Erlan ???
...jetzt habt Ihrs geschafft...ich fang nochmal mit den Überprüfungen an..
hätt ich mal bloß keine Fotos gemacht ::);D
Dank Euch,
der Schatten
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Hallo Schatten,
ich kenne das Hagental nicht, aber wenn es sich um ein Skarngebiet handelt kann es außer Epidot auch ein anders Mineral sein. Im Skarn kommen außerden oft noch Vesuvian, Hedenbergit und stengliger Diopsid vor.
Ich habe z.Zt. ein ähnliches Problem mit Material aus dem Skarngebiet um Antonsthal/Erzgeb.
Übrigens, Wollastonit soll (!?) immer undurchsichtig sein.
Glück Auf
Uwe
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Hi uwe,
hmmm...
in meiner Literatur steht Zitat "durchscheinend bis durchsichtig" ???
und das steht in 3 verschiedenen Büchern...
Wissen die eigendlich welche Mineralien die beschreiben... ???
Das gleiche Problem mit der Farbe: In dem einen Buch-weiß-grau und in dem anderem steht-weiß-grau sowie gelb-grünlich...
Wer soll denn da noch durchsteigen... ???
Wenn das so weiter geht steht auf dem Zettel:
Epidotischer Wollastonit mit Hang zum Diopsid und diversen anderen Mineralien ::)
der Schatten
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Epidotischer Wollastonit mit Hang zum Diopsid und diversen anderen Mineralien
:D ;D
...tröste Dich, solch Mutanten habe ich auch rumliegen! :D
Aber im Ernst: Ich habe aus Auerbach auch Wollastonit in verschiedenen Farben, von farblos über weiß, weiß-grau, grünlich, gelblich bis fleischfarben ( so'n Feldspatrosa halt ). Also haben da wohl alle Bücher irgendwie recht!
Aber Wollastonit mit so einem kräftigen Grün ??? ::)
Gruß, Erik
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Deine rot markierte Zeile ist grundsätzlich gar nicht so abwegig. In der Natur sind die Minerale oftmals nicht so genau definiert wie im Lehrbuch. Da gibt es oft die abenteuerlichsten Übergänge. Eine 100%ige Bestimmung des Hauptminerals und der Paragenese ist zwar schön und erstrebenswert, aber viel wichtiger ist die genaue Dokumentation von Fundort und Funddatum. Was es wirklich für ein Mineral ist läßt sich auch in 100 Jahren noch feststellen.
Im vorliegenden Fall glaube ich nicht an Wollastonit, Vesuivian oder Hedenbergit. Ich denke es ist entweder Epidot oder ein Pyroxenmineral.
Glück Auf
Uwe
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Hallo uwe,
ich danke Dir für Deine Einschätzung der vorliegenden Problematik.
Langsam tendiere ich auch mehr zum Epidot, werd mich mal mehr auf dessen Nachweis konzentrieren.
Funddatum und Ort hab ich natürlich notiert, das fand ich schon damals recht wichtig...
Ich muß mich an dieser Stelle nochmals für Eure Unterstützung bedanken (und fürs Mitgefühl).
Für mich ist es noch sehr schwer solch knifflige Dinge allein durchzuarbeiten.
der dankbare Schatten
P.S. hab dann auch gleich mal noch ne 'Bestimmungsleiche' :D nachgelegt
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Bitte immer weiter fragen. So etwas macht das Forum für alle interssant.
Uwe
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Hallo uwe,
gar kein Problem...glaub mir: is erst der Anfang ;D.
Ich habe über die Zeit einige mir rätselhafte Sachen gefunden... ::)
Wehe wenn ich losgelassen ;D ;D ;D
der Schatten
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Hallo Silvio,
aha..Erlan
ich war ja noch nicht dazugekommen hier etwas zu erklären. Also unter "Erlan" wird ein Kalksilikatfels erklärt, der folgende Zusammensetzung aufweisen soll: Klinopyroxen, Amphibol, Plagioklas, Vesuvian, Epidot, Ca-Granate, Zoisit und Wollastonit. Nun kannst Du Dir aussuchen, ob Dein Mineral hier mit reinpasst. Die Typlokalität ist der Paulusknochen bei Grünstädtel (Schwarzenberg). "Erlane" sind Gesteine, die bei der Metamorphose aus Kalksteinen durch Reaktion der Karbonatmineralien mit SiO2 entstehen. Alles klar?
Literatur:Zeugnisse der Erdgeschichte Sachsens von H. Prescher, 1987 S. 51 (mit SW-Bild von der Typlokalität) -übrigens ein recht gutes Buch/zu DDR-Zeiten sehr begehrt und schwer zu bekommen. Heute wohl nur noch antiquarisch?
Der Conny
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Hallo Conny,
hab Dank, ich versuch das mal jetz richtig zu interpretieren:
demnach kommt es zu einer Vermischung der verschiedenen Mineralien (mal salopp gesagt).
Das würde ja die etwas seltsamen Ergebnisse meiner Bestimmungsversuche erklären...oder aber ich stell mich einfach zu blöd an... ;D
Ich komme immer auf das Ergebnis, dass das Mineral zu weich ist für "normalen" Epidot...
Na dann versuch ich mal die Literatur zu finden...
der Schatten
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Hallo Schattenmann,
ich glaube nicht, daß Du Dich zu blöd anstellst.
Ich habe die Erfahrung gemacht, um so mehr man an Informationen und Tests zu einem Mineral zusammenträgt, um so mehr Fragen tauchen auf. ZUm Schluß ist man völlig verunsichert.
Du bist also nicht alleine ..... ::) ::) ::) ::) ::)
Gruß Moni
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Hallo Moni,
ich muß Dir sagen : ich war schon vorher verunsichert...später war ich dann völlig verwirrt...is ja auch ein gemeines Stück, dieser olle Stein ;D
Bei meinem anderen Bestimmungsleichen konnte ich mit der Hilfe von Euch, ein ganzes Stück weiter kommen :-*
Ich bin sehr froh hier gelandet zu sein und auch noch ertragen zu werden ;D (is ja fast ein Widerspruch, bin eigendlich ein Eigenbrödler)
der Schatten(mann)
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Hallo Conny,
ich habe gerade noch mal diesen Thread durchgelesen und Deinen Eintrag gefunden, in dem Du " Zeugnisse der Erdgeschichte Sachsens" erwähnst. Ich hatte das Buch natürlich, habe es aber verborgt und dann leider aus den Augen verloren.
Darin ist auch das Zitat wiedergegeben:
Die Wissenschaft ist international, die Mineralogie jedoch ist sächsisch.
Kannst Du mal nachsehen, wer das wann gesagt hat ?
Glück Auf
Uwe
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Hallo Uwe,
leider habe ich bis jetzt das von Dir hier erwähnte Zitat noch nicht im Buch gefunden. Sowohl am Anfang (Historie) als auch bei der Mineralfundortebeschreibung (S. 205-214) war es nicht erwähnt. Kannst Du evtl. noch genauere Angaben machen?
Der Conny
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Hallo Conny,
Das Zitat stand nach meiner Erinnerung nicht im Text sondern war, ähnlich einer Abbildung, an Seitenende aufgeführt. Ich denke es war im Kapitel "Minerale".
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
Was sonst noch geschah:
Prof. Dr. HANS BRUNO GEINITZ (1814 bis 1900) begann seine Vorlesung über Geologie an der Polytechnischen Hochschule Dresden (der heutigen TU) mit den Worten: "Die Wissenschaft ist international, die Mineralogie aber ist sächsisch!"
Herzliche Grüße
Der Conny
(S. 205)
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Danke Conny,
Kluger Mann, der Herr Dr. Geinitz. Der Spruch sollte zu einer Art Glaubensbekenntnis dieses Forums gemacht werden. ;)
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
Ich hatte das Buch natürlich, habe es aber verborgt und dann leider aus den Augen verloren.
der Sache mit deinem Buch würde ich aber mal nachgehen. Das gibt es offenbar zur Zeit nicht mal mehr antiquarisch zu kaufen.
Herzliche Grüße
Conny
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Hallo Leute...
habe jetzt eine Probe zur weiteren Untersuchung (ich sags mal so) an ein 'unabhängiges Labor' geschickt ;) ;D.
Wenn die Ergebnisse da sind, werden sie natürlich umgehend bekanntgegeben.
Dank und Grüße vom Schatten
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Hallo Leute,
die Analyse ist fertig...einen Verdacht habe ich bereits, aber ich kenne das genaue Ergebnis noch nicht.
Ich denke wir sollten mal mein "unabhängiges Labor" zu Wort kommen lassen.
Ich danke für die superschnelle Bearbeitung und für das mehr als nette Angebot zur Analyse. :D
Ich bitte hiermit um Bekanntgabe des Ergebnisses.....
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Hallo Schatten,
anläßlich meines 300. Beitrages :D will ich Dich mal nicht weiter auf die Folter spannen und Dir folgendes mitteilen:
Deine Probe U24 “epidotischer Wollastonit mit Hang zum Diopsid” ist tatsächlich, wie Du bereits vermutet und dies hast Du gesagt, schnöder Epidot.
Härte: 6-7
(Wobei ich die Härte als subjektives Maß ansehe, da die Bestimmung am Einzelkristall auf der Stufe zum einem recht schwierig ist -z.B. bei sehr kleinen- und zum anderen die sogenannte Ritzprobe bei unterschiedlichen Personen auch unterschiedlich ausfallen kann. Mein persönliches Maß ist daher das unterschiedliche Verhalten der zu untersuchenden Kristalle beim Zermalen im Mörser.)
Strichfarbe: hellgrün bis schwach gelblich
Transparenz: durchscheinende Kristalle
radialstrahlig
HCl-Test: negativ, unlöslich
Hinsichtlich der wenigen Voruntersuchungen ist zu sagen:
Für Wollastonid ist das Material zu weich und außerdem müßte sich Wollastonid in HCl gut lösen - dies ist bei Deiner Probe nicht der Fall. Ferner stimmt die Strichfarbe nicht überein.
Diopsid ist viel härter und hat auch eine weiße Strichfarbe.
Die eigentliche IR-Untersuchung will ich Dir an Hand der Bilder erklären:
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Bild 01:
Aufnahme Deiner Stufe, wobei ich die kleinere von beiden verwendet habe.
Bild 02:
saubere, ohne Matrix heraus präparierten Kristalle für die Untersuchung. Der Spatel soll die Größenverhältnisse dokumentieren.
[gelöscht durch Administrator]
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Bild 03:
Nach dem die winzigen Kristallsplitter im Mörser pulverisiert sind, kann man jetzt deutlich die hellgrüne bis schwach gelbliche Strichfarbe erkennen. Vom homogenisierten Material wird nun wiederum ein Teil entnommen, abgewogen und zur Trägersubstanz Kaliumbromid hinzugefügt.
Bild 04:
Die ist die tatsächliche Menge (grün) auf einem kleinen Uhrglas zusammen mit KBr (weiß). Insgesamt wurden 1,4 mg Probe in 250,3 mg KBr gegeben. Alles wird nochmals in einer kleinen Achatmühle pulverisiert. Die Achatmühle ist auf Bild 07 abgebildet -steht zwischen Presse und Spectrometer.
[gelöscht durch Administrator]
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Bild 05:
Nachdem die Probe schön in dem KBr verteilt ist, wird das gesamte Pulver in ein Preßwerkzeug “gesperrt” (Gerät unter der Spindel) und mit 10t/cm2 zu einer Tablette gepreßt.
Bild 06:
Die fertige Tablette, die dann wiederum in dem IR-Geräte auf Bild 07 vermessen wird.
[gelöscht durch Administrator]
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Bild 07:
IR-Spectrometer
Ich glaube, wenn ich jetzt noch das IR-Meßverfahren beschreibe, geht es zu ins Detail.
Auf alle Fälle hängt hinter dem IR-Spectrometer der Computer (paßte nicht aufs Bild), mittels dem man dann alles steuert und auswertet.
Bild 08:
Zeigt das IR-Spetcrum Deiner Probe (rote Linie) und an Hand von Bibliotheksspectren (pinke Linie) kann ich dann die Banden vergleichen.
Jede Substanz erzeugt im infraroten Strahl ein nur für diese Substanz typisches Spectrum oder mit anderen Worten eine zwischen 400 und 4000 cm-1 charakteristische Linie. Alle “Zacken” müssen übereinstimmen.
Du siehst, daß Deine Probe mit dem aus der Bibliothek stammenden Spectrum sehr gut übereinstimmt.
[gelöscht durch Administrator]
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Sobald irgendwelche weiteren Banden dazukommen würde das einen Hinweis darauf geben, daß noch eine zweite Substanz mit im Spiel ist. Bei einem anderen Stück Epidot war es mir z.B. nicht gelungen die Matrix richtig von den Probekristallen zu trennen. Hier sah’s das Epidot auf Calcit und glatt waren auch die für Calcit typischen Banden mit im Spectrum zu sehen.
Auf Bild 09 habe ich dies mal abgebildet.
Hier ist im Vergleich zu Deiner Probe eine zusätzliche Bande zwischen 1400 - 1500 cm-1 zu erkennen. Dies ist die typische Hauptbande für Calcit.
Und genau hier dann auch die Schwierigkeit die einzelnen Substanz auseinander zu fisteln.
[gelöscht durch Administrator]
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Fazit der Untersuchung:
Die Identifizierung Deiner Stufe war eine relativ einfache Geschichte und Du kannst jetzt den Rest “ischer Wollastonit mit Hang zum Diopsid” auf dem Etikett durchstreichen! ;)
Im Übrigen hat es mir Spaß gemacht Dein Material zu untersuchen und ich hoffe, daß ich alles einfach und verständlich rüber gebracht habe ??? ::).
Solltest Du oder auch andere Fragen haben, gebe ich gern Auskunft. Aber eigentlich zählt nur das Ergebnis und nicht der ganze Kram vorher. Oder?
In dem Sinne Liebe
Grüße von Moni
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Hallo Moni,
Danke erstmal für die super Dokumentation, sehr lehrreich-wirklich.
Welch ein Aufwand... :o...wegen Epidot. :-\
Nun ja...ich weiß nun sicher, was es ist und werde mich wie schon angekündigt, mal nach nem Lehrgang
"Mineralbestimmung für Anfänger Teil I" umsehen... :-\ :-[
Als nächstes werde ich zum Autor meines Fundstellenführers fahren und ihm erstmal für die schönen Tips danken ;D
Fazit: Trau niemals den Fundstellentips aus Büchern zu 100%
Naja...muß noch ne Menge lernen...
Grüße vom Schatten
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Hallo Schatten,
warum so pesimistisch ???
Meine Erfahrung sagt: Angaben aus Fundstellenbücher sind unbedingt notwendig, - schließlich will man ja vorher wissen, was einen erwartet, dann kommt das Suchen und am Ende steht dann die Mineralienidentifizierung.
Ich habe dabei schon viel zu oft Überraschungen erlebt und kam ins Grübeln. Und daher staune ich und ziehe meinen Hut vor allen denjenigen, die nicht wirklich eineindeutige Mineralien nach einem Bild identifieziren können. Ich kanns nicht oder getraue mich das nicht wirklich.
Sei gewiß, es war kein Aufwand - nur Routine.
Herzliche grüße von Moni
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Hallo Moni,
kein Pessimismus...Realismus würd ich eher sagen... :)
Ich habe mich wohl zu sehr auf das Buch gestützt...da war der Fehler ;)
Muß einfach auch mal andere Möglichkeiten in Betracht ziehen..die Autoren der Fundstellenberichte waren ja auch nich überall persönlich bzw. habe alle dort vorkommenen Mineralien gefunden.
der Schatten
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Hi Schatten,
das ist richtig.
Aber man lernt mit der Zeit. Ich habe z.B. einiges schönes in Island gesucht und gefunden, dann nach "optischer" Bestimmung alles beschriftet und nachdem ich mir die Sachen nochmal analytisch vorgenommen habe, mußte ich mich zumindest bei einem revidieren. Blöd was?
Grüße von Moni
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:o Island... :'(
Wieso blöd...? Kann doch jedem passieren und vor allem mir ;)
Nun ja...wie das so ist bei optischer Betrachtung...einmal nich genug Kaffee und man sieht alles mögliche, nur nich das was es ist (so gehts mir immer) ;D
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oder das was man sehen will ......
Island? War ich 1992 und 1996 spitzenmäßig wegen der Vulkane. Das Mineraliensammeln war eigentlich nur Nebenkriegsschauplatz.
Aber ich will unbedingt nochmal hin, blos spielt da mein Mann nicht so richtig mit.
Island: Wer einmal dort war, kommt nicht mehr los. -- Aber ich schweife schon wieder ab.
Gruß Moni
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Hallo Schatten,
ich glaube ich habe verabsäumt, Dir für die "Zugabe" zu danken.
Möchte dies auf diesem Wege nachholen.
Grüße von Moni
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Hallo Moni,
ich habe zu Danken...denk mal is das wenigste, wie ich das tun konnte ;)
Hauptsache es gefällt....
der Schatten
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Naklar
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Hallo Schatten,
ich weis jetzt nicht genau, ob ich eventuell überlesen habe, aber könntest Du mir bitte die Koordinaten geben bezüglich dieser hier angegebenen Fundstelle? ??? ??? ???
In der Landkarte von Kompas ist bei Gernrode eine Stelle markiert, die das umgekippte Bergbauzeichen beinhaltet. Ist das die Grube mit der Fundstelle????
Oder wo ist das Hagental? Ich habe es nicht gefunden auf der Karte.
Wollte letztes Wochenende eigentlich dorthin, auch ohne nähere Angabe und da es aber auf grund anderweitiger Besuchsbeschäftigungen im Harz damit noch nicht geklappt hat, wollte ich nun noch nachfragen.
Liebe Grüße von Moni
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Hallo moni,
ich geb Dir mal die Fundortbeschreibung aus meinem Büchle...damit hab ich auch hingefunden ;)
die Beschreibung is Anfahrt über Thale/Neinstedt nach Gernrode, dann: Hauptstraße im Ort folgen, bis man zur Stiftskirche kommt und sich dort die Straße gabelt. In die zweite rechtsabbiegende Straße rein und dann ein paar Meter bis zum Waldrand, dort kannste parken. Der erste linksabgehende Forstweg führt ins Hagental...sind knappe 300m..auf der linken Seite is dann die Halde.
Zur Sicherheit: rechts neben dem Forstweg isn kleiner Löschteich ;)
So...hoffe mal das hilft Dir...müßte nächstes Jahr auch mal hin ::) nur wann soll ich das noch machen :o
Grüße vom Schatten
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Hallo Schatten,
recht vielen Dank für die Information, werde mal vergleichen mit dem Kartenmaterial.
Also dann - auf ein neues und hin ins Hagental.
Liebe Grüße Moni
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Morjen Moni,
wenn Du Dich dann aufmachst das Hagental unsicher zu machen....sag mir bitte bescheid, wie die aktuelle Situation dort is
und vor allem mußte Deine sensationellen Funde vorlegen :D
Jedenfalls bin ich schon mächtig gespannt :P
Grüße vom Schatten
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Hi und guten Abend Schatten,
ich werd' Dir auf alle Fälle Bescheid geben, vielleicht sammelt es sich gemeinsam dann sogar noch besser.
Wann's sein wird, weis ich aber heute noch nicht.
Im Übrigen stimmt Deine Weg-Beschreibung mit der "Erreichung des alten Bergbauzeichens" auf der Kompaskarte überein. Fazit Weg + Zeichen sind identisch - also kenne ich die Richtung.
Na dann liebe grüße von Moni
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Hallo,
mal etwas wieder zum Auffrischen: 1990 an der Granatfundstelle bei Sparnberg/Th. gefunden. Könnte laut O. v. Wieckowski (+) Skapolith mit (?) sein. Später ist es auch als Wollastonit bestimmt wurden (LAPIS). Über die Bildgröße kann ich leider nichts sagen, da das Stück in der Sammlung des verstorbenen Herrn v. Wieckowski (damals Karlsfeld ) war. Vielleicht besitzt aber einer ähnliche Stücke und würde das auch bestätigen. Meine jedenfalls sind wohl Wollastonit (manchmal zwischen dem Granat liegend). Ich habe mal alte Diapositive durchforstet (für einen Vortrag über den Chirotheriensandstein) und bin dabei u. a. auf dieses Dia gestoßen.
Gruß Conny
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Hallo,
inzwischen ist wieder reichlich ein Jahr vergangen und Dank einer erneuten Anfrage aus diesem Beitrag bin ich wieder zu diesem Bild gekommen. Vielleicht kann es sich mal jemand ansehen und hat evtl. eine Antwort parat, ob es sich um Skapolith handeln könnte. Ich weiß, das ist an Hand des Bildes schwer. Villeicht hat aber doch jemand eine Idee?
Gruß Conny
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Hallo,
das können keine sehr hellen Epidote sein?
Gruß
Andreas
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HalloConny,
Nur anhand des Fotos isses schwierig. Epidot, Klinozoisit, Zoisit, Vesuvian, Skapolith, alles möglich. Wollastonit ist eher weiß und nadelig, obwohl es natürlich gelegentlich auch mal dickere Kristalle geben kann. Aus den deutschen Kalksilikatvorkommen ist mir da aber nix in der Form bekannt.
Ein Fund solcher gelblichen Stängel aus dem Südschwarzwald (auch mit Granat) erwies sich per XRD als Vesuvian. Andere, ähnliche Stücke aus den Skarnen des Erzgebirges waren Klinozoisit.
Ein Hinweis könnte die Symmetrie sein. Beim Vesuvian ist diese deutlich höher, der Querschnitt müsste quadratisch (nicht nur rechteckig, sondern gleiche Kantenlänge) sein, Epidot/Klinozoisit sind monoklin, da müsste dann eine asymmetrische Abschrägung zu sehen sein. Zoisit ist schwieriger, evtl. gelänge da die Unterscheidung zum Vesuvian oder Skapolith nur analytisch.
Glück Auf!
Smoeller