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Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Achate / Agates => Thema gestartet von: flor am 10 Jul 06, 11:59
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Hallo!
Was ist eigentlich der genaue Unterschied von Jaspis und Achat?
Es sind doch beides Quarze und sie können beide in den selben Farben auftreten. Wie kann man sie denn dann unterscheiden?
Vielen Dank für Eure Mühe! MfG
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hallo,
ja es ist beides sio2 mineral. meist gefärbt durch eisenlösungen.
achat ist gebändert , oder in lagen aufgebaut,und mikrokristallin.
bei jaspis ist die sehr feine bänderung nicht vorhanden.es gibt aber auch lagig aufgebauten jaspis, er ist kryptokristallinisch .
die strukturen bei achat sind sehr fein.
achat ist eine mikrokristalline quarzvarietät.
jaspis :
http://www.google.de/search?hl=de&lr=&defl=de&q=define:Jaspis&sa=X&oi=glossary_definition&ct=title
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Danke.
Aber dann kann es doch sein, dass man einen ungeschliffenen Achat/Jaspis mit bloßem Auge nicht ansehen kann, ob es nun ein Achat oder ein Jaspis ist, oder?
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http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Jaspis
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Achat
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Hallo Flor,
um Deine letzte Frage konkret zu beantworten: Jein ! :)
Man kann beide schon recht gut auseinanderhalten, wenn sie jeweils " sauber " sind. D.h., wenn ein Stück nur aus Jaspis oder nur aus Achat besteht. Problematisch wird´s, wenn beide vermischt sind. Dann spricht man von einem Jaspachat. I.d.R. handelt es sich dabei um Jaspis mit eingelagertem Achat.
Zudem kommt auch noch eine dritte Variante hinzu, der Chalcedon. Dieser kann mit Jaspis und/oder Achat vergesellschaftet sein. Dann gibts noch die Varianten Opal und Flint, die ebenfalls in Kombination mit den anderen vorkommen können.
Bleibt dann noch der Moosachat oder Plumeachat. Bei beiden ist für mich fraglich, ob es sich dabei wirklich um Achat handelt, da kaum gleichmäßige Strukturen vorhanden sind. Eher dürfte es sich dabei um Chalcedon mit eingelagertem Jaspis, bzw. silikatischen " Gewächsen " handeln.
Gruß
Ralf
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Hallo, Flor,
Jaspis hat meistens so viel Pigment (ca. 10 % und mehr), daß er undurchsichtig ist. Sowohl im roten Jaspis im westerzgebirgischen Granit als auch im Roteisenstein Typ Lahn-Dill gibt es fließende Übergänge von Jaspis mit einigen Prozent Hämatit bis zu reinem Hämatit.
In Schneekopfkugeln gibt es außer gebänderten Achat auch ungebänderten, pigmentreichen Jaspis, z.B. grün von einem chloritartigen Mineral oder auch braun. Beide Varietäten lassen sich dort gut auseinanderhalten.
Aber bitte jetzt nicht Zahlen klauben: "bis wieviel Prozent heißt es noch Chalcedon, ab wieviel Prozent Jaspis?" Vielleicht hat sogar das mal jemand festgelegt. Aber als Sammler, die keine professionellen Edelsteinverarbeiter sind, können wir uns den Luxus erlauben, nach Kriterien wie "sichtbar gebändert", "durchscheinend", "gefärbt, aber undurchsichtig" zu verfahren.
Gruß
Grauwacke
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Gehört nicht genau zum Thema, ich habe aber gehört, daß sich Jaspis schwerer anschleifen und polieren läßt da er "zäher" ist. Achat ist vermutlich härter in der Struktur. Deshalb gibt es Achatlagerungen aber keine Jaspislagerungen.
Gruß
Uwe