Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Stefan am 22 Aug 02, 02:38
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Hallo,
auf meinem Tripp durch die Berge in Österreich ist mir in einem ehemaligen Goldbergwerk folgender Fund in die Hände gefallen (siehe Bilder)
Nach dem die Probe keinerle Schwefel Geruch von sich gibt, der Bruch uneben aussieht, könnte es sich evtl. auch um mehrere bis zu 5 mm große Goldeinschlüsse handeln oder doch nur "Narrengold".
Der Fundort als solcher ist nach ca. 400-500 anstrengenden Höhenmetern in ca. 1850 Meter Höhe zu erreichen. Und liegt in der nähe des Katschbergs. Hier gibt es übrigens viele aufgelassene Goldbergwerke, die teilweise auf eigene Gefahr zugänglich sind.
Der Goldgehalt soll auch heute noch bei bis zu 48 Gramm pro Tonne liegen.
Wer hätte denn einen einfachen Tipp für mich wie ich feststellen kann (möglichst Zerstörungsfrei) ob es sich um Gold oder warscheinlicher um Kupferkies handelt.
Der Goldrausch lässt Grüßen ;)
Stefan
[gelöscht durch Administrator]
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Und noch ein Bild
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und noch eines
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Mit dem Erkennen von Gold hatte ich auch so meine Probleme.
Es ist aber relativ einfach wenn man folgendes beobachten kann:
1. Pyrit und Kupferkies haben häufig Anlauffarben. Bei Gold ist das nicht der Fall.Im vorliegenden Stück glaube ich so einen grünlichen Stich zu erkennen bzw. Anlauffarben.
2. Gold glitzert im wahrsten Sinne des Wortes. Auch bei schlechter Beleuchtung sieht man diese
Einschlüsse u.d.M. oder Lupe "glitzern".
3. Gold findet sich gerne mit anderen Eisenmineralien (Hämatit, Limonit) etc. zusammen. Der "Eisenmann" zeigt meistens das Gold an.
4. Die Größe von Goldeinschlüssen ist sehr oft noch eine Dimension kleiner als man erwartet. Solche großen Einschlüsse (bis 5mm) wie auf dem Bild dürften den alten Goldsuchern bestimmt nicht entgangen sein. Das Thüringische Gold zum Beispiel bewegt sich meistens weit unter dem mm-Bereich (Lupe oder Mikroskop ). Im Anhang einige solche Einschlüsse: BB ca. 5mm. Gescannt, daher sehr
schlechte Schärfe. Vielleicht kann man aber an der Farbe schon etwas erkennen bzw. vergleichen. Das soll mit 100% Sicherheit Gold sein.
5. Ein Härtetest wäre noch möglich (evt. mit Reißnadel).Gold ist sehr weich.
Gruss Conrad
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Hier noch ein anderer Au-fund, der mir erst kürlzich sogar in einer winzigen Druse glückte. Das Goldflitterchen ist wegen des Hämatites leicht rötlich (BB ca.2 cm).
Gruss Conrad
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Hallo Stefan,
Unter dem Mikroskop sieht man eindeutig den Goldflitter, zumal an einer anderen Stelle der Stufe auch noch ein weiterer winziger Goldeinschluss war, der ohne Hämatitüberzug die deutlichen Merkmale von Gold (s. oben ) aufwies.
Das Stück müsstest Du mal im Original sehen, dann würdest du mir sicher zustimmen.
Herzliche Grüße
Conrad
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Ein neuerer Fund zeigt sogar ein kleines "Goldbäumchen" (Länge ca. 1mm) mit einem winzigen Kristall an der Spitze. Vielleicht mache ich später davon mal ein Foto oder lasse es machen. Am gleichen Tag gelang es mir noch ein kleines längliches Körnchen direkt im Brauneisen zu finden. Es kam erst nach dem Aufschlagen zum Vorschein.
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Hallo, Habe heute (15.10.03) noch mal ein besseres Bild ergänzt und das Unscharfe gelöscht.
(siehe auch
http://www.mineralienatlas.de/yabbse/index.php?board=12;action=display;threadid=185;start=30
Der Conny
[gelöscht durch Administrator]
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....oder hier mal ein aktuelles Bild. Diewinzigen Aggregate von Gold sind höchstens 1mm groß. Der Limonithohlraum ist ca. 8mm lang.
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@Stefan: Wenn moeglich vielleicht mal mit einer harte Stahlnadel versuchen, ob man das "Gold" damit eindrucken oder verformen kann.
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Hallo,
danke Euch für Eure Unterstützung. Das Thema ist schon sehr lange geklärt. Die Anlauffarben, die sich nach einiger Zeit gebildet haben sprechen eindeutig gegen Gold :D. Schöne Funde hast Du da Conny :D
Gruß Stefan