Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Xenotim am 24 Jul 06, 20:25
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Hallo!
Hab ne Frage , Xenotim ist ja alpin eigentlich recht vertreten , aber wie siehts in Deutschland mit sammelnswerten Material aus?? Ich weiß bislang nur , das sammelnswerte Xenotime vom Bellerberg in der Eifel (grüne xx , extrem selten) sowie aus einem Porphyrbruch in Thüringen , dessen Namen ich nun nicht mehr weiß , wo es weiße bis beige Nadeln um 1 mm gab o. gibt. Wo gabs oder gibts denn noch Xenotime in Deutschland?`??
Danke!
Gruß
Xenotim
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Hallo,
Hier die mir bekannten Xenotim-FO im Schwarzwald:
- Grube Johann am Burgfelsen/Wittichen: winzige Einschlüsse in Quarz I
- Grube Sophia im Böckelsbach/Wittichen: graugelbgrüne Krusten auf Pechblende
- Grube Clara: winzige weiße xx in Krusten auf Fluorit(mit violettem Hof) und Ps. nach Uraninit-Sphärolithen
- Geigeshalde bei Schramberg: graugrüne derbe Massen
- Granitporphyr an der Teufelsküche bei Schenkenzell
- Granitbruch Menzenschwand-Vorderdorf
- Grube Anton im Heubach, Schiltach
Sowie akzessorisch in Bachsedimenten und Waschkonzentraten von:
-Steinbruch Röthenbach b.Alpirsbach
- Badenweiler-Lenzkirch-Zone
- Hornberg-Niederwasser
Ich glaube, da waren noch mehr FO. Werde das morgen mal raussuchen und dann hier reinsetzen.
Glück Auf!
Smoeller
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Hi,
Nicht all zu weit von Deutschland....
In Bertrix, Belgien, nahe Bastogne, Luxemburg province, gab's die letzte Jahren auch Xenotime, bis 4 mm. gross.
Dazu gibt es auch in Vielsalm, Belgien, Xenotime.
Auf das Bild ist ein Xenotime von Bertrix.
Gruss,
Harjo
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Hallo!
Ich hab da auch noch was beizusteuern:
In meiner Sammlung befindet sich ein MM mit Xenotim als kleine gelbe xx aus Katzenelnbogen im Taunus
Ferner wurde Xenotim auch akzessorisch im Bach bei Nohfelden , Saarland gefunden.
Gruß
TK
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Hallo,
Sowie akzessorisch in Bachsedimenten und Waschkonzentraten von:
...bei vielen gründlichen Untersuchungen der Schwermineralien in Bächen und Flüssen taucht Xenotim auf. Zum Beispiel auch in einem kleinen Bach bei Pleystein/Oberpfalz: DILL, H.G., MELCHER, F., FÜSSL, M. and WEBER, B. (2006) Accessory minerals in cassiterite: A tool for provenance and environmental analyses of colluvial-fluvial placer deposits.- Sedimentary Geology, (in press) <Abstract http://dx.doi.org/10.1016/j.sedgeo.2006.03.022 (http://dx.doi.org/10.1016/j.sedgeo.2006.03.022)>
Auch von Hagendorf-Süd ist Xenotim bekannt geworden: Kronz A. , SCHNORRER G, PASCHER G: Cheralith, Monazit und Xenotim drei neue Minerale der Monazit-Gruppe sowie Uranosphärit, ein sekundäres Bi-Uran-Mineral vom ehemaligen Phosphatpegmatit Hagendorf-Süd/Oberpfalz. Der Aufschluss, 54, 267-272.
Gruß
Berthold
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Hallo,
In dem Buch "Bode/Wittern: Mineralien und Fundstellen Bundesrepublik Deutschland Bode-Verlag 1989" wird auch Hagendorf in der Oberpfalz genannt.
Im Prinzip aber dürfte das Mineral untergeordnet als Akzessorie in jedem Granitgebiet vorkommen. Häufiger sind aber Zirkon und Monazit. In Metamorphiten stellt Xenotim meist eine aus dem Ausgangsgestein übernommene Bildung dar, genau wie Zirkon. Metamorph gewachsene Säume umrunden ältere Kerne. Monazit wächst hier meist neu auf Kosten von Xenotim.
Daher ist auch in einigen Gneisen und Schiefern, sogar in Sandsteinen und Seifen Xenotim drin, ist aber alles recht klein und i. Allgemeinen nur im Dünnschliff unter dem Mikroskop zu erkennen.
Neben Allanit, Monazit und Zirkon ist Xenotim wichtiger Träger der Radioaktivität des Granites.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
Im Prinzip aber dürfte das Mineral untergeordnet als Akzessorie in jedem Granitgebiet vorkommen.
Richtig, Sichwort Granit, hätte ich fast vergessen: Ich hatte vor kurzer Zeit mal einen (analysierten) Xenotim aus dem Granitsteinbruch Flossenbürg in Händen. Mit über einem cm der größte Xenotim den ich aus der Oberpfalz bisher gesehen habe.
Gruß
Berthold
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Hallo Berthold!
Da würde ich glatt behaupten , das das nicht nur der größte x der Oberpfalz , sondern Deutschlandweit wäre..
Gruß
TK