Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: Susanne am 23 Aug 06, 18:37
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Hallo,
mein Vater hat dieses "Gebilde" vor ca. 20 Jahren beim Hochseefischen (Helgoland) aus dem Meer gefischt. Nun würde ich gerne wissen, was das sein könnte.
Leider ist es mal runtergefallen und dabei in der Mitte auseinander gebrochen (ganz glatter Bruch).
Ich habe keinerlei Kenntnisse über Fossilien / Mineralien. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen ? Möglicherweise hat dieser Fund überhaupt nichts mit Fossilien/Mineralien zu tun ??
Größe : ca. 17 cm x 5 cm
Gewicht : ca. 300 Gramm
Vielen Dank für eure Bemühungen !
Susanne
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Hallo Susanne,
sieht für mich aus wie Flint ( Feuerstein )
Gruß
Stefan
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hallo susanne,
hierbei handelt es sich um einen feuerstein oder flint
gruß prehnit100
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ja ist feuerstein , da gibt es die merkwürdigsten formen.
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Hallo Susanne
dein Fund ist eindeutig reiner Flint, Feuerstein...
Flint ist Kieselgel (SiO²), also nicht wirklich fest. Es fließt sozusagen durch die Erdschichten und sammelt sich an bestimmten stellen an. So enstehen die verrücktesten Knollenformen...
LG Baryonyx
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Flint ist Kieselgel (SiO²), also nicht wirklich fest. Es fließt sozusagen durch die Erdschichten und sammelt sich an bestimmten stellen an. So enstehen die verrücktesten Knollenformen...
Lieber Baronyx . Das ist ziemlicher Quark, den du da erzählst. Bitte lies das noch mal irgendwo richtig nach. Weder ist Flint "nicht fest" noch fliesst es durch die Erdschichten... Ähem...Naja, immerhin ist der Rest richtig ::)
Glück Auf
Thomas
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Na es "fließt" schon... zwar nicht wie Wasser und ein paar Jährchen braucht es schon für seinen weg.... ;D ist vielleicht keine Mineralogische Erklärung für solche Gebilde, aber ganz grob gesehen schon so vorzustellen...
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Hallo,
Will das hier mal richtigstellen.
Flint entsteht durch die Lösung von in den Kreidesedimenten enthaltenen Skeletten von Kieselschwämmen und -Algen. Dabei wird die Kieselsäure in wässriger Lösung (wenige mg auf 1 Liter mehr oder minder salziges Wasser), nicht in Gelform transportiert. Die wässrige Lösung ist mobil und wird durch Druck und Kapillarkräfte durch die Poren des Sediments gedrückt.
Trifft die Lösung auf eine geochemische Barriere (z.B. H2S (sauer) aus verwesenden Tieren), so fällt mit der Änderung (Erniedrigung) des pH-Wertes die Löslichkeit für Kieselsäure in der Lösung und es kommt zur lokalen Ausfällung. Die Kieselsäure koaguliert und der Flintstein wächst mit der Zeit durch zunehmende Ordnung der Gelteilchen. Dabei entsteht halt zuerst Kieselgel (Opal), der später dann entwässert und zu Chalcedon auskristallisiert.
Glück Auf!
Smoeller
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Wow nicht schlecht da kennt sich jemand aus :)
Habe mich schon oft gefragt woher Feuersteine kommen.
Gruss, Tom