Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: uwe am 27 Aug 06, 17:50
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Unter meinen Funden aus der Beryller-Rinne war auch ein Stück zelliger Feldspat (analog Hopffeldboden), der feinnadligen, gelben Rutil, Anatas, und Monazit enthielt. Daneben war ein Kristall, welches auf Grund der Kristallform und Paragenese zu höchsten Hoffnungen Anlaß gibt. Hat jemand eine Idee oder so etwas gefunden und bestimmt ?
Gruß
Uwe
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Hallo uwe
Mein erster Gedanke wäre Aeschynit, gibt das überhaupt von dort ?
Gruss,
Wegwerfit
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Hallo Uwe!
Ich würde da auch einen Aeschynit vermuten.
Gruß
TK
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Moin,
Aeschynite sehen anders aus ...
Ich sehe da klar einen überwachsenen Brookit. Kann mich aber auch irren ... ;)
MM-Bär
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Hallo,
Schließe mich MM-Bär an.
Brookit war auch mein erster Gedanke. Die Paragenese passt ja auch ganz gut mit den anderen Ti-Oxiden.
Glück Auf!
Smoeller
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Hi Uwe,
Wenn Du das Teilchen saubermachst wurde das schon einiges deutlich machen ;) aber, im ernst, Aeschynit glabe Ich ist es nicht, eher wie vorher schon erwant, Brookit.
Grusse aus das wegen Mineralien-Armut beruhmte Holland,
Harjo
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Hallo,
Zugegeben, das erste Bild sieht aus dieser Perspektive schon wie Brookit aus. Die Kristallgruppe ist jedoch prismatisch mit viereckigen Querschnitt. Brookit kommt zwar selten auch prismatisch vor, wobei ich von einem prismatischen Brookit bisher noch keine Kristallzeichnung gefunden habe. Ich hänge nochmals zwei Bilder an; bei einem habe ich die Kanten nachgezogen.
Was denkt Ihr ?
Gruß
Uwe
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Hallo uwe
Vielleicht ein Epidot mit irgendwelchen Überzügen ? (Ich gestehe, die Idee ist ein wenig weit hergeholt)
Oder Rutil mit hausartigen Kopfflächen ?
Ich gestehe, die Ideen sind ein wenig weit hergeholt.
Gruss,
Wegwerfit
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Hallo,
Brookit ist anhand der letzten beiden Bilder auch eher unwahrscheinlich, aber nicht unbedingt ausgeschlossen.
Rutil ist es garantiert nicht, die xx sind nicht tetragonal. Xenotim erscheint dann auch eher unwahrscheinlich, da ebenfalls tetragonal. Könnte Allanit sein, der zur Eoidotgruppe gehört. Die xx-Form erinnert mich schon ein wenig an Epidot.
Glück Auf!
Smoeller
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Genau, Brookit ist jetzt fur mich ausgeschlossen......
Sieht aus wie Stilbit mit Limonit schicht, aber das findet man dort eher in Gneis Klufte, und passt nicht so zur Paragenese, aber was isses denn....?
Epidot wird's wol nicht sein, findet man mehr in die Serpentin felsen in andere fundorte der Sulzbachtaler.
Ich werde noch etwas druber nachdenken.........
Gruss
harjo
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Hallo zusammen,
wenn ich auch mal meinen Senf dazu geben darf: Sowohl Kristallform als auch das allgemeine Erscheinungsbild scheinen für mich auf ein Mineral der Euxenit-Gruppe hinzuweisen. Derartige Kristalle sind übrigens schon öfters gefunden worden, bleiben aber immer noch eine Rarität. Ein anderes Mineral würde mich schon arg überraschen, zumal die Paragenese mit Ti-Oxiden und Cer-Mineralien und das Vorkommen in ausgelaugtem Kluftrandgestein sehr typisch für alpine Euxenite zu sein scheint.
Im Bruch sollte das Mineral braunschwarz mit muscheligem Bruch sein. Wenn erklennbar, solte sich an der Bruchfläche ein Harzglanz zeigen. Die cremefarbene Zersetzung der Kristalle ist auch relativ typisch für Minerale dieser Gruppe.
Was mich noch sicherer macht ist die Beoibachtung, daß Euxenit-Minerale, so sie nicht eingewachsen sind, sich gerne mit einer braunen bis beigen Oxitationskruste umgeben. Sie sehen dann immer so "dreckig" aus. Sehr selten zeigen aufgewachsene Kristalle in den Alpen guten Glanz, währen die Begleitmineralien oft wie geleckt aussehen. Ist kein wissenschaftlicher Hinweis, aber eine sehr brauchbare Beobachtung!
Man sollte langsam mal an eine Analyse denken!
@HARJO: So abwegig ist der Gedanke an ein Mineral der Epidot-Gruppe nicht. In einigen Bereichen der Bruchrinne findet sich realtiv häufig Klinozoisit in kleinen grünlichen Nädelchen. Allerdings sind die immer frisch und klar und als Nadeln ausgebildet.
@Smoeller: Allanit ist nicht ausgeschlossen, doch zeigen alle Allanite die ich aus alpinen Vorkommen kenne kleine rötlichbraune langgestreckte Kriställchen mit hohem Glanz. Und klein meint winzig! Aber grundsätzlich könnte es auch ein Allanit sein, obwohl...die ganze Erscheinung passt nicht zum Allanit (der im übrigen an granitische Gesteine gebunden zu sein scheint!!, Gneise sind zu metamorph).
Grüsse
Ulrich
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Ja, da konnte Ullrich schon recht haben.....hatte Ich nog nicht an gedacht, das wurde dan ein neues mineral fur die Fundstelle (oder?).
Sehe das Bild auf www.mindat.org/photo-46451.html
I.b.z. die Epidote/Klinozoisit, klar, manchmal findet man die dort (doch eher selten..), aber nicht in so eine Ausbildung, oder liege Ich da falsch (ist nicht ausserordentlich, meine aussagen sind halt zum grossten teil begrundet von Empirismus..)?
Ubrigens, Stilbit gab es schon oft von dort......konnte doch sein, oder....
Grusse
Harjo
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Ja, da konnte Ullrich schon recht haben.....hatte Ich nog nicht an gedacht.
Sehe das Bild auf www.mindat.org/photo-46451.html
I.b.z. die Epidote/Klinozoisit, klar, manchmal findet man die dort (doch eher selten..), aber nicht in so eine Ausbildung, oder liege Ich da falsch (ist nicht ausserordentlich, meine aussagen sind halt zum grossten teil begrundet von Empirismus..)?
Grusse
Harjo
Hi Harjo,
klar, doll sind die Klinozoisite nicht! Aber von wegen Empirismus oder sowas, wenn man nur in Serpentiniten/Amphiboliten sucht findet man Epidot natürlich auch nur dort, zugegebenermassen immer sehr schön. In anderen Gesteinstypen ist der Epidot erheblich seltener, aber dennoch nicht unbedingt eine Seltenheit.
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Hi Ullrich,
Nee, naturlich suche Ich nicht nur in Serpentinite nach Epidote, Ich habe viele xx in andere Gesteinsarten gefunden.
Aber, diese Kristalchen sieht meiner meinung nach nicht als etwas aus die Epidot-Klinozoisit reihe aus.
Beste grusse
Harjo
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Hallo Uwe .
Der Ulrich W . könnte da schon recht haben, für mich sieht das auch nach einem Mineral der Euxenitgruppe aus.
Innen scheint es ja weiß bis cremefarben zu sein und außen klar.
Aber was es dann genau ist, wird schwierig zu bestimmen sein.
Es sind da vom Obersulzbachtal und Habachtal etliche Mineralien dieser Reihe bekannt, aber immer sehr selten
und meist sehr klein.
Gruß
Loismin
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Erst mal danke für die Diskussion.
Meine erste Vermutung war natürlich auch Euxenit - allerdings ist es fast schon ein Naturgesetz, daß man seine eigenen Funde gern für mehr einschätzt als sie dann wirklich sind. Allanit aus den Sulzbachtälern kommt meist in Täfelchen mit geradem Abschluß vor. Epidot gibt as natürlich auch im Beryller, keine Frage. Aber einen Epidotkristall erkennt man auf jeden Fall, auch wenn er sich mit irgentwelchen Krusten maskiert. Außerdem tritt Epidot oder Stilbit nicht so vereinzelt auf. Auf den anderen Stücken des zerschlagenen Brockens sind andere, ähnliche Kristallfragmente, die im Inneren deutlich bräunlich-beige sind.
Ich lasse möglicherweise mal eine Analyse machen.
Gruß
Uwe
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Hallo,
@UlrichW: Habe aus Biella/Italien (alpin) bis zu 4 mm große rotbraune Allanitkörner aus Eklogiten (Hochdruckmetamorphose).
War hier nur eine Idee, von der x-Form her könnte das passen und auch die Charakteristik der Verwitterung passt. Aber das ist ja das Problem mit den REE-Mineralen: Sie sehen fast alle gleich aus. Ohne Analyse nichts zu machen.
Glück Auf!
Smoeller
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Ich leite dies hier mal weiter:
Der folgende Beitrag, "Re: Alpines Mineral" von UlrichW wurde gemeldet von Gast (...). Der Einsender hat folgenden Kommentar geschrieben:
Euxenit zu 99% habe einige davon südlich der Beryllerrinne 8/2006 gefunden Begleiter waren Titan= Mineralien Monazit + Apatit
Gruß Dieter
Gruß, Erik