Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Torben am 01 Sep 06, 01:33
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Hi!
Als ich eben versonnen meine Harmotom-Stufe von der Grube Samson, St. Andreasberg im Harz betrachtete, fielen mir noch ein paar kleinere Mineralien darauf auf. Vielleicht könnt ihr mir sagen, um was es sich handelt ??? Ich habe nämlich keine wirkliche Idee, was die büscheligen, weißen xx und die braunen xx sein können.
Die weißen befinden sich in direkter Nachbarschaft zu Antimonit, wie man auch auf dem Bild (Samson 1) sieht.
Die braunen (Samson 2) befinden sich am Rand des Antimonit-haltigen Bereichs und sind erst unter 80-fach Vergrößerung als goldbraune, teilweise transparente Tafeln zu erkennen. Könnte das Xanthokon sein?
Ein Bild der gesamten Stufe: http://www.mineralienatlas.de/showpict.php?pict=1131993701.Harmotom.jpg
und nun noch die Detailbilder :) Die Matrix besteht neben Antimonit vorwiegend aus Quarz, aber auch anderen Sachen, die ich nicht genau zuordnen kann. Möglicherweise weitere kleine Harmotome...
Viele Grüße
Torben
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Hallo,
Bei dem braunen bin ich mir auch nicht sicher, ist aber kein Ag-Mineral. Das weiße dürfte Antimonoxid sein, Stibiconit oder Valentinit vielleicht.
Glück Auf!
Smoeller
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Das weiße strahlige Klebelsbergit evtl.?
Ich habe jetzt keinen Überblick über die Mineralien der Grube Samson.
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Es gibt in der Grube Samson eine ganze Reihe von Zeolithmineralien, da passt die Paragenese ganz gut hin. Wie wäre es mit Natrolith oder so etwas...?
Glück Auf
Thomas
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Hm, hab mal bei Mindat geschaut, was die an Mineralien für die Samson angeben:
http://www.mindat.org/loc-6014.html
Leider ist keins der von euch genannten dabei, obwohl es durchaus sinnig klingt! :)
Apropos: Ist die Grube Samson eigentlich für Sammler noch zugänglich? Mindat schreibt: "closed in 1910"
Torben
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Offiziell (fast) nicht, inoffiziell wohl schon
mehr sage ich jetzt besser nicht ;)
Glück Auf
Thomas
der es 1997 / 1998 mal geschaftt hat, sich im Rahmen geothermischer Untersuchungen offziell im ganzen Sieberstollenniveau umzuschauen zu dürfen
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Hallo,
Ja das weiße nadelige ist wohl ein Zeolith. Auch wenn Natrolith nicht vom Samson beschrieben ist würde ich es nicht ausschließen.
Manchmal geben historische Stufen immer noch neue Arten her ;)
Gruß Robin
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wie wärs denn mit pharmakolith bzw. picropharmakolith?
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Hallo,
Denke immer noch an Antimonoxid (Valentinit), weil da in dem weißen noch Antimonit drinsteckt. Ca-Arsenat (Pharmakolith und Sippschaft) ist das nicht. Natrolith hat einen anderen Glanz.
Glück Auf!
Smoeller
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Klingt so, als käme man, wie so oft, mal wieder nicht ohne Laboranalyse zu einem klaren Ergebnis :-\
Die weißen xx sind jedenfalls vollständig mit dem Antimonit durcheinander verwachsen. Oft scheint es sogar, als sprießen sie mit dem Antimonit aus einem gemeinsamen Ursprung.
Wäre denn eine Pseudomorphose von Antimonoxid nach Antimonit denkbar? Hm, ein weiteres Zeolith wäre mir natürlich am liebsten, aber hier gehts ja nicht nach Wunsch ;)
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Hallo,
Ja, wird eine Pseudomorphose sein. Habe Stibiconit in sehr ähnlichen Pseudomorphosen nach Antimonit aus dem Schwarzwald und tippe daher auf Stibiconit.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
Die weißen xx sind jedenfalls vollständig mit dem Antimonit durcheinander verwachsen.
Dann ziehe ich meine Bestimmung zurück ;D
Wußte nicht daß auch Sb-erz dabei war (habe wohl zu schnell gelesen)
Ja dann ist es bestimmt Antimonocker, welches genau ist ohne Analyse eigentlich nicht zu sagen. Oft kommen auch Mischungen vor.
Gruß Robin
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Was wäre denn mit den anderen Antimonoxiden? Ich denk da an Senarmontit und Konsorten. Kann man die denn als "Pseudomorphisten" ( ;D) ausschließen?
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Hallo,
Senarmontit ist wohl aus zu schließen, meist handelt es sich um Stibiconit, Cervantit, Valentinit oder eine Mischung aus die drei, bei Pb-Sb-Erz auch Bindheimit (hier also eher nicht).
Gruß Robin
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Hallo,
Gebe Robin Recht.
Senarmontit ist es nicht. Bindheimit ist immer gelbbraun und zudem je Pb-haltig. Cervantit ist meist mehr oder weniger gelb, also bleiben noch Stibiconit oder Valentinit. Die lassen sich in der Regel dann nur analytisch unterscheiden, zumal hier keine freien xx vorhanden sind.
Glück Auf!
Smoeller
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Ok, dann beschrifte ich:
Stibiconit/Valentinit(?) psm. n. Antimonit
Danke euch! :)
Torben