Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Pcheloyad am 17 Jan 20, 20:38

Titel: Bornit von der Froßnitzalpe
Beitrag von: Pcheloyad am 17 Jan 20, 20:38
Da ich gerade ( Danke an Uwe ) in den Sammlungen des NHM Wien stöbere

http://objekte.nhm-wien.ac.at/sammlung/abt1/slg16

und mir ( mal wieder, warum auch immer ? )  eine schöne Stufe der Froßnitzalpe ( mit Freigold ) in´s Auge fällt (  in der Lapis war auch mal ein Foto, langlang ist´s her )

hier das Stück in Wien :

http://objekte.nhm-wien.ac.at/objekt/th324/ob238

habe ich hier im MA nach der Froßnitzalpe gesucht.  Ohne Erfolg !

Das Froßnitztal ist eingepflegt :

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationMineralData?param=20621,456,0

Warum aber nicht als Froßnitzalpe ?  Warum nicht der klassische Name, sondern "Tal".

Mir fiel es halt nur auf, da ich parallel beim stöbern im NHM Wien, halt den Atlas als Lexikon benutze. Ist ja auch iwie Sinn und Zweck  ;)

Es kommt noch "schlimmer"

Noch so ein Bornit-"Kracher" mit Freigold, aber von der Firschnitzscharte im Virgental......bei mindat

https://www.mindat.org/photo-648827.html

Das kommt vom ( virtuellen ) Stöbern in Museen, gerade bei Klassikern.

Kopfschmerzen und Fragezeichen  :)

Könnt ihr mir helfen, welche die klassischen FO dieser wunderschönen Bornite aus Österreich sind/waren ?

Ich stöbere jetzt mal weiter in Wien.

Vielen Dank

Marcus
Titel: Re: Bornit von der Froßnitzalpe
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 17 Jan 20, 21:31
Interessante Frage.
Laut https://www.mindat.org/loc-57123.html
ist der korrekte Name Weißspitze. Man müsste sich die alte Literatur mit der ersten Beschreibung dieser Bornite mal anschauen.
Auf http://www.austrianmap.at/ gibt es Frosnitzbach/kees/törl (mit einem s!).
Die Weißspitze liegt nur 300 m S des Frosnitztörls, würde also passen.

Die Firschnitzscharte (Fundort von https://www.mindat.org/photo-648827.html) existiert auf austrianmap.
Sie liegt jedoch mehrere km SE von der Weißspitze.

EDIT: Alternative Lokalitätsnamen auf Mindat ergänzt.
Titel: Re: Bornit von der Froßnitzalpe
Beitrag von: guefz am 17 Jan 20, 22:04
Das überflüssige "s" habe ich entfernt, die Weißspitze als Unterfundstelle existiert ja bei uns.
Titel: Re: Bornit von der Froßnitzalpe
Beitrag von: heli am 17 Jan 20, 22:05
Bei Gasser 1913 steht, dass der Fund von der Virschnitzer Scharte ist und dass viel Geheimniskrämerei um die echte Fundstelle betrieben wurde.
Titel: Re: Bornit von der Froßnitzalpe
Beitrag von: heli am 18 Jan 20, 19:13
Die in Mindat angeführten Koordinaten sollten zur historischen Literatur (Gasser 1913) passen.

Titel: Re: Bornit von der Froßnitzalpe
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 18 Jan 20, 19:56
Eine der früheren Beschreibungen (oder die erste?) scheint von Klein (1898) zu sein:
https://books.google.at/books?id=C3KIBwAAQBAJ&pg=PA164&lpg=PA164&dq=bornit+fro%C3%9Fnitzalpe&source=bl&ots=5JYgH5HbaV&sig=ACfU3U3kyzFz-4SSYSWRIC-rEtPbxKHtnA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiRoLCs6Y3nAhXUX8AKHcDfB-UQ6AEwDXoECAoQAQ#v=onepage&q=bornit%20fro%C3%9Fnitzalpe&f=false
Titel: Re: Bornit von der Froßnitzalpe
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 18 Jan 20, 20:36
Gefunden:

http://bibliothek.bbaw.de/bbaw/bibliothek-digital/digitalequellen/schriften/anzeige/index_html?band=10-sitz/1898-1&seite:int=396

und

http://bibliothek.bbaw.de/bbaw/bibliothek-digital/digitalequellen/schriften/anzeige/index_html?band=10-sitz/1898-2&seite:int=80
Titel: Re: Bornit von der Froßnitzalpe
Beitrag von: soetele66 am 23 Jan 20, 15:42
Habe mit Interesse eure Rechercheberichte gelesen und kann dazu leider nichts wirklich Erhellendes beitragen.
Uwe: Die Firschnitzscharte SE des fraglichen Gebiet wird auf der AVKarte als Frischnitzscharte bezeichnet. Vermutlich aber dasselbe.
Ach ja, die Frosnitzer Schafalpe liegt nicht im eigentlichen Frosnitztal, sondern am Fuß das Mailfrosnitztales, eine Kette weiter südlich.
Falls es aber interessiert: Ich habe noch letztes Jahr in den Schuttmassen des Frosnitzkeeses ein Stück Bornit gefunden. Leider derb und natürlich ohne Gold.
Glückauf, Roland