Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Brutus am 02 Mai 18, 21:31

Titel: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 02 Mai 18, 21:31
Bei einem meiner letzten Besuche auf der Halde ist mir der in der Rucksack gesprungen. ;D

Weiss aber immernoch nicht sicher was es ist.  ???

Calcit isses nicht, Salzsäure macht da nix. Mohs is etwa 5. Unter kurzwelligen UV gelblich
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Walpurgin am 03 Mai 18, 09:29
Aus der Ferne schaut das aus wie Coelestin.....ob das auf deine Halde wirklich hingehört oder ob jemand seine Sammlung entsorgt hat entzieht sich dann doch leider meiner Kenntnis .
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Walpurgin am 03 Mai 18, 09:30
Sorry hatte die Überschrift nicht gelesen....ist kein Mineral für Antonsthal.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Sebastian am 03 Mai 18, 09:34
Auch wenn es schwer zu erkennen ist, wird es Quarz sein.
Gruss Sebastian
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Conny3 am 03 Mai 18, 09:55
Hallo,

wenn es woanders herkommt, sieht es mir auch wie Coelestin aus.

Wie sind dort überhaupt die Fundbedingungen derzeit? Steht vor den Sommerferien auch noch auf meinem Programm.

Gruß Conny
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Sebastian am 03 Mai 18, 10:22
Coelestin auf Granit?
Das ist ein typischer grobkristalliner Quarzgang der Granit durchschlägt.
Gruss Sebastian
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Rockhounder am 03 Mai 18, 10:34
Ein schärferes Bild könnte vielleicht helfen. ;)
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Alcest am 03 Mai 18, 12:24
Es mag an meinen Augen oder meiner Fantasie liegen - Granit sehe ich darunter nicht. Und für das Mineral auf der Matrix reicht dieses Foto nicht. Links, wo sich mehrere Kristallflächen/Kopfflächen befinden, will ich auch partout keinen Quarz erkennen. Wenn die Härte 5 ist, ist Quarz ohnehin draußen.

Für mich ein Klassiker für diesen Powersatz: bitte ein wesentlich besseres Foto bereitstellen, sonst wird das nichts. Zur Not draußen im Hellen in der Hand.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Sebastian am 03 Mai 18, 12:38
Ja ein besseres Foto würde deutlich mehr Sicherheit geben (sagte ich ja auch im ersten Post)
Wie die Mohshärte bestimmt wurde, keine Ahnung, mehr als ein Indiz ist es so nicht.
Granit denke ich aufgrund der typisch rosa Feldspäte umd den Glimmerpaketen (bei dem Bild nicht eindeutig zu erkennen, allerdings ist die wahrscheinlichkeit hoch das es so ist)
Quarz mache ich an den Kristallflächen und winkeln fest (Schwierig, aber ich habe keine Fläche gesehen die dagegen spricht)
das gelbliche leuchten unter UV macht mich allerdings stutzig.
etwas mehr Mühe bei der Aufnahme machen und das ist schnell bestimmt.
Gruß sebastian
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 03 Mai 18, 17:02
Mehr Bilder. Quarz isses auch keiner. Das hätt ich schon selbst noch erkannt^^
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 03 Mai 18, 17:03
von der Seite
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 03 Mai 18, 17:03
mehr^^
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 03 Mai 18, 17:06
das noch ;D

Zu finden gibts da immer was. Zur Zeit lohnt ein Besuch mit Geigerzähler^^ Zumindest letztes WE wars interessant  8)
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Sebastian am 03 Mai 18, 17:17
hier sieht man wieder wie wichtig gute Fotos sind.
Mein gerate war zu 100% daneben.
Aber jetzt ist wenigstens klar worum es sich handelt.
Fluorit, aber recht ungewöhnlich kristallisiert.
schönes Stück.
Die Einschätzung zu Fund öglichkeiten kann ich bestätigen,
zu finden gibt es immer was.
Gruss Sebastian
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Alcest am 03 Mai 18, 17:23
Macht jeder mal Fehler .^^
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 03 Mai 18, 19:56
Geht ja sehr flott hier. Entschuldigt das erste "schlechte" Foto

Fluorit hatt ich jetzt gar nicht aufm Zettel, aber jetzt wos angesprochen... Antonsthal hat da mehrere so komische Formen, wobei die mit jetzt ganz neu is  :D

War mein erster Beitrag hier und ist unter Zeitmangel entstanden, ich werde es beim nächstenmal gleich besser machen^^

Vielleicht schaff ich morgen nochwas, hab da noch was sehr interessantes von 235 rumliegen ;)
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: docedelsachs am 07 Mai 18, 22:27
Ist ganz klar Apatit. Beschreibung und Photo passen da auch. Kommt dort auf den selteneren Quarzlinsen die manchmal bisl pegmatitisch ausgeprägt sind halt mal mit vor. Da gab's auch früher schon solche Ausreiser, die nicht gleich irgendwo schriftlich erwähnt sein müssen und dann hier immer wieder Diskussionen auslösen, was sein kann und darf. Einfach mal Gratulation an den Finder, der halt mal zur richtigen Zeit vor Ort war.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Sebastian am 07 Mai 18, 23:25
Hmmm ok lass ich mit mir reden. Aber eine Begründung
Warum du das als apatit ansprichst wäre schön. Ich muss gestehen, Fluorit kann ich nicht 100% bestätigen,
Aber apatit aufgrund des Bildes auch nicht.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: heli am 08 Mai 18, 08:00
Wie wär's mit einem Härtetest ?
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Sebastian am 08 Mai 18, 08:41
Ohje. Das Stück bereitet mir graue Haare. Ohne das selber mal gesehen zu haben sage ich nichts mehr.
Es spricht meiner Meinung nach einiges für Apatit und einiges für Fluorit. Um gewisse Tendezen zu verdeutlichen, muss man das mal selber gesehen haben.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: uwe am 08 Mai 18, 16:27
Apatit wäre ein Erstfund von der 235. Das halte ich aber für unwahrscheinlich, da diese Halde doch sehr abgesucht ist. Eine derartige Apatitstufe wäre 1a und die entsorgt auch niemand auf einer Halde. Wird schon Fluorit sein. Vielleicht kommt die Farbe nicht so richtig rüber. Blauer Fluorit kommt in Antonstal vor.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: raritätenjäger am 08 Mai 18, 19:27
Irgendwo sitzt derjenige, der das auf der Halde entsorgt hat und freut sich nen Kullerkeks  >:D.

Aber ernsthaft: Apatit kommt dort tatsächlich auf vielen Gruben vor, ich kenne das aber nur aus den Skarnlagern und aus kleinen Gängen im Glimmerschiefer. Stets farblos oder weiß, mit viel Phantasie könnten manche blass violett gewesen sein...

Für mich ist das ein Fremdeintrag. Was genau es ist? Dafür müsste man es in der Hand halten. Alles andere ist Raten... Hough!

Gruß
Andreas
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: docedelsachs am 10 Mai 18, 10:51
... wenn man nicht weiß was es ist, muss es nicht gleich von wo anders her sein, da wäre ich sehr vorsichtig mit solchen Annahmen. Ich meine mich zu erinnern, dass es dort so ähnliche Sachen schon selten mal gegeben haben soll und auch hier schon Diskussionen dazu... vielleicht kann ja Brutus noch die anderen Sachen von dort einstellen, von denen er sprach...? Bin echt gespannt... Schönen Männertag allen.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: raritätenjäger am 10 Mai 18, 11:34
Schon richtig. Wir wollen nur auch hübsch vorsichtig sein, dass hier kein zweiter "Beryll von Irfersgrün"-Thread draus wird, nicht wahr? So in sich verschachtelte Konjunktivkonstruktionen ohne solides Fundament helfen letztlich keinem weiter.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: docedelsachs am 11 Mai 18, 09:51
Ja da geb ich dir völlig recht Andreas. Es lohnt sich da wirklich auf Klugscheißereien, was sein kann und darf sowie theoretisches Teilwissen im Interesse der Fragestellung zu verzichten und erst einmal zu klären, was es ist.  Letztlich solls dem Brutus ja helfen sein Mineral von dort zu bestimmen.
Also Glückwunsch nochmal an den Finder vor Ort.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: raritätenjäger am 11 Mai 18, 11:12
Na, da sind wir uns doch einig. Wie schön :D
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: uwe am 13 Mai 18, 19:34
Na, na, das war keine Klugscheißerei sondern einfach logisch. Auf der 236 kommt nun mal kein Apatit vor und erst recht kein blauer in dieser Größe. Wenn schon kein Fremdeintrag bleibt nur noch Fluorit übrig oder das Foto ist stark blaustichig. Fremdeintrag ist allerdings auf der 235 nicht ungewöhnlich. Ich habe da schon mal Pyromorphit mit wenigen orangen Wulfenitkristallen gefunden, welche von Unverhofft Glück an der Achte stammten.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 17 Mai 18, 20:22
War sehr beschäftigt in letzter Zeit. Schön das die Diskussion noch kein Ende gefunden hat^^
Auch ich hatte Apatit schon im Sinn.... Welchen es schon in den Antonstaler Gruben gibt, allerdings in der grösse ist mir nix bekannt. Ich kenn mich da unten besser aus als auf der Halde da ;D
Gibt es eine zweifelsfreie Methode Apatit ausztuschließen?? Steht ja numal bei mir in der Sammlung. Da wären der eine oder andere test möglich....


Die anderen Stücke hoff ich morgen Fotografieren zu können, die ersten Bilder sind scheisse geworden^^

Will das noch vorm nächsten Habachtaleinsatz hier rein bekommen  :D
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: pseudonym am 17 Mai 18, 21:56
Kleine Probe in ein Glas -gelöscht wegen gefährlich .
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Alcest am 17 Mai 18, 22:36
Eine Spitzenidee. Es scheitert hier schon an einer vernünftigen Härtebestimmung aber er soll den Fluoritnachweis via Flusssäureätzung an Glas vollbringen. Was man eigentlich auf einer kleinen Kochplatte mit einem Abdeckplättchen, einer Spatelspitze pulverisierten CaF2s, Handschuhen und Schutzbrille im Labor macht.

Ich hole schon einmal das Popcorn.

Am besten wir richten für Fälle wie diesen einen Analytikspendenfond für besonders wertvolle Diskussionen ein.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: harzgeist am 17 Mai 18, 23:13
Wenn es nur um die Unterscheidung Fluorit/Apatit geht, sollte scharfes Hinsehen (auf die Originalstufe, nicht auf das Foto) schon ausreichen. Ein Haldenfund sollte eigentlich von sich aus schon genügend "Macken" aufweisen, wo sich die Spaltbarkeit beobachten lässt, anhand derer sich Fluorit und Apatit eindeutig unterscheiden lassen.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: pseudonym am 18 Mai 18, 11:15
Eine Spitzenidee. Es scheitert hier schon an einer vernünftigen Härtebestimmung aber er soll den vollbringen.  Handschuhen und Schutzbrille im Labor macht.

Ich hole schon einmal das Popcorn.

Am besten wir richten für Fälle wie diesen einen Analytikspendenfond für besonders wertvolle Diskussionen ein.

Wozu die Kochplatte ? Soweit ich weiß reicht da ne Menge von .... ,wenn man das dann in 5 oder 6 Litern Wasser abspült sollte das so verdünnt sein das da keine Gefahr mehr von ausgehen sollte es sei denn man wäre Homöopath... ;)

Deswegen die Warnung ,man sollte wissen was man wann , warum und wo tut ,dazu reichen winzigste Stoffmengen von denen dann auch eher keine Gefahr ausgeht ,das ganze dann im Wassereimer abspülen und ab zum Schadstoffmobil ...

Ne Spatelspitze (ich weiß das ist ne übliche Stoffmenge für Versuche .... ) würde ich dagegen schon als gefährlich für Amateure einschätzen ... guckt mal in alte Bücher über Analytik,Lötrohrprobierkunde u.ä. die Leute ham zumindest lang genug gelebt um ihre Bücher schreiben zu können .

Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Fabian99 am 18 Mai 18, 11:34
Hallo,

jetzt mal ehrlich: Apatit - Spaltbarkeit unvollkommen im Gegensatz zu Fluorit - Spaltbarkeit vollkommen nach dem Oktaeder.

Risse zeigen die Richtung... Bevor ich die Schwefelsäure aus dem Keller hole, schau ich mir die Stufe genauer an! Kubisch gegen hexagonal sollte auch zu erkennen sein.

LG

Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Alcest am 18 Mai 18, 15:04
Wozu die Kochplatte ? Soweit ich weiß reicht da ne Menge von ca. 1 Kukikmillimeter CaF-Pulver und 1 Tropfen Säure das wird abgedeckt und stehen gelassen ,wenn man das dann in 5 oder 6 Litern Wasser abspült sollte das so verdünnt sein das da keine Gefahr mehr von ausgehen sollte es sei denn man wäre Homöopath... ;)

Deswegen die Warnung ,man sollte wissen was man wann , warum und wo tut ,dazu reichen winzigste Stoffmengen von denen dann auch eher keine Gefahr ausgeht ,das ganze dann im Wassereimer abspülen und ab zum Schadstoffmobil ...

Ne Spatelspitze (ich weiß das ist ne übliche Stoffmenge für Versuche .... ) würde ich dagegen schon als gefährlich für Amateure einschätzen ... guckt mal in alte Bücher über Analytik,Lötrohrprobierkunde u.ä. die Leute ham zumindest lang genug gelebt um ihre Bücher schreiben zu können .

Kochplatte: RGT-Regel, geht schneller und die entstehende HF ätzt das aufliegende Glasplättchen. Wenn man das stehen lässt, würde ich vermuten, ist nach der Reaktion keine HF mehr übrig. Mit den "Gerätschaften" wollte ich lediglich darauf hinweisen, dass man so etwas vernünftig macht und nicht mit Haushaltsware, weil es wer im Netz vorschlug.

"Spitzenidee" war Ironie. Solche Versuche haben bei totalen Chemie-Amateuren nämlich nix verloren, auch im kleinen Maßstab nicht. HF ist wirklich undankbares Zeug. "man sollte wissen was man wann , warum und wo tut" - ich unterstelle mal, dass nicht alle, die diesen Thread jetzt oder später verfolgen, dahingehend aufgeklärt sind. Wenn ein Spritzer konz. H2SO4 verspritzt wird, brennt es kurz und verheilt recht fix wieder (sofern es nicht ins Auge geht - aber wer mit sowas ohne Schutzbrille umgeht, ist sowieso ein Beweis für Darwins Theorien).

In alten Schulbüchern stehen auch Versuche mit KCN. Ohne Abzug. Würde ich dieses Argument mit einem Adjektiv bewerten wollen, würde es gegen die Netiquette des Forums verstoßen.

Zum Schadstoffmobil wird wohl noch nie ein Sammler seine Abfälle gebracht haben - das ist aber eine andere Geschichte.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 18 Mai 18, 16:47
Zur Härte hatte ich mich im ersten Beitrag schon geäussert, mittels Ritzprobe bin ich bei 5. Ist härter wie Fluorit, allerdings is das mit Messer geritzt. Was wohl auch eher dem Raten entspricht. Im direkten vergleich würd ichs als härter bewerten.
Fluoritttypische Spaltflächen sind keine zu sehen,  und viele Macken sin da nicht.... Waren komplett im Gestein eingebettet die Kristalle, hab erst zuhause den "Deckel" entfernt wo dann die Kristalle zum vorschein kamen.

Für weitere Bestimmungsideen  weiterhin zu haben.... Mit der Chemiematscherei könnt ich mich erst nachm Urlaub beschäftigen  :)

Aber ich hab paar Fotos von den anderen fertig. Ums vornwegzunehmen :o Hier ist fremdeintrag zu 99% ausgeschlossen, war ein grosses Gangstück/mit Fels in ner frischen Abtragsschicht. Noch schmutzig und ist nur durch ne Quarzdruse am Rand aufgefallen. Die eigentliche Überraschung kam erst beim Formatieren zu Tage. Der Fund liegt etwa zwei Jahre zurück.



Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 18 Mai 18, 16:48
nummer 2
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 18 Mai 18, 16:49
3
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 18 Mai 18, 16:50
Und das letzte für heut ;D
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Alcest am 18 Mai 18, 16:51
Deswegen die Warnung ,man sollte wissen was man wann , warum und wo tut ,dazu reichen winzigste Stoffmengen von denen dann auch eher keine Gefahr ausgeht ,das ganze dann im Wassereimer abspülen und ab zum Schadstoffmobil ...

Nachtrag: was bringst du nach CaF2 (s) + H2SO4 (aq) → CaSO4 (s) + 2 HF(g) und der Folgereaktion SiO2(s) + 4 HF(aq) = SiF4(g) + 2 H2O(l) eigentlich zum Schadstoffmobil? Das abgehauene Gas SiF4? Oder das Wasser?

Bezüglich der alten Stufe: tu uns doch allen einen Gefallen, nehme einen größeren Nagel und schlage mit dem Nagelkopf eine ohnehin kaputte Stelle ab, mache ein vernünftiges Bild davon oder sieh dir den Bruch an. Wenn das Fluorit ist, sollte dort ein Dreieck übrig bleiben.

Die neuen Bilder sehen nach Turmalin aus.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: pseudonym am 18 Mai 18, 17:57
Die Homöopathischen Reste der .-Säure in Wasser die zuviel war weil man zu faul oder zu dämlich war auszurechnen wieviel man genau braucht,das angeätzte Glas ,Lappen ,Gummihandschuhe  :) .... wie auch immer - Reste von solchen Experimenten gehören definitiv ordentlich ensorgt ,auch die Gerätschaften bei  derart ungesunden Sachen -oder willste aus der Brühe Tee kochen ,weil ja ´´alles weg´´ ist ? Wohl bekomms ! :)

Egal wie ich hab vor vielen Jahren mal zugeschaut wie´n Kumpel das so gemacht hat um mir zu beweisen das die fragliche Probe kein Flourit wäre ,zu meiner Freude war das Glas dann doch angeätzt . 
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Alcest am 18 Mai 18, 18:44
Außer Gips und einem Gas, welches sich in der Wohnung oder auf dem Balkon schon verabschiedet, bleibt nichts über. Wegen 2-3 Tropfen H2SO4 - sofern der "Versuch" abgedeckt wird - wird niemand auch nur an das Schadstoffmobil denken. (Anmerkung: würde ich auch nicht. Ich halte es im übertragenen Sinne dennoch für fahrlässige Körperverletzung, zu Flusssäureexperimenten bei Mineraliensammlern zu raten.)

Es gibt im Mineralienreich genau fünf Versuche, die ich niemals auch nur ansatzweise raten würde: Arsennachweis mittels Marshscher Probe, Geschmacksprobe an unbestimmten farblosen Phasen an Arsen-Cobalt-Nickel-Erzen, Leckerei an grönländischen Fluoriden, Leckerei an vermeintlichen Berylliumoxiden (Bromellit) und Fluoritnachweis via H2SO4. Das können Profis im Labor machen (zumal ich bisher noch keinen - promovierten - Chemiker gefunden habe, der den Arsennachweis freiwillig auf diesem Wege vollbringen mag) - im Hausgebrauch hat das nichts verloren. Irgendein DAU könnte das lesen und nach dem Motto "viel hilft viel" Fluorit in massig H2SO4 baden. Davon kann man im Internet ausgehen.
Google mal "Dimethylquecksilber" mit einem Leerzeichen dahinter und schau auf die vorgeschlagenen Ergebnisse. Genau so sollte man im Internet vorgehen - es gibt immer den worst case.

Es wundert mich übrigens, dass durchschnittliche Pechblendestufen hier als Krebsquelle bei Postboten diskreditiert werden, so etwas aber stehen bleibt. Wobei - hier wundert mich ehrlich gesagt nicht mehr viel.

Ob der Post wohl stehen bleibt?
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: pseudonym am 18 Mai 18, 22:00
Hm naja so gesehen haste auch wieder nicht ganz unrecht ,zumal das ja auch im Vandalismus benutzt wird und eigentlich schwer zu beschaffen ist , ich glaube das war ein Fehler .....

Bitte alles löschen ...
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Alcest am 18 Mai 18, 22:10
Um das klar zu stellen: du hast vollkommen Recht, dass das ein geeigneter Nachweis für Fluorit wäre und in akademischen Nebenfachpraktika (d. h. minimal über Gymnasialniveau) auch praktiziert wird - und nicht nur von Gefahrenstoffchemikern ;-) Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, ob "ein paar Krümel" schon sichtbare Resultate zeigen.

Die Sache mit dem Dimethylquecksilber zeigt mir aber, dass viele Internetnutzer auf solche Sachen stoßen und dann herumprobieren ohne nachzudenken. Lars will ich das nicht vorwerfen aber aus Erfahrung gehe ich im Netz immer vom worst case aus und ich kann mir durchaus vorstellen, dass manche Kandidaten nach dem Motto "viel hilft viel" einen Liter H2SO4 96% kaufen würden und ihren Fluorit darin großzügig baden würden. Siehe das angehangene Bild zur Suche "Dimethylquecksilber". Bis solche Nutzer auf Karen Wetterhahn stoßen, ist das Kind 3x in die Flusssäure gefallen.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: pseudonym am 19 Mai 18, 11:39
ja das war ne krasse Geschicht mit der Frau Wetterhahn ....
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 22 Mai 18, 17:34
Ich kann die wenigen vorhandenen Bruchflächen mal Ablichten wenn das reicht?!
Da ist wirklich keine Stelle dran wo man was abschlagen kann....

Andere Idee, Apatit ist lösslich in HNO3. Fluorit nicht oder? Ich hab zwei kleine Bruchstücke von den Kristallen, die könnt ich so testen. Dann wäre der Apatit raus (oder auch nicht) und am Ende der Fluorit übrig....
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: Brutus am 12 Jul 18, 19:06
So Urlaub überstanden....

Das Prüfen der Kristallsplitter in Salpetersäure hat nix ergeben. Von daher Apatit isse keiner  :(
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: ares68 am 12 Jul 18, 22:53
Hallo und guten Abend,

das Thema Apatit auf der Halde 235 kann ich ein ja vielleicht einwenig bereichern... Funddatum Juni 2018 in ca. 2-3 m Haldentiefe.. Also definitv keine Fremdeinlagerung. Halde Schacht 318(oberhalb Schachthalde 235) - ca. 25x15 cm Pegmatitblock mit 12 (Fluor-)Apatiten von 4 mm bis zu einem Zentimeter Größe... (farblos bis meergrün)
Anbei ein paar Vorab-Bilder ... (Bild Befüllung mit "guten Fotos" folgt ab August in der Fundstelle Schacht 318 im Atlas)

Bild 2 Ausschnitt mit mehreren - bis 7mm großen Kristallen

Also Apatit ist sicher im Revier nachgewiesen (auch phys/chem.).

Glückauf  und gute Funde!
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: stoanklopfer am 13 Jul 18, 05:21
... Funddatum Juni 2018 in ca. 2-3 m Haldentiefe.. Also definitv keine Fremdeinlagerung. ...

Das ist kein stichhaltiges Argument gegen Fremdmaterial in meinen Augen.
Titel: Re: Halde 235 Antonsthal
Beitrag von: ares68 am 13 Jul 18, 13:26
Hallo Stoanklopfer,

sicher ist das kein Argument gegen Fremdeintrag - aber soll dann in Zukunft jeder Neufund angezweifelt werden, der nicht unter Zeugen aus dem Fels geklaubt ist? Wie soll das funktionieren?

Die Geologie der Schwarzenberger Kuppel lässt mehr als genug Raum und Beispiele für diverse Pegmatit- und Skarn- Paragenesen. Und die Halden aus den 50ern sind teilweise immer noch im "Original-Zustand" der "Verwahrung" durch die damalige SDAG Wismut und sorgen in den letzten Jahren immer wieder für Überraschungen -inklusive Großstufen, die durch Lehm und Hämatit-Schlamm so geschützt sind, das Sie eben nicht aussehen, wie von einer Halde geborgen. Der Mechanisierungsgrad gerade in der Wismut-Anfangszeit dieser Lagerstätten beschränkte sich ja teilweise auf Schaufeln und Kübel... 

Des weiteren zeigen ja auch gerade die Stufen, welche aktuell im Rahmen der Verwahrungs-Maßnahmen der Wismut zum Vorschein kommen, das wir nur sehr bruchstückhafte Informationen über den Mineralbestand außerhalb der "berühmten" Reviere Pöhla, Graul und Gelbe Birke haben...   

Typische Paragenesen a la Pöhla wurden/werden in den Lagerstätten/Halden "Weißer Hirsch" und "Tannenbaum" übrigens genauso vorgefunden, wie Material aus dem Altbergbau der Bereiche Erla, Breitenbrunn und Antonsthal, da dieser ja teilweise nachgenutzt oder überfahren wurden... (braucht man sich auch nur die Grubenrisse/Chronik der Wismut anzuschauen - die machen das Ganze endgültig schlüssig...).

Ich möchte wirklich niemanden zu nahe treten, aber nur weil etwas gerade nicht passend ist oder man es nicht erklären kann, sollte man sich nicht immer den einfachsten Weg raussuchen(ist halt Fremdeintrag)-

Für den Finder der "ursprünglichen Frage zur Bestimmung" wäre der Besuch einer einschlägigen Börse in der Region wohl am hilfreichsten. - Bild - und Fernbestimmung sind eine ziemlich heikle Angelegenheit (mein Foto -Künste sind jedenfalls bescheiden...)

Vielleicht ist es ja möglich, einen "ungesicherten Herkunftsort-Flag" bei der Fundort Zuweisung im Atlas anzumerken...
Also nichts für ungut... -aber ich bin anderer Meinung.

Glück auf - gute Funde und ein schönes WE!