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Autor Thema: Astrophyllit radioaktiv???  (Gelesen 11587 mal)

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Offline MineralienfanBQ13

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Astrophyllit radioaktiv???
« am: 08 Oct 06, 14:27 »
Hallo,

ich habe bei webmineral gelesen, dass Astrophyllit radioaktiv sein soll. ??? :-\ Kann es sein, dass manche Mineralien aktiv sind, dass das aber nicht genannt wird, weil die Radioaktivität bei diesen total harmlos ist? Auf webmineral sind sogar Titanit, Sanidin und Muskovit radioaktiv. Könnt ihr mir dazu etwas sagen? Danke.

Gruß
Brian
« Letzte Änderung: 08 Oct 06, 16:08 von MineralienfanBQ13 »

Offline uwe p.

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #1 am: 08 Oct 06, 17:27 »
naja, es kann schonmal vorkommen, dass je nach geologischer begebenheit nicht radiaktive elemente in der gitterstruktur durch ebensolche ausgetauscht sind. in den chem. formeln ist das beispielsweise durch ...(Ce, La, U)... protokoliert. für gewöhnllich sind diese beimengungen aber verschwindend gering und die strahlung stellt kein problem dar.

Offline giantcrystal

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #2 am: 08 Oct 06, 17:37 »
So ist es...und da Astrophyllit ein Mineral mit ziemlich komplexer Formel ist, kann sich da schon mal ein U oder Th rein verirren

Dont panic

 ;D

Glück Auf

Thomas

P.S. Übrigens schon gewußt : auch Kaliumhaltige Minerale wie Sylvin oder Felspat sind schwach radioaktiv

Offline MineralienfanBQ13

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #3 am: 08 Oct 06, 20:43 »
Hallo,

ich danke euch für die Antworten. Ich war schon kurz davor in Panik auszubrechen und die Stufen wieder zu verkaufen. Aber dafür gibt es ja jetzt wohl keinen Grund mehr.

Gruß
Brian

Offline Torben

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #4 am: 08 Oct 06, 20:48 »
Ich würde an deiner Stelle immer erstmal ganz genau hinschauen, ob vielleicht U- oder Th-Mineralien auf der Stufe sind. Evtl. auch in der Matrix eingelagert.
Wenn ja, weißt du, daß Vorsicht geboten ist. Wenn nein, ist die Chance auf starke Strahlung eher gering, wenn auch nicht ganz auszuschließen.

Offline MineralienfanBQ13

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #5 am: 08 Oct 06, 21:17 »
Noch eine Frage. Muss man die Vorsichtsmaßnahmen für radioaktive Mineralien auch beachten, wenn Mineralien nur schwach radioaktiv sind wie es zum Beispiel beim Astrophyllit der Fall sein könnte? (Mit Vorsichtsmaßnahmen meine ich: nicht zu lange in der Nähe bleiben, in  Dosen aufbewahren usw) Denn im Moment habe ich Sylvin, Muskovit, Sanidin, Astrophyllit ohne Dose in der Vitrine und bin dauernd in der Nähe.

Gruß
Brian
« Letzte Änderung: 08 Oct 06, 21:32 von MineralienfanBQ13 »

Offline uwe p.

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #6 am: 08 Oct 06, 21:33 »
also, vorsichtsmaßnehmen sind nie verkehrt, das ist grundsätzlich so. da in deinem kühlschrank aber wahrscheinlichmehr radiaktive isotope sind als auf deinen stüfchen müsstest du um der genauigkeit ein opfer zu bringen auch einen kühlschrank in blei gießen. dass das nicht schicklich ist, liegt auf der hand. ebenso unnötig ist es, übertriebene sicherheitsmaßnahmen gegen strahlung zu treffen bei stücken, die dem geigerzähler  wohl nur ein paar müde klicker pro minute entlocken würden.

wenn es dich beruhigt, dann räume die stücke einfach in den keller. solange du deine steine nicht aufisst, brauchst du keinen grund zur sorge zu haben.

Offline giantcrystal

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #7 am: 08 Oct 06, 22:05 »
Radioaktivität, d.h. schwach radioaktiver Strahlung kann man eh nicht entgehen, da sie ganz natürlich ist - eben wegen allgemein verbreiteter, geringer U, Th und auch K-Isotop Gehalte in Gesteinen und damit auch in Baustoffen. Aber das braucht einen nicht weiter zu sorgen... gebe es diese Strahlung nicht, dann gebe es uns auch nicht, denn ohne eine gewisse radioaktive Hintergrundstrahlung gebe es auch keine Mutationen im Erbgut und somit auch keine biologische Evolution.

Oder anders formuliert : All jene Einzeller, die es geschafft haben, der radioaktiven Strahlung tatsächlich zu entgehen, sind genau dies geblieben : Einzeller !

Glück Auf

Thomas
« Letzte Änderung: 08 Oct 06, 22:53 von giantcrystal »

Offline MineralienfanBQ13

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #8 am: 08 Oct 06, 22:08 »
Danke! :)

Offline uwe p.

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #9 am: 09 Oct 06, 08:27 »
Aber das braucht einen nicht weiter zu sorgen... gebe es diese Strahlung nicht, dann gebe es uns auch nicht, denn ohne eine gewisse radioaktive Hintergrundstrahlung gebe es auch keine Mutationen im Erbgut und somit auch keine biologische Evolution.

naja... zum glück ist das kein biologie forum ;)

Offline uwe

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #10 am: 09 Oct 06, 08:51 »
Wer hysterische Angst vor Radioktivität hat sollte auf keine Fall Mineralien zu seinem Hobby machen und er sollte auch granitgepflasterte Straßen sowie Besuche im Gebrige meiden - auch auf keinem Fall mit den Flugzeug fliegen.

Glück Auf
Uwe


Offline Krizu

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #11 am: 09 Oct 06, 09:18 »
Wer hysterische Angst vor Radioktivität hat sollte auf keine Fall Mineralien zu seinem Hobby machen und er sollte auch granitgepflasterte Straßen sowie Besuche im Gebrige meiden - auch auf keinem Fall mit den Flugzeug fliegen.

und die leckeren Paranüsse...
und das Röntgengerät...
und den Röhrenmonitör + Fernseher...
und keine Milch trinken (Kaliumgehalt)...
und das Rauchen (Tabakpflanzen reichern nach einigen Untersuchungen radioaktive Isotope an)...

MfG

Frank

Offline berthold

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #12 am: 09 Oct 06, 10:49 »
Hallo,

und keine Pilze essen...
und kein Wildfleisch essen...
und nicht in den Keller gehen (Radon)...

Wir sollten die Kirche beim Dorf lassen: Wenn ein Mineral eine so geringe Aktivität hat ist die Bezeichnung "radioaktiv" umgangssprachlich  nicht angebracht. In diesem Sinne ist für mich weder unsere Luft noch unser Trinkwasser "radioaktiv" -  und Astrophyllit auch nicht.

Gruß

Berthold
 

Offline grauwacke

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #13 am: 09 Oct 06, 11:40 »
Hallo Mineralienfan BQ13,
Torbens Anmerkung über radioaktive Begleiminerale ist ein guter Tip. Den reinen Astrophyllit sehe ich hingegen eher unproblematisch, obwohl sich da anstelle des Zirkoniums wohl auch etwas Thorium hineingemogelt haben könnte. Radioaktive Elemente gleich welcher Art sind am schädlichsten, wenn sie in den Körper gelangen, also verschluckt oder eingeatmet werden. Daher sind pulverige Minerale risikobehafteter als kompakte, und daher hat ein ganz normales Plexiglaskästchen bereits eine Schutzwirkung.
Zur Radioaktivität von Kaliummineralen wie Sylvin, Muscovit, Sanidin: Das radioaktiv Isotop Kalium40 ist zu einem gewissen Prozentsatz als Bestandteil des natürlichen Kaliums allgegenwärtig. Kalium ist lebenswichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers, bei Männern im Schnitt 150 g, bei Frauen 100 g. Die empfohlene Kaliumaufnahme liegt bei 2 g täglich. Sylvin ist ein verbreitetes Düngemittel. Sollten also nicht andere radioaktive Elemente eine Rolle spielen: vor Kaliumverbindungen braucht man in dieser Hinsicht keine Angst zu haben.

Gruß

Grauwacke

Offline berthold

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Re: Astrophyllit radioaktiv???
« Antwort #14 am: 09 Oct 06, 12:12 »
Hallo,

@Grauwacke: Das mit Th verstehe ich nicht, Astrophyllit enthält doch normalerweise kein Zirkonium - bestenfalls als geringe Verunreinigung (kennst Du einen Astrophyllit-Th ?)

Zitat
Kalium40 ist zu einem gewissen Prozentsatz

Prozentsatz  :o wär schlimm.

Kalium besteht zu 0,012% aus dem radioaktiven Isotop 40K und verursacht so etwa kanpp 1/10 unserer natürlichen radioaktiven Belastung.

Gruß

Berthold

 

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