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Autor Thema: interessante Eigenfunde  (Gelesen 63990 mal)

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Offline Lausitz

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #90 am: 20 Oct 07, 19:05 »
Der ist richtig gut geworden. Der sah auch im rohzustand vielversprechend aus. Wenn auch die wirkung des wachsens nach ner gewissen zeit nachlassen wird,die bänderung bleibt nach einer wärmebehandlung fast immer erhalten.
Gruß aus Brieske

Offline Kilo

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #91 am: 21 Oct 07, 17:34 »
Na gut... halbwegs überzeugt  8)
Kilo

Offline HeikoB

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #92 am: 22 Oct 07, 16:57 »
Hallo Donat,

freut mich für Dich das es geklappt hat  !

Ja, er sieht nun wesentlich schöner aus, gratuliere zu diesem Fund !

Es sollte aber wirklich die Ausnahme bleiben Stücke zu wachsen. Bei sehr rissigen Stücken
ist es aber eine gute Hilfe.

Glück Auf !

HeikoB

Offline Lausitz

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #93 am: 22 Oct 07, 19:57 »
Nicht so schön,aber interessant; etwa 6cm im durchmesser mißt diese phorphyrkugel mit achatfüllung aus dem elbekies von Lauta.

Offline caliastos

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #94 am: 22 Oct 07, 20:47 »
hmm, also irgendwie finde ich das mit der hitze und dem wachs interessant. nie daran gedacht, daß das so einfach wäre. würde ich irgendwie mal gerne bei stücken machen, die ich andernfalls wegwerfen würde. vllt ließe sich da was retten. doch sonst würde ich das keinem stück antun.

Offline Lausitz

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #95 am: 22 Oct 07, 21:10 »
Ich hab grad noch mal über die methode nachgedacht den achat bzw.dessen polierte fläche auf dem ceranfeld eines herdes zu legen. Auch wenn ein küchentuch den direkten kontakt verhindert kann es sein das der stein die wärme nicht so schnell aufnehmen kann und platzt,ebend weil er schon von rissen voll ist. Wenn ich diese art des wachsens anwende lege ich den stein in einen topf mit wasser. der wasserstand muß die polierte oberfläche erreichen aber nicht drüber laufen( oberfläche in die waage bringen) Dann erwärme ich auf kleinster stufe das wasser und stelle so sicher das der stein im wasserbad langsam und gleichmäßig durchwärmt. Auf die polierte oberfläche stell ich ein teelicht warte bis es schmilzt und lasse langsam abkühlen. Risse werden gleichmäßig verheilt.
Gruß aus Brieske

Offline Donat

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #96 am: 22 Oct 07, 22:29 »
so kommen wir im Stein-Heilungsprozess immer weiter. :D
@Lausitz,das mit dem platzen,da könntest Du recht haben.Da wir kein Ceranfeld haben,hab ich`s mit unserm Gasherd,kleinste Flamme getan.
Der Stein hat schon ganz schön geknackt.
Also da finde ich Deine Idee mit dem Wasserbad doch viel idealer.Obwohl die Idee an sich ganz Klasse ist.
Sollte auch die Ausnahme sein so wie HeikoB schon erwähnte.
Gruß
Donat

Offline Ralf

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #97 am: 22 Oct 07, 23:11 »
Um Risse im Achat zu verschließen gibt es zwei geeignetere Möglichkeiten.

1.) Den Achat nach dem sägen und vor dem Schleifen mit einer Heißluftpistole etwas aufwärmen. Dann einen geeigneten Sekundenkleber oder Epoxydharz drauf, aushärten lassen und erst dann schleifen.

2.) In einem Topf Paraffin auflösen. Den geschliffenen Achat im Backofen auf ca. 80 - 100 Grad aufheizen und dann in das warme Paraffin legen. Nach einiger Zeit herausnehmen und saubermachen. Wer eine Trommelmaschine hat, kann den Achat ( einzeln ) in die gut mit Sägemehl gefüllte Trommel geben und zwei Stunden laufen lassen.

Die Sache mit dem Ceranfeld hat den Nachteil, dass durch die große und schnelle Erwärmung zusätzliche Risse auftreten könne. Es kann sogar passieren, dass der Achat bricht. Enthält der Achat sehr viel Eisen, ist eine nicht mehr rückgängig zu machende Verfärbung - meist hin zu rot - fast vorprogrammiert.
In diesem Fall muss man den Achat streggenommen als " gebrannt " und somit unnatürlich bezeichnen.
Bei den oben genannten Methoden handelt es sich hingegen um Reparatur- bzw. Stabilisationsarbeiten, bei denen die natürlichen Farben erhalten bleiben.
Eine " Verbesserung " der Bänderung entsteht durch Wasserverlust. Die bekommen die Stücke in der Regel auch so, es dauert nur sehr lange und fällt daher kaum auf. Viele Moselachate und auch Stücke aus Indonesien zeigen dies.

Gruß
Ralf

Offline schleifer

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #98 am: 23 Oct 07, 00:22 »
Hallo
Mein Tip wie ich es mache:
Achat unter eine 100 Watt Lampe legen, die Erhitzung geht ganz langsam und gleichmäßig. Dann Sekundenkleber ( Star-Bond, gibt es in verschiedenen Aggregatszuständen, von ganz dünnflüssig bis dicker). Aushärtung erfolgt sofort. Dann schleifen und polieren.
Gruß Robert

Offline agatefreak

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #99 am: 23 Oct 07, 07:18 »
Hallo,

der Achat muss nach dem schneiden ganz trocken und frei von Öl sein. Ich lege rissige Stücke nach dem sägen in Sägemehl und dann einige Stunden in ein Reinigungsmittel das stark fettlösend ist. Danach werden die Stücke mit der Zahnbürste gereinigt damit auch der Schmutz aus den Rissen geht. Die Achate kommen auf die Heizung das ist genau die richtige Temperatur , die Steine sollten nicht über 60° C erhitzt werden , weitere Risse wären die Folgen. Im Stein ist immer noch genug Restfeuchtigkeit und ein starkes Erhitzen würde durch Ausdehnung automatisch zu Rissen führen.  Graue kontrastlose Achate können nach langer Trocknung an Farbe und Kontrast zunehmen. Als Kleber verwende ich seit Jahren ausschließlich "Starbond" Kleber. Zuerst immer den dünnflüssigen verwenden , bei dicken Rissen mit dem gelartigen nachverfüllen. Die Steine sollten beim kleben nicht zu warm sein , am besten Zimmertemperatur da sonst der dünnflüssige Kleber sofort aushärtet. Der Kleber kriecht selbst in feinste Haarrisse. Bei sehr feinen Rissen sollte der Stein sogar Kühlschranktemperatur aufweisen , so hat der Kleber mehr Zeit um tiefer in den Riss zu kriechen. Manchmal verschwinden die feinen Risse durchs kleben , dass hängt immer von der Lichtbrechung im Stein ab und vom Winkel des Risses. Starbond Kleber hat den Vorteil das er sich auch hervorragend beim schleifen und polieren verhält. Er ist auch UV-beständig und verfärbt später nicht. Nochmals der Hinweis der Stein muss absolut trocken und staubfrei sein. Immer am offenen Fenster oder im Freien mit dem Kleber arbeiten wegen der Dämpfe.
Ich finde das Kleben als keine Manipulation oder Veränderung am Stein. Dadurch können Steine beim schleifen vorm auseinanderbrechen bewahrt werden. Auch nimmt die optische Schönheit zu. Polierpulver kann nicht in die feinen Risse eindringen und stört somit nicht den Gesamteindruck. Ich habe leider Achate in meiner Sammlung aus denen man das Polierpulver nicht mehr entfernen kann. Dies ist besonders bei sehr schönen Stücken äußerst ärgerlich.

Viele Grüße Peter - der agatefreak

Offline HeikoB

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #100 am: 23 Oct 07, 11:09 »
Hallo Leute,

lese da sehr interessante Methoden um rissige Stücke ansehnliche zu machen und ganz wichtig,
wie in einigen Beiträgen erwähnt, die Verklebung von Rissen nach dem Trennschleifen (Sägen).

Dies dient  oft zum Erhalt der Stücke und ist wichtig bei rissigen Achaten. Übrigens sollte man schon
augenscheinliche Risse am Rohstein, unauffällig mit Kleber fixieren. Es brechen auch mal Stücke
beim Sägen aus, was dadurch verhindert wird.

@ agatefreak: Wenn Poliermittel in den Rissen eindringt, bringe ich sie in den meisten Fällen wieder
                             mit einem guten Ultraschalllgerät wieder heraus. Aber Vorsicht bei zu rissigen Stücken !
                             Ab und zu brechen auch Stückchen aus der Oberfläche heraus, durch die Ultraschallwellen.

Übrigens, meine Methode auf dem Ceranfeld, da ich die Stücke nur auf Stufe 3 erwärme und dick Küchenkrepp
darunter liegt ist eine Überhitzung nur gegeben, wenn man den Achat auf der Platte vergisst ! 

Ich nehme sie rechtzeitig vom Herd und mir ist noch nie ein Stück geplatzt oder weitergerissen, weil sie
dadurch nicht überhitzen und auch nicht zu allzu schnell heiß werden.

Eure Alternativen sind aber auch nicht ohne !   

Weiter so !

Grüsse aus Pfreimd/Oberpfalz

HeikoB

Offline trommeln

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #101 am: 23 Oct 07, 11:23 »
@Ralf
was bewirkt genau das Sägemehl in der Trommel? Schleift es den überflüssigen Paraffin ab oder poliert es gleichzeitig?

Offline agatefreak

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #102 am: 23 Oct 07, 13:44 »
Hallo HeikoB ,
das mit dem kleben rissiger Stücke vor dem Sägen ist ein wichtiger Tipp.  Auch die Methode mit dem Ultraschallgerät ist von großem Nutzem. Es gibt jedoch Stücke  , wo das Polierpulver so tief sitzt , da hilft weder Ultraschall noch Hochdruckreiniger oder die Munddusche etwas. Also am besten vorher alle Risse mit Kleber auslaufen lassen.
Gruß agatefreak

Offline HeikoB

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #103 am: 23 Oct 07, 14:02 »
Hallo Peter,

ja, da hast Du Recht.

Es gibt Stücke, da hilft auch das Ultraschallgerät nicht mehr, aber in den meisten Fällen schon.

Sicherlich ist es besser, wie Du schon sagtest, die Risse vorher mit Kleber zu verschließen.


Grüsse nach Worms

HeikoB

Offline Ralf

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Re: interessante Eigenfunde
« Antwort #104 am: 23 Oct 07, 17:16 »
@Ralf
was bewirkt genau das Sägemehl in der Trommel? Schleift es den überflüssigen Paraffin ab oder poliert es gleichzeitig?

Es nimmt nur das überflüssige Paraffin weg. Bei geschliffenen Stücken aber niemals mehrere Stücke gleichzeitig in die Trommel legen, die beschädigen sich sonst u.U.
Hab schon gelesen, dass Du Dich viel mit Trommeln beschäftigst. Versuch das mit dem Paraffin mal mit Deinen Trommelsteinen. Da kannst Du auch mehrere gleichzeitig im Sägemehl trommeln, wenn sie die gleiche Härte haben. Ich denke, Du wirst begeistert sein.

Ralf

 

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