so würde ich das nicht sehen. ein kalkstein ist immer noch ein kalkstein, auch wenn der steinmetz ihn marmor nennt, weil er gut polierbar ist. petrographisch ist das eindeutig. namen wie beim regensburger grünsandstein oder dem rapakivi-granit sind auch deutlich genug. oder wettersteinkalk, dachsteinkalk, buntsandstein. das sind an sich die offiziellen namen. blöd' wird es bei unterschiedlichen lokalnamen, aber an sich ist das nicht so das problem.
das bei magmatischen gesteinen nach habupt- und nebengemenge die ansprache erfolgt ist vollkommen üblich. genaugenommen geht es nur nach den wenigen hauptbestandteilen im streckeisendiagramm. und wenn die auch nur 10% der masse ausmachen, so definieren diese dennoch den namen.
sinnvoll an sich wären die großen gruppen wie granit, pegmatit, diorit, basalt, gneis, schiefer, kalkstein, marmor und co. unter diese die lokalnamen, also bozener quarzporphyr, regensburger grünsandstein, treuchtlinger marmor usw.
für sedimente gibt es ähnliche diagramme wenn es um die frage sandstein, tonstein, arkose und co geht. für klastische gesteine ebenso, dabei extra eine unterteilung für bioklastische gesteine.
metamorphite werden an sich durch die metamorphosestufe unterteilt, also z.b. grünschiefer-faziel
es gibt also an sich schon definierte wege der ansprache für alle drei gruppen. an die sollte man sich halten
für magmatische gesteine hätte man ja schon über die streckeisen- und phasendiagramme die gruppen vorgegeben ohne großartig in fachwerken suchen zu müssen.