Hallo caliastos,
Asbest - egal welches, ist immer gesundheitsgefährlich, bzw. hier die lungengängigen Fasern. Die Abstufung zwischen Chryotil - und Krokydoltihasbest ist zwar prinzipiell richtig, aber geht auf die Verarbeitung zurück. D.h. Chrysotil liegt meist in fest gebundener Form vor (z.B. Zementasbestplatten) und die Faserfreisetzung ist bei sachgerechtem Umgang geringer. Außerdem wurde Chrysotilasbest weit mehr eingesetzt und verarbeitet als Krokydoltith. Die anderen Asbeste wie Amosit, Anthopyllith, Byssolith, Aktinolith, Tremolith sind wirtschaftlich so gut wie nicht verarbeitet worden.
Materialien, die auch Krokydoltithabsebst enthalten (meist neben Chrysotil - ich kenne eigentlich nur die "Rohprodukte", die außschließlich Krokydolith enthalten) liegen meist in schwach gebundener Form vor (z.B. "weiche" Leichtbauplatten) und hier ist die `Faserfreisetzung ist wesentlich leichter möglich. Wie die Formulierung schon besagt "schwach" gebunden.
Unterschieden werden beide Formen nach der Dichte. <1g/cm³ = schwach gebunden / >1,4g/cm³ = fest gebunden.
Den Bereich zwischen 1 bis 1,4 g/cm³ füllen die oben genannten Leichtbauplatten aus und diese zählen eben definitionsgemäß ebenfalls zum schwach gebundenen Material.
Welche Infomationswünsche bestehen noch?
Herzliche grüße von
Moni