Hallo,
letzten Samstag war meine Pilzsuche im Wald nicht erfolgreich und so beschloss ich kurzerhand, mal wieder nach langer Zeit den geschlossenen Steinbruch am Grünten bei Rettenberg zu besuchen. Dort habe ich dann auch ein paar nette Pyritstufen und Calcit gefunden

. Aber auch noch ein paar Sachen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Vielleicht könnt Ihr mir ja beim Bestimmen helfen (einen Teil meiner Fundstücke werde ich zum Bestimmen im Fossilienbereich vorstellen).
Das erste Stück hat die Maße 12 cm x 9 cm x 5 cm. Das Grundgestein, in das die "Kristalle ?" eingelagert sind, ist der dort vorkommende Kalkstein. Die Stärke der Schichten liegt bei 3 - 4 mm. Die Härte der Schichten müsste so bei 4,5 liegen, schäumt bei Salzsäure. Was sind das für Kristalle? Für mich sieht es so aus, als seien diese nach ihrer Entstehung im Kalkstein eingebettet worden (Bruchstücke). Oder handelt es sich um etwas Fossiles?
Das Zweite Stück hat die Maße 11 cm x 7 cm x 2 cm. Das Grundgestein ist der auch dort vorkommende Brisisandstein. Das Stück sieht so aus, als wenn es eine kleine Kluft gewesen wäre (musste es nur auflesen, weil es in der Sonne am Boden geglitzert hat, die Fundstelle war aber etwas gefährlich gelegen). An den nicht glitzernden Verästellungen war die Kluft vermutlich mit der anderen Seite zusammengewachsen. Nun meine Frage: Da ich weiß, das in den Sandsteinklüften Anataskristalle vorkommen können, ist es vielleicht möglich, das da welche aufsitzen? Ich habe mir das Stück unter meinem Mikroskop angesehen und war erstaunt, das auf dem Stück überall schöne, winzigkleine Doppelenderkristalle aufsitzen, die Größten 1 - 1,5 mm. Deren Farbe ist meinst durchsichtig wie Bergkristall, geht aber manchmal auch in ein leichtes gelb bis Bernsteinfarben. Ich kann leider keine besseren Bilder machen, weil ich nur ein Durchsichtmikroskop ohne Kamera habe, die Ränder des Stücks sind gerade daruntergegangen. Meine Bitte: Vielleicht erklärt sich ja einer von unseren Profis bereit, das ich Ihm das Stück zuschicke, damit er es dann unter seinem Draufsichtmikroskop analysieren kann? Ich würde auch die Portokosten übernehmen bzw. könnte man die Rückgabe auch auf der Mineralienmesse in München durchführen, weil ich die Messe dieses Jahr auf jeden Fall zum Ersten Mal besuchen will. Vielleicht meldet sich ja einer von Euch.
So, jetzt kommen noch die Bilder:
Stück 1: