Hallo allerseits,
möchte an dieser Stelle auch mal meinen Senf zur Emser Börse dazugeben.
Ich war am Samstag morgen kurz nach Eröffnung auf der Börse. Warteschlangen am Eingang wie vor einigen Jahren noch, Fehlanzeige! In Marmorsaal und Kurtheater kein Gedränge, sondern eher überschaubare Leere. Aussteller mit Mineralien von klassischen ( deutschen ) Fundstellen gab es gerade mal ein paar. Für Stücke heimischer Fundstellen wie Bad Ems, Braubach oder Friedrichssegen mußte man schon mindestens dreistellige Eurobeträge hinblättern, die Stufen waren teilweise wirklich überteuert.
Der Schmuckanteil im Vergleich zu 2009 hat stark zugenommen.
Auch sind die Standgebühren mittlerweile mehr als happig, ein Händler im Marmorsaal z.B. mußte für beide Tage 800,- € berappen.
Aufgrund der hohen Standmieten springen immer mehr der "alteingessenen" Händler ab und darunter leidet auch das Angebot.
Da müssen schon einige Stufen verkauft werden, um die Unkosten für Stand, Hotel, Fahrtkosten, Verpflegung, usw. wieder reinzubekommen, das schlägt sich natürlich auch auf die Preise nieder.
Samstag und Sonntag hatte das Emser Bergbaumuseum ganztägig geöffnet. Im Anschluss an die Börse hatte ich dort Dienst. Viele der Besucher waren vorher auf der Börse, darunter auch etlichen hier aus dem Forum. Begeistert zeigte sich eigentlich keiner so wirklich von der Börse. Häufigster Kritikpunkt waren die relativ hohen Preise und die Qualität des Angebots. Entweder günstigere Stücke, die eher Einsteiger in unser Hobby sammeln oder "High-End"-Stücke, die kaum jemand bezahlen kann. Dazwischen gab es eher wenig im Angebot. Dieser Trend ist aber auch bei anderen Börsen zu beobachten!
Lobend erwähnt wurde vielfach die Sonderausstellung der Börse, wenn auch die Beschilderung/Zettel teils fehlten.
Das war mein Fazit zur Börse. Lobeshymnen kann ich leider keine aussprechen, es kann nur (hoffentlich)besser werden!
Glück Auf
Thomas