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Autor Thema: Zinnober? / Hämatit  (Gelesen 2163 mal)

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Offline Achim

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Zinnober? / Hämatit
« am: 16 May 10, 20:39 »
Hallo,

nachfolgendes Handstück (90 * 45 * 25 mm) gibt mir mal wieder Rätsel auf. Die Farbe ist grau-metallisch mit einem Stich ins rötliche. Das Materal ist weich (lässt sich mit einem Kupfergriffel gut ritzen), der Strich ist sehr kräftig, braun bzw. rotbräunlich. Ich hatte zunächst an Zinnober gedacht, die Stufe ist jedoch trotz einer gemessenen Dichte von 5,1 dafür zu leicht.

Um was könnte es sich hier handeln?

Glück auf

Achim

p.s. aus Vorsicht habe ich mir die Hände trotzdem gründlich gereinigt.
« Letzte Änderung: 17 Mar 16, 15:29 von oliverOliver »

Offline wolfi

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Antw:Zinnober?
« Antwort #1 am: 16 May 10, 20:56 »
Servus Achim,
spontan würde ich auf ein Ganggestein (Tonschiefer, Phyllit o.ä.) tippen, welches auf den schieferigen Flächen ein bisschen Hämatit-Anflug zeigt. Nachdem die Dichte dafür zu hoch ist, ist halt dann der Hämatitanteil höher.
Was besonderes für die Vitrine scheint mir das aber eher nicht zu sein...
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline berthold

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Antw:Zinnober?
« Antwort #2 am: 16 May 10, 21:19 »
Hallo,

Zitat
Nachdem die Dichte dafür zu hoch ist, ist halt dann der Hämatitanteil höher.

hmm, mit Anteil ist da nichts  ;). Das Stück HAT die Dichte (+Farbe, Glanz, Strich usw.) von Hämatit und ich  halte es (komplett) für Hämatit.

Gruß
Berthold

Offline Achim

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Antw:Zinnober?
« Antwort #3 am: 16 May 10, 21:43 »
Hallo,

Hämatit also - hier irritiert mich jedoch die Härte - wie eingangs geschrieben ist diese recht gering - nicht über 3. In meinem Büchlein steht bei Hämatit Härte 5 bis 6. Dazwischen liegt doch einiges. Ist dies tatsächlich möglich?

Glück auf

Achim

p.s. als Test für Hämatit habe ich gelesen: Erhitzer Hämatit ist leicht magnetisch. Wie stark sollte die Probe erhitzt werden?

Offline Goldi85

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Antw:Zinnober?
« Antwort #4 am: 16 May 10, 21:50 »
Hallo,

das Problem bei der Härtebestimmung ist, dass sich die in Büchern angegebene Härte meist nur auf ideale Kristalle bezieht. So hätte ein perfekt ausgebildeter Hämatitkristall zwar sicher eine Härte irgendwo um den Dreh, aber wenn man dann einen Erzbrocken ohne Kristalle nimmt, erscheint die Härte meist sehr viel geringer. Einfaches Beispiel: Limonit. Ist mit einer Härte von 5-5,5 angegeben. Trotzdem konnte ich die meisten Limonite, die ich gefunden habe, bisher mit dem Fingernagel abschaben...

Gruß  Daniel

Offline berthold

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Antw:Zinnober?
« Antwort #5 am: 16 May 10, 21:53 »
Hallo,

Hämatit kann schon sehr weich (bis erdig) sein, selbst metallischer Hämatit ("Eisenglanz") ist ggf. (z.B. wenn schuppig) leicht zu ritzen. Die Härteangabe von 5-6 gilt für frische Kristallflächen oder Spaltflächen.

Gruß
Berthold

Offline Achim

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Antw:Zinnober?
« Antwort #6 am: 17 May 10, 21:11 »
Hallo,

vielen Dank für die - in diesem Forum gewohnter Maßen - kompetenten Beiträge. Dann kommt das Stück dahin zurück wo ich es hergeholt habe - auf den aussortierten Haufen hinter den Schuppen.

Wenn man in der Nähe keine Fundstellen hat hofft man auf 'Funde' in solchen 'Halden'

Glück auf

Achim

 

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