Hallo "Alter Afrikaner" ,
die abgebildete Cerussit-Stufe dürfte aufgrund ihrer Ausbildung wohl zu 99%-iger Sicherheit von Tsumeb sein.
Das Lapis-Heft ist von 1980; d.h., der Fund der abgebildeten Stufe - so sie aus Gabun sei - müsste also vor 1980 gewesen sein .
Kuhn, N., (1965 Mineral Resources of Africa), beschreibt Blei und Zinkerz-Vorkommen bei Kroussou und Offoubou, südlich von Lambaréné, allerdings nur als Indiz des Vorhandenseins und nicht im Abbau.
Die ersten nenneswerten Explorationsarbeiten in Gabun waren Anfangs der 1980er Jahre, also später, als das Jahr, in dem Lapis die Cerussit-Prachtstufe abbildete.
Um die 1990 er Jahre gab es erstmals Publikationen, in welchen Cerussit als Akzessorium von U-Mineralien erwähnt wird: die Vorkommen liegen alle bei Oklo-Okelebondo, eine Uranlagerstätte im SE von Gabun.
Ansonsten ist Gabun der weltweit zweitgrößte Produzent von Manganerz, es wird zudem BIF-Eisenerz abgebaut sowie Gold, Diamanten und Coltan-Erz geschürft.
Soweit zu Gabun, ein Land, welches bisher (außer den weltbesten, vor kurzem gefundenen Stufen von Francevillit) nicht durch andere Sammlermineralien aufgefallen ist.
Es sei denn, dass irgendjemand vor der Unabhängigkeit Gabuns im Jahr 1960 irgendwo im Rahmen von Explorationsarbeiten auf diese schönen Cerussite gestoßen ist und diese Stufe aus einer alten Sammlung stammt. Sehr zweifelhaft.
Einen (oder mehrere) Rothmüllers gabs in der Nachbarschaft von der Kristalldruse, d.h. neben dem ehemaligen Zentrum von Lapis; einer war ein Münchner Juwelier und Mineralienhändler, bestimmt bekannt bei Weise & Co. Auch in Idar gabs einen Rothmüller, sowie existiert(e) auch ein Buchautor Rothmüller, der sich mit Juwelen (und Mineralien) beschäftigt hat. Irgendwo dort könnte der Cerussit-Rothmüller angesiedelt sein. Ob einer von denen jemals in Gabun war, bezweifle ich allerdings.
Besten Gruß
Peter