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Autor Thema: muss es für vernünftige mineralien fotos eine kamera mit "RAW" sein?  (Gelesen 10276 mal)

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Offline epidot123

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hallo zusammen  :)

meine frage an euch

ich habe vor mir eine Kamera zu kaufen,diese sollte für die Mineralien Fotografie genauso geeignet sein wie für alle möglichen Fotos im Alltag
sollte es aber dann gleich eine Kamera sein die mit dem RAW Format arbeitet?diese Kameras sind meistens doch schon in der gehoben preisklasse,oder kann man mit "normalen"Kameras auch gute Bilder machen,kann man überhaupt ohne ein Makro objektiv gute Detail Fotos machen?
da ich "Anfänger" der Fotografie bin,wäre es da nicht besser mit einer guten normalen Kamera anzufangen um sich mit der ganzen Materie vertraut zu machen?hätte mir überlegt mit einer Kamera anzufangen die bisschen mehr optischen zoom hat so was wie Canon powershot sx130is oder sx30is

wäre für Tipps und Ratschläge dankbar  ;)

Gruß
Michael

Offline Embarak

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Hallo

Solange Du Dich nicht intensiver mit Bildbearbeitung beschäftigen möchtest, genügt zum Einstieg jpg.
Es ist im Gegensatz zu tif und raw ein Format, daß reduzierte Bildinformationen enthält, um die files kleiner zu halten.

Eine Kompaktkamera, die vom Weitwinkel über starkes Tele auch noch den Makrobereich für wenig Geld abdecken soll,
ist immer ein Kompromiss.
Die sx130is hat einen starken 12-fach Zoom, 28  bis 336 mm. Ein Zoom für sich ist konstruktionsbedingt auch ein Kompromiss,
dessen Schwächen sich genau im äußersten Tele und im äußersten Weitwinkelbereich zeigen.
Letzteren bräuchtest Du für die Makroaufnahmen.
Allgemein sagt man, je stärker der Zoom, desto stärker die sphärische und chromatische Aberration in den erwähnten Bereichen.

Als Pluspunkt sei Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuelle Belichtung erwähnt.

Die berühmte Qual der Wahl....    8)

Gruß
Norbert

Offline sapphire

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Hallo,

die Frage nach dem raw-Format würde ich schon in den High-End-Bereich ansiedeln. Zumindest wenn die Kamera einen vernünftigen Kompressionsalgorithmus hat. Und den kann man beiden besseren Kameras schon erwarten.

Es stellt sich eigentlich die Frage, was man fotografieren möchte. Ein 1:1-Makro reicht noch knapp für Totalaufnahmen von Stufengrössen zwischen Klein- und Handstufen. Darunter wird es dann schwierig. Insofern ist schon mal der maximale Abbildungsmassstab im Nahbereich von Interesse. In verbindung mit einem Makroschlitten lassen sich dann noch Mehrschicht-Aufnahmen machen (um den Tiefenschärfenbereich zu vergrössern). Damit sind dann aber auch schon die Möglichkeiten erschöpft.

Alles, was darüber hinaus geht, setzt eine Erweiterbarkeit der Kamera voraus. D.h. man muss dann mit Balgen, Zwischenringen oder Umkehradapter arbeiten, um grössere Abbildungsmassstäbe zu erreichen. Aber hier reden wir dann von System- oder SLR-Kameras.

Aber der Aufwand in der Mineralienfotografie besteht eigentlich primär im Schaffen guter Aufnahmebedingungen, insbesondere einer geeigneten Beleuchtung und verwackelungsfreier Aufnahmen. Das ist aber nicht nur eine Frage der Technik, sondern vor Allem auch Erfahrungssache. Insofern denke ich, kann man hier, einen guten Abblidungsmassstab vorausgesetzt, schon eine Menge experimentieren.

Ach ja, manuelle Einstellmöglichkeiten sind hier natürlich sehr von Vorteil.

Viele Grüsse
Andreas

Offline epidot123

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hallo zusammen

vielen dank schon mal für die Tipps

da hätte ich noch eine frage die Canon powershot sx130is hat 12fach optischen zoom und eine Brennweite von 28-336mm
http://www.canon.de/for_home/product_finder/cameras/digital_camera/powershot/powershot_sx130_is/index.aspx?source=selector
http://www.canon.de/for_home/product_finder/cameras/digital_camera/powershot/powershot_sx30_is/index.aspx?source=selector
die sx30is hätte 35fachen zoom und eine brennweite von 24-840mm welche von beiden wäre da besser geeignet?die Haupt aufgaben der Kamera sie soll best mögliche Detail Fotos von Mineralien machen,rein technisch gesehen welche der beiden würdet ihr mir empfehlen?

grüße
Michael

Offline Micha

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Ich hab dieses jahr im Urlaub spontan die OLYMPUS SP-600UZ gekauft. Im Makrobereich kommst Du bis auf Tuchfühlung ran, und sie stellt immer noch scharf. Sehen, probieren, kaufen. Hab diese Spontanentscheidung nicht bereut...

Offline Goldi85

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Hallo,

zu RAW: ich habe damit nie gearbeitet, hierbei kommt, es wie schon geschrieben wurde, darauf an, wie tief man in die Nachbearbeitung eingreifen möchte. Für viele Kameras, die dies nicht "von Haus aus" mitbringen, lässt sich dies aber dennoch freischalten, irgendwann wurde das auch im Forum schon mal berichtet.

Makro/ohne Makro: bisher ebenfalls noch nie verwendet, es gibt aber von der Firma Raynox Vorsatzlinsen, die recht gute Dienste leisten sollen. Werde ich in nächster (frei-)Zeit mal ausprobieren. Ohne und nur mit Makro-Modus kam ich aber mit der Powershot G7 bereits so weit:

Deutschland/Hessen/Gießen, Bezirk/Marburg-Biedenkopf, Landkreis/Steffenberg/Steinperf/Steinbruch Trautvetter (Steinbruch am Burgberg)
muss es für vernünftige mineralien fotos eine kamera mit "RAW" sein?


SX 30/130: Ich hatte eine der beiden ebenfalls schon in Betracht gezogen. Hierbei sollte man sich die Frage stellen, ob man die Gewichtung überhaupt auf so ein "mega-zoom" legen sollte. Man sollte sich fragen: wie oft braucht man das? Viel wichtiger in diesem Fall: kommt man damit zurecht, ständig Batterien nachkaufen zu müssen oder sollte man ein Gerät mit zeitgemäßem Akku suchen?

Gruß  Daniel

Offline Klinoklas

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Viel wichtiger in diesem Fall: kommt man damit zurecht, ständig Batterien nachkaufen zu müssen oder sollte man ein Gerät mit zeitgemäßem Akku suchen?

Für die Kameras gibt es ja Netzteile, was wirklich zu empfehlen ist.
Meine kleine Canon sitzt jetzt immer auf dem Mikroskop und wird via Netzteil betrieben.
Da braucht man die Batterieanzeige nicht immer beobachten.

Gruß
René

Offline Embarak

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Hallo

Digitalkamera.de hat Datenblätter für PowerShot SX30 IS und SX 130 IS , für die SX30 IS sogar einen ausführlichen Test.

Strom :

Die SX130 hat leider noch NiMH-Akkus. Nachteile siehe Wiki . Wäre für mich schon deswegen aus dem Rennen.
SX30 hat einen Lithiumionen-Akku. Gefällt !

( An einem zweiten Akku-Satz kommt man bei keiner Kamera vorbei, wenn man nicht nur zuhause knipsen möchte..)

Objektive und Preise:

Powershot SX130 IS      28-336 mm ( 12 x Zoom)   ca. 180-210 €
Powershot SX30 IS        24-840 mm ( 35 x Zoom)   ca. 420-470 €
Powershot G12              28-140 mm ( 5 x Zoom)      ca. 480-540 €

Warum ist die mit dem kleinsten Zoom-Bereich die teuerste?? Für das Geld gibt's schon eine EOS 1000 mit 18-55 mm-Objektiv.

Im Test der SX 30 IS werden die oben beschriebenen und zu erwartenden Fehler im starken Tele und starken Weitwinkel erwähnt.
Sie wird dort als hervorragende Reisekamera beschrieben. Von der Makrotauglichkeit erwarte ich nicht allzuviel.
Die Kompromisse, die konstruktionsbedingt bei einem 12- und 35fach-Zoom eingegangen werden mussten, fielen bei der G12 deutlich geringer aus,
was sich in höherer Bildqualität zeigt.
Die G12 wäre heute wieder meine Wahl, da mir die Mineralienfotografie wichtig ist. Dafür bin ich im Alltag im Tele-Bereich eingeschränkt.
(Habe noch die G11, ist aber fast baugleich.)
Am zusätzlichen raw-Format liegt der Preisunterschied sicherlich nicht.

Das Freischalten von raw-Formaten ist alles andere als banal. Das sind massive Eingriffe in die Kamerasoftware, bei der jede Garantie erlischt.
Dabei ein grober Fehler und das war`s dann. Hatte bei meiner alten Panasonic doch lieber die Finger davon gelassen.

Wer sich mehr mit dem CHDK (Canon Hacker Development Kit) beschäftigen möchte, findet vielleicht Ansätze im CHDK-Forum.

Die Wahl einer neuen Kamera ist schwierig. Habe für die letzte fast ein halbes Jahr gebraucht...   :o
Wie heisst es so schön:

    Wir dürsten nach Erkenntnis
    und ersticken an Informationen...

Gruß
Norbert




Offline cmd.powell

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Strom :

Die SX130 hat leider noch NiMH-Akkus. Nachteile siehe Wiki . Wäre für mich schon deswegen aus dem Rennen.

Was im ersten Moment wie ein Nachteil klingt, kann auch ein klarer Vorteil sein: Da die Kamera das Standard-AA-Format für Akkus/Baterien verwendet, kommt man paraktisch überall an "Nachschub" ran. Desweiteren kann man mit auch mit den Akkus locker an die 500 Aufnahmen machen. Ich hab die Kamera jetzt seit rund einem Jahr und bin zum einen Überrascht über die Vielseitigkeit (hätte ich von dem Teil nicht erwartet) und der Bildqualität. Mit den Akkus hatte ich noch nicht mal den Ansatz eines Problems. Ich hatte zugegeben anfangs auch Bedenken wegen der Akkus, aber die kann man sich sparen (also die Bedenken).

Offline epidot123

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hallo zusammen

kann jemand eine klare kauf empfehlung für eine kamera aussprechen-die gut zur mineralien fotografie geeignet ist?
abgesehen von der g11 oder spiegel reflex kameras die zum anfangen finde ich einfach zu teuer sind,wie schon erwähnt bin ich ja "neuling" was fotografie angeht
ich möchte einfach schauen das ich ein möglichst vielseitiges gerät bekomme,mit dem schwerpunkt auf der mineralien fotografie sagen wir mal bis 250euro maximum

grüsse
michael

Offline cmd.powell

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Tja, eine klare Kaufempfehlung kann ich Dir zwar nicht geben, aber vielleicht ein paar ermutigende Worte: Du kannst Dir eine Kamera von Hasselblad kaufen (für Unwissende: Kosten etwa soviel wie ein Mittelklassewagen) und trotzdem miserable Fotos machen und andersrum mit einer mittelmäßigen Kamera gute Fotos machen. Natürlich wirst Du mit einer mittelmäßigen Kamera keine Spitzenfotos hinbekommen, aber für den Einstieg sollte es allemal reichen. Wichtig ist, das die Kamera über ein Zoom verfügt, eine Makrofunktion hat und nach möglichkeit lange Belichtungszeiten unterstützt (Blitz ist mist), damit sollte man schon einiges machen können. Wenn Du allerdings durch ein Mikroskop fotografieren möchtest, wirst Du um eine Spiegelreflexkamera nur schwerlich herum kommen.
Mein Tipp an Dich wäre, kauf Dir eine Kamera, die Dir auch im Alltag (Urlaub etc.) gute Dienste leisten kann, achte dabei ein wenig auf oben genannte Punkte und dann experimentiere einfach ein wenig rum. Vieles kann man mit der richtigen Beleuchtung erreichen, der Rest kommt mit der Zeit. Und sollte sich die Kamera als eher ungünstig für die Mineralfotografie erweisen (was fast unmöglich ist, da man mit nahezu jeder Digitalkamera über 100 Euro inzwischen halbwegs brauchbare Fotos machen kann), hast Du immernoch eine schöne Reisekamera und kein Geld verschenkt.

Offline Alcest

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Ich möchte das Thema noch einmal ganz kurz hochholen, da ich mir die SX130IS vor geraumer Zeit gekauft habe. Anbei 2 Fotos, die ich einfach unter dem Licht meiner Schreibtischlampe gemacht habe, ohne große Anpassungen und komplett ohne Nachbearbeitung.

Der Tansanit ist 1cm dick, die Galenitspaltfläche müsste ähnlich groß sein. Das Foto vom Galenit musste ich allerdings kräftig herunterrechnen lassen, deswegen siehts in voller Auflösung nicht mehr sonderlich schön aus.

Offline Wegschmeißit

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Hallo.

Meine Kodak hat sich nach sieben Jahren treuer Dienste verabschiedet,
so das eine neue her musste. Meine Wahl fiel auf die Olympus VR-310/D-720

Ich bin zufrieden. Das Bild ist mit der Makrofunktion und ohne weitere Bearbeitung
aufgenommen. Bildbreite ca. 9,5cm

Glück Auf
Dirk

Offline Stefan

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Um nochmal auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen, ja ich empfehle eine Kamera mit RAW-Format. Im RAW Format sind u.a. noch alle Farbinformationen enthalten. Es lassen sich einfach mehrere Blendenstufen korrigieren. D.h. z.B. zu dunkle Bereiche können aufgehellt werden und zu helle abgedunkelt. Dies ist möglich da die Informationen nicht durch die Datenreduzierung verloren gingen.

Das alles setzt natürlich eine Software voraus, die einen dabei unterstützt (kostet meist Geld). RAW-Format benötigt zudem ein vielfaches an Speicherplatz, was die Anzahl der Fotos die auf eine Speicherkarte passen reduziert. Zudem kann es sehr Rechenintensiv werden die Bilder zu entwickeln und einzustellen, was auf betagten Rechnern nicht unbedingt Spass macht.

Für mich wiegen die Vorteile dennoch ganz klar die Nachteile auf. Viele Gute Bilder auf Reien sind dank RAW-Bilder und entsprechender Entwicklung echte Hingucker. Es macht Spass hier zu experimentieren.

Aber natürlich ist dies auch alles eine Kostenfrage und bei kleinem Budget kann ich mir hier Abstriche gut vorstellen.

Besten Gruß Stefan

Offline Klinoklas

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Hallo,

hier ist ein kostenloses und recht gutes Programm zur Bearbeitung von Raw - Dateien.

http://de.wikipedia.org/wiki/RawTherapee
http://rawtherapee.com/blog/screenshots

Gruß
René

 

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