Hi Norbert
Ich hab einen Bastnäsit-(Ce) von Trimouns und den noch nicht getestet. Ich vermute mal, die Fluoreszens von SEE-Mineralen hängt auch davon ab, wieviele "Fluoreszenzkiller" die entsprechenden Minerale einbauen können. Zu den typischen "Fluoreszenzkillern" gehören ja Eisen und Kupfer, und grade Eisen kommt ziemlich häufig vor. Mag sein das viele SEE-Minerale parallel auch Eisen einbauen und deshalb nicht fluoreszieren. Synchisit z.B. steht gar nicht in der von Dir aufgeführten Liste, obwohl er theoristisch fluoreszieren könnte - chemisch und kristallographisch ist er ja nicht so wahnsinnig weit weg vom Bastnäsit.
Vielleicht ist es auch nur eine Frage der Anregungsintensität: Diesbezüglich habe ich erst vor kurzem einige Überraschungen erlebt, als ich mir - eigentlich mehr aus Spass - einen recht Leistungsstarken (100mW) "UV"-Laser gekauft habe. UV in Anführungsstrichen, weil der Laser 405nm hat, das ist für mich noch violett, aber egal. Tatsache ist, das dieser Laser selbst bei z.B. Calciten von Sterling Hill, die sonst nur im KWUV kräftig fluoreszieren, sehr intensive rote Fluoreszenz plus einer kurzen, ebenfalls roten Phosphoreszenz anregt. Die Phosphoreszenz sieht man als "Brennspur", wenn man den Laser über die Stufe bewegt. Auch bei einem sonst praktisch gar nicht fluoreszierenden Kutnahorit sieht man eine sehr deutliche Fluoreszenz + Phosphoreszenz - was letztlich mit das Faszinierensde bei dem Laser ist: Praktisch alle fluoreszierenden Minerale zeigen auch eine Phosphoreszenz, die man durch den engen Brennfleck gut wahrnehmen kann.
Ich müsste jetzt mal testen, ob der Laser es schafft, bei meinem Bastnäsit irgendwelche Fluoreszenzerscheinungen auszulösen.