Ich denke, die gemachten Vorwürfe werden dem Betreffenden XY nicht gerade eine Brücke gebaut haben. Egal, obs stimmt oder nicht, was ihm vorgeworfen wurde: Glauben würde ihm wohl eh´niemand mehr. Und zusätzlich zu diesem Dilemma soll sich nun Betreffender auch noch in aller unser Öffentlichkeit outen und Asche auf sein Haupt streuen...
Also, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass hierzu überhaupt eine Reaktion kommt.
Nur: wir sind jetzt alle hellhörig geworden. Ein schwarzes Schaf (vielleicht, wahrscheinlich oder doch nur´n Missverständnis???) unter uns...
Wenn sich solche Dinge wiederholen würde, würden wir alle untereinander misstrauisch. Das kann keiner wollen.
Was aber tun bei so´ner verfahrenen Kiste?
Den Betreffenden einen Schuss vor´n Bug setzen: Androhen, sein Missverhalten strafrechtlich anzuzeigen. Androhen, sein "Sammler"-verhalten unter betroffenen Kreisen (Sammler, Händler, Museen) öffentlich zu machen unter Nennung seines Namens

Beim letzten Zug würde ich schon Bauchschmerzen bekommen, denn wie schnell packt der Beschuldigte zum juristischen Knüppel.
Ich wüsste nich mal, ob man seinen Namen ans schwarze Brett heften dürfte, selbst wenn derjenige rechtskräftig seine Schweinereien nachgewiesen bekam.
In Diamantkreisen funktioniert das schwarze Brett nur deshalb, weil alle ein Gentleman-Agreement treffen: Das schwarze Brett ist gleiches Gesetz für alle, wird von allen geachtet und nur bei erwiesenen Tatsachen benutzt.
Ist unter Sammlern ein solches erreichbar? Ich denk, nein. Nich mal in solchen Ländern, wo ein Ehrenkodex historisch sich entwickelte, achten alle Sammler z.B. die Regeln einer Kluftbelegung.
Bewährt hat sich in solchen Zänkereinen der Rat eines loyalen, unbeteiligten Dritten. Wenn man so will: ein Friedensrichter.
Doch wer sollte diesen undankbaren Job machen, bei so diffizilen Streitobjekten ?
Ach, wie macht´sich´s doch die Menschheit schwer...
Micha