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Autor Thema: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!  (Gelesen 14673 mal)

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Offline UlrichW

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Hallo Freunde der glitzernden Kristallpracht,

seit einiger Zeit beobachte ich intensiv die Bilderpostings, vor allem in Mindat. Naja, fotografisch ist da oft mehr Dunkelheit als Licht, und das obwohl da Leute mit Luminar-Linsen rumwerkeln oder 50 Bilder mit sauteuren vollautomatischen Equipment machen lassen und dann stacken. Ok, Leute wie Stephan Wolfsried sind nicht zu toppen, aber wohl auch wegen des nicht unwesentlichen Finanzeinsatzes in Equipment und Mineral!
Was aber macht der Sammlerfreund, der seine eigenen Micromounts fotografieren und seine Bilder auch mal herzeigen will, dabei aber das Risiko des Bankrotts nicht eingehen will?

Er schaut dumm in die Wäsche...wäre meine erste Antwort gewesen.

Dem ist aber nicht so. Mit relativ wenig finanziellem Aufwand kann man sich ein Equipment zusammenstellen, mit dem man durchaus herzeigbare Bilder produzieren kann. Und das bis hinunter zu Bildbreiten von ca. 1-2mm!!

Um jetzt hier nicht alle Seitenrekorde zu brechen habe ich meine Antwort auf Stackautomaten, Luminare und High-End-Apo-Objektive in ein pdf gepackt. Das File ist ca. 1Mbyte groß!

http://www.wagnerul.de/mineral/photographie.pdf

Und wer noch einen Appetithappen braucht, eine PDF-Version meines Katanga-Vortrages liegt dort ebenfalls als PDF, allerdings ist hier der Bildermende geschuldet eine Größe von 58Mbyte herausgekommen.

http://www.wagnerul.de/mineral/Katanga.pdf

So, und nun viel Spaß
Ulrich

PS: Ich sehe gerade, das das PDF ziemlich seltsame Seitenumbrüche erzeugt hat. Bitte entschuldigt das, aber ich habe es automatisch erstellen lassen und nicht mehr geprüpft!

« Letzte Änderung: 29 Nov 14, 23:00 von UlrichW »

Offline uwe

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #1 am: 30 Nov 14, 11:13 »
Hallo Ulrich,

guter Beitrag, hat mir sehr gefallen.

Ich befasse mich auch mit dieser Materie, ohne gleich mehrere 1000 Euro zu investieren. Ich habe gute Erfahrungen mit Zwischenringen zu meiner Nikon D40 gemacht. Dazu habe ich ein einfaches Gestell gebastelt, welches zur Vermeidung von Schwingungen möglichst schwer sein muß. Das durch die Zwischenringe lange Objektiv habe ich mit Polystyrol abgestützt. Auslösen natürlich mit Fernauslöser.

Zur Illustration beigefügtes Bild: Zwischenringe 48 mm, Blende 8, 3 Ebenen gestackt, Breite des Kristalles < 2 mm.

Gruß
Uwe

Offline geni

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #2 am: 30 Nov 14, 11:14 »
Hallo Ulli

vielen Dank für Deine PDF-Artikel. Habe dabei sehr geschmunzelt, weil ich so zurückdachte vor 10 bis 15 Jahren.
Hat mir Spass gemacht.

Herzliche Grüße

(geni 8))

Offline Reinhold

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #3 am: 30 Nov 14, 12:39 »
Hallo Ulrich,
mit deinem Artikel zur Mineralienfotografie hast du mir aus der Seele gesprochen". Auch mit deiner Ausrüstung bewegen wir uns auf demselben Niveau.
Ich habe nicht nur beim lesen geschmunzelt, sondern auch viel gelernt - so werde ich z.B. deinen Plastikbecherdiffussor testen und evtl. gegen mein Butterbrotpapierequikment austauschen.
Deine Seite zu Lavrion hatte ich schon vor einiger Zeit genutzt um geschenkte Mineralien von dort optisch zu bestimmen.
Danke für das sonntägliche Vergnügen und
Glück Auf
Reinhold
 

Offline Streifenhörnchen

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #4 am: 02 Dec 14, 10:16 »
Und hier kommt meine Antwort: :D


Das erste ist Realgar mit Auripigment, Ungefaire Größe 15mm


Fragen zur Ausrüstung? Gerne, einfach anschreiben!

PS: Ja die Fotos sind nachbearbeitet in Sachen Schärfe und bisl mehr Kontrast. Es sind alles Fotostacks. Wie viele Bilder es waren kann ich nicht mehr sagen, dafür mache ich das teilweise zu oft.
« Letzte Änderung: 02 Dec 14, 15:56 von Streifenhörnchen »

Offline Streifenhörnchen

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #5 am: 02 Dec 14, 12:06 »
Und hier kommt meine Antwort: :D


Das zweite ein Vanadinit auf Baryit, Größe des Kristalls 5mm

Fragen zur Ausrüstung? Gerne, einfach anschreiben!

PS: Ja die Fotos sind nachbearbeitet in Sachen Schärfe und bisl mehr Kontrast. Es sind alles Fotostacks. Wie viele Bilder es waren kann ich nicht mehr sagen, dafür mache ich das teilweise zu oft.

« Letzte Änderung: 02 Dec 14, 15:56 von Streifenhörnchen »

Offline UlrichW

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #6 am: 04 Dec 14, 18:29 »
Hallo Tim,

ich habe Dir ja schon auf dem Weg zum Parkplatz gesagt das Du viel zu viele Bilder im Stack verarbeitest. Beim Nächsten Treffen sprich mich mal darauf an, dann erkläre ich Dir die theoretischen Grundlagen.

Du siehst ja selber am Vanadinit, das dort Unschärfen und Glitzerränder vorhanden sind, wo sie nun wirklich nicht sein dürfen.

Eine andere Sache betrifft das Licht. Bilder machen ist malen mit Licht. Und gerade wenn es "Großstufen" sind, muss man besonders aufpassen. Streifendes Licht ergibt immer eine plastischere Wirkung als das Objekt frontal im Licht ersäufen. Der Realgar ist zwar farblich sehr schön, aber man tut sich schwer die Proportinen der Stufe zu erfassen. Alles Scharf, keine Schatten, keine räumliche Struktur.

Aber wie gesagt, da reden wir am nächsten Treffen mal  darüber. Bring ein paar Bilder auf einem Stick mit, dann schauen wir uns die zusammen am Lappi an.

Bid dann
Ulrich

Offline Streifenhörnchen

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #7 am: 04 Dec 14, 18:37 »
Hart aber fair lass mal privat schreiben,  in grad auf der Maloche

Offline uwe

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #8 am: 04 Dec 14, 18:38 »
Hallo Ulrich,

was meinst Du mit "... zu viele Bilder (Ebenen) im stack..."? Man muß ja jeden Bereich der Stufe scharf bekommen.

Als Licht zum Beleuchten von Großstufen warte ich, bis der Himmel komplett bewölkt ist. Dann fotografiere ich unter einem schrägen Dachfenster auf weißem Papier - ist für einen etwaigen Weißableich per GIMP ganz hilfreich.

Gruß
Uwe

Offline Streifenhörnchen

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #9 am: 04 Dec 14, 20:20 »
Hallo Uwe man muss nicht jeden Bereich scharf bekommen,  lediglich nur das was man zum Ausdruck bringen will.

Mit der Beleuchtung kann man vieles erreichen,  in gewisser Maßen bekommt man mit einem Blitz oder Rangliste oder Zungenspitzeandere WEffekte hin.  Der eine mag es der andere nicht,  das bleibt jedem seine Ansichtssache.

Nur ich betone,  es ist gewollt das der so ausschaut wie er ausschaut,  sonst hätte ich ihn nicht hoch geladen.  Ich habe ja die Kristallspitzen unscharf gelassen. 

Ich hätte es auch ultra scharf machen können bis zum Rand,  nur dann hat man noch mehr plastische Sicht und wirkt noch unnatürlichen. 

Meld mich ggf später. Akku leer vom Handy

Offline UlrichW

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #10 am: 04 Dec 14, 22:47 »
Hallo Ulrich,

was meinst Du mit "... zu viele Bilder (Ebenen) im stack..."? Man muß ja jeden Bereich der Stufe scharf bekommen.

Als Licht zum Beleuchten von Großstufen warte ich, bis der Himmel komplett bewölkt ist. Dann fotografiere ich unter einem schrägen Dachfenster auf weißem Papier - ist für einen etwaigen Weißableich per GIMP ganz hilfreich.

Gruß
Uwe

Hallo Uwe,

Jeder hat so seine eigene Arbeitsweise, und glücklicherweise gibt es mehr als eine Wahrheit.

Wie Tim schon schrieb, man muss nicht jeden Bereich der Stufe scharf abbilden. Wenn alles scharf abgebildet ist, hat das Auge keinen Punkt um sich daran festzuhalten (was es normelerweise an den scharfen Bildpunkten macht). Es wandert hin und her und es entsteht ein flacher  und strukturloser Bildeindruck. Bei Tims Bild mit den Realgaren ist das wunderbar zu erkennen. Erst am rechten Bildrand entsteht soetwas wie Tiefe. Gezielte Unschärfen  lenken die Aufmerksamkeit auf das wichtige Ojekt und gleichzeitig entsteht soetwas wie ein räumliches Bild. Wir haben es hier mit zweidimensionalen Ansichten zu tun, und um "Tiefe" zu erzeugen muss man auf den gewohnten Weg gehen und eine vorhandene Schärfentiefe erzeugen. Das Stacken dient dazu den Schärfentiefenbereich auszudehenen damit z.B. ein Kristall in seiner Gänze scharf abgebildet werden kann. Wird nun auch noch der Hintergrund scharf, verliert sich der ansonsten wichtige Kristall in dem gesamten Bild und das Bild wirkt flach. Deswegen ist es sinnvoll mittels gezielter Unschärfe die wichtigen Bilddetails hervorzuheben. Das ist das gleiche wie mit Schatten zuarbeiten um eine räumliche Struktur zu erzeugen.

Der Weißabgleich basiert auf einer angenommenen Idealverteilung der Farben. Wenn das Bild richtig belichtet ist, macht es keinen Unterschied ob es gelbstichig ist oder nicht. Daher muss man nicht unbedingt mit Neutralgrau-Kartons eichen, eine weiße Unterlage haben etc..
Weiße Unterlagen sind sogar eher kontraproduktiv, da für den Weißabgleich später dunkle Bereiche fehlen könnten. Zudem wird durch die Normalverteilung der Helligkeiten das Bild als überbelichtet eingestuft, obwohl es das nicht ist. Schwarzer Karton zeigt das Phänomen natürlich umgekehrt, aber da weiß durch überstrahlte Bereiche und schwarz aus dem Karton zur Verfügung steht, wird eine ganz andere Tonwertspreizung vorgenommen, die dann nach meiner Erfahrung zu ausgewogeneren Helligkeitsverteilungen führt. Ok, eine Manganit-Stufe auf schwarzem Karton ist vielleicht eine Herausforderung, aber ganz sicher keine gute Idee. Ideal sind eigentlich immer die Komplimentärfarben oder neutralgraue Hintergründe. Ich bevorzuge eher etwas dunklere Hintergrüne aus dem Grund der besseren Tonwertspreizungen.
Eine Ikea-LED-Tischlampe, ein oller Plastikbecher und schon kannst Du auch bei schönem Wetter fotografieren.

Noch einmal zurück zum Thema "zuviele Stacks". Hier darüber diskutieren zu wollen ist ungefähr so sinnvoll wie gegen den Pixelwahn bei Kameras angehen zu wollen. Gegen den Mainstream kommt man nicht an. Trotzdem will ich Dir kurz erklären worum es dabei geht, denn ich weis das Du das ganz nüchtern siehst.

Zuerst zur Klarstellung: Schärfentiefe: Am Fokuspunkt bildet eine ideale Optik einen Punkt als Punkt ab. Entfernt man sich vom Fokus wird aus dem Punkt ein kleines kreisförmiges Scheibchen, dem Beugungsscheibchen. Der Punkt vergrößert sich also, und damit verändert sich auch die Größe eines jeden Objektes in dem Bild (der Abbildungsmaßstab verändert sich). Das Auge hat nun die Eigenschaft, alles was kleiner ist als dessen Auflösungsvermögen weiterhin als Punkt zu erkennen, obwohl es nur ein Scheibchen ist. Da aber Chips der Kameras, also die elektronischen Augen, eine wesentlich geringere Auflösung haben als das Auge, wird da eine Veränderung des Punktes erst erkannt, wenn in Wirklichkeit der Punkt schon zu einem Scheibchen verkommen ist. Gleichzeitig hat sich aber auch der Abbildungsmaßstab verändert. Bei zwei Bildern, sind also die Objekte im Bild unterschiedlich groß. Das behalten wir einmal im Hinterkopf.

Stacking-Programme arbeiten nach dem Prinzip, das sie scharfe Bereiche von vielen Bildern zusammenfassen.
Aber was ist denn scharf? Software kann das nur daran erkennen, das es Bilder vergleicht und die Veränderung im Kontrast beobachtet. Ich glaube hierfür wird die Fourier-Transformation eingesetzt. Da bin ich mir jetzt aber nicht sicher. Egal, wenn das Programm meint ein Detail wäre scharf, wird es in das Zielbild eingesetzt.
Wenn also im zweiten Bild der Schärfepunkt innerhalb des Schärfentiefenbereichs des ersten Bildes liegt, wird das Detail als scharf betrachtet.
Das Problem hierbei ist die abbildende Optik. Die Optik bildet einen Tiefenbereich scharf ab. Verschiebt man den Fokuspunkt wird ein anderer Bereich scharf abgebildet und gleichzeitig der Abbildungsmaßstab für den ersten Tiefenbereich verändert (siehe oben).
Jetzt stell Dir mal vor, dein Schärfentiefenbereich wäre 1cm tief.
Wenn Du in diesen 1cm nur eine weitere Aufnahme bei sagen wir 7mm machst und die Dritte bei 14mm, dann wird das dritte Bild erst gar nicht mehr berücksichtigt, da undscharf, und das zweite Bild dient zur Bestätigung, das der erste Bereich der ist, den man übernehmen muss.

Wenn Du aber in diesen Bereich 10 Stackingaufnahmen legst passiert folgendes.
Bild 2 bestätigt Bild 1 und der Bildinhalt von 1 wird übernommen. Bild 3 bestätigt aber Bild 2, und auch dessen scharfer Bereich wird übernommen usw..
Alle 10 Bilder sind für den gleichen Bereich scharf. Aber der Abbildungsmaßstab vom ersten Bild und dem 10.Bild unterscheiden sich, da das 10.Bild ja schon 1cm weiter weg aufgenommen wurde. Das Programm rechnet also alle 10 Bilder in das neue Bild mit ein und verschmiert dadurch sogar etwas die Schärfe.
Und jetzt wird es ekelig. Alles was ich bisher beschrieben ahbe gilt nur für eine Wellenlänge des Lichtes. Abgesehen von einer idealen apochromatischen Optik liegt der Fokuspunkt je nach Farbe (also Wellenlänge des Lichte) etwas vor oder hinder dem Fokuspunkt des grünen Lichtes. Grün wird deswegen genommen, da unser Auge Grün besonders gut sehen kann und die Kameras deshalb die doppelte Menge grüner Pixel besitzen (siehe RGB-Pattern).
Ein blaues Bild zeigt den Kristall also minimal größer an als ein rotes Bild.

Klassisch kann man das an Hell-Dunkel-Kontrasten gut erkennen, denn da zeigt sich oft so eine flimmerartige Umrandung, die bei schlechten Optiken oft eine bläuliche bis magentafarbene Einfärbung haben, weil einfach der blaue Reflex größer ist als der Grüne oder Rote. Und das ist je nach Optik und Brennweite z.T. recht erheblich. Aus diesem Grund sind Fotos mit Verwendung von Binokularen nur Machbar, wenn es sich um Greenough-Systeme mit apochromatischer Optik handelt.

In Tims Bild mit den Realgaren ist z.B. die Streifung auf den Kristallen verwaschen, ein untrügliches Zeichen für zu viele Stackingaufnahmen. Auch die Bruchflächen wirken verwaschen, was daran liegt, das zuviele "scharfe" Bereiche gemittelt wurden..und das führt zu Unschärfe. Hätte er mit deutlich weniger Bildern gestackt, wären die knackscharf! Die Qualität der Optik scheint jedenfalls recht gut zu sein.

Daher sagt man im groben: Die Bilder sollten sich in ihren Schärfentiefebereich etwa 1/3 bis max. 1/2 überlappen. Das kann man getrost schätzen, denn selbst wenn mal ein Ausreißer dabei ist, sieht man das später nur wenn man ganz genau weis worauf man zu achten hat. Der normale Betrachter hat da keine Chance.

Man muss es ausprobieren wieviele Schritte man wirklich braucht, bei einer Bildbreite von sagen wir 2cm denke ich kommt man mit 4-6 Aufnahmen aus. Bei 5mm Bildbreite wird es wohl so bei ca. 10-12 liegen und bei 2mm Bildbreite wird man um die 20 benötigen, Abhängig vom Objektiv, dem gewünschten Schärfebereich usw. Das dient nur so als Idee wo man anfangen muss zu experimentieren.

So, jetzt hab ich keine lust mehr. Ich hoffe ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben. Bitte nimm die Argumentation jetzt nicht als wissenschaftliche Facharbeit, dazu müsste man vieles viel detailierter betrachten und viel weiter ausholen. Und dann wir es echt mühselig! Aber um eine Vorstellung davon zu bekommen wie was funktioniert sollte das reichen.

Bis bald mal
Ulrich




Offline Streifenhörnchen

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #11 am: 04 Dec 14, 23:38 »
WWWWWWWOOOOOOWWWWWWW

Das nenne ich mal Ausführlich und sehr sehr gut beschrieben! Alle Achtung nicht jeder macht sich so viel die Mühe. Viel gibt es nicht mehr zu sagen.

Allerdings sei noch erwähnt das die Blende auch eine sehr große Rolle spielt. Nehme ich eine große, habe ich eine erhebliche große Lichtempfindlichkeit und eine geringe Tiefenschärfe, nehme ich eine zu kleine Blende so habe ich Verzeichnungen drin. Um nun die optimalen Schärfe für das Objektiv zu finden, gibt es entweder Foren oder auch mittlerweile Tabellen.

Selbst ein "normalo" Objektiv kann auch gute Bilder liefer, dass will ich nicht streitigmachen. Von jedem Hersteller gibt es sehr gute Objektive, bzw für jeden ist was dabei.

Zitat
Die Qualität der Optik scheint jedenfalls recht gut zu sein.

ZU dem Thema möchte ich nur folgendes erwähnen:

Olympus Olympus E-M1

Makroschlitten Castel Q von Novoflex

Hundertsteluhr mit Adapter gebaut (ist vom Vorteil wenn man mit 4 Zwischenringen arbeitet und ich glaube so ein Foto war von meinem oberen Beitrag mit Vanadinit. Zugegeben es ist nicht einfach damit zu arbeiten und die optimalen Einstellungen zu finden. Sozusagen stecke ich in der Pubertät  :P )

Olympus Zuiko Digital 50mm oder Olympus Micro Four Thirds 60mm

Olympus Zangenblitz / Ringblitz Olympus FS-STF22 / SRF11

ein kleines mobiles Fotostudio mit 2 Lampen die folgende Daten haben:
  - 100% flimmerfrei
  - Lichtfarbe: neutralweiß
  - Farbtemperatur: 5400K
  - Farbwiedergabe: Ra>90
  - Energieeffizienzklasse: A
  - Lichtstromerhalt bei 8000h: 80%
  - Bemessungslichtstrom bei 25°C: 2080lm

zugegen je nach Mineral Arbeite ich auch mit Ikea Leuchten, eine Version die kann man klemmen, die gleiche Lampe auch mit Standfuß. Kostet 9€ günstig und bring bei Nahaufnahmen / Makroaufnahmen einen gewissen Flair.

Stativ von Benro und als Kopf habe ich einen Getriebeneiger, den ich nie mehr missen möchte was besseres gibt es nicht, außer man hat zuviel Pulver :D


So und nun will ich hier nicht so auf die Kacke haun mit meiner Ausrüstung oder so, nur damit ihr so ein Einblick habt. Und eine Erkenntnis habe ich, ich lerne nie aus :D

So euch noch eine gute Nacht

Offline uwe

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #12 am: 05 Dec 14, 13:10 »
Danke Ulrich für den ausführlichen Beitrag. Ist für mich sehr hilfreich.

Gruß
Uwe

Offline loparit

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #13 am: 05 Dec 14, 15:19 »
Nehme ich eine große (Blende) , habe ich eine erhebliche große Lichtempfindlichkeit und eine geringe Tiefenschärfe, nehme ich eine zu kleine Blende so habe ich Verzeichnungen drin.

Hallo Streifenhörnchen
das kann man so nicht stehenlassen! Fotografierst du mit großer Blende (Offenenblende) hast du eine geringere Tiefenschärfe aber ganz sicherlich keine größere Lichtempfindlichkeit. Du hast wegen offener Blende sicherlich mehr Licht zur Verfügung, das ist richtig und eigentlich eher von Vorteil als ein Nachteil, aber das hat nichts mit Lichtempfindlichkeit zu tun!
Bei geschlossener Blende kommst du in die Beugungsunschärfe und dein Bild wird wiederum unscharf. Deshalb sollte man versuchen die förderliche Blende für sein Objektiv zu ermitteln.

Deine beiden genannten Objektive, das Zuiko ZD50mm und das ZD60mm beides Makroobjektive sind für diese Aufnahmen natürlich bestens geeignet. Wobei du bei Olympus wegen des kleineren Sensors die Blende durchweg bis 2 Stufen weiten offen lassen kannst.
Die OM D EM1 hat einen hervorragenden Weißabgleich, da stimmen zu 90 % auch die Farben!

Mich würden die 2 flimmerfreien Lampen mit einem Ra-Wert >90 interessieren. Kannst du mir da Informationen zukommen lassen über den Hersteller bzw. Lieferanten.

Gruß
loparit
« Letzte Änderung: 05 Dec 14, 15:24 von loparit »

Offline Streifenhörnchen

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Re: Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« Antwort #14 am: 05 Dec 14, 15:35 »
Ja das meinte ich ja vielleicht nur ein bisschen anders ausgedrück,  bin nicht PPerfekt auf diesem Gebie.

Also bebezüglich des Herstellers

Tipp einfach bei Google ein: Mini Fotostudio

Der hat eine eigene Seite,  kannst dort direkt bestellen oder auch bei ebay. Er ist an sich ganz nett ich habe mir den Premium geholt für 239€ ca.  Der kam für mich gelegen.

Die Lampen bekommst du auch einzeln,  glaube eine mit Schwanenhals kostet 39€ kann die echt weiter empfehlen.  Alleine wie der Koffer gepackt ist,  ist der Hammer.  Könnte auch glatt vom Chinesen sein,  ist er aber nicht ist ein Deutscher ;)

 

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