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Autor Thema: Gesteinsbestimmung  (Gelesen 3797 mal)

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Ahnungslos

  • Gast
Gesteinsbestimmung
« am: 04 Dec 16, 17:25 »
Hallo, wir waren heute am Kiessee in Sprotta (N 51.479240 E 12.713994) und haben die folgenden Steine neben dem Baggerloch gefunden. Wir habe sechs verschiedene der dort am häufigsten vorkommenden Steine fotografiert und würden uns über eine Bestimmung sehr freuen.

Ahnungslos

  • Gast
Re: Gesteinsbestimmung
« Antwort #1 am: 04 Dec 16, 19:55 »
Die letzten beiden. Vielen Dank schon mal. Die Nr. 6 ist relativ schwarz. Die Sonne hellt den Stein unverhältnismäßig stark auf.

Offline stoanklopfer

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  • Beiträge: 2.335
Re: Gesteinsbestimmung
« Antwort #2 am: 05 Dec 16, 05:46 »
1. Flint
2. Sandstein/Schluffstein
3. Quarz
4. Sandstein?
5. Gneis
6. Kalkstein oder Quarzit (Härte ?)

Soweit von Fotos bestimmbar....

stoanklopfer

Ahnungslos

  • Gast
Re: Gesteinsbestimmung
« Antwort #3 am: 05 Dec 16, 10:29 »
Hallo stoanklopfer,

vielen Dank für die schnellen Antworten auf meine Fragen.

Zitat
1. Flint
2. Sandstein/Schluffstein
3. Quarz
4. Sandstein?
5. Gneis
6. Kalkstein oder Quarzit (Härte ?)

zu 4.: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Sandstein lässt Sandstein hier vermuten
zu 6.: hart, lässt sich nicht mit den Fingern abreiben. Auch von außen sehr glatt. Ich nehme an, dass es sich dann um Quarzit handeln müsste?

Offline Sprotte

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  • Beiträge: 328
Re: Gesteinsbestimmung
« Antwort #4 am: 05 Dec 16, 17:07 »
Zu Nr. 2 --- könnte aus dem Mittelkambrium stammen (falls es ein eiszeitliches Geschiebe ist). Vielleicht finden sich in dem Stück Häutungsreste von Trilobiten.

Viele Grüße
Sprotte

Offline smoeller

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Re: Gesteinsbestimmung
« Antwort #5 am: 05 Dec 16, 23:02 »
Hallo,

Der 4. dürfte ein sog. Limonitsandstein sein, im Wesentlichen ein durch Limonit imprägnierter Sand. Kann aber ungemein zäh sein, je nach Gehalt an Eisenoxiden. Im Kern ist ab und zu ein weiches Sediment, tw. unverfestigt. Teilweise tritt auch Ton in diesen Gesteinen auf, in dem Falle spricht man von Toneisenstein. Alter meist recht jung, oft Tertiär (ca. 18-35 Mio Jahre), es gibt im Jura aber auch Toneisensteine, die kommen allerdings in den Mittelgebirgen vor, kaum an der Küste.

Der 6. kann auch ein Hälleflint sein, ein harter, splittrig brechender verkieselter vulkanischer Tuff (Rhyolithtuff). Die stammen aus der Gegend um Stockholm und sind mit bis zu 1,9 Milliarden Jahren mit die ältesten Gesteine im Geschiebe.

Glück Auf!
Sebastian


Offline Mampfbacke

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Re: Gesteinsbestimmung
« Antwort #6 am: 06 Dec 16, 02:12 »
Hallo,
ich würde 6. als ein gerundetes Quarzgeröll abtun. Um die vage Bestimmung als "Hälleflint" einzuordnen wären noch andere, als nur die rein optische Bestimmung notwendig. Ich möchte an dieser Stelle nichts ausschließen, weder Quarzit noch "Hälleflint", jedoch fehlen mir an dieser Stelle weiter Komponenten im Gestein, um dieses Fundstück als einen "Hälleflint" einzuordnen. Auch sind diverse Vergleichsbilder von eben jenem nicht gerade vergleichbar (ob diese tatsächlich Hälleflint darstellen, sei dahingestellt).

Glück Auf
Thomas