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Autor Thema: Mineralienkitt  (Gelesen 838 mal)

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Offline guslis

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Mineralienkitt
« am: 26 Mär 20, 11:15 »
Guten Tag,

eine Frage zum Kitt:

Wie bekomme ich diese ölige Schmiere wieder aus dem Zuckerdolomit? Nach der Entfernung des Kitts habe ich festgestellt, dass sich der Dolomit mit diesem Zeugs vollgesogen hat!

Ich denke mal, dass es nicht besonders ratsam ist, ein Stüfchen mit Argentoliveingit einfach im Aceton zu versenken.

Besten Dank im Voraus für Eure Hilfe!

Grüsse,
Marco Gabriel


Online Manfred Früchtl

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Re: Mineralienkitt
« Antwort #1 am: 26 Mär 20, 12:04 »
Hallo Marco,
mit Isopropanol oder Waschbenzin. Vielleicht erstmal bei einem Stück Testen.
Ich habe das schon oft angewandt. Die neuen Kitte geben nicht mehr so viel Fett ab.
Gruß Manfred

Offline Paul W

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Re: Mineralienkitt
« Antwort #2 am: 26 Mär 20, 16:00 »
Lieber Herr Früchtl,
auch ich habe leider einige Stücke, die sich mit Öl aus dem Kitt vollgesogen haben.
Könnten Sie Ihre Arbeitsweise zum Weglösen des Öls genau beschreiben? (wie lange einlegen, mehrere Bäder in Folge, ...
Geht normales Haushalts-Waschbenzin?
Können Sie einen nicht-ölenden Kitt empfehlen?
Das wäre sehr hilfreich!
Vielen Dank,
Paul

Offline Kluftknacker

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Re: Mineralienkitt
« Antwort #3 am: 26 Mär 20, 18:05 »
Hallo Marco,
mit Isopropanol oder Waschbenzin. Vielleicht erstmal bei einem Stück Testen.
Ich habe das schon oft angewandt. Die neuen Kitte geben nicht mehr so viel Fett ab.
Gruß Manfred

Das geht nur bei fester Matrix. Lengerbacher Dolomit neigt zu starkem Zerbröseln. Sehr, sehr riskant. (Mir fällt da aber auch gar nichts ein....)

Tipp zur Montage für Neufunde: Matrix zur Hälfte (ohne Kristalle zu berühren) in "Tiefengrund" eintauchen, auf Gitter (Maschendraht o.ä.) abtropfen und trocken lassen (kein Papier nehmen: klebt später fest!) und das stabilisierte Stück mit der grundierten Seite nach unten in eine Dose mit Heißkleber montieren.

Offline Kluftknacker

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Re: Mineralienkitt
« Antwort #4 am: 26 Mär 20, 18:07 »
Geht normales Haushalts-Waschbenzin?
Ja, geht

Offline Günter Blaß

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Re: Mineralienkitt
« Antwort #5 am: 26 Mär 20, 18:48 »
Passt vielleicht zu der Anfrage.

Meine Erfahrung und Versuche mit der Auflösung von öligen Resten verschiedener Kitte in unterschiedlichen Lösungsmitteln (Aceton, Propanol, Petrolbenzin, Tetra, handelsüblicher Fettlöser u.a.) haben gezeigt, dass in unterschiedlichen Kitten unterschiedliche Öle vorhanden sind, welche auch unterschiedliches Auflösungsverhalten für diese Öle zeigen, d,h. was bei dem einen Kitt erfolgreich ist, muss nicht zwangsläufig auch bei anderen funktionieren.  Versuche sind angezeigt.
Besser vorher einen fettfreien bzw. nicht ölenden Kitt auswählen.
Ein Test dazu ist relativ einfach. Kleine Menge Kitt kaufen , einen Knubbel davon auf normales Papier drücken und etwa 1 Woche oder länger so liegen lassen. Dann den Kitt abheben und kontrollieren ob das Papier sich verfärbt bzw. Öl aufgesaugt hat. Dann erst entscheiden ob der Kitt für die Montage taugt und es lohnt eine größere Menge anzuschaffen.

Ich wünsche viel Erfolg!

Ein ehemals Leidtragender mit zigtausenden in Plastikdöschen mit Kitt befestigten Mineralstufen

Günter Blaß

Offline guslis

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Re: Mineralienkitt
« Antwort #6 am: 27 Mär 20, 11:54 »
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Beiträge.

Dann werde ich das Stüfchen belassen, wie es ist. Ich kann nicht riskieren, dass sich das Mineral von der Matrix löst. Ich musste eine lange Zeit warten, bis ich einen Argentoliveingit kaufen konnte - das Mineral ist selten genug.

Es bleibt festzuhalten, dass auf Kitt schlicht und einfach verzichtet werden sollte. Es ist eine Schande, was an naturhistorischen Schätzen in den letzten 50 Jahren zu Grunde gerichtet wurde!

Nochmals besten Dank!

Grüsse,
Marco

Offline Kilo

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Re: Mineralienkitt
« Antwort #7 am: 04 Apr 20, 09:13 »
Hallo zusammen!

leider habe ich schon Anfang 2002 die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass der Kitt ölig ist und ganze Sammlungen versauen kann. Mit Geduld und Waschbenzin habe ich das Zeugs einigermaßen weggekriegt und habs dann mit Heißkleber versucht, dabei verformen sich aber die Böden der Dose. Ganz gut sind auch Acryl-Dichtungsmassen. Jetzt habe ich einen Kitt von Teroson, der offenbar über viele Jahre stabil bleibt. Und noch was scheint wichtig zu sein: Lagert die MM's möglichst kühl. Ich habe die Sammlung später in den Keller verlegt. Danach scheint auch bei problematischem Kitt nichts mehr passiert zu sein. Außerdem ist die Sammlung dann lichtgeschützt.

Noch was zur Reinigung mit Waschbenzin: Ich habe mir dabei ein schönes Stück mit Cuprit-XX von Friedrichssegen versaut. Die Kristalle haben sofort einen grünen Überzug gebildet.

Glück Auf und bleibt gesund!

Gruß Kilo

Online Manfred Früchtl

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Re: Mineralienkitt
« Antwort #8 am: 04 Apr 20, 11:58 »
Hallo Kilo,
 
"Noch was zur Reinigung mit Waschbenzin: Ich habe mir dabei ein schönes Stück mit Cuprit-XX von Friedrichssegen versaut. Die Kristalle haben sofort einen grünen Überzug gebildet."

Das ist bei meinen Cupritstufen von Friedrichssegen auch so, das hat aber nichts mit Waschbenzin zu tun. Meine Cuprite sind frisch formatiert mit Kitt in die MM-Dosen montiert worden und sind nach wenigen Jahren alle in eine grüne gelartige Masse verwandelt worden. Leider.
Vielleicht lags an dem Fett das aus dem Kitt austritt, dagegen spricht aber, dass Cuprit von anderen Fundstelle nicht in grünes Gel umgewandelt wird.
Vom Silberberg, Brixlegg habe ich Cuprit direkt auf Matrix, der ist Umgewandelt und einen Cupritoktaeder freistehend in einer Druse der ist in Ordnung. Auch Silber von beiden Fundstellen wandelt sich in der Dose noch um in Akanthit.
Cuprit von Laurion auf Matrix, die ja auch viel Fett aus dem Kitt aufnimmt bleibt erhalten. Auch Cuprit von der Clara bleibt fast unverändert, sie sind dunkler geworden, von rot auf schwarzrot in 40 Jahren.
Ein schönes Wochende
Gruß Manfred

 

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