Hallo,
Also wenn man etwas Zeit hat und geizig ist, kann man Oxalsäure auch in kalkhaltigem Leitungswasser auflösen. Man muss danach nur ein paar Tage warten um dem gebildeten Calciumoxalat die nötige Zeit zum Absetzen zu lassen. Danach vorsichtig dekantieren und man hat eine billige Oxalsäure.
Naja - wenn der Stein kein Ca in löslicher Form enthält.
Nachtrag: Salzsäure gut verdünnt verwenden. Die Menge macht es nicht die Konzentration.
ich habe ziemlich viele Fehler mit HCl gemacht. Aber dann habe ich angefangen, darüber nachzudenken und möchte es einmal vorstelln
Einige Daten und Formeln:
100g CaCO3 sind 1 mol.
HCl hat ein Gewicht von ca. 37g/mol.
30% HCl ist gleich 30g HCl /100g (keine Diskussion über die Dichte ;-) ) oder 300g/1000g.
Oder ca. 8 mol pro Liter.
CaCO3 + 2HCl -> CaCl2 + H2CO3 -> CaCl2 + H2O + CO2
Ich brauche 2 mol HCl, um 1 mol CaCO3 zu lösen. Mit anderen Worten: 250ml 30%ige Säure reichen aus, um 100g CaCO3 zu lösen.
https://en.wikipedia.org/wiki/Calcium_carbonate#Solubility_in_a_strong_or_weak_acid_solution wiki bietet eine Tabelle an, nehmen wir diese als Anhaltspunkt. Die Löslichkeit ist bei einem pH-Wert unter 4 nahezu "konstant".
Mit anderen Worten: Ich verwende eine sehr schwache HCl, um CaCO3 zu lösen - aber ein großes Volumen.
Theoretisch:
Ein 10l Eimer ph=1 benötigt 37g HCl oder 150ml HCl 30% ("ein Pinneken mehr") und löst 50g CaCO3. Es könnte hilfreich sein, 50ml mehr Säure hinzuzufügen, wenn die Reaktion aufhört. Aber CaCl2-Lösung hat eine hohe Dichte und kann eine Schicht am Boden bilden. Die Zugabe von Säure und Rühren kann eine mehr oder weniger heftige Reaktion hervorrufen. Der Grund ist, dass der Stein von der CaCl2-Lösung bedeckt ist und durch das Rühren wieder frische Säure hineingelangen kann.
Ich habe in der Vergangenheit schon einige Laborrührer umgebracht und mußte einige Abzüge reinigen (30%ige Säure verwendet ;-) ).
Nur meine Erfahrung mit HCl und CaCO3 - nicht immer gilt "Viel hilft viel!" und warten wir mal ab, was Eddi wirklich will!
LG