Hallo,
noch einen Hinweis dazu um es besser zu verstehen, da habe ich mich vielleicht ein wenig ungeschickt ausgedrückt.
Skalenoeder Fluorit:
Gut ausgebildete und unbeschädigte Skalenoeder Fluorite von Grube Cäcilia, die nach meinem Kenntnisstand immer weingelb sind (als Hinweis), sind absolute Raritäten, die von Stefan Plüth im Foto zu sehende Skalenoeder Stufe "ist auf ihrer Oberseite, also den zur Gangfirste zugekehrten Kristallflächen, stellenweise von einem gelblichweißen Baryt-Anflug oder von einem feinen Mineralgereibsel überzogen. Die Unterseite der Kristalle ist dagegen meist frei. Pyrit und Markasit sind in Form dünner Kristallrasen auf Baryt und Fluorit aufgewachsen." (Text laut Dr. Ziehr) … und zu diesem Hinweis gehört meine Aussage "… aber zu bekommen war genau diese Art der Stufen so gut wie gar nicht. Es sind absolute Top-Raritäten aus dem Wölsendorfer Revier, wie diese aussehen ist hier zweitrangig, aber die Stufe ist in ihrer Zusammenstellung aus der Kluft von Grube Cäcilia Top."
Weingelbe Skalenoeder Fluorite ist richtig, die werden hin und wieder mal angeboten, aber fast nur in minderwertiger Qualität oder wie sich Andreas ausgedrückt hat "Optisch war´s käse".
Hier noch mal einen Hinweis den ich unter Grube Cäcilia geschrieben habe:
"Hinweis: Skalenoederstufen sind sehr selten im Angebot, gut ausgebildete Stufen zählen zu den Raritäten da sie einer besonderen Personengruppe vorbehalten waren. Bei den meisten Stufen die aus dieser Kluft angeboten werden handelt es sich NICHT um Skalenoederkristalle, sondern lediglich um angeätzte Fluorite." Als weiterer Hinweis dazu: Die angeätzten oder angelösten Fluorite sind nicht nur weingelb, sondern weisen auch andere Farbvarianten auf.
Zur Preisgestaltung wäre folgendes zu erwähnen. Eine Stufe die zu meinem eigentlichen Sammlungsbestand gehört und die ich nicht veräußern möchte setze ich mit einem Fantasiepreis an oder anders ausgedrückt, ich möchte die Stufe nicht verkaufen, aber wenn einer bereit ist dafür wie in diesem Fall 4.350 Euro auszugeben, dann gebe ich sie zu diesem Kurs ab, auch wenn dieser Preis zu hoch ist … und genau dieser Gedanke steckt von Stefan dahinter.
Diese Art der Veräußerung einer Stufe kenne ich schon seit gut 30 Jahre und länger und es gibt Sammler die bereit sind für bestimmte Stufen, Briefmarken, Autos etc. derartig hohe, oder meinetwegen überzogene, Preise zu zahlen.
Im alten Thread werden hier, aber auch im Allgemeinen, amerikanische Käufer genannt, die bereit sind derart hohe Preise zu zahlen. Dazu kann ich aus Erfahrung berichten, dass es diese Käufer weltweit gibt, auch in Deutschland. Ein Grund dafür ist, dass es Sammler gibt die wollen haben und zwar sofort und ohne lange zu suchen.
Im allgemeinen, Sebastian hat es schon erwähnt, spielen viele Faktoren eine Rolle um einen Preis bei Mineralien zu bestimmen und die Preisgestaltung wird von viele Sammler nicht verstanden, genauso wie wir die Auktionsergebnisse z. B. bei Gemälde für utopisch halten. Derartige Preise sollten meines Erachtens aber nicht dazu verleiten Personen, Anbieter in einem schlechten Bild zu rücken.
Netten Gruß
Micha