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Autor Thema: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien  (Gelesen 8509 mal)

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Offline Stefan

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Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« am: 09 Mar 06, 07:54 »
Habe hier Uranmineralien die der Bestimmung bedürfen ...

Hier Pechblende mit 2 gelben Mineralien eines der gelben Minerale ist auch teilweise rötlich

« Letzte Änderung: 09 Mar 06, 08:05 von Stefan »

Offline Stefan

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #1 am: 09 Mar 06, 07:55 »
hier grüne und gelbe Pusteln auf Uraninit mit etwas Stinkspat

UV aktivitär und kurzwelligem UV vorhanden ... langwellig nicht nachgesehen
« Letzte Änderung: 09 Mar 06, 09:41 von Stefan »

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #2 am: 09 Mar 06, 07:56 »
hier ziemlich sicher Uraninit mit dem gelben Mineral drüber ....

Offline berthold

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #3 am: 09 Mar 06, 08:57 »
Hallo Stefan,

ja, das dürfte Pechblende sein.

Im ersten Bild hätte ich -wegen der gut sichtbaren Schrumpfungsrisse- an ein Verwitterungsprodukt (Kaolinit-Nontronit) gedacht, möglicherweise auch in Mischung mit sek. Uranmineralien. Bei dem rötlichen Mineral wird man ohne Analyse kaum was sagen können.

Der weiß-gelbliche Überzug auf dem zweiten Bild stellt mich vor Probleme - hätte ich ebenfalls als Nontornit gesehen aber wenn der fluoresziert  ???

Auf dem dritten Bild dürfte der gelbe Überzug auf Pechblende wohl Uranopilit sein.

Gruß

Berthold

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #4 am: 09 Mar 06, 09:45 »
Die Schrumpfungsrisse sind gut zu erkennen.

Bild 1) Verwitterungsprodukt - mmm - für mich sieht es so aus, dass irgend ein Mineral glasklar - gelb - als Überzug auf Uraninit durch vermutlich Wasserverlust Risse gebildet hat. Aussehen tut das gelbe "Zeug" wie ein Lutschbonbon. Was sicher nicht zu empfehlen ist  :-X

Ich denke dass auch dieser Überzug leicht UV aktiv ist. Sobald ich meine UV-LEDs wieder gefunden habe, werde ich das auch noch mal unter langwelligem UV Licht prüfen. Leider hab ich keine Ahnung in welcher Umzugskiste die wieder stecken   ::)


Bild 2) zeigt auf jeden Fall UV Aktivität unter kurzwelligem UV Licht.

Bild 3) ist im Prinzip Bild 1

Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 09 Mar 06, 09:56 von slugslayer »

Offline Stefan

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #5 am: 09 Mar 06, 20:56 »
So ich habe endlich nach 2 Stunden suche meine Langwelligen UV LED's gefunden.

Unter langwelligem UV Licht ist keine Fluoreszenz festzustellen. Unter kurzwelligem UV Licht ist eine schwache Fluoreszenz ins gelbliche festzustellen. Aber bei weitem nicht so stark Leuchtend wie bei Autunit unter langwelligem UV Licht.

Gruß Stefan

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #6 am: 09 Mar 06, 21:26 »
Die gelben Krusten über dem Uraninit sind nicht Fluoreszierend.  Es könnten also Uranophan sein. Dumontit, Parsonsit kämen auch noch in Frage.

Die kurzwellig fluoreszierenden Flächen könnten evtl. Johannit oder Schoepit sein.

Irgendwelche Ideen dazu?

Gruß Stefan


Offline berthold

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #7 am: 09 Mar 06, 21:58 »
Hallo Stefan,

bei den Krusten glaube ich nach wie vor nicht an ein (reines) sek. Uranmineral. Dieses weiße-gelbe-grüne Mineral ist häufig. Immer wachsweich, und zeigt -wenn trocken- die typischen Schrumpfungsrisse. Fluoresziert nicht. Glanz von seidig bis speckig.

Zitat
Es könnten also Uranophan sein. Dumontit, Parsonsit kämen auch noch in Frage.

nein, das glaube ich nicht.

Zitat
Die kurzwellig fluoreszierenden Flächen könnten evtl. Johannit oder Schoepit sein.

Johannit ganz sicher nicht, Schoepit möglicherweise (oder dabei)

Solange man keine Kristalle hat wird ohne Analyse kaum etwas Sicheres zu sagen sein, ich hab gerade in letzter Zeit da so meine Erfahrungen gemacht...

Übrigens, von ähnlichen Uranmineralien habe ich noch mehrere Kisten im Keller stehen, da bin ich ganz sicher, dass noch das eine oder andere Mineral als Erstbestimmung für Wölsendorf dabei ist. Es gehört halt schon viel Enthusiasmus (und Geld / Zeit) dazu gelbe pulverige Beläge zu analysieren, von den damit verbundenen Problemen (gerade bei Uranmineralien) mal ganz zu schweigen.

Gruß

Berthold

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #8 am: 10 Mar 06, 00:00 »
Ja Berthold das glaube ich auch, das mit den Problemen und Geld  :P

Das 1 und 3 Bild zeigt aber nur eine ganz glasklare gelbe Mineralschicht mit diesen Rissen. Wachsweich sieht sie nicht aus. Hat von der Optik bis auf fehlende Kristallflächen hohe Ähnlichkeit mit Uranophan.

Bild 2 Zeigt keinerlei Schrumpfungsrisse wirkt dafür eher weich und fluoresziert.

Ich habe hier noch ein paar Bilder was alles auf der stufe mit drauf ist ...

Hier ein metallisch glänzendes Material mit leicht bleifarbenen Anklang

Offline Stefan

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #9 am: 10 Mar 06, 00:01 »
Hier Kugelige Aggregate wirken wie Uraninit aber ingefasst in ein metallisch glänzendes Mineral, wirkt wie Silber

Offline Stefan

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #10 am: 10 Mar 06, 00:17 »
und hier nochmal so Kreise mit dem silbrigen Mineral drum herum. Die Mineralien innerhalb sind scheinbar dunkelrot schwarz

Offline Stefan

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #11 am: 10 Mar 06, 00:20 »
und hier noch ein paar Kristalle in einer winzigen Druse. Die Kristallgröße liegt irgendwo im nicht sichtbaren Bereich. Die Aufnahme ist bei 100+ facher optischer Vergrößerung gemacht diesmal ohne Mehrebenenfotografie.

Gruß Stefan

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #12 am: 10 Mar 06, 00:32 »
Ich konnte ein kleines Stück des klaren gelben Minerals isolieren und habe keine Radioaktivität mehr festgestellt.

Dann dürftest Du mit Nontronit richtig liegen.

Gruß Stefan

Offline berthold

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #13 am: 10 Mar 06, 08:48 »
Hallo Stefan,

Zitat
und hier nochmal so Kreise mit dem silbrigen Mineral drum herum. Die Mineralien innerhalb sind scheinbar dunkelrot schwarz

in der Pechblende-Paragenese tritt gerne metallisch schwarzer Hämatit mit auf. 

Die rotbraunen Kristalle kann ich nicht bestimmen. Da muss man wirklich an alles denken (selbst Baryt) denn in der Uran-Paragenese kommen nicht nur Uranmineralien vor. Gerade die selteneren Uranmineralien von Wölsendorf sind nur in Ausnahmefällen optisch sicher zu bestimmen. Vielfach neigt man dazu, der Mineralfarbe einen zu hohen Stellenwert beizumessen. Wenn Du z.B. mal auf http://www.uraniumminerals.com/UTh/Kasolite.htm die Kasolit-Bilder ansiehst kannst Du Dir vorstellen, wes ich meine. Ohne EDX (oder andere Verfahren) ist das Lotto - und selbst nach EDX muss nicht alles klar sein.

Gruß

Berthold


Offline Florian

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Re: Wölsendorf, Johannesschacht Uranmineralien
« Antwort #14 am: 10 Mar 06, 10:58 »
Hi,

wie ich sehe habt ihr mit dem Stück viel Spass!!! Das krachend gelbe mit Rissen strahlt wirklich nicht??? kann man ja fast nicht glauben bei der Farbe.... 

@ Berthold kannst du mir vielleicht sagen wie der Johannit von Wölsendorf aussieht? habe da grünliche kleine verm. taflige Kristalle auch in der nähe von Pechblende.

Ich bekomm nächste Woche mal ein paar Analysen von Mineralien von dort - bin wirklich sehr gespannt was da alles dabei rauskommt.

Hoffe das ich heute abend mal dazukomme ein paar Fotos von meinen Funden aus Wölsendorf zu machen - habe da so viele Fragezeichenstücke *grins*

Glück AUf

Florian

 

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