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Öpik, Armin Alexander

Prof. Dr. Armin Alexander Öpik (* 24.6.1898 Lontova bei Kunda, Gouv. Estland; † 15.1.1983 Canberra) war ein estnisch-australischer Paläontologe.

Öpik legte das Abitur am Nicolai-Gymnasium in Reval 1917 ab. Er studierte Geologie und Mineralogie an der Universität Dorpat (Tartu) mit dem Magister-Abschluss 1926 und der Promotion 1928. 1929 wurde er Privatdozent und 1930 Professor für Geologie und Paläontologie und Direktor des Geologischen Instituts und Museums, was er bis zur sowjetischen Besetzung 1944 blieb. Er war von 1932 bis 1941 Mitglied des Geologischen Komitees der Regierung. Er begann seine Felduntersuchungen des Kambrium und Ordovizium von Estland 1922 mit ersten Veröffentlichungen 1925. Von 1926 bis 1928 ging er auf Studienreisen nach Skandinavien, Deutschland und die Tschechoslowakei (wobei er Formationen des Präkambriums studierte) und nahm 1937 an der dänischen Grönland-Expedition von Lauge Koch teil. Er publizierte insbesondere über Brachiopoden und Trilobiten (in einer Monographie 1937) von Estland, aber auch viele weitere Gebiete der Geologie, Paläontologie und Geophysik. Eine von ihm fertiggestellte dreibändige Monographie über die Geologie Estlands blieb unveröffentlicht.

Öpik verließ das Land mit seiner Familie vor der sowjetischen Besetzung 1944 und lebte bis 1948 als Flüchtling unter schwierigen Bedingungen in Deutschland. In der Baltischen Universität in Pinneberg lehrte er Geologie. 1948 konnte er nach Australien emigrieren, wo er Geologe im Bureau of Mineral Resources in Melbourne und ab 1949 in Canberra wurde. In Canberra war er vor allem mit paläontologischen Aufgaben im Rahmen der Ölexploration beschäftigt. Er veröffentlichte aber auch Studien zum Beispiel zum Kambrium und Ordovizium in Nordaustralien und beschrieb zahlreiche neue Trilobitenarten.

1962 erhielt er die Charles Doolittle Walcott Medal. 1962 wurde er Mitglied der Australischen Akademie der Wissenschaften. Er war Ehrenmitglied der Geological Society of London (1938), korrespondierendes Mitglied der Paleontological Society (1928) und der finnischen geologischen Gesellschaft und Ehrenmitglied der Geological Society of Australia (1965).


Literatur:

  • Öpik, A. (1927). Beiträge zur Kenntnis der Krukuse-(C2)-Stufe in Eesti. II, Tartu, S.25-26.
  • Öpik, A. (1929) Über Muskelhaftstellen der Glabella von Pseudoasaphus tecticaudatus Steinh. (Crust., Trilobita) und über die Funktion der Faszialsutur. Tartu.
  • Historical Records of Australian Science, vol.6, no.2, Canberra, Australia, 1985.

Weblinks:


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