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Pleistozäne Marchschotter

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Österreich / Niederösterreich / Gänserndorf, Bezirk / Marchtal / Pleistozäne Marchschotter

Fund­s­tel­len­typ

Kies-,Sand-,Ton-Grube

GPS-Ko­or­di­na­ten

Pleistozäne Marchschotter



Pleistozäne Marchschotter

WGS 84: 
Lat.: 48,32104045° N, 
Long: 16,87340853° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 19' 15,746" N,
   Long: 16° 52' 24,271" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=33917
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Verkürzte Pfadangabe

Pleistozäne Marchschotter, Marchtal, Gänserndorf, Niederösterreich, AT
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Pleistozäne Marchschotter
Aufrufe (Bild: 1421137255): 1076
Pleistozäne Marchschotter

Pleistozäne Marchschotter in einer längst aufgelassenen Grube bei Zwerndorf, Bez. Gänserndorf, NÖ.

Copyright: H. Preisl
Beitrag: oliverOliver 2015-01-13

Ausführliche Beschreibung

Fundsituation
Die pleistozänen Schotterkörper der March wurden früher in vielen kleinen und werden heute noch in einigen größeren Schottergruben abgebaut. Überall wo der Abbau stattfand bzw. noch stattfindet, konnten bzw. können fossile Säugetierreste (und andere Fossilien) gefunden werden. Es macht daher wenig Sinn, die vielen, oft nur kurzfristig oder sporadisch abgebauten Gruben hier einzeln anzuführen, zumal im gesamten Gebiet auch Feldfunde möglich sind.

Zudem führen die Schotter mesozoische (vmtl. jurassische) Hornsteinknollen unbekannter Herkunft, welche oft ebenfalls Fossilien (Seeigel, Korallen, etc.) beinhalten, sowie Kieselhölzer. Diese Fossilien können aber auch in den holozänen/rezenten Anteilen der Marchschotter gefunden werden, ebenso wie sehr selten Moldavite.

Zu den Kieselhölzern wäre noch anzumerken, dass diese unterschiedlichen Alters sind. Die typischen Marchhölzer - der überwiegende Anteil der Funde - dürften nach Info von O. Cichocki sehr jung sein (aus jung-neogenen bis altpleistozänen fluviatilen Sedimenten). Daneben kommen aber sehr selten auch Hölzer vmtl. mesozoischen Ursprungs vor (als Rarität mit Teredinae-Bohrspuren, also marinen Ursprungs), und als Ausnahmeerscheinung auch eindeutig paläozoische Stücke, die ursprünglich aus Tschechien stammen.
Sehr vereinzelt treten zudem Hölzer in Pyriterhaltung auf.
Als extreme Überraschung fand H. Preisl einmal sogar ein Kieselholz (partiell mit Limonitkruste) mit Bernstein/fossilem Harz!! Dass so was in den Marchschottern möglich ist, hätte wohl niemand geglaubt - abgesehen davon, dass diese Kombination ohnehin extrem ungewöhnlich ist.

Ebenfalls nur als Ausnahmefunde wurden kleine Amethyst-xx in Klüften von Geröllen, Drusen mit Quarz-xx und abgerollte Bergkristalle bekannt.

Einzugsgebiet
Die March entspringt an der Grenze von Polen und Tschechien, knapp nordwestlich des Dreiländerecks Polen-Böhmen-Mähren und läuft vorerst durch die böhmische Region Pardubice, bis sie bei Dolní Morava die Mährische Region Olomouc erreicht. Nach etwa 360 km mündet sie bei Devín (gegenüber von Hainburg) in die Donau. Durch die vielfältige Verzweigung des Flusssystems entwässert die March etwa drei Viertel Mährens, zusätzlich aber auch Teile Nordniederösterreichs (über Pulkau, Thaya und Zaya) und Teile der Slowakischen Republik. Sie hat also ein enormes Einzugsgebiet – laut wikipedia 27.633 km2. Zuflüsse wie z.B. die Myjava bringen Material nicht nur aus den Weißen, sondern z.T. auch aus den Kleinen Karpaten. Dementsprechend vielfältig ist die Zusammensetzung des Marchschotters und der darin enthaltenen Gesteine, Mineralien und Fossilien.

oliverOliver

Mineralien (Anzahl: 7)

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Amethyst (Var.: Quarz)r
Slg. H. Preisl
(Niederösterreich/Gänserndorf, Bezirk/Marchtal/Pleistozäne Marchschotter)
BM
'Bernstein'r
Slg. H. Preisl
(Niederösterreich/Gänserndorf, Bezirk/Marchtal/Pleistozäne Marchschotter)
BM
Chalcedon (Var.: Quarz, Mogánit)r
Slg. H. Preisl
(Niederösterreich/Gänserndorf, Bezirk/Marchtal/Pleistozäne Marchschotter)
BM
'Limonit'r
H. Preisl
(Niederösterreich/Gänserndorf, Bezirk/Marchtal/Pleistozäne Marchschotter)
M
Pyritr
Slg. H. Preisl
(Niederösterreich/Gänserndorf, Bezirk/Marchtal/Pleistozäne Marchschotter)
BM
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 02. May 2021 - 18:22:23

Mineralbilder (13 Bilder gesamt)

Silifiziertes Holz mit Bernstein/fossilem Harz
Aufrufe (Bild: 1504557625): 3085
Silifiziertes Holz mit Bernstein/fossilem Harz

Kieselholz mit partieller Limonitkruste und fossilem Harz/Bernstein (!), Detail, Bereich mit Bernsteinperlen = 16 mm; aus dem Marchschotter, Bez. Gänserndorf, NÖ

Sammlung: H. Preisl
Copyright: H. Preisl
Beitrag: oliverOliver 2017-09-04
Mehr   MFoLF 
Pyritisiertes Holz
Aufrufe (Bild: 1504558645): 1060
Pyritisiertes Holz

Pyrit-Holz aus dem Marchschotter, L. ca. 10 cm; Bez. Gänserndorf, NÖ.

Sammlung: H. Preisl
Copyright: H. Preisl
Beitrag: oliverOliver 2017-09-04
Mehr   MFoLF 
Chalzedon
Aufrufe (Bild: 1455617389): 1277
Chalzedon

Chalzedon mit Quarzdruse, die Quarz-xx sind mit einer "porzellanartigen" milchig-weißen Schicht überzogen (ebenfalls Chalzedon?); FO: Dürnkrut, Bez. Gänserndorf, NÖ

Sammlung: H. Preisl
Copyright: H. Preisl
Beitrag: oliverOliver 2016-02-16
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 2)

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Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 02. May 2021 - 18:22:23

Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Moldavit
Aufrufe (Bild: 1391159687): 1307
Moldavit

Moldavite aus Schottern der March, Niederösterreich.

Sammlung: diverse
Copyright: H. Preisl
Beitrag: oliverOliver 2014-01-31
Mehr   GF 

Fossilien (Anzahl: 18)

Avesr
Rabeder 1992 (Slg. Preisl).
(Niederösterreich/Gänserndorf, Bezirk/Marchtal/Pleistozäne Marchschotter)
BF
Homo sapiensr
Winkler 1992.
(Niederösterreich/Gänserndorf, Bezirk/Marchtal/Pleistozäne Marchschotter)
F
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Legende

Fossil -> Name des Fossils
Fossil (TL) -> Fossil-Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Fossil in der Region
 F -> Link zur allg. Fossilseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Fossil ? ->Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 02. May 2021 - 18:22:23

Fossilbilder (42 Bilder gesamt)

Silifiziertes Holz mit Bernstein/fossilem Harz
Aufrufe (Bild: 1504557625): 3085
Silifiziertes Holz mit Bernstein/fossilem Harz

Kieselholz mit partieller Limonitkruste und fossilem Harz/Bernstein (!), Detail, Bereich mit Bernsteinperlen = 16 mm; aus dem Marchschotter, Bez. Gänserndorf, NÖ

Sammlung: H. Preisl
Copyright: H. Preisl
Beitrag: oliverOliver 2017-09-04
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Koralle
Aufrufe (Bild: 1456685740): 1720
Koralle

unbestimmte Koralle in Hornstein (vmtl. Jura), 35 x 30 mm; FO: Marchschotter bei Dürnkrut, NÖ.

Sammlung: H. Preisl
Copyright: H. Preisl
Beitrag: oliverOliver 2016-02-28
Mehr   FoF 
Kieselholz
Aufrufe (Bild: 1493648224): 408
Kieselholz

Kieselholz mit schönem Astabgang, ca. 20 x 11 cm; FO: Pleistozäne Marchschotter, Bez. Gänserndorf, NÖ.

Sammlung: H. Preisl
Copyright: H. Preisl
Beitrag: oliverOliver 2017-05-01
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Aktualität: 02. May 2021 - 18:22:23

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Winkler, E.-M., Der Unterkiefermahlzahn eines Homo sapiens aus den jungpleistozänen Marchschottern von Marchegg, Niederösterreich. Arch. Austriaca 76, 1992, 9-17.
  • Rabeder, G., Wirbeltierreste aus den jungpleistozänen Marchschottern von Marchegg, Niederösterreich. Arch. Austriaca 76, 1992, 5-7. (Vorsicht – hier tlw. Fundstellen verwechselt!)

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