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Imhofstollen-Siglitzstollen

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Österreich / Salzburg / St. Johann im Pongau, Bezirk / Gasteinertal / Bad Gastein / Böckstein / Naßfeld / Imhofstollen-Siglitzstollen

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Verläuft in O-W-Richtung vom Nassfeld im Gasteinertal in 1624 m Höhe durchschlägig bis in das Raurisertal (Mundloch in 1655 m Höhe.)

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Stollenlänge 5300 m.

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Einige Erzgänge wurden dabei angefahren. Gold- und pyrithaltige Gänge. Siglitzgneis.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Imhofstollen-Siglitzstollen



Imhofstollen-Siglitzstollen

WGS 84: 
Lat.: 47,06186321° N, 
Long: 13,05123755° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 3' 42,708" N,
   Long: 13° 3' 4,455" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=5274
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Verkürzte Pfadangabe

Imhofstollen-Siglitzstollen, Naßfeld, Böckstein, Bad Gastein, Gasteinertal, St. Johann im Pongau, Salzburg, AT
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

Knappenhäuser auf der Halde des Imhofstollens bei Naßfeld
Aufrufe (Bild: 1343637616): 1165
Knappenhäuser auf der Halde des Imhofstollens bei Naßfeld

Dahinter Materialhalden des Staumauerbaus Bockhartsee. Gastein, Pongau, Salzburg, Österreich. 9/2007.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2012-07-30
Knappenhäuser auf der Imhofstollen-Halde
Aufrufe (Bild: 1343591002): 1298
Knappenhäuser auf der Imhofstollen-Halde

Naßfeld, Gasteiner Tal, Salzburg, Österreich. 9/2007.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2012-07-29
Halde des Imhofstollen
Aufrufe (Bild: 1313395883): 1256
Halde des Imhofstollen

Mit den Knappenhäusern und dem Kraftwerk. Gasteiner Tal, Pongau, Salzburg, Österreich.

Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2011-08-15

Ausführliche Beschreibung

Längsschnitt durch den Imhof-Unterbaustollen
Längsschnitt durch den Imhof-Unterbaustollen

Österreich/Kärnten/Spittal an der Drau, Bezirk/Heiligenblut/Kleines Fleißtal/Goldgräberdorf. Längsschnitt durch den Imhof-Unterbaustollen. Zur besseren Betrachtung bitte auf Originalgröße klicken....

woelsendorfer


Während der Erbauung des Tauerntunnels von 1901 bis 1909 fand Dipl. Ing. Karl Imhof Gelegenheit, das altbekannte Goldfeld im Bereich des Sonnblickmassivs in den Hohen Tauern zu studieren, was ihn letztlich dazu veranlasste, die Bergbautätigkeit im Gasteinertal wieder aufzunehmen. So legte er am Gewerkentag 1911 eine Denkschrift über den bisherigen Stand und den Fortgang der Schürftätigkeiten in den beiden Bergbaurevieren am Radhausberg und im Nassfeld bzw. in der Sieglitz-Pochkar-Erzwies vor. Zwei Stollen sollten gegen Westen vorgetrieben werden, nämlich vom Nassfeld aus der Siglitz-Unterbaustollen (später Imhof-Unterbaustollen) in 1625m und der zwischen den beiden Pochkarseen gelegene Pochkar-Unterbaustollen in 1.985m Höhe. Weitere steil stehende Erzgänge sollte miterfasst werden. Die 2 km entfernten Stollen mit einem Höhenunterschied von 360 Meter sollten durch eine Verbindungsschacht verbunden werden. Innerhalb dieser Zone verlief eine große Zahl von SSW nach NNE verlaufende Klüfte bzw. Gänge mit Vererzungen. Als Initiator des gesamten Montanunternehmens leitete in weiterer Folge Karl Imhof bis zum 30. Juni 1925 die Gewerkschaft Radhausberg mit dem Titel eines Direktors.

Im Juli 1912 wurde an erhöhter Stelle im nördlichen Bereich des Nassfeldes der Siglitz-Unterbaustollen (Imhof-Stollen) angeschlagen. Der Ansatzpunkt des Mundloches lag im Felsbereich in 1.624m Höhe und sollte in westlicher Richtung parallel zum Siglitztal in einem Abstand von ca. 200m verlaufen. Der Stollen führte zunächst durch das ganz flache Gelände einer lawinengefährdeten Mulde, die mit einer betonierten Galerie überbaut wurde. Erst nach 220m erreicht der Stollen den anstehenden Fels aus Granitgneis. Die Vortriebsarbeit erfolgte mit modernsten pneumatischen Flottmann-Bohrhämmern. Die Druckluft lieferte eine mobile Kompressoranlage vor dem Mundloch des Imhof-Unterbaustollen. Das erzhältige Hauwerk wurde mittels kleiner Grubenhunte zu den Sturzschächten befördert, in der Imhof-Unterbausohle gestürzt und durch den Imhof-Unterbaustollen mittels größerer eiserner Grubenhunte und einer Benzinlokomotive zur Erzaufbereitungsanlage in das Nassfeld gebracht.

Die großzügig in Angriff genommenen Vortriebs- und Abbauarbeiten mussten durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges infolge Rekrutierung mehrer Ingenieure und Belegschaftsmitglieder im August 1914 unterbrochen werden. 1915 konnte der Bergbaubetrieb mit den zahlreich zugeteilten russischen Gefangenen wieder aufgenommen werden, musste aber mit Ende des Ersten Weltkrieges 1918 vollständig stillgelegt werden. Bis dahin hatte der Imhof-Unterbaustollen eine Länge von 1890m erreicht. Weitere Vortriebsarbeiten 1919/20 bis auf 2.500m konnten keine zusätzlichen Erzgänge aufschließen.

Neben den Aufschluss- und Abbauarbeiten wurde die Straße von Böckstein in das Nassfeld ausgebaut und die Kesselfallbrücke (Russenbrücke) errichtet. In den Jahren 1915/16 standen 150 - 200 italienische und einige serbische Kriegsgefangene zunächst beim Straßenneubau in das Nassfeld und in weiterer Folge im Montanbereich im Imhof-Unterbaustollen und bei Neubau der Erzaufbereitungsanlage im Nassfeld im Einsatz. 1916/17 kamen etliche russische Kriegsgefangene hinzu. 1918 standen noch 200 - 250 Kriegsgefangene in den Diensten.

Im August 1938 wurde durch die Preußische Bergwerks- und Hütten AG mit dem weiteren Vortrieb des Imhof-Unterbaustollens und nacheinander der Vortrieb im Bereich der Haupterzgänge des Geißler-, Dionys- und Kupelwieserganges in Angriff genommen. Am 1. August 1944 kam dann aus Berlin der Befehl des Reichswirtschaftsministerium, den Betrieb einzustellen. Der Imhof-Unterbaustollen wurde aber noch bis nach Kolm-Saigurn bei Rauris durchschlagen. Im Januar 1945 konnte der erste Mannschaftszug in Kolm-Saigurn bei Rauris in 1.656m Höhe erstmals den Stollen verlassen. Insgesamt betrug der Stollenvortrieb des Imhof-Unterbaustollen 2.745 m, die Querschläge kamen auf 2558 m, Stollen im Bereich der Erzgänge kamen auf 6.231 m. Am 29. April 1947 wurde der Gewerkschaft Radhausberg die Bewilligung zur Durchfahrt von Touristen von Nassfeld nach Kolm-Saigurn und zurück mittels einer elektrischen Akkulokomotive und zwei Mannschaftswagen sowie den notwendigen Gepäckwagen erteilt. Die Weiterführung scheiterte aber an den finanziell aufwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Die letzte Durchfahrt erfolgte 1951.

Im Jahre 1988 setzten seitens der Erzbergbau Radhausberg GmbH Bestrebungen ein, den Durchfahrtsbetrieb für Touristen durch den Imhof-Unterbaustollen bei gleichzeitiger Installierung eines Schaubergwerkbetriebes zu aktivieren. Zwischen Juli und Oktober 1992 und 1993 wurden auch tatsächlich zwischen 3400 und 4000 Besucher befördert. Der provisorische Durchfahrtsbetrieb musste aber neuerlich mangels Wirtschaftlichkeit und unzureichender Sicherheitsmaßnahmen 1993 eingestellt werden. Das Explorationsprojekt Siglitz-Bockhart-Erzwies im Jahre 2006 durch die australische Firma WHL (Erkundung der Teufenfortsetzung von im Imhof-Stollen aufgeschlossenen Erzgänge) scheiterte am Widerstand der Eigentümer der Schurfrechte (Erzbergbau Radhausberg GesmbH in Böckstein, Gemeinde Badgastein und Bad Hofgastein) aber auch durch Proteste aus der Bevölkerung.

Mineralien (Anzahl: 31)

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Hyalit (Var.: Opal)M
Molybdänitr
Slg.Doc Diether
(Salzburg/St. Johann im Pongau, Bezirk/Gasteinertal/Bad Gastein/Böckstein/Naßfeld/Imhofstollen-Siglitzstollen)
M
'Wollastonit'r
Slg.Doc Diether
(Salzburg/St. Johann im Pongau, Bezirk/Gasteinertal/Bad Gastein/Böckstein/Naßfeld/Imhofstollen-Siglitzstollen)
M
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Mineralbilder (8 Bilder gesamt)

Vikingit xx mit Heyrowskyit
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Vikingit xx mit Heyrowskyit

und Galenit; eingewachsene schwarzgraue Erznadeln, die leider optisch nicht von den anderen Erzen wie Cosalit usw. unterschieden werden können, hier ist immer eine Untersuchung nötig; Imhof Unterba...

Sammlung: loismin
Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2009-10-11
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Gold
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Gold

Fundort: Siglitzstollen, Naßfeld, Gasteinertal, Hohe Tauern, Österreich; Bildbreite: 3 mm

Sammlung: loismin
Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2008-02-20
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Turmalin xx
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Turmalin xx

Fundort: Siglitzstollen, Naßfeld, Gasteinertal, Hohe Tauern, Österreich; Bildbreite 4 mm

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Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2008-02-20
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