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Prähistorische Halde Schwarzleo

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Österreich / Salzburg / Zell am See, Bezirk (Pinzgau) / Leogang / Schwarzleo, Bergbaurevier / Prähistorische Halde Schwarzleo

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halde. Bronzezeitlicher Bergbau. Dauer ca. 210 bis max. 380 Jahre.

Fund­s­tel­len­typ

Naturdenkmal

Geo­lo­gie

Fahlerz in Dolomit, gebleichtem Serizitschiefer.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

prähistorische Fundstelle - daher nach dem österreichischen Denkmalschutzgesetz unbefugte Grabungen ausdrücklich und ausnahmslos verboten !!!

Letz­ter Be­such

07/2011

GPS-Ko­or­di­na­ten

Prähistorische Halde Schwarzleo (N 47°25'20.4184" E 12°40'19.3542")



Prähistorische Halde Schwarzleo

WGS 84: 
Lat.: 47,42233844° N, 
Long: 12,67204285° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 25' 20,418" N,
   Long: 12° 40' 19,354" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1015
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Verkürzte Pfadangabe

Prähistorische Halde Schwarzleo, Schwarzleo, Bergbaurevier, Leogang, Zell am See, Salzburg, AT
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (5 Bilder gesamt)

Prähistorische Halde Schwarzleo
Aufrufe (Bild: 1312799488): 2431, Wertung: 8.4
Prähistorische Halde Schwarzleo

Zustand der Prähistorischen Halde Schwarzleo, Leogang, Land Salzburg, Österreich; 07/2011

Copyright: thdun5
Beitrag: thdun5 2011-08-08
Prähistorische Halde Schwarzleo
Aufrufe (Bild: 1312799427): 1633, Wertung: 7.17
Prähistorische Halde Schwarzleo

Zustand der Prähistorischen Halde Schwarzleo, Leogang, Land Salzburg, Österreich; 07/2011

Copyright: thdun5
Beitrag: thdun5 2011-08-08
Prähistorische Halde
Aufrufe (Bild: 1146828586): 2174
Prähistorische Halde

Schwarzleo

Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2006-05-05

Ausführliche Beschreibung

Über die bekannte Fundstelle Leogang wurde bereits im Lapis Ende der 80iger Jahre geschrieben. Die aktuelle Fundsituation ist jedoch immer noch sehr zufriedenstellend, zumal man mit dem Auto ziemlich dicht an die Fundstelle heranfahren kann.

Das Bergbaustättchen Leogang liegt unweit der Stadt Saalfelden, genau auf der Trennlinie der Zentralalpen und der nördlichen Kalkalpen. Auf dieser Trennlinie liegen auch die Bergbaureviere von Schwaz und Brixlegg. Auch in Leogang ist das Erzmaterial ein Fahlerz.

Im Juli 2004 habe ich zwei Fundstellen erfolgreich besucht, neben Inschlag auch die Prähistorische Halde Schwarzleo Schwarzleo.

Man fährt mit dem Auto Richtung Besucherbergwerk. Am Besucherbergwerk kann man trotz Sperrscheibe noch etwa 100 m taleinwärts fahren und das Auto auf einen kleinen Parkplatz rechterhand abstellen. Gegenüber, etwa 50 m weiter taleinwärts liegt die riesige prähistorische Halde. Diese ist zur Zeit abgeholzt und man sieht schon von weitem die großen Schurfstellen. Entweder man setzt das Werk an einer dieser Stellen fort oder man wühlt sich durch die Vegetationsdecke aus Wurzelwerk, Heidelbeergebüsch und eine dünne Humusschicht.

Die höffige Schüttung sind grober Schotter, der duch seine grüne oder blaue Farbe auffällt. Die Halde existiert schon seit der Bronzezeit und in den vergangenen 3500 Jahren haben sich viele interessante Sekundärminerale bilden können.

Neben Malachit und Azurit findet man relativ häufig seltenere Minerale wie Strashimirit, Hörnesit und Parnauit. Das absolute Highlight ist der Euchroit, ein sehr schönes smaragdgrünes Mineral, welches aber nicht in der Ausbeute meines Schurfes war.

Eine Auswahl der Minerale bereits an der Fundstelle ist nicht möglich, da die Stücke sehr lehmig sind. Das Ergebnis tritt erst zu Hause nach einer ausgiebigen Reinigung zu Tage. Man sammelt also einen Eimer voll und wartet ähnlich einer Lotterie ab, was das Ergebnis sein wird.

Man kann auch ohne jedes Werkzeug kleinere Stücke, die aus vorherigen Schürfen stammen und vom Regen abgewaschen wurden, auflesen.

Auf dem Scheitel der Halde werden zur Zeit gerade wissenschaftliche Grabungen bzw. Haldenschnitte durchgeführt. An dieser Stelle sollte man nicht aktiv werden um die wirklich große Toleranz der Leoganger gegenüber Sammlern nicht zu gefährden.

Ein Besuch lohnt sich immer.

Mineralien (Anzahl: 45)

Mineralbilder (134 Bilder gesamt)

Euchroit
Aufrufe (Bild: 1385929712): 1093
Euchroit (SNr: 3827)

blockige grüne Kristalle, BB 5 mm. Fundort: prähistorische Halde, Revier Leogang, Saalfelden, Salzburg, Österreich.

Sammlung: Manfred Früchtl
Copyright: Manfred Früchtl
Beitrag: Manfred Früchtl 2013-12-01
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nadelig-kugeliger hellgrüner Strashimirit auf Parnauit
Aufrufe (Bild: 1553681021): 912
nadelig-kugeliger hellgrüner Strashimirit auf Parnauit (SNr: A032391)

Österreich/Salzburg/Zell am See, Bezirk (Pinzgau)/Leogang/Schwarzleo, Revier/Prähistorische Halde Schwarzleo, BB = 1.9 mm

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Hannes Osterhammer
Beitrag: Münchener Micromounter 2019-03-27
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Blaugrüner kugeliger Parnauit mit Azurit
Aufrufe (Bild: 1553681210): 594
Blaugrüner kugeliger Parnauit mit Azurit (SNr: A039165)

Österreich/Salzburg/Zell am See, Bezirk (Pinzgau)/Leogang/Schwarzleo, Revier/Prähistorische Halde Schwarzleo, bb = 6,4 mm

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Hannes Osterhammer
Beitrag: Münchener Micromounter 2019-03-27
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Gesteine (Anzahl: 2)

Fossilbilder (2 Bilder gesamt)

Backenzähne v. Schwein (Sus scrofa)
Aufrufe (Bild: 1247387440): 2541
Backenzähne v. Schwein (Sus scrofa)

Zum Teil durch Kupfereinschluß in Zahntürkis umgewandelt; Prähistorische Halde Schwarzleo, Leogang, Salzburg, Österreich; Größe der Stufe: 8 x 3 cm

Sammlung: loismin
Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2009-07-12
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Schweinehauer (Sus scrofa) mit Kupfereinschluß
Aufrufe (Bild: 1247387606): 2631
Schweinehauer (Sus scrofa) mit Kupfereinschluß

Prähistorische Halde Schwarzleo, Leogang, Salzburg, Österreich; Größe des Zahns 8 cm

Sammlung: loismin
Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2009-07-12
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellangaben

  • Strasser, A. (1989). Die Mineralien Salzburgs, 1-346. Eigenverlag Innsbruck.
  • Lengauer, C. (1989). Geologie und Erzmineralogie der Lagerstätte Leogang (Salzburg). Unv. Diss. Univ. Salzburg, 1-164.
  • Blaß, G. und Graf, H.W. (1994). Ein neues Reevesit - Vorkommen aus dem Danielstollen bei Leogang. Min.-Welt, Jg.5, Nr.5, S.18.
  • Lengauer, C.L., Giester, G. und Kirchner, E. (1998). Cu10(AsO4)4(SO4)(OH)6x8H20, ein neues Mineral aus Leogang, Salzburg. Mitt. Österr. Miner. Gesell., 143, S.325-27.
  • Peter Leblhuber (2000). Lagerstättenkundliche Untersuchungen im Grubenrevier Schwarzleo-Mitte, Leogang, Salzburg. Unv. Dipl. Arbeit, Univ. Salzburg.
  • Weiß, S. (2004). Neue Mineralien: (Leogangit). Lapis, Jg.29, Nr.6, S.77-78+86.
  • Lengauer, C.L., Giester, G. und Kirchner, E. (2004). Leogangite, Cu10(AsO4)4(SO4)(OH)6 x 8H2O, a new mineral from the Leogang mining district, Salzburg province, Austria. Miner. Petrol., Vol.81, S.187-201.
  • Krauß, R. (2004). Bronzezeit. KG Schwarzleo; in Fundberichte Österreich.
  • Poeverlein, R. (2008). Euchroit und seine Begleiter vom prähistorischen Bergbau Leogang, Österreich. Lapis, Jg.33, Nr.5, S.13-22.
  • Rolf Poeverlein (2015). Der Bergbau zu Leogang mit seiner Geschichte und Mineralien. Verlag St. Peter, 5020 Salzburg. ISBN 978-3-900173-77-5.
  • Beschreibung: uwe
  • eingepflegt durch geomueller
  • ergänzt durch Manfred Früchtl

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