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Knappenwand

Steckbrief

Land

Österreich

Re­gi­on

Salzburg / Zell am See, Bezirk (Pinzgau) / Untersulzbachtal / Knappenwand

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Zerrklüfte.

Geo­lo­gie

Grünschiefer.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Sammelverbot

GPS-Ko­or­di­na­ten

Knappenwand



Knappenwand

WGS 84: 
Lat.: 47,22140847° N, 
Long: 12,27764165° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 13' 17,071" N,
   Long: 12° 16' 39,51" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=1012
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (9 Bilder gesamt)

Seilbahn zur Materialförderung
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Seilbahn zur Materialförderung

Knappenwand

Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2007-02-28
Abbauraum mit dem aufgerichteten Schotter
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Abbauraum mit dem aufgerichteten Schotter

Knappenwand

Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2007-02-28
Alte ausgeräumte Epidotklüfte in der Firste des Abbaus
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Alte ausgeräumte Epidotklüfte in der Firste des Abbaus

Knappenwand

Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2007-02-28

Ausführliche Beschreibung

Geologisch handelt es sich bei dem Vorkommen der Knappenwand un Klüfte in Grünschiefer bis Epidotfels an Scharungen mit einem Aplitgang. (zitiert: Weninger, H., 1974)

Die Knappenwand im Untersulzbachtal (Hohen Tauern in Österreich) beherbergte die schönsten und größten Epidotkristalle weltweit. 1865 von Alois Wurnitsch entdeckt, wurden über 100 Jahre lang Epidote abgebaut, die u.a. in zahlreichen Museen ausgestellt werden. Durch den Abbau entstand eine ca. 25 m tiefe, 15 m hohe und 10 m breite Höhle in der Knappenwand, die durch einen schmalen Wandersteig von der Stockeralm aus zu erreichen ist. Der anstehende Epidotamphibolit wird zur Zeit für Schauzwecke freigelegt.

Die stark glänzenden Epidotkristalle der Fundstelle sind oft bizarr miteinander verwachsen und von grüner bis grünschwarzer Farbe. Oft sind die Kristalle vergesellschaftet mit sehr schönem haarförmigem Byssolith (einer Aktinolith-Varietät), sowie, seltener, von klaren, tafeligen Apatitkristallen, Calcit in weißen Rhomboedern, meist undurchsichtigen Albiten und ganz selten von Scheelit oder Titanit. Manchmal tritt auch Quarz, Chlorit, Diopsid und wiederum selten Bavenit auf. Bornit und Molybdänit sind ausgesprochene paragenetische Raritäten.

Älteren Berichten zufolge erreichten manche Stufen bis über 50 cm; es wird auch von armstarken Kristallen in wirr verwachsenen Drusen erzählt. Die Kristalle treten einzeln auf, können aber auch kammartig parallel zu Gruppen verwachsen sein. Die in Calcit eingewachsenen Kristalle wurden durch Ätzen mit verdünnter Salzsäure herausgelöst.

Die Knappenwand wird seit Sommer 2000 vom Zukunftskollegium Nationalpark Hohe Tauern verwaltet; der Abbau geschieht unter Leitung des wissenschaftlichen Instituts für Geowissenschaften der Universität Wien.

Bitte beachten Sie auch den Bericht zu einem Felssturz vom 05.01.2010

Mineralien (Anzahl: 25)

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Epidoti
Die Knappenwand im Untersulzbachtal (Hohen Tauern in Österreich) beherbergte die schönsten und größten Epidotkristalle weltweit. 1865 von Alois Wurnitsch entdeckt, wurden über 100 Jahre lang Epidote abgebaut, die u.a. in zahlreichen Museen ausgestellt werden.

Die stark glänzenden Epidotkristalle der Fundstelle sind oft bizarr miteinander verwachsen und von grüner bis grünschwarzer Farbe. Oft sind die Kristalle vergesellschaftet mit sehr schönem haarförmigem [Byssolith] (einer [Aktinolith]-Varietät), sowie, seltener, von klaren, tafeligen [Apatitkristallen|Apatit], [Calcit] in weißen Rhomboedern, meist undurchsichtigen Albiten und ganz selten von Scheelit oder Titanit. Manchmal tritt auch [Quarz], [Chlorit], [Diopsid] und wiederum selten [Bavenit] auf. [Bornit] und [Molybdänit] sind ausgesprochene paragenetische Raritäten.

Älteren Berichten zufolge erreichten manche Stufen bis über 50 cm; es wird auch von armstarken Kristallen in wirr verwachsenen Drusen erzählt. Die Kristalle treten einzeln auf, können aber auch kammartig parallel zu Gruppen verwachsen sein. Die in Calcit eingewachsenen Kristalle wurden durch Ätzen mit verdünnter Salzsäure herausgelöst.

Das Sammeln an der Knappenwand ist nur mit Genehmigung des Naturhistorischen Museums Wien erlaubt; dieses Museum ist Pächter des Epidotabbaus
(Salzburg/Zell am See, Bezirk (Pinzgau)/Untersulzbachtal/Knappenwand)
r
Knappenwand - weltbeste Stufen
(Salzburg/Zell am See, Bezirk (Pinzgau)/Untersulzbachtal/Knappenwand)
BM
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

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Mineralbilder (75 Bilder gesamt)

Epidot
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Epidot

Knappenwand, Untersulzbachtal, Salzburg, Österreich. 7 cm hoch. Aus einem Neufund der Gebrüder Hofer im Frühjahr 2012.

Copyright: Rudolf Hasler
Beitrag: Rudolf Hasler 2013-10-11
Epidot
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Epidot

Bildbreite: 6 mm; Fundort: Knappenwand, Untersulzbachtal, Hohe Tauern, Salzburg, Österreich

Copyright: Harjo
Beitrag: Hg 2010-02-17
Epidot
Aufrufe (Bild: 1346961940): 2515
Epidot

sogenannter (eher seltener) Fischgrätenepidot mit Byssolith; Knappenwand, Untersulzbachtal, Hohe Tauern, Österreich; Größe: 4,5 x 3,0 x 1,2 cm; Fundjahr 2012

Sammlung: jayjay
Copyright: jayjay
Beitrag: jayjay 2012-09-06

Gesteine (Anzahl: 3)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Thiede, C. (1963). Lohnt noch der Weg zur Knappenwand? Aufschluss, Jg.14, Nr.6/7, S.166-68.
  • Kontrus, K. (1966). Historisches und Aktuelles über die Epidot-Fundstelle an der Knappenwand im Untersulzbachtal. Aufschluss, Sonderb.15, S.81-85.
  • Schäfer, W. (1977). Einst ein Eldorado für Mineraliensammler - Berühmte Mineralfundstellen im Untersulzbachtal. Min.-Mag., Jg.1, H.3, S.26-33.
  • Seemann, R. (1978). Die Knappenwand: Die bedeutendste Epidot-Fundstelle der Welt. Lapis, Jg.3, Nr.8, S.46-53.
  • Niedermayr, G. (1984). Bavenit aus dem Bereich der Knappenwand. In: Niedermayr, G. et al.: Neue Mineralfunde aus Österreich LVII. Carinthia II, 174/94, 250.
  • Seemann, R. (1986): Famous mineral localities: Knappenwand, Untersulzbachtal (Austria). Min. Rec. 17(3), 167-81.
  • Seemann, R. (1987): Epidotfundstelle Knappenwand. Geschichte, Geologie, Mineralien. 2.Aufl., Bode Verlag, Haltern, Germany, 48 S.
  • A. Strasser: Die Minerale Salzburgs (1989). Eigenverlag.
  • R. Exel: Die Mineralien und Erzlagerstätten Österreichs (1993).
  • Seemann, R. (1993): Geolehrpfad Knappenwand Untersulzbachtal. Naturkundlicher Führer zum Nationalpark Hohe Tauern, Bd.10, Österreichischer Alpenverein, Innsbruck, Austria, 115 S.
  • 125 years Knappenwand: Proceedings (Taschenbuch) von Robert Seemann, 1993, ISBN:3900312850.
  • Kohout, K. & Kohout, I. (1996). 'Nachlese' 1995: Eine Epidotkluft an der Knappenwand (Bem. Eigenfund). Lapis, Jg.21, Nr.12, S.26.
  • Weibel, M. (1997). Zum Umschlagbild - Apatit von der Knappenwand (Österreich). Mineralienfr., Jg.35, Nr.2, S.1-2.
  • White, J.S. (2002). Connoisseur's Choice - Epidote, Knappenwand, Untersulzbachtal, Salzburg, Austria. Rocks & Min., Vol.77, H.5, S.328-32.
  • Burgsteiner, E. (2004). Mineralogische Neuigkeiten aus dem Land Salzburg - ein Rückblick auf 2003. Min.-Welt, Jg.15, Nr.2, S.49-64.
  • Burgsteiner, E. (2005). Mineralogische Neuigkeiten aus dem Land Salzburg - ein Rückblick auf 2004. Min.-Welt, Jg.16, Nr.2, S.17-33.
  • Jahn, S. (2010). Kurz & Fündig: Felssturz unterbricht Arbeiten an Fundstelle. Min.-Welt, Jg.21, Nr.3, S.3.
  • Burgsteiner, E. (2013). Min. Neuigkeiten aus dem Land Salzburg (2012). Min.-Welt, Jg.24, H.2, S.65ff.

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